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Eirulan

Frührentner
@Pingu im Grunde war's letztendlich die richtige Entscheidung, weil's unheimlich befriedigend war, als es dann "klick" gemacht hat :)

Edit:
und "Quälen" ist jetzt deine Interpretation, manche wollen sich auch mal wo herausfordern, statt sich im Easy Mode nur zu langweilen... Das Hobby hat ja da mehr als genug zu bieten und soll jeder so spielen wie er mag. Ich versteh bspw. die Faszination am Speedrunning nicht (wäre wohl mir eine Qual), für Andere ist es DER Spaß schlechthin :)
 

Eirulan

Frührentner
Heute geht’s weiter mit der nächsten verspäteten Review. Mein kleiner Nostalgietrip durch einige der ikonischsten Spielereihen aller Zeiten führte mich diesmal zu Bioshock 2 Remastered.

Zwischen der Bioshock-Reihe und mir war es keine Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte zwar zu PS3-Zeiten den ersten Teil gespielt, Teil 2 aber damals ausgelassen. So richtig „gefunkt“ hat es erst mit Bioshock Infinite, das mich damals völlig begeistert hat. Seitdem habe ich über die Jahre immer wieder mit wachsender Faszination verschiedene Versionen von Teil 1 und Infinite gespielt – ich kenne in beiden Spielen inzwischen wahrscheinlich jeden Stein. Heute würde ich sagen: Die Reihe gehört zu meinen absoluten Favoriten. Nur Bioshock 2 hatte ich nie angerührt. Warum eigentlich..?

So genau kann ich das gar nicht sagen. Das Word-of-Mouth war damals eher verhalten, der (damals typische) unnötig angeflanschte Multiplayer hat mich abgeschreckt… Vielleicht hatte ich auch einfach Angst, dass Teil 2 mir den ersten irgendwie „madig macht“. Wie dem auch sei – jetzt habe ich es endlich nachgeholt. 😊

Vorab: super-einfaches Spiel – selbst auf „Hard“. Ich war etwas erstaunt, da Teil 1 auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchaus fordernde Passagen hatte. Bioshock 2 hingegen lässt sich locker an zwei Abenden durchspielen.

Und wow – da habe ich wirklich etwas verpasst. Was sofort positiv auffällt, ist die klare Weiterentwicklung im Gameplay: Das gleichzeitige Nutzen von Waffen und Plasmiden, das überarbeitete Hacking-System (das „Pipemania“-Minispiel aus Teil 1 war die ersten paar Male ganz nett, danach eher nervig…) und die insgesamt dynamischeren Kämpfe sorgen für ein deutlich flüssigeres und runderes Spielgefühl.

Besonders beeindruckt hat mich aber die überraschend intime, emotionale Erzählweise. Während Teil 1 vor allem durch seinen ikonischen Twist und den philosophischen Unterbau glänzt, geht Bioshock 2 einen persönlicheren Weg. Man ist nicht einfach ein stummer Protagonist, sondern eine Vaterfigur – mit Vergangenheit, Bindung und einem Ziel, das weit über das bloße Überleben hinausgeht. Die Beziehung zu den Little Sisters – und insbesondere zu Eleanor Lamb – bildet das emotionale Zentrum des Spiels. Ein besonders starker Moment ist der Perspektivwechsel, bei dem man die Welt für kurze Zeit durch die Augen einer Little Sister erlebt. Rapture erscheint in dieser Szene fast märchenhaft – ein starker Kontrast, der die Tragik der Welt und ihrer Bewohner umso eindrücklicher macht.
Auch Nebenhandlungen wie die Geschichte von Mark Meltzer – einem Vater, der seine entführte Tochter sucht – sind wie auch schon in Teil 1 hervorragend erzählt, sofern man sich beim Spielen die Zeit nimmt, sie zu entdecken.

Die Antagonistin Sofia Lamb hat mich hingegen nicht ganz überzeugt. Zwar ist der ideologische Kontrast zu Andrew Ryan (Kollektivismus vs. Individualismus) durchaus spannend und clever gedacht, aber als Figur bleibt sie über weite Strecken blass. Ihre Motivation wirkt stellenweise konstruiert und nicht immer nachvollziehbar.

Am Ende bleibt für mich ein emotionales, atmosphärisch dichtes Erlebnis, das völlig zu Unrecht im Schatten des ersten Teils steht. Bioshock 2 ist ein würdiger Nachfolger – ein Spiel, das Herz, Verstand und spielerische Finesse vereint. Und eines, das mich nachhaltig beeindruckt hat.

… Und morgen geht es dann weiter mit „Minerva’s Den“ :)
 

Wurzelknolle

Rentenbezieher
Ich habe Need for Speed (2015) heute auf der PS5 beendet.

Nach 17 Stunden Spielzeit habe ich 72% aller Trophäen geholt, ein paar werde ich noch sammeln.
Für Platin genügt das Hauptspiel, ohne die nachträglichen "Erweiterungen"/Patches. Die geben keine Platintrophäen, sondern fast nur Bronze - trotz des zum Teil sehr sehr hohen Schwierigkeitgrades.
Im Hauptspiel muss ich nur noch Stufe 50 werden (also bisschen Grind) und ein Auto voll tunen (das letzte Teil schaltet sich mit Stufe 50 frei).

Aktuell mache ich noch Eddie's Challanges, aber ob ich Prestige auch noch mache? Der Modus soll wirklich brutal schwer sein, und mit der Fahrphysik und der Open World, in der andere Spieler dich jederzeit kreuzen und damit (ungewollt) behindern/kreuzen/crashen können..
Für ein Rennen, bei dem man nur mit der besten Rundenzeit gewinnt, also klassisches Zeitfahren, hatte ich wirklich Pech mit dem Server. Dort war ein anderer Spieler genau in dem Gebiet in einer Verfolgungsjagd, in der das Rennen stattfand - und er fuhr gefühlt nur um den Block herum, sodass er und die ihn verfolgende Polizei mir mehrmals in die Quere kam. Musste dann abbrechen und auf einem anderen Server neu versuchen.
In anderen Rennen war das nicht so tragisch, weil man recht schnell einen starken Wagen kaufen und damit die KI zersägen kann. Nervte hier und da dennoch.
 

Eirulan

Frührentner
@Need for Speed 2015
von den Prestige Challenges würde ich stark abraten, das macht mit den super-unstabilen Servern, den 30 fps und dem Glücksspiel bei den sehr hohen Geschwindigkeiten nur absoluten Masochisten Spaß... ^^

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So, heute geht’s weiter mit dem DLC zu Bioshock 2: Minerva’s Den. Meine fortwährenden Lobhudeleien sind wahrscheinlich langweilig zu lesen – aber was soll ich sagen? Es sind eben alles absolute Klassiker. Nichtsdestotrotz halte ich mich heute etwas kürzer. 😊

Für mich ist Minerva’s Den nicht einfach nur ein gelungener DLC, sondern ein eigenständiges Erlebnis, das in Sachen Story für mich sogar alle anderen Titel im Bioshock-Universum übertrifft. Ehrlich gesagt: Ich glaube, Ken Levine hätte sich gewünscht, ihm wäre diese Geschichte eingefallen...

Und weil mich der DLC so begeistert hat, habe ich ein wenig zur Entstehungsgeschichte recherchiert. Unter der Leitung von Steve Gaynor – der später mit Gone Home bekannt wurde – entstand Minerva’s Den fast wie ein Herzensprojekt innerhalb von 2K Marin. Trotz begrenzter Ressourcen und wenig Zeit entwickelte ein kleines Team ein Werk, das heute völlig zurecht Kultstatus genießt.
Wie schon das Hauptspiel setzt auch der DLC stark auf Emotionalität – bringt am Ende aber noch einen Twist, der sich für mich auf Augenhöhe mit dem ikonischen Moment aus Teil 1 bewegt. In einem kompakten Rahmen gelingt es dem Spiel, Themen wie Erinnerung, Verlust und künstliche Intelligenz auf eine elegante und berührende Weise zu behandeln. Der finale Story-Punch ist für mich einer der stärksten der gesamten Reihe.

Auch spielerisch tut Minerva’s Den seine Fokussierung gut: keine unnötigen Ablenkungen, sondern ein straffes, atmosphärisch dichtes Erlebnis. Im Vergleich zum Hauptspiel ändert sich spielmechanisch nicht viel – muss es aber auch gar nicht.

Unterm Strich ist Minerva’s Den für mich ein Paradebeispiel dafür, was kreative Freiheit und Leidenschaft selbst innerhalb eines großen Franchises bewirken können. Ein kleines, aber feines Meisterwerk, das sich seinen Platz in der Bioshock-Historie mehr als verdient hat.


… morgen geht es weiter mit Death Stranding Director’s Cut und da wird die Review nicht so positiv ausfallen, das kann ich schon mal vorweg schicken, und dann bin ich hier auch fast schon wieder auf einem aktuellem Stand… :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Wurzelknolle

Rentenbezieher
Spider-Man Remastered (PS5) ist nun auch absolviert.
Die DLC mache ich noch, aber die Hauptstory ist durch. Das zählt für mich als durchgespielt.

Die ganzen Collectibles sind mir zu zeitaufwändig. Ich habe in Harlem damit angefangen alle Collectibles zu holen und dabei festgestellt, dass es wirklich dauern würde, ALLE zu holen. Google hat ergeben, dass ich dafür noch circa 10-15 vllt auch 20 Stunden bräuchte. Wäre dann auch mit Platin verbunden. Ich bin nur leider nicht der Typ für sowas. :ugly:

Das Spiel hat mir viel Spaß gemacht. Miles Morales kommt als Nächstes. Da bin ich gespannt, weil es ja „nur“ ein großer DLC zu Spider-Man sein soll, der dann als eigenständiges Spiel erschienen ist.
 

cM0

Moderator
Team
Ich habe Sea of Stars durch und wenn man es mit allem drum und dran spielt (alle Nebenquests, das Minispiel in jedem Ort gewinnen, alle möglichen Rätsel lösen und sich letztlich das "echte" Ende holt) kann man über 60h reinstecken.
In JRPG-Kreisen gilt das Spiel oft als langweilig, auch wenn ich dafür keine wirklichen Begründungen gelesen habe, aber ich wollte mir selbst ein Bild machen und bin froh, das getan zu haben. Mir hat vor allem gefallen, dass man wieder Rätsel vielerlei Art lösen muss. Etwas, das mir in modernen JRPGs ein bisschen fehlt. Außerdem gibt es einiges zu erkunden. Die Story ist nicht außergewöhnlich gut, aber sie weiß durchaus zu unterhalten, und die Welt ist wunderschön, sowohl grafisch als auch was die Abwechslung der verschiedenen Orte angeht. Dazu ein spaßiges Kampfsystem, nur hätten es gern mehr Fähigkeiten sein können. Insgesamt habe ich hier tatsächlich stellenweise Chrono Trigger Vibes verspürt.
Ich sitze jetzt noch am kostenlosen (!) DLC und kann schon sagen, dass der schwerer und noch rätsellastiger ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
kann man über 60h reinstecken
Jup, hab ich auch, dieses Knobel Minigame hat mir gefallen, auch wenn das letzte match da etwas sehr vom Glück abhängig war.
gilt das Spiel oft als langweilig
Naja, die Story ist schon eher moderat, fand die jetzt nicht so mitreißend und mochte da chained echoes mehr.
Dazu ein spaßiges Kampfsystem
Meins wars nicht. Diese Geschicklichkeitsprüfungen fand ich nervig und ohne hat man ja deutliche Nachteile gehabt. Ich mochte auch nicht, dass man ähnlich wie bei Octopath im Grunde immer diese Skillpunkte auflädt um dann einen der stärkeren Skills zu nutzen. Da war der Ablauf jedes Kampfes ziemlich ähnlich.
dass der schwerer
Hm, ich fand ja einige optionale Kämpfe und den Endkampf schon im Hauptspiel nicht so leicht.

Wollte den DLC aber auch irgendwann noch mal nachholen. Ist immer ein bisschen das Problem, wenn man so lange aus dem Spiel raus ist, geht mir bei chained echoes ja ähnlich. Ich fürchte, da komme ich nicht so einfach wieder rein und alles noch mal spielen will ich nicht. Also wahrscheinlich wirds am Ende nix.
 

Krule

Frührentner
Meins wars nicht. Diese Geschicklichkeitsprüfungen fand ich nervig und ohne hat man ja deutliche Nachteile gehabt. Ich mochte auch nicht, dass man ähnlich wie bei Octopath im Grunde immer diese Skillpunkte auflädt um dann einen der stärkeren Skills zu nutzen. Da war der Ablauf jedes Kampfes ziemlich ähnlich.
Octopath hat m.E. ein großartiges, taktisches Kampfsystem, was sehr viele Variationen in den Bosskämpfen benötigt - fand das auch deutlich besser als bei Chained Echoes, wobei das KS von Chained Echos schon auch sehr gut war (dafür war die Charakterentwicklung in dem Spiel für mich leider misslungen [meiner Meinung nach]).
Bei Sea of Stars muss man halt differenzieren: Ich mochte die Timing-basierten Angriffe nicht, da bin ich bei dir. Wenn man den Bumerang irgendwann das 50ste Mal einsetzt und 30 Sekunden Knöpfchen drückt, um den Angriff zu verlängern, dann nervt das ungemein. Das davon abstrahierte rundenbasierte Kampfsystem generell, fand ich aber sehr gelungen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Schwächen der Gegner zu bedienen und die eigenen, knappen Kampfressourcen zu managen...

Am Ende ist Sea of Stars in meiner Liste auf Augenhöhe knapp hinter Chained Echoes gelandet. Die Spiele sind schon sehr unterschiedlich und haben ganz andere Stärken und Schwächen und es ist sicher Geschmackssache, was einem da stärker zusagt. ich mochte bei Sea of Stars die an 2D-Zelda erinnernden Rätseldungeons schon sehr. Großartiges Spiel mit einigen Schwächen mMn
 
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