Death Stranding Directors Cut (kürzlich auf der XBox im Sale)
Ich habe es tatsächlich geschafft


, es ist abgeschlossen. 72 Stunden für ein Spiel, von dem ich bis zum Schluss nicht wusste, ob das ein Spiel für mich ist oder ob ich es überhaupt zu Ende spielen werde .Es war mein 1. Kojima-Spiel, daher vielleicht nachzuvollziehen.
Es hat mich immer wieder zwischen Faszination, Frust und Neugier hin und her gerissen. An manchen Tagen konnte ich nicht aufhören und an anderen habe ich das Spiel nach einer Stunde geschlossen.
Soviel kann ich verraten: Dies ist das absolut tiefgründigste und wendungsreichste Spiel, das ich je gespielt habe. Ich habe es auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad gespielt und bin eigentlich gut durchgekommen. An den “nervigen” Passagen war ich dann oft selber Schuld, weil ich nicht aufgepasst habe, wo ich langgehen sollte, einen wichtigen Ausrüstungsgegenstand vergessen habe (Ersatzschuhe

) oder nicht gut genug meine Möglichkeiten gegen die feindlichen GDs ausgenutzt habe.
Der Inhalt der Geschichte ist recht kurz: Eine große Katastrophe hat Amerika dezimiert und jegliche Art von Verbindung fast unmöglich gemacht. Alle sind über den Kontinent verteilt (einige in Städten, andere eher wie Einsiedler) und dazwischen sind fast unüberwindbare Gefahren. Ich bin Sam, mein Schicksal hat mich zum Wiederkehrer(unsterblich) gemacht und ich soll diese fehlende Verbindung wieder aufbauen, denn ich bin ein Paketbote und kann da die Arbeit, mein Wissen sowie mein Schicksal bestens miteinander verbinden.
Klingt banal, aber ist in einer Welt fast ohne Verbindungen ein echt wichtiger Knochenjob. Es gibt kaum Wege oder Straßen und ich bin auf mich alleine gestellt.
Ist man online angebunden, dann kommt man mit anderen Spielern in eine Gruppe. Man sieht sie tatsächlich nicht, aber ihre eingesetzten Hilfsmittel, wie z.B. Leitern bleiben, bestehen und sind auch für Sam nutzbar. Auch größere Bauvorhaben gestaltet man gemeinsam. Man kann dann auch “Likes” vergeben/bekommen (diese beeinflussen den Fortschritt) und Schilder mit Hilfen/Warnungen oder ermutigenden Worte aufstellen. Da das ja ein verdammt einsamer Job ist, gab mir das ein Gefühl, nicht ganz so alleine zu sein.
Die Spielwelt selbst ist einfach toll. Sie besteht zum größten Teil aus unberührter Natur. Die Protagonisten sind bis in die Nebenrollen durch gute Schauspieler und in den Cutscenes hatte ich teilweise vergessen, dass ich ja in einem Spiel und nicht um Kino bin

.
Das Spielprinzip ist eingängig und logisch und man lernt eigentlich wie im wahren Leben durch seine Fehler

(ich glaube, dass ist der Punkt, der manchmal ein bisschen nervig ist). Im Laufe des Spiels kommen immer mehr Hilfsmittel dazu, die zum Teil viel Spaß machen, weil sie wirklich den harten Job erleichtern.
Fazit: Fesselnd, großartige Inszenierung, tolle Musik, manchmal ein bisschen mühselig. Absolute Spiel-Empfehlung. So etwas muss man mal gesehen haben

9/10