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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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AP ist ein ziemlich schwer zugänglicher Brocken von Spiel. Das Gameplay konntest du schon damals in der Pfeife rauchen, und ich denke, der Grund für seinen guten Ruf liegt in den Möglichkeiten des Roleplayings, die ja wie von, äh, Obsidian gewohnt unheimlich vielfältig sind.

Das gesagt, hatte ich bei meinem damaligen Durchgang ab zirka der Hälfte des Spiels KEINEN Durchblick mehr, was abgeht, weil viel der Story in lahmen Erklärbärsequenzen präsentiert wird, und wenn man nicht über ziemlich astreine Englischkenntnisse verfügt, hat man so seine Probleme, die Textwände an Untertitel zu lesen.
 

Marcee0815

Aushilfe der Essenausgabe
Hab das damals auch kurz nach Release gespielt. Das mit der Story kann ich ungefähr so unterschreiben. Das für mich größere Problem war der Zeitdruck in Dialogen. Meist in Schlüsselmomenten hatte man nur eine relativ kurze Zeit seine Antwort zu wählen. Das in Kombination mit dem etwas höheren Englisch, hat damals dazu geführt, dass ich wohl auch nur die Hälfte verstanden habe.
 

ziegenbock

Altenpfleger
AP ist schon ein feines Spiel das auf jeden Fall eine Neuauflage verdient hätte.

Ich habe es damals direkt nach Release gespielt und überall war zu lesen, das sich die verschiedenen Antworten auch wirklich auswirken. Da das Spiel ja nicht so lang war direkt noch einen 2. Durchgang gestartet und was soll ich sagen. Es Stimmt. Beim 2. Mal kam eine Mission, die ich beim ersten Durchgang gar nicht hatte, Freunde wurden zu Feinden und andersrum. Da war schon nicht schlecht.
 

RavenKnight 360

The old Grumpy
Sponsor
Es ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Stimmt schon, englisch sollte man da schon beherrschen, aber naja... ich spiel die Spiele ja eh auf englisch, daher war das weniger ein Problem. Obsidian hat da einen guten Job gemacht, aber ganz zeitgemäß ist das Ganze heute nicht mehr wirklich, daher wird auch heute nicht jeder begeistert sein (wie damals ja offensichtlich auch nicht). Wenn man ein Story-Fan ist, dann kann man es sich geben... oder sich ein Let's Play angucken, wenn man sich die alten Kontrollen schenken will... natürlich auch mehrere, wenn man die Unterschiede sehen will...
 

cM0

Moderator
Team
Mafia: The Old Country

Gestern durchgespielt und insgesamt ein gutes Spiel mit leichten Abzügen. An Teil 1 kommt es nicht ran, aber das habe ich auch nicht erwartet. Man ist recht viel schleichend unterwegs, kann Missionen aber meist auch schießend lösen. Schön, dass man die Wahl hat.
Die Story ist eine typische Mafia-Geschichte, diesmal aber noch mit einer Liebesgeschichte dazu. Die oft gehörte Kritik, dass man zu wenig schießt und fährt, kann ich nicht nachvollziehen, denn je weiter man im Spiel voranschreitet, umso mehr macht man beides. Weitere Pluspunkte: Kein nerviges Sammelzeug (ein bisschen was gibt es, aber das ist kaum zu übersehen) und keine langweiligen Nebenaufgaben. Hier geht es wirklich um die Geschichte. Die Atmosphäre ist toll eingefangen.

Minuspunkte: Es ist ziemlich viel gescriptet. Wenn sich z. B. 2 Wachen unterhalten, an denen man vorbeischleichen muss, reicht es immer, kurz zu warten, weil sich deren Wege dann trennen. Mich persönlich stört das nicht so, aber ganz zeitgemäß ist das nicht mehr. Außerdem sind die Messerkämpfe auf Dauer recht eintönig, da die immer gleich ablaufen.

Insgesamt wurde ich trotzdem ~13h gut unterhalten und ich bin froh, dass es kein 100h+ Open World Spiel geworden ist. Für unter 50€ echt in Ordnung und ich würde mir mehr solcher Spiele wünschen, die sich etwas klassischer anfühlen.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Assassin's Creed Shadows
Nach knapp 120 Spielstunden (allen Nebenaufgaben, Level 67 und Talentstufe 8) hab ich dann auch die 1.000 G vollgemacht und warte dann mal auf die weiteren Inhalte. Ich müßte noch irgendwo drei Jizo-Statuen finden, aber das kann ich später auch noch machen. Auch fehlen noch einige Nebenaufgaben wie 100 Gegner für eine bestimmte Person pro Region töten, aber auch das läuft nicht weg.

Für mich war das ein cineastischer Genuss mit einer weitestgehend durchhaltenden Motivationskurve. Am Ende wurden die Aufgaben etwas repetitiv, vor allem die Katas und Bogenschießaufgaben zu Pferde für Yasuke waren jetzt nicht der Burner. Auch nach dem 25. Tempel oder 30. Schrein zog so ein bisschen die Eintönigkeit ein, aber für die Story um eine junge Shinobi und einen verratenen Samurai hat man sich bei Ubi wirklich Mühe gegeben. Das Spiel hat einen akzeptablen Gewaltgrad, einen teils echt fetzigen Soundtrack (der ein bisschen anachronistisch war von Zeit zu Zeit, aber sowas vergibt man schon mal, weil es irgendwie cool war) und eine durchgehend gute Spielbarkeit, die natürlich mit steigender Fertigkeit und den richtigen Perks deutlich einfacher wird. Das Gegnerleveling war in dem Fall gut, denn man war stets an die Fähigkeiten der jeweiligen Spielerfigur gebunden. Ging es ans Schleichen, musste Naoe ran. Für Kämpfe war ausschließlich Yasuke die richtige Wahl. Beide waren für die Rolle der anderen Figur nicht gemacht.
Auch wenn man hier und da Entscheidungen über den Ausgang des Schicksals für manche Spielerfigur treffen konnte, fühlte sich die Relevanz nicht immer als vorhanden dar. Leben oder Tod spielte für die weitere Handlung selten eine Rolle. Auf dem Missionsbrett sah aber manche gelb hinterlegte Figur besser aus als eine durchgehend blutrote Färbung.
Das Missionsbrett war auch ein Wahnsinn! Ähnliches hatte man schon mit dem Vorgänger "Mirage" gemacht, indem man Missionsstränge geclustered hatte, aber bei "Shadows" wurde das bis zur Perfektion ausgereizt. Die "untere Hälfte" war vollgepflastert mit Personen, Verrätern oder Verbündeten, die es zu beseitigen galt. Und jede Figur hatte irgendwie einen Background. Das war schon wirklich beeindruckend. Klar musste sich auch "Shadows" gegen Ende in die Assassin's Creed-Liturgie einfügen, so dass dann auch wieder Templer relevant wurden. Aber das kam erst fast ganz am Ende.

Für die recht lange Spielzeit gab es viel zu tun, viel einzusammeln, und auch der Basenbau stand dieses Mal wieder etwas mehr im Fokus, was sich auch positiv auf das Spiel auswirkte. Mit aufgewerteten Gebäuden stiegen nicht nur die eigenen Fähigkeiten, sondern auch die der Verbündeten und Freunde und man konnte stärkere Ausrüstung craften bzw. verbessern oder das Spionagenetzwerk aufrüsten. Allerdings war das bei mir schon zur Hälfte des Spiels dermaßen ausgereizt, dass es sich nicht mehr lohnte die Burgen oder Außenposten um diese Warenbündel mit Ressourcen für den eigenen Basenbau zu requirieren, weil es schlicht keine Aufgaben oder Lagerkapazitäten mehr gab.
Trotzdem empfand ich dieses System nie als zu überladen oder zu sehr in den Fokus gerückt, als dass es einen vom eigentlichen Spiel oder der Erkundung abgehalten hätte. Für mich lag die Prio im Aufdecken der grandiosen Welt und dem Erreichen jedes Fragezeichens oder Aussichtspunktes. Alle Burgen zählten genauso zur Erledigung, wie das Auffinden der kleinen Stützpunkte (Kakuregas genannt), damit man die riesige Welt schneller durchqueren konnte. Das war beizeiten auch nötig, denn es gab wahnsinnig viel zu sehen.

Highlights waren für mich auf jeden Fall die wechselnden Jahreszeiten und die Weltereignisse, etwa die Sumi-e, bei denen man eine Tuschezeichnung einer bestimmten Tiersituation festhalten musste. Die fünf legendären Sumi-e waren außergewöhnlich und hinreißend inszeniert. Überhaupt war die Welt mit den verschiedenen Licht- und Wetterstimmungen, sowie den wechselnden Jahreszeiten, die jeder Region ihren nochmals anderen Charme verlieh, ein wahrer Augenschmaus. Nie hatte ich das Gefühl, an einem generischen Ort zu sein, den ich woanders schon gesehen hatte. Immer sah es irgendwie neu und unbekannt aus. Begab man sich auf die höchsten Aussichtspunkte und genoss die Fernsicht über das hügelige Land, erfuhr man ein erfürchtiges Gefühl von Weite und Größe. In dieser Form fehlte das den bisherigen Titeln immer.

Viel auszusetzen habe ich daher an "Assassin's Creed Shadows" nichts. Das war handwerklich wirklich stimmig, vom Spielspaß her immer hochwertig und abwechslungsreich. Einige der Nebenaktivitäten hätte man zwar einkürzen können (wie genannte Kata oder die Kiji-Kuri-Meditationen), aber dann gab es wiederum zu wenige von diesen Parcours, bei denen man eine bestimmte Strecke ablaufen mußte, um am Ende einen Schatz zu finden. Es hielt sich also immer gut die Waage. Questdichte war gut, selten gab es irgendwelche "Fetch Quests" zu machen, und Dank freier Einstellung eines geführten vs. eines freien Erkundungsmodus hatte man auch immer die Wahl, wie schwierig die Suche nach einer Aufgabe oder Person ausfallen sollte. (rein aus spielerischer Sicht entschied ich mich irgendwann für den geführten Modus, da er die Suchaufgaben erheblich verkürzte)
Ein echt bärenstarker Titel, unbedingt empfehlenswert!
9/10
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Danke für die ausführliche Schilderung. Auf welchem Schwierigkeitsgrad hast du gespielt und was waren deine Eindrücke diesbezüglich?
Ich habe, glaube ich, den Standard-Schwierigkeitsgrad verwendet. Nicht zu leicht, nicht zu schwer.
In Kämpfen ist es oftmals eine Frage des Timings, bis man die Blocks und Ausweichvorgänge mal drin hat. Besonders in heterogenen Gruppen mit Nah- und Fernkämpfern konnte das schnell mal unübersichtlich werden. Die Shinobi ist da oftmals schnell gestorben. Der wandelnde Cheatcode Yasuke konnte das insgesamt besser wegstecken, war aber oftmals behäbig.
Ich wollte mir das nicht unnötig schwer machen, indem ich den Gegnern gegenüber irgendwelche Mali vorweise, die die Kämpfe ausufern lassen. Manchmal lassen die sich eben auch nicht vermeiden, und da will man dann nicht ne Viertelstunde im Handgemenge stehen, weil die Gegner nicht kaputtgehen.
Mit der Standardeinstellung bin ich eigentlich immer gut gefahren.
 

Krule

Frührentner
Shovel Knight
Ich freue mich sehr auf Mina the Hollower und habe aus einer Laune heraus das originale Shovel Knight (Shovel of Hope) nochmal angefangen und gemeinsam mit meinem Sohn als Zuschauer durchgespielt. Es ist für mich nach wie vor eine großartige Mischung aus Mega Man und Ducktales (NES) 9/10
Wir werden nun auch noch die anderen Kampagnen angehen - Zumindest die von King Knight (orientiert sich an Warioland) und Spectre Knight (Ninja Gaiden NES). Die Kampagne von Plague Knight mag ich hingegen überhaupt nicht und daher werden wir die auslassen :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Caravan SandWitch

Schönes und entspannendes, kleines Indie-OW-Game. Gemütlich mit einem Caravan rum düsen, diesen stetig mit neuen Gadgets aufmotzen, und so die Welt immer weiter erschließen. Klingt doch gut, oder? Stellenweise war es mir aber schon beinahe zu entspannend, zumal die Erkundung sich oftmals - und gerade wenn ums Suchen von nötigen Upgrade-Komponenten geht, dann in zähflüssigen Kaugummi verwandelt. Action gibt es hier keine. Die Musik musste ich sogar irgendwann komplett auf Null runterdrehen, weil diese mich nicht nur im Ansatz depressiv macht. Viel Schatten für ein Spiel, unter welches ich trotz allem ein recht positives Fazit setzen würde. Ein definitives Pflichtspiel ist es in meinen Augen hingegen nicht. Kann man mitnehmen, muss man aber nicht. Mein Tipp? Demo anschauen und dann entscheiden. Spoiler dazu: Viel spannender als die Demo wird das spätere Spiel auch nicht.
 
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