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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Eirulan

Frührentner
Lies of P

Ich bin gerade noch mitten im NG+ für das mir noch fehlende Ende und die restlichen Schallplatten, erlaube mir aber trotzdem ein kurzes Fazit.

Absolutes Meisterwerk in Sachen Welt- und Charakterdesign, butterweiche Technik, ein absoluter Hingucker und gleichzeitig Ohrenschmaus. Die Story ist leider ein wenig kryptisch und ich würde nicht behaupten, diese in Gänze verstanden zu haben, obwohl ich wirklich alles gelesen habe. Aber das ist ja im Genre jetzt auch nix Neues... :)

Ich muss allerdings sagen, dass ich mit dem Kampfsystem nie zu 100% glücklich würde, ich bin jetzt wahrlich nicht der Parry-Gott, aber hier schien mir immer das Zeitfenster für eine perfekte Parade wesentlich enger als bspw bei einem Elden Ring. Um da manche Bosse durchzuparieren muss man schon... idk... Parkenharbor-like Reflexe haben, war so mein Gefühl...
Glücklicherweise sind sowohl Ergo als auch Consumables unendlich verfügbar bzw sehr schnell ohne Aufwand besorgbar. Ohne Specter und den teilweise exzessiven Einsatz von Throwables wär ich wahrscheinlich auch nicht so schnell durchgekommen.

Bezieht sich die Post-Credit-Scene eigentlich auf den DLC oder auf einen Nachfolger..? :)
 

Eirulan

Frührentner
Jusant

Ich mag ja so kleinere Spiele, die sich auf nur eine Sache konzentrieren, diese dafür aber ausgezeichnet umsetzen. Die von @Krulemuk bemängelten Schwierigkeiten mit der Steuerung kann ich nicht bestätigen, vllt gab es seitdem aber auch noch mal einen Patch, kA. Ich empfand sie als intuitiv und befriedigend, was das Erlebnis des Aufstiegs sehr immersiv macht.

Als erstes sticht einem aber die visuelle Gestaltung ins Auge, WOW sieht das wunderschön aus...!! Man erschafft hier in kunstvollen Bildern eine melancholische und fesselnde Welt, die ein schönes Gefühl von Größe vermittelt. Man klettert immer höher und sieht nach und nach einst majestätisch große Objekte, die man zuvor noch besucht hat, unten immer kleiner werden, sehr beeindruckend! :)
Besonders was die hier teils mit der Beleuchtung gemacht haben, hat mir sehr gut gefallen. In riesigen Zisternen ist alles mit fluoreszierenden Pflanzen ausgeleuchtet, das sieht teils sehr cool aus.
Auch der Soundtrack muss sich nicht verstecken.

Das Gameplay ist zwar nicht wahnsinnig komplex, stellt einen aber immer wieder vor kleinere Rätsel, man muss mit der Ausdauer und der Seillänge Haushalten, und manchmal auch umgreifen. Das ist auch teilweise ein bisschen anstrengend, besonders in den sehr langen Aufstiegen in Kapitel 3+4. Der finale Aufstieg in Kapitel 5 hat mich ein bisschen an Journey erinnert, wo man sich auch am Ende mit letzter Kraft vorankämpft ^^

Nicht so ganz verstanden habe ich auch hier die Story, weil diese wieder nur indirekt über Briefe der einstigen Bewohner der durchkletterten Gebiete erzählt wird. Ich schätze, es ist u.a. eine Analogie auf den Klimawandel... Das wäre auch so mein einer großer Kritikpunkt.
Die Länge ist für mich keiner, ich habe wie Andere hier so ca. 6 Stunden gebraucht und ich finde, damit hat das Spiel seine Mechaniken auch ausgereizt, bevor sie zu repetitiv geworden wären. In diesem Sinne, man sollte aufhören, wenn's am schönsten ist.. :)
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Until Then

Until Then ist eine Kombination aus Visual Novel und (eingeschränktem) 2D Walking Simulator. Ihr lauft meist in einer Szene ein bisschen hin und her und redet dort mit Leuten, bevor was passiert und ihr in der nächsten Szene herumläuft. Ab und an wird das Ganze aufgelockert durch diverse Minispiele wie Wack-A-Mole, Rythmus-Spiele im Stile von Guitar Hero oder irgendwelche Spielchen wo ihr den Marker an der richtigen Stelle stoppen müsst. Ihr schlüpft dabei in die Rolle eines High-Schoolers namens Mark, der seinem mehr oder weniger gewöhnlichen Schulalltag folgt. Mark wohnt alleine, weil seine Eltern in Übersee arbeiten und hängt meist mit seinen Kumpels ab, sehnt sich nach einer Romanze und zockt gerne Videospiele.

Ein zentrales Ereignis, das vor dem Spielstart stattfand, ist das sogenannte "The Ruling", eine nie dagewesene Kombination aus mehreren Naturkatastrophen gleichzeitig, das große Teile der Welt verwüstete und vielen Menschen das Leben kostete. Dieses Ereignis wird oft erwähnt, von Teilen der Gesellschaft als göttliche Strafe gesehen und dessen Auswirkungen begleiten euch durch das Spiel. Sei es in Form von Orten, die noch verwüstet sind, ehemalige Auffangläger oder halt eben Geschichten von euren Mitmenschen, die dabei etwas oder jemanden verloren haben. Im Zuge dieser Katastrophe sind auch noch andere merkwürdige Erscheinungen und physische Abnormalien aufgetreten: Menschen verschwinden Spurlos, andere Halluzinieren oder haben merkwürdige Erinnerungen an Geschehnisse, die nie eingetreten sind. Louise, eine Freundin von Mark mit Intersse in Naturwissenschaften, macht es sich zur Aufgabe das Ganze zu untersuchen und Mark hilft ihr ab und zu dabei. Die zentraler Aufmerksamkeit des Spiels liegt aber hauptsächlich in Marks Beziehung mit Nicole und Cathy.

Und wenn ihr mit dem Spiel nach 10-15 Stunden durch seid, geht es direkt wieder von vorne los. Und danach noch mal. Und das ist das Problem.

"Until Then" ist wie ein Buch, dass von euch drei Mal gelesen werden will. Hintereinander. Nur dass sich jedes Mal ein bisschen was an den Events ändert. Es ist dabei auch keine wirkliche Zeitreise wie in anderen Spielen, denn der Charakter erinnert sich nicht vollständig an die vorherigen Durchläufe, er hat nur manchmal eine Art Deja Vue, Erinnerungen, die seine sind aber nicht zur aktuellen Situation - wie aus einem anderen Leben oder einem Paralleluniversum - passen oder partielle Erinnerungen an vorheriges, an gleicher Stelle erlebtes. Das Ganze hat was mit Quantenphysik zu tun und wasweißich. Der Punkt ist halt: Ihr trefft keine wirklichen Entscheidungen und bestimmt dadurch das Ende. Statt dessen spielt ihr drei mal den Lebensabschnitt von Mark im Zeitraum des ersten Events - einer Schulpräsentation - bis hin zum großen Schulball durch. Und zwar jedes Mal komplett von Anfang bis Ende. Es verändern sich ein paar Dinge, Events laufen Teils anders ab und ihr bekommt jeweils ein anderes Ende in der Reihenfolge: Neutrales Ende, schlechtes Ende und nach dem dritten Durchlauf dann das True Ending.

Der erste Durchlauf ist dabei auch völlig okay. Die Geschichte war nett, die Charakter Liebenswert und ihre Interaktion war schön. Typische High School VN eben. Aber die nächsten zwei Durchläufe sind einfach nur langatmig, ziehen sich massiv und fühlen sich wirklich wie verschwendete Zeit an. Ihr kennt ja schon alles. Das Spiel will dass ihr auf die veränderten Dinge achtet, aber es verkürzt die Geschichte nicht. Wieder zieht das Spiel in gleicher Länge von der Schulpräsentation am ersten Tag des Spiels bis hin zum großen Schulball die komplette Zeitachse erneut durch. Und das machte mir ehrlich gesagt keinen Spaß. Und das Spiel schätzt die Zeit des Spielers auch nicht wirklich. Es hätte völlig gereicht auf die Kernveränderungen in den Durchläufen einzugehen. Man hätte auch an deutlich späterer Stelle wieder einzusteigen können oder ähnliches. Aber so ist es einfach zu lang. Der zweite Durchlauf dauert eben genau so lange wie der Erste. Dabei braucht es vor allem den zweiten Durchlauf nicht mal. Man hätte ihn komplett sparen und rausschneiden können. Es ist ein kompletter Filler-Durchlauf mit einem Bad Ending. Danach geht dann der dritte, finale Durchgang los.

Ich habe mich irgendwann eigentlich nur noch durchgequält und ständig überlegt ob ich es nun einfach direkt abbreche oder halt noch weiter durchklicke. Und selbst das geht nicht fix, weil das Spiel sich einfach sehr viel Zeit lässt - selbst mit seinen Einstellungen. Manchmal start man Sekundenlang aufs Bild, weil das Spiel will das dieser Moment jetzt ausgereizt wird, obwohl gar nichts passiert. Es entschleunigt den Spieler gegen dessen Willen.

TL;DR: Ihr müsst das Spiel drei Mal in Folge durchspielen. Der erste Durchlauf war auch völlig okay, aber die anderen zwei eigentlich unnötig. Euch muss der erste Durchgang schon völlig begeistert haben, dass ihr nicht genug davon kriegen könnt und euch direkt noch ein zweites und ein drittes Mal damit beschäftigen wollt. Ansonsten spielt es einmal durch und schaut euch dann einfach das True Ending auf Youtube an.
 
Zuletzt bearbeitet:

delphinchen

Pförtner des Altenheims
Hellblade senuas sacrifice

Was ein Meisterwerk. Was eine Reise, was ein Horror. Nicht zuletzt weil ich den Horror des Verlustes gerade selbst durchlebe, habe ich mich nie so dermaßen verbunden gefühlt meinem Spielcharakter Gegenüber, Mit oder ohne Psychose ist das ein Meisterwerk im visualisieren und darstellen des Kampfes den man durchlebt etwas geliebtes loszulassen.
Über das Spiel selbst muss ich nicht viel sagen denke ich, das kennt ja mittlerweile jeder. Ich kannte es nicht da ich es vor Jahren abgebrochen hatte weil ich mit den Kämpfen gar nicht klar kam. (Und vielleicht auch nicht in der richtigen Lebenssituation war es wertzuschätzen) Also habe ich diesmal auf leicht gestellt und hatte sogar größtenteils meinen Spaß mit den sehr simplen Kampfmechaniken. Nur der Höllenhund Garm trieb mich trotzdem zur Weißglut mit seinen one-hit Attacken ....
Neben der packenden narrative empfand ich persönlich die Symbolrätsel überhaupt nicht als nervig, im Gegenteil aber das ist wohl Geschmackssache.
Ich gebe 11 von 10 Punkten !!!


Senuas saga - hellblade 2

Ich verstehe nun sehr gut warum der zweite Teil trotz seiner graphisch herausragenden Qualität allgemein viel schlechter bewertet wird. Er fühlt sich trotz seiner Kürze vor allem am Anfang irgendwie langgezogen an. Man ist nicht mehr auf dieser ganz persönlichen Reise mit Senua. Sie hat zwar immer noch ihre Mission aber die fühlt sich nicht mehr so schwerwiegend, so essentiell an.... Die meisten Rätsel machten mir immer noch Spaß aber das kämpfen gar nicht mehr, die eh schon schlanken Mechaniken wurden nochmal abgespeckt und ja, auch wenn es extrem Cineastisch wirkt will ich immer noch das Gefühl haben selbst zu kämpfen und nicht nur eine Art unsichtbare QuickTime Events auszuführen, immer und immer wieder..... Ne das war nichts 🙁
Müsste ich hier nur die optik bewerten wäre das Spiel ebenfalls eine 10 von 10 uns würde sein Vorgänger nicht existieren hätte es nicht so viel Enttäuschung gegeben sondern nur Loblieder aber im direkten Vergleich ist das immer noch ein gutes Spiel, dass aber an seinen Vorgänger nicht im entferntesten herankommen kann.
Grafik ist eben nicht alles und dazu muss man auch noch sagen dass Teil 1 trotz seines Alters sich optisch auch gar nicht zu verstecken braucht. Beide Teile habe ich auf meinem OLED als Augenschmaus erleben dürfen und bin durchgehend staunend da gesessen.

Sehr gerne würde ich Hellblade 1 in der neuen verbesserten Ps5 Version noch einmal spielen, leider ist das gratis Upgrade aber Besitzern der physischen Version noch nicht vergönnt, das kommt erst irgendwann 😤
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Yakuza 0

Die Vorgeschichte der Serie wurde auch auf der Switch 2 ordentlich umgesetzt. Mit 60fps, HDR und 4K Auflösung im TV-Modus machten die rund 50 Spielstunden schon etwas her, da das Spiel auch zum Großteil von seinen beeindruckenden Zwischensequenzen und der dichten Atmosphäre lebte.

Die Geschichte sollte Kennern der Reihe bekannt sein, für mich war die Vorgeschichte Neuland, da ich damals erst mit Yakuza 3 in die Reihe eingestiegen bin. Sie spielt in den späten 80ern, in den für die Reihe bekannten Stadtteilen Kamurocho in Tokio und Sotenbori in Osaka. Man spielt abwechselnd die Charaktere Kazuma Kiryu und Goro Majima.
Dabei kämpft man sich durch eine japanisch-chinesische Mafia Geschichte, die im Gameplay irgendwo zwischen Shenmue und GTA angesiedelt ist. Die zwei Gebiete sind aber wesentlich kleiner als in GTA, man ist nur zu Fuß unterwegs und gekämpft wird mit jeweils drei unterschiedlichen Kampfstilen in Martial Arts Manier.

Man trifft in den Städten auf verschiedene Nebenmissionen und natürlich auf die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten wie Karaoke, Bowling, Hostessen, Lokale usw., für die die Reihe berühmt und berüchtigt ist.
Mit verdientem Geld und Erfahrungspunkten kann man sich Sachen und Immobilien kaufen, neue Kampfstile und Fähigkeiten erlernen usw.

Der Hauptfokus liegt aber auf der Story und den nicht gerade wenigen Zwischensequenzen, die aber von der Qualität her auch heute noch in der obersten Liga spielen.
Ebenso ist die Atmosphäre sehr eindringlich, die Geschichte spannend erzählt und einige unerwartete Wendungen werten das Ganze nochmal auf.
Bezeichnend für die Handlung ist, dass sich beide Protagonisten bis zum Ende nicht begegnen und auch sonst nicht viel von einander wissen. Von daher bleibt es auch bis zum Ende spannend. Denn die Story ist nicht nur sehr erwachsen, sondern auch so blutdurchtränkt wie die frühen Filme von Quentin Tarrantino und alles gipfelt natürlich in einem äußerst dramatischen Finale.

Ganz gegensätzlich dazu stehen die lustigen Minispiele, die häufig mit diversen Eigenarten japanischer Erotik aufwarten oder einfach nur herrlich albern sind. Oder beides.
Der Kontrast zwischen Ernsthaftigkeit und Lächerlichkeit könnte nicht größer sein. Allerdings ist das auch ein Hauptmerkmal der Yakuza Reihe und das funktioniert schließlich seit Jahren ganz ausgezeichnet.

Als alter DOA-Hase haben mir die Kämpfe besonders gut gefallen, die auf dem normalen Schwierigkeitsgrad teilweise durchaus fordernd waren. Zwischen den Kampfstilen zu wechseln klappte natürlich nicht so gut wie bei Ghost of Tsushima und gearde die fehlende Lock-On-Funktion erschwerte die Übersicht, aber grundsätzlich machten die Moves so viel Spaß wie in einem rustikalen Beat 'em Up. Immerhin ein guter Ersatz für True Crime und Sleeping Dogs.

Bitte mehr von der Reihe für die Switch 2!

8/10
 

Eirulan

Frührentner
Kurzer Nachtrag zu Lies of P

Absolutes Meisterwerk in Sachen Welt- und Charakterdesign

Nachdem ich nun auch im NG+ durch bin, muss ich das ein wenig revidieren bzw mehr auf das künstlerische Design einschränken.
Mir fiel im zweiten Durchgang verstärkt auf, dass das eine sehr lineare Angelegenheit ist - man läuft im Grunde zu 90% der Zeit nur ziemlich enge Levelschläuche ab. Das sorgt zwar insgesamt für ein gutes Pacing, man will hier ja auch eine packende Story erzählen, Erkundungsreize oder -belohnungen sind dadurch aber Mangelware. Auch diese typischen Aha-Momente wie bspw in einem DS1 gibt es einfach nicht. Das ist auch gar nicht unbedingt negativ zu sehen, mir fiel es nur verstärkt auf und mir gefällt grundsätzlich der andere Ansatz besser.

Zudem befindet sich LoP was die Gegnergrößen angeht meist gerade noch so in einem für mich erträglichen Bereich. Ich hasse es, wenn man von Gegnern aufgrund ihrer Größe nur die Beine sieht, solche Gegner empfinde ich immer als supernervig und oft langweilig, daher haben mir auch hier - ohne jetzt Boss-Spoilering zu betreiben - die humanoiden Gegner am besten gefallen. Am allerbesten fand ich allerdings einen Miniboss.. (Walker of Illusion hiess der glaub).

Jetzt/ in naher Zukunft geht's ab ins mittelalterliche China mit Wuchang, das sollte diese beiden persönlichen Kritikpunkte zumindest aufgreifen :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Daniel04

Frührentner
RoboCop: Rogue City

Ein Spiel, das ich im Sale für rund 7€ geschossen habe, um dann kurz darauf zu lesen, dass es in den Game Pass kommt - die 7€ hätte ich mir also auch sparen können, aber sie waren nicht fehlinvestiert.

Man muss bei Lizenztiteln ja immer vorsichtig sein, wobei sich das heutzutage noch anders darstellt als früher, wo wirklich viele Gurken dabei waren, während man die Lizenzen heute noch deutlich mehr respektiert.

So präsentiert sich RoboCop: Rogue City als kurzweiliger Retro-Shooter ohne viel Firlefanz nebenbei. Der Stil der Filme wurde sehr gut eingefangen, es gibt mit RoboCops Partnerin Lewis auch ein bekanntes Gesicht aus der Filmreihe, um die sich vieles in der Geschichte dreht. Der Gewaltfaktor kommt nicht zu kurz und standesgemäß ist man als RoboCop seinen menschlichen Widersachern auch deutlich überlegen.

Das macht das Spiel allerdings von Beginn an ziemlich einfach. Im Grunde braucht man gar keine andere Waffe als die Standard-Waffe, die RoboCop mit sich bringt. Hin und wieder muss man doch mal ein Snipergewehr der Gegner aufsammeln, um die gegnerischen Sniper besser erledigen zu können, aber selbst das würde die Standard-Waffe eigentlich schaffen. Es gibt auch ein kleines Fähigkeitensystem, das nicht allzu kompliziert ist.

Neben den Hauptmissionen bekommt man auch einige Nebenmissionen, die allesamt in kleinere Storylines eingebettet sind - zwar nicht sonderlich herausfordernd, aber doch ganz gut gemacht, genauso wie die Polizeiarbeit, die man als RoboCop erledigen kann, wie z.B. Strafzettel an Autos machen, die vor Hydranten parken oder Öl verlieren. Bei personenbezogenen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten wie Trinken in der Öffentlichkeit kann man als RoboCop auch Gnade vor Recht ergehen lassen und die Personen mit Ermahnungen davonkommen lassen. Das ändert so ein wenig euer Ansehen in der Stadt, wobei das aufs Gameplay keine Auswirkungen hat - ich konnte jedenfalls keine feststellen. Ich habe in meinem Spieldurchlauf nach Nase entschieden. Ein Obdachloser, der sich z.B. öffentlich betrinkt, dabei aber niemanden stört, habe ich nur ermahnt, wenn aber jemand an der Tankstelle raucht und dann mir gegenüber noch ausfällig wird, bekam er auch die Strafe aufgebrummt.

Grafisch schwankt das Spiel zwischen sehr guten Licht-, Partikel- sowie Wassereffekten in der Umgebung, aber komplett altbackenen Charaktermodellen und steifen Animationen in den Zwischensequenzen. Im Gameplay sieht es aber eigentlich recht gut aus.

Angeblich habe ich das Spiel fast 36h gespielt, wo ich jetzt aber eher vermute, dass die Xbox die Zeit im Quick Resume hochgerechnet hat, denn solange saß ich da nicht dran. Aber ich würde schon tippen, dass ich rund 15 Stunden inkl. aller Nebenmissionen am Spiel saß, so kurz ist es nicht. Als Budgettitel auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man auf ein wenig Retro-Action steht. Mir hats gefallen.

7/10
 

BlutgruppeM

Sonntagsfahrer
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Für Robocop Fans auf jeden Fall ein schöner Zeitvertreib. Ich hab es auch bis zum Abspann gebracht und noch die letzten Achievements im Anschluss geholt.

Mir hat jedoch die träge/behäbig Steuerung das Leben schwer gemacht, selbst auf höster Sensitivity hat man beim Spielen schon ein gutes Gefühl dafür bekommen das Robocop aus Metall besteht und wahrscheinlich nicht unter 2 To. wiegt.

Und ich muss dir zustimmen, außer der Pistole braucht man eigentlich nix anderes an Waffen. Passend gelevelt mit Dauerfeuer und unendlich Ammo ist man quasi unbesiegbar.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Gestern Abend in einem der zahlreichen Random-Runs, die halt einfach so mal gestartet werden, in Spelunky 2 wie immer den ganzen Kladderadatsch gemacht und am Ende im Tiamat-Bossraum die Laser per Quilin nach oben durchquert, das nachfolgende Gebiet gespielt, was machbar war, und anschließend den zweiköpfigen Boss - der, wie ich nun weiß, Hudlum heißt - mit etwas Trickserei erledigt.

Ich also den Raum so schnell wie möglich durch den offensichtlichen Ausgang verlassen, darauf gefasst, gleich Cosmic Ocean zu erreichen ... nein, man wird in eine Kapsel manövriert und landet schließlich im Outro bzw. der Punkteabrechnung. Stellt sich heraus, für den ganzen Käse hab ich statt 100k 200k Geld bekommen, eine neue Figur freigeschaltet und ein Achievement (mit sechs-prozentiger Erringungsquote) erhalten.

So. Schätze, da muss ich wohl mal gucken, was ich falsch gemacht hab oder anders machen muss, um an dieser Stelle, die keine zehn Minuten nach dem "Easy"-Ending liegt, nicht das Spiel zu beenden. Sind ja auch nur 45 Minuten pro Durchgang.
 
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