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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Krule

Frührentner
Fast Fusion
Ein großartiger Arcade-Racer, der im Vergleich zum direkten Vorgänger Fast RMX, den ich auch schon sehr mochte, nochmal einen draufsetzt und das altbekannte Spielprinzip mit zusätzlichen cleveren Mechaniken bereichert. Die Karten sind wieder sehr abwechslungsreich und das Spiel konnte mich richtig an die Switch 2 fesseln.
Einziger Wermutstropfen ist der mangelnde Content. Fast RMX hatte über 30 Strecken während Fast Fusion nur über insgesamt 12 (sehr gute) Strecken verfügt. Es sollen zwar noch ein paar Strecken via kostenlosen Update hinzugefügt werden, aber so zum Release fand ich das durchaus ein bisschen dünn...
Trotzdem sollte das mMn eigentlich jeder Switch 2 Launchkäufer für die 15€ mitnehmen, wenn er auch nur ein bisschen ein herz für entsprechende Arcade-Racer hat...8/10

Mario Kart World
Hier bin ich noch lange nicht "durch", aber da ich alle Grand Prix gefahren bin und auch die Credits gesehen habe, zähle ich es einfach schon mal als abgeschlossen, auch wenn da in der Zukunft noch viele Spielstunden reinwandern werden (gerade mein Sohn besteht auf das Spiel ^^).
Ich bin als reiner Solospieler nicht der größte Fan von Mario Kart, auch wenn ich als Nintendofan mit dem N64-Ableger sehr viel Nostalgie verbinde. Mario Kart World ist wunderschön gestaltet, hat umwerfende Animationen und einen großartigen Soundtrack. Hinzu kommen viele kleine Details und Easter Eggs, die die gesamte Mariogeschichte feiern. Das hat mir sehr gut gefallen..
Spielerisch ist mir das aber nach wie vor zu chaotisch. Es gibt zwar viele verschiedene Wege auf verschiedenen Ebenen, aber trotzdem waren mir die Strecken, die auf 24 Spieler ausgelegt sind, auch etwas zu breit. Das Streckendesign selber ist aber trotzdem wieder grandios. Ich mag vielleicht heute nicht mehr unbedingt die Zielgruppe für ein Partyspiel wie Mario Kart sein, aber ich bin ja auch nicht der Nabel der Welt und habe trotzdem meinen Spaß damit.. 7/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
The Hundred Line - Last Defence Academy

Ich hab (noch) nicht alle Routen gespielt, von denen es ja gefühlt unendlich (oder wenigstens genug für 100 Enden) gibt, aber mittlerweile setzt sich halt doch Ernüchterung ein und es ist erst mal gut. Ich muss auch sagen, das Spiel hat irgendwann recht viel verloren, eventuell weil es halt doch nicht so bequem skip-bar ist dass man bei den alternativen Routen einfach zum neuen Content springen kann (und dieser, je nach Route, mal mehr allerdings auch mal weniger interessant ist). Sie haben zwar Dinge gepatcht und das verbessert (z.b. lassen sich mittlerweile auch die Morgen und Abenddurchsagen skippen), aber bei vielen Routen 'quält' man sich mitunter halt doch noch durch viele Freizeit-Tage, bei denen es irgendwann nix mehr zu tun gibt außer direkt auf Schlafen zu drücken. Bei einer richtigen VN auf dem PC drückt man halt irgendwann auf Skip und es läuft von alleine durch bis was neues passiert, hier muss man dennoch noch immer alles manuell drücken, bestätigen, wieder in die Kantine laufen, etc.

Auch verlieren die Charakter teilweise ihren Reiz. Manche waren eigentlich noch nie sonderlich interessant und eher nervig, aber fast jeder Charakter ist irgendwo ein One-Trick-Pony das sich hauptsächlich durch eine sehr limitierte Anzahl an Traits definiert. Ich rechne es den Schreibern hoch an dass sie jemanden wie Darumi tatsächlich trotzdem auch noch bei der 100sten Line im 10ten Durchgang unterhaltsam schreiben können, dennoch passt ihre komplette Definition und Charakter auf die Hälfte eines Bierdeckels.

Die Story ansich - vor allem der erste Durchgang und die True Route ist schon recht gut und jede Story Wendung - von denen es zahlreiche gibt - fesselt einen an den Bildschirm. Das Problem ist nur, dass sich das Spiel hier gefühlt mit zuviel Content selbst schadet. Klingt erst mal merkwürdig, aber nach dem ersten Durchlauf öffnet sich das Spiel eben durch zahlreiche Entscheidungsmöglichkeiten, die jeweils zu anderen Routen führen und deren Qualität ist leider... meistens durchwachsen. D.h. wenn man nicht direkt mit Komplettlösung spielt ist die Wahrscheinlichkeit das man in irgend einer schwachen Fillerroute landet leider recht hoch (vor allem durch die Comedy-Route musste ich mich regelrecht durchquälen, da hier eigentlich gar nichts komisch war und jeglicher Inhalt auch irrelevant). Und das kostet dann mitunter die Motivation.

Insgesamt kann ich daher das Spiel durchaus empfehlen, rate aber auch dazu sich nach dem ersten Durchgang erst einmal auf das wesentliche zu konzentrieren und ggf. direkt nachzuschlagen wie man zur 'richtigen' Route kommt. Denn da liegt der wahre Unterhaltungswert. Im Anschluss kann man sich dann immer noch die ganzen "Alternativ"-Routen anschauen falls man noch nicht genug hat.

7/10
 

Daniel04

Frührentner
Clair Obscur: Expedition 33

Dass heutzutage mal ein Spiel aus dem Nichts so begeistern kann, ist wirklich selten geworden. Beim ersten Trailer dachte ich noch "mal sehen, ob das was für mich ist", durch den Game Pass war es ja mehr oder minder "kostenlos". Jetzt wo ich durch bin, bereue ich keine Sekunde dem Spiel eine Chance gegeben zu haben, denn es ist schlichtweg ein RPG-Meisterwerk geworden und erinnerte mich an die Zeit, als ich mich noch komplett für rundenbasierte Rollenspiele à la Final Fantasy VII begeistern konnte.

Die Geschichte des Spiels ist emotional, die Charaktere sind extrem gut geschrieben und synchronisiert und die Welt ist mal ganz was Neues. Man findet schnell ins Gameplay herein und die Kämpfe sind trotz rundenbasiertem System actionreich und nicht nur zum Zusehen, da man zum Einen beim eigenen Angriff die Fähigkeiten der Charaktere mit Quicktime-Events die Angriffe verstärken kann und beim Angriff der Gegner mehrere Möglichkeiten hat, diesen auszuweichen oder sie zu parieren.

Eines muss man jedoch anmerken: es ist schon auf normaler Schwierigkeit einfach bockschwer und ich habe es irgendwann tatsächlich aufgegeben und auf Story-Schwierigkeit heruntergestellt. Diese lässt einem mehr Zeit beim Parieren und Ausweichen in den Kämpfen und generell sind die Gegner halt schwächer. Teils haben die mir nämlich trotz Einprägen der Angriffschemas einfach komplett den Hintern aufgerissen, sodass es irgendwann auch keinen Spaß mehr gemacht hat - gerade, wenn es in einen Bosskampf ging, man dachte man hätte es auf letzter Energie noch geschafft, der Kampf dann aber auf einmal eine zweite, noch schwierigere Phase bekam. Da ich die Geschichte aber so stark fand, war ich wirklich dankbar über die Story-Schwierigkeit, die ich sonst immer vermeide zu nehmen. Bei Clair Obscur ist diese aber immer noch herausfordernd genug, dass das Spiel kein einfacher Spaziergang wird - vor allem gegen Ende kommen wieder knackige Kämpfe auf einen zu. Ich muss aber auch zugeben, mich nicht zu 100% in alle Texte eingelesen und alle Geheimnisse der Lumina, Pictos etc. erkannt zu haben, sodass ich ein Stück weit auch selbst Schuld bin, dass es sehr schwierig wurde, denn ich denke mit korrektem taktischen Einsatz dieser ist das Spiel auch auf "normaler" Schwierigkeit zu meistern. An und für sich sind Videospiele für mich mit meinen fast 40 Lenzen aber auch Flucht aus dem Alltag, in dem ich nicht auch noch groß arbeiten, sondern einfach Spaß haben möchte. Schäme mich daher hier auch absolut nicht, diese niedrige Stufe genutzt zu haben, um der tollen Geschichte bis ans Ende folgen zu können. Denn ich bin auch so ehrlich, dass ich ohne diese Möglichkeit wohl aus Frust spätestens beim Bosskampf gegen den Dualist abgebrochen hätte - bis dahin hatte ich es noch geschafft, wenn auch auf viel Biegen und Brechen.

Als kleinen Minuspunkt neben der sehr hohen Schwierigkeit empfand ich, dass es vor allem gegen Ende zu sehr Kampf um Kampf um Kampf um Kampf war. Man könnte den Gegnern zwar theoretisch viel ausweichen, verliert dadurch aber natürlich dann die Möglichkeit seine Charaktere weiterzuentwickeln.

Die negativen Punkte nehmen in meiner Wertung hier einen großen Platz ein, sind aber letztlich bei der restlichen Qualität des Spiels mehr als verschmerzbar und ich denke, dass vor allem die Kritik an der Schwierigkeit sicherlich auch von einigen Zockern belächelt wird. Von daher gehe ich hier nahe an die Höchstwertung und bin froh, mir diese Perle im Game Pass geladen zu haben.

9,5/10
 

cM0

Moderator
Team
Kathy Rain 2: Soothsayer
Schönes, klassisches Point & Click Adventure, man muss sich aber darauf einstellen, recht viel zu lesen. Die Rätsel sind besser als im 1. Teil (kein Matherätsel) und gegen Ende wird noch klarer, was es mit den Ereignissen des 1. Teils auf sich hatte. Dazu hat es immer wieder leichte Horrorelemente. Wer 1 mochte, wird auch 2 mögen.

Old Skies
Ich habe ja gerade eine kleine P&C-Phase und das ist mir Abstand das beste Point & Click Adventure das ich die letzten Jahre gespielt habe. Man spielt Fia, die im Auftrag einer Agentur durch die Zeit reisen kann und dort verschiedenen Charakteren ihre unterschiedlichsten Wünsche erfüllt. Mal soll ein Mordfall verhindert werden, mal möchte nur jemand in einem längst geschlossenen Restaurant essen, aber immer steckt mehr dahinter und, ohne zu viel zu verraten, haben die Aufträge alle irgendwie miteinander zu tun. Dazu gibt es eine überwiegend düstere, melancholische Grundgeschichte, die sich durch die Kapitel zieht und dabei ab und zu philosophische Fragen aufwirft. Der aufmerksame Spieler entdeckt vielleicht sogar eine Referenz zu den Blackwell-Spielen. Vor Empfehlung, vor allem, aber nicht nur, für Fans von Wadjet Eye.
 

teltow

Altenpfleger
Eines muss man jedoch anmerken: es ist schon auf normaler Schwierigkeit einfach bockschwer

Das geht mir gerade mit "FF7 remake" auch so =) Recht schwer finde ich. Spätestens mit dem 3. Versuch habe ich bisher alles geschafft auf "normal", aber langsam gehen mir die Tränke aus in Kapitel 13. Kohle hab ich auch kaum noch.

Das "Hell House" war definitiv der durchgeknallteste Gegner, den ich je hatte.
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Ich schaffe es kaum noch Spiele durchzuspielen. Die Motivation lässt oft schnell nach und gerade von Spielen, die enormen Zeitaufwand erfordern, lasse ich zunehmend grundsätzlich die Finger. Fleißaufgaben, Sammelwahn und der ganze Kram haben mir schon viele Spiele vermiest. Zuletzt habe ich versucht bei Pinball FX3 möglichst alle Errungenschaften zu erlangen und habe mich mitunter maßlos geärgert. Ich habe etliche Stunden in mieses Gameplay investiert, nur um am Ende festzustellen, wie spaßbefreit, sinnlos, verbuggt und unnötig das alles ist und wie sehr ich mich von den Entwicklern habe manipulieren lassen. Von wegen "be a ompletionist"! Ist mitunter das Dümmste was man imho machen kann. :sick:
 

Reinhard73

Neuankömmling
Errungenschaften haben mich zum Glück nie interessiert! Ich lasse mich dafür immer wieder mal auf F2Play Spiele ein und steck zuviel Zeit rein... wie derzeit GoT Kingsroad...
 

FrancisYorkMorgan

Altenpfleger
Resident Evil Revelations 2

Nach 2 Jahren endlich mein Resident Evil Projekt weitergeführt und mit Revelations 2 einen weiteren Titel abgehakt. Viel gibt's da aber nicht zu erzählen. Spielt sich im Grunde wie Revelations 1, ist besser als 5, macht nicht viel falsch, aber innovationstechnisch gesehen war es vor 10 Jahren wohl auch kein Vorreiter. Fühlt sich vor allem heutzutage sehr oldschoolig an, aber dass ist ja nicht schlecht. Alles sehr geradlinig und schlauchig mit ein bisschen Backtracking, ein paar nette Rätseleinlagen, zwischendrin ein bisschen zu viel Geballer, aber sonst ein ganz ordentlicher Mischmasch ohne große Höhepunkte.

Bin im Endeffekt zufrieden mit einem einmaligen Durchlauf, jetzt aber nochmal einzelne Kapitel zu spielen, um ein anderes Ende zu sehen, so weit reizt es mich dann doch nicht. Mal gucken, wann ich mich an RE 6 rantraue, auf Shooter hab ich im Moment nicht so wirklich Lust. 😁
 
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