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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Krule

Frührentner
The Rogue Prince of Persia
Soeben laufen die Credits - ich musste das Spiel dafür 3 Mal durchspielen.
Hat mir insgesamt besser gefallen als anfänglich erwartet. Mein Ersteindruck war ja insgesamt schon positiv, weil das Movement der Spielfigur wirklich großartig ist, allerdings wurde es auch irgendwann leicht repetitiv durch die Roguelike-Mechanik, die mir persönlich häufig weniger zusagt.
Das Spiel hat es aber geschafft mich durch kleinere Quests, die man in der Zeitschleife absolvieren muss und einige neue Gebiete und Bosse, die man nach und nach freischaltet, bei Laune zu halten und in ~10h ein insgesamt gutes rundes Paket zu liefern.
Ein wenig der für mich üblichen Roguelite-Krankheiten habe ich zwar auch hier mal gespürt, aber insgesamt hat es mir deutlich besser gefallen als zb das hochgelobte Dead Cells. Man muss aber sagen, dass das Spiel auch etwas zu leicht war und man doch relativ gut durchkam - Dead Cells ist deutlich anspruchsvoller.
Trotzdem aufgrund des grandiosen Spielflusses ein Highlight dieses Jahr für mich... (Irgendwas zwischen 7/10 und 8/10).
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Und jetzt, wird nach zehn Stunden der Haken drangemacht? Keine Ahnung ob ich hier schon meine Spelunky-Spielzeiten geoutet hab, aber in S2 weißt du nach zehn Stunden, wie man einer Schlange in Stage 1-1 verletzungsfrei auf den Kopf springt. :ugly:

Gibt's da keinen weiteren Inhalt zu erspielen? Zehn Stunden find ich echt etwas mager.
 

Krule

Frührentner
ja, ich mache da für mich nach 10 Stunden den Haken dran und würde sagen, dass das Spiel in der Version 1.0 keinen weiteren Content bietet- das wird sich mit der Zeit und diverse DLC aber bestimmt noch ändern.

Ich persönlich finde 10h als Länge für diese Art 2D-Action-Platformer aber tatsächlich genau richtig und es würde mich nerven, wenn das nun künstlich langgezogen worden wäre...
Ist halt stark abhängig vom Spielertyp - Ich mag keine Endlosspiele. Ich brauche Abwechslung in dem Hobby und interessiere mich für eine Vielzahl von Genres, die ich gerne wild durcheinander mische. Das ist wahrscheinlich auch ein weiterer Grund für meine allgemeine Abneigung von Roguelite-Titeln. Eine konzentrierte Kampagne ist für mich attraktiver als eine hohe Spielzeit.

Sehr gerne spiele ich einen guten, knackigen Titel dann nächstes Jahr (und die Jahre darauf) nochmal wieder und wiederholt durch als mich in Dauergedaddel in Endlosschleife zu verlieren.

Selbst beim grandiosen Slay the Spire habe ich damals nur 2 Runs komplett durchgespielt und den letzten Zusatzboss gelegt - danach war da für mich dann der Haken dran und ich bin weiter gezogen ^^ (wobei das aber glaube > ~35h gedauert hatte)

Wer also einen richtig langen Roguelite-Titel erwartet, der ihn hunderte Stunden an den Bildschirm fesselt, ist bei The Rogue Prince of Persia wahrscheinlich falsch :)
 
Zuletzt bearbeitet:

RavenKnight 360

The old Grumpy
Sponsor
Star Trek: Elite Force II (PC)
Ein unterschätzter Firstperson-Shooter aus dem Star Trek Universum. Tatsächlich in vielen Dingen seiner Zeit voraus. Noch in einer aufgebohrten id-Tech 3 (aka Quake III Engine) hat man hier tatsächlich erstaunliches vollbracht. Leider wurde dem Spiel durch die grandiose Idee Activisions (Paramount & CBS zu verklagen) der Boden unter den Füßen weg gezogen, da Activision die Star Trek Lizenz verloren hat und die Spiele aus dem Handel zurückziehen musste... aber zum Glück hat ja GoG jetzt die Verkaufs-Rechte.
 

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Und jetzt, wird nach zehn Stunden der Haken drangemacht? Keine Ahnung ob ich hier schon meine Spelunky-Spielzeiten geoutet hab, aber in S2 weißt du nach zehn Stunden, wie man einer Schlange in Stage 1-1 verletzungsfrei auf den Kopf springt. :ugly:

Gibt's da keinen weiteren Inhalt zu erspielen? Zehn Stunden find ich echt etwas mager.
Zusätzlich zu Krumeluks Antwort scheint es auch einfach am Spiel zu liegen. Die ganzen Steam Reviews haben alle eine recht kurze Spielzeit. Das war für mich auch der Grund, warum es dann doch keine Releasekauf-Kandidat war. Zumindest nicht für 30 EUR. Bei Roguelikes habe ich schon gerne etwas Fleisch am Knochen. Und ohne das Spiel gespielt zu haben, frage ich mich, wieso sie dann überhaupt ein Roguelike draus gemacht haben.
 

Eirulan

Frührentner
Nights of Azure ist jetzt von hier zu "durchgespielt" gerutscht - puh, das war hinten raus gar nicht soooo einfach.. :)

Team Gust sind solche Trollköpfe ey, die gesamte Hauptstory über kommt man an allen Bossen first try durch und am letzten Boss und v.a. im Postgame auf dem Weg zum "True Ending" zieht das Game aber mal sowas von an, dass man zunächst mit den Ohren schlackelt :LOL: Man muss sich hier dann nochmal ganz genau mit allen Systemen auseinander setzen, um durch die letzten Kämpfe zu kommen.
Ich hab schon mit sowas gerechnet, war letztens bei Atelier Sophie auch schon so, dennoch muss man hier attestieren, Balancing haben sie nicht drauf.

Was sie allerdings drauf haben, sind wunderschöne Charakterdesigns und ein klasse Soundtrack. Diese Gust-Ästhetik und die verspielten Designs sind eigentlich das, was mich an deren Spielen am meisten interessiert... Hatte ich ja schon erwähnt ;)

Das Gameplay an sich ist eigentlich sehr spaßig, wenn auch nicht besonders komplex, mehr so die Kategorie "stupidly fun", Musou-Kämpfe mit RPG- und Pokemon-Elementen. Es macht einfach Spaß, mit seinen Helferdämonen zu experimentieren und sich in einem Affenzahn durch Horden an Gegnern zu schnetzeln.

Sehr gut gefallen hat mir die Story-Prämisse. Es ist ein Yuri und eine bittersüße Liebesgeschichte in einer Welt, die in ewiger Nacht gefangen ist. Die Protagonistin Arnice, eine Halbdämonin und Ritterin der Organisation Curia, hat die Aufgabe, ihre Geliebte und Heilige Lilysse vor der Opferung an den mächtigsten Dämon der Welt zu bewahren. Die Geschichte dreht sich um das moralische Dilemma von Arnice: Soll sie ihre große Liebe retten oder sie für das Wohl der ganzen Menschheit opfern? Dieser zentrale Konflikt macht die Story emotional und interessant.

Leider hat das Spiel tonale Probleme: während die Hauptgeschichte einen ernsten, oft tragischen Ton hat, wirken die Charaktere in Dialogen und Nebenquests oft sehr fröhlich und albern, was die Glaubwürdigkeit der Haupthandlung schmälert.

Und leider merkt man dem Spiel mangelndes Budget auch an allen Ecken an. Es ist offensichtlich, dass es sich hier um kein AAA Spiel handelt, eine gewisse Jankyness zieht sich durch das ganze Spiel und es gibt auch einige technische Mängel. Das war mir aber von vornherein klar und in meiner Erwartungshaltung schon einbepreist.

Und zu guter Letzt gibt sich das Spiel alle Mühe, im Postgame viel von dem Spaß, den man während der Hauptstory hatte, wieder einzureißen, die letzten paar Trophäen sind extrem grindy und repetitiv. Für Komplettierer daher: Finger weg!
 

Eirulan

Frührentner
Indika
Ich würde das mehr als interaktives Arthouse-Projekt denn als herkömmliches Videospiel verstehen - hat mir insgesamt sehr gut gefallen, mit kleinen Schwächen in der Story und Umsetzung.

Ein kurzes und prägnantes Erlebnis mit starker Atmosphäre und unkonventionellem Humor, dessen eher offenes und etwas wahlloses (imho) Ende mir aber dann leider nicht gefallen hat - aber vllt ist hier auch mehr der Weg das Ziel... :)

Von mir eine klare Empfehlung, wenn man sich von den eher provokanten Themen rund um Religion, Sünde, Sexualität nicht getriggert fühlt.
Wer jedoch nach einer originellen, surrealen und philosophischen Erfahrung sucht und bereit ist, über die spielerischen Schwächen hinwegzusehen, wird hier bestens bedient... (y)
 

Eirulan

Frührentner
Ja gell :)
Ich hatte überlegt, ob ich jetzt die Pointe nicht verstanden habe, ich glaube eigentlich schon, nur fand ich die dann einfach nicht wirklich sinnstiftend oder befriedigend... ^^
 

cM0

Moderator
Team
Ich habe Gris durchgespielt. Überwiegend ein gutes Spiel und künstlerisch beeindruckend, sowohl beim Artstyle, als auch beim Soundtrack. Die Rätsel sind nicht schwer. Tatsächlich hatte ich eher ein kleines Problem mit den Sprungpassagen gegen Ende, aber das schiebe ich nicht aufs Spiel, sondern auf mich. Sollte man auf jeden Fall spielen, wenn man diese Art der künstlerischen Spiele mag.

Danach habe ich direkt Neva nachgelegt, was mir direkt noch besser gefallen hat. Diesmal kann man kämpfen, es ist insgesamt abwechslungsreicher, detaillierter und fordernder. Einige Kämpfe, vor allem gegen Bosse, waren nicht ohne, was ich bei dem Spiel wirklich nicht erwartet hätte und im späteren Spielverlauf muss man die Steuerung für abenteuerliche Sprungpassagen gut beherrschen. Dank präziser Steuerung ist es aber nie unfair. Außerdem gibt es mehr Story als in Gris. Wenn ich nur eins von beiden Spielen empfehlen könnte, würde meine Wahl ohne zu zögern auf Neva fallen.
 
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