AW: Linux -Distroempfehlungen (Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu, Mint, ...)
Bei mir läuft Mint jetzt bisher stabil und gut, scheinbar beruhten Versuch 2 und 3 wirklich auf einem schlechten Image. Den Schutz bzw. die Freigabe einzelner Partitionen habe ich nun folgendermaßen arrangiert:
Am einfachsten geht es - auch bei einem reinem Linux-System mit mehreren Nutzern sinnvoll, die aber alle Zugriff auf bestimmte Partitionen haben sollen - indem man einfach ein neues Standard-Konto anlegt und normalerweise dieses nutzt (das anfänglich angelegte Admin-Profil sollte sich daher nur mit Passwort anmelden können). Standardnutzer können von Haus aus keine Laufwerke mounten und haben nur Zugriff auf ihre persönlichen Ordner (was ja auch der Sinn ist). Um ihnen aber doch Zugriff auf nicht-kritische Partition zu verschaffen, einfach Einstellungen -> Laufwerke öffnen, betreffendes Laufwerk/Partition wählen und unten "Weitere Aktionen" -> "Einhängeoptionen bearbeiten". Stellt man dort "Optionen zum automatischen Einhängen" aus, sollte eigenlich alles schon stimmen, ggf. die Option "Beim Start einhängen" aktivieren, falls doch deaktiviert. Damit ist die ensprechende Partition für jeden User ab dem nächsten Start bzw. der nächsten Anmeldung zugänglich. Die Möglichkeit, mit dem Eintrag
user in die Kommandozeile allen Nutzern das Ein- und Aushängen der betroffenen Partition zu ermöglichen hat hingegen nicht geklappt, auch nicht, wenn die Option "Beim Start einhängen" deaktiviert war (da diese manuelles Ein-/Aushängen ohne Passwort grundsätzlich blockiert).
Der Nachteil an einem Standard-Konto ist, dass man, unter Eingabe des Admin-Passwortes natürlich, zwar manche Einstellungen ändern kann, manch andere aber nicht, versucht man etwa damit die Treiberverwaltung aufzurufen, passiert einfach gar nichts. Also wollte ich noch meinem Adminkonto den Zugriff auf die Windowspartitionen verweigern, um auch damit in meinen Augen gefahrlos arbeiten zu können. Hab daher mal dieses Konto zum Standardnutzer degradiert, die admin-Rechte blieben ja, nur die sudo-Gruppenzugehörigkeit wurde so entzogen. Natürlich habe ich gleich mal getestet, ob noch alles läuft. Partitionen ließen sich anschließend wie gewünscht nur noch mit Passwort mounten, während alle anderen sudo-Rechte noch bestanden, ich konnte die Treiberverwaltung aufrufen, im Terminal mit sudo arbeiten usw. Fataler Irrtum. Während der Entzug der sudo-Zugehörigkeit sich beim Mounten sofort bemerkbar macht, tut er das bei den anderen Sachen erst nach (!) einem Neustart oder einer erneuten Anmeldung mit dem Konto. Da das "Benutzer und Gruppen"-Menü ohne sudo-Zugehörigkeit nicht geöffnet werden kann - es erscheint zwar der Passwortscreen, aber nach Eingabe passiert nichts - kann man dies nicht mehr so einfach rückgängig machen. Da wäre eine kleine Warnung sicher nicht schlecht, denn man muss dazu nicht mal mit den Gruppenzugehörigkeiten direkt rumfummeln, es reicht, wenn man im Menü das Profil von Systemverwalter auf Standard umstellt - und experimentierfreudige DAUs (wie mich

) gibt's schließlich immer wieder. Lässt sich allerdings alles im Terminal beheben. sudo bringt einen ja nicht mehr weiter, also
su, Enter -> Adminwortpasswort eingeben, Enter ->
adduser benutzername sudo, Enter. Beim nächsten Start bzw. der nächsten Anmeldung sollte wieder alles in Ordnung sein.
Zumindest habe ich jetzt ein bisschen was gelernt - und wenn es nur ist, dass ich definitiv nicht mehr an den Rechten meines Admin-Kontos rumspielen werde.

Sobald ich Firefox und Thunderbird mit ihren Win-Gegenstücken synchronisiert habe, habe ich auch vor, wenigstens eine Woche, sofern ich Win nicht für bestimmte Sachen unbedingt brauche, nur Mint zu nutzen. Mal schauen, wie es sich so schlägt und bei wie vielen Sachen man als Standardnutzer nicht weiterkommt bzw. ob sich das störend auswirkt oder im Alltag keine Rolle spielt.