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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

delphinchen

Pförtner des Altenheims
The alters

Tolles, innovatives, emotionales aber auch hartes, forderndes Spiel. Spielmechanisch sowie auch mental/emotional !

Alles was ich vor Beginn wusste, war die Grundidee, nämlich dass Jan Dolski auf einem fremden Planeten strandet und sich selbst mehrfach klont in verschiedenen Varianten um da wieder raus zu kommen. Jede Variante hat an einem Punkt seines Lebens eine andere Entscheidung getroffen und somit einen anderen Beruf und eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Klingt doch unheimlich interessant oder ? Ist es auch !
Aber man sollte auch wissen, was Trailer und Demoversion mir nicht verraten haben: es gibt 3 Akte, mit jeweils einem knallharten Zeitlimit von ca 30 Tagen da man mit seiner mobilen Basis der Sonne entkommen muss sonst wird man geröstet.
Das Spiel ist aufs scheitern ausgelegt, legt sehr viele Speicherstände an um neu laden zu können und vor allem im ersten Akt musste ich das auch mehrfach nutzen.
Das jonglieren zwischen Erkundung, Ressourcen beschaffen, Bedürfnisse der Jans erfüllen wozu auch Entertainment gehört, Basis ausbauen, Gespräche führen etc etc ist wirklich nicht so leicht.
Akt 2 fiel mir schon um einiges leichter da ich wusste welche Ressourcen wichtig sind, jedoch zieht es dann die emotionale Daumenschraube so richtig an, man muss Entscheidungen treffen mit denen immer einige Jans nicht zufrieden sein werden. Sind sie unzufrieden arbeiten sie weniger und können sogar rebellieren.
Akt 2 gipfelte dann in einer Sequenz die so richtig bedrückend war, Original-Jan beginnt zu verzweifeln weil er das Gefühl hat egal wie er entscheidet es ist falsch, und genauso fühlte ich mich als Spieler auch ! Also immersion 10 von 10, die Frage ist nur: möchte man das auf diese Art und Weise ?
Muss jeder für sich selbst beantworten, ich fand es jedenfalls beeindruckend.
Ganz wenige Momente der Erleichterung gibt das Spiel einem dann doch, aber es sind halt nur Momente, und ich hatte es dann tatsächlich noch zu einem glaube ich der besten Enden geschafft, wo alle meine Jans überlebt haben.

Nun ist das Spiel ganz klar auf mehrfaches durchspielen ausgelegt, es gibt mehrere große Entscheidungen, ich hatte nur 4 von 9 möglichen Klonen gemacht.
Ich bin eigentlich nicht der Typ der gerne das gleiche Spiel mehrfach spielt. Es bedeutet ja auch alles nocheinmal erkunden - drei Mal - zwei der Jans sind quasi zwingend, deren ganze Dialoge erneut durchspielen.... Puh ich weiß nicht ob ich mir das antun werde.
Vielleicht nach einer Pause ein zweiter Durchgang, denn neugierig wäre ich schon auf die Konsequenzen der anderen Entscheidungen und die anderen Jans. Aber mehr ganz bestimmt nicht. Für Platin muss man das locker 3-4 mal durchspielen 🤪
Ein Update, dass ermöglicht dass man z.b. 45 Tage statt 30 bis Sonnenaufgang hat, würde mich dazu sehr motivieren.

Fazit: trotz meiner Kritik an der Zeit-Mechanik empfehle ich das Spiel jedem der mit so einer Erfahrung eines "stress and anxiety simulators" umgehen kann.
Es ist graphisch toll, die Base und Ressourcenverwaltung macht eigentlich auch großen Spaß, das writing ist super, alle Jans haben interessante Geschichten und Charaktere. Extra Lob an Jans Voice Actor, da er alle 9 Jans spricht und jeder wirklich seinen eigenen Stil hat.
 

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Ender Magnolia: Bloom in the Mist
Habe den Vorgänger nicht, gespielt, aber die sollen ja beide richtig gut sein und da der Ender Magnolia eigenständig ist, bin ich direkt damit eingestiegen.

Ist ein solides Spiel, aber mir sind beim Zocken fast die Füße eingeschlafen. Ich glaube, ich brauche einfach etwas mehr Speed und besseres Gameplay in meinen Metroidvanias. So Dinger wie Prince of Persia: The Lost Crown, Nine Soles oder Guacamelee feiere ich total.

Das hier ist wieder so ein Ding mit Gameplay a la Symphony of the Night. War mir in der Hinsicht einfach zu lahm und hat null gekickt.
Dazu kommt noch ein sehr melancholischer Soundtrack, der an sich sehr schön ist. Aber über die ganze Zeit dieses Gesäusel... weiß ich nicht, da hätte es für mich mehr Abwechslung gebraucht. Optisch ist es schon ein hübsches Spiel.

Die Story hat mich ziemlich genervt und war mir auch komplett Rille. Zum Schluss habe ich auch teilweise aufgehört, das noch zu lesen. Das ist immer der gleiche Käse in dieser Art Spiel. Das von mir freigeschaltete Ende war dann auch wieder so ein Ende, wie es in jedem Dark Souls vorkommt. Meine Güte, schreibt doch mal eine neue Story.

6/10
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Final Fantasy 16

Diesmal auf der Xbox Series X. Meine ausführliche Rezension der PS5-Version vom Februar letzten Jahres könnt ihr hier lesen. An dieser Stelle möchte ich nur kurz auf einige Unterschiede der neuen Xbox Version hinweisen.

Sehr schön, dass bei der Xbox beide DLC's "Echoes of the Fallen" und "The Rising Tide" von Beginn an mit an Bord sind. Wobei beide nicht all zu lang sind und "Echoes" sozusagen nur aus der Besteigung eines großen Turms besteht, auf dessen Weg man viele Kämpfe bestreitet. "Rising Tide" bietet dafür ein neues Areal, hübsch anzusehen, mit nordischem Flair und einem für die Reihe untypisch bockschweren Edngegner, der sich gewaschen hat (Leviathan)!

Leider leider hat sich Square Enix bei der Portierung nicht viel Mühe gegeben, was vielleicht der schwächeren Series S verschuldet ist. So läuft das Spiel im Performance Modus auf der Series S und X mit nur 720p (PS5: 1080p). Das mag in den actionreichen Kämpfen ausreichen, nimmt dann aber viel von der schönen Atmosphäre und den großartigen Landschaften in den ruhigen Momenten weg.
Die Cutscenes laufen mit 30fps. In einer Zwischensequenz wurde das Rendering auf der Xbox auf 1224p (PS5: 1440p) reduziert. Digital Foundry merkt jedoch an, dass es sich bei Final Fantasy 16 um eines der aktuell anspruchsvolleren Spiele handelt, das selbst auf der PS5 Pro im Kampf auf Frameraten unter 50 Fps zurückgeht.

Sonst ist die Xbox Fassung mit der PS5-Version identisch. Was den Gamerscore anbelangt, ist dieses Spiel aber extrem knauserig. Lediglich für das durchspielen gibt es einmal 100G, für fast alles andere muss man sich mühsam mit 5G Schritten vorantasten. Das entspricht dann jeweils einer Bronze Trophäe. 50G, also Silber, gibt es auch, ist aber ebenfalls sehr selten. Möchte man die vollen 1000G für das Basisspiel erreichen, muss man es auch auf der Xbox mindestens zweimal durchspielen. Denn für "Platin" wird ein zusätzlicher Durchgang im Final Fantasy Modus vorausgesetzt. Damit kann man also locker auf 120 Spielstunden oder mehr kommen.

Spaß haben die wuchtigen Kämpfe in der schönen Spielwelt auch auf der Xbox gemacht. Die Grafik allerdings war auf Last Gen Niveau. Das sah auf der PS5 alles wesentlich schärfer, intensiver und farbenfroher aus. Dafür Nachsitzen, Square Enix! Das war die 70€ nicht wirklich wert.

6,5/10
 

TomMV

WM-Tippkönig 2026
Sniper Elite Résistance im Koop auf der PS5.

Ist wie die Teile davor, wobei mir Teil 4 und 5 besser gefallen haben, in Sachen Location.
Sollte es einen neuen Teil geben, davon gehe ich doch stark aus, hoffe ich, das in Sachen Grafik es einen ordentlichen Schub nach oben gibt.
Nach all den Jahren könnten auch neue Animationen sowie neue gamplay Mechaniken dazu dazu kommen, es ist halt jedes Jahr das gleiche, genau wie das man Adolf sein Ei in der ersten Erweiterung wegschießen soll :ROFLMAO:.
Mir hat es aber trotzdem viel Spaß gemacht.
 

BlutgruppeM

Sonntagsfahrer
Sponsor
Nach Ewigkeiten mal den SP von Battlefield 4 durchgezockt und ich muss eingestehen, das er zu den besseren seiner Art gehört.

BF4 als solches bzw. den MP kann man ja eher nicht durchzocken, das ist ja eine neverending Story :)
 

Ahti

Rentenbezieher
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Death Stranding 2

Der zweite Teil ist zugänglicher, abwechslungsreicher, hoffnungsvoller und verrückter als sein düsterer, mitunter trostlos wirkender Vorgänger. Als Fan des Erstlings musste ich mich zunächst an diesen etwas anderen Ton gewöhnen, ich habe ihn aber zu schätzen gelernt, und ich denke, dass neue Spieler:innen definitiv schneller damit warm werden, als mit dem Horror-lastigen und bisweilen sperrigen ersten Teil.

Spielmechanisch ist Death Stranding 2 offener und "größer": Es bietet mehr Tools und Vorgehensweisen, die Action wurde verbessert, der Stealth ist ausgefeilter und das Pacing ist gelungen. Man kann sich minutiös auf Missionen vorbereiten oder sich das gesamte Spiel über bei anderen Spieler:innen durchschnorren. Und alles dazwischen. Wer sich hier langweilt, ist selbst schuld. ;)
Im Kern ist das Spiel zwar immer noch Death Stranding, aber mit einer gehörigen Portion der aus Metal Gear Solid V bekannten Designphilosophie, Spieler:innen ein Maximum an Optionen zu geben. (Anders als in MGSV ist die Gegner-KI aber ziemlich schlecht.)
Ich finde diesen Sandbox-Ansatz grundsätzlich lobenswert, er birgt aber auch seine Tücken, da man eben auch selbst für seine Spielerfahrung verantwortlich ist. Als jemand der viele Stunden in den Vorgänger gesteckt und sich damit auf Effizienz konditioniert hat, musste ich mich drosseln und bewußt auf bestimmte Tools verzichten, um ein für mich erfüllendes Spielerlebnis rauszubekommen, denn es ist sehr einfach, durch das Spiel zu rauschen, wenn man nicht aufpasst.

Die Erzählung hat mich schnell in ihren Bann gezogen, trotz der für Kojimas Writing typischen Dialoge, die gerade im Zwischenmenschlichen hölzern und unnatürlich rüberkommen können. Die Inszenierung und Qualität der Zwischensequenzen findet - ebenfalls Kojima-typisch - in einer eigenen Liga statt.
Mit dem Kitsch, dem Pathos, und den unzähligen Selbstreferenzen muss man halt klarkommen - manchmal habe ich mit den Augen gerollt, meistens brachte es mich aber zum Schmunzeln ... oder zum Mitfiebern. Alles tendenziell Negative in diesem Bereich spielte am Ende aber eh keine Rolle, denn ... |Spoiler| 😛

Was gibt's sonst noch? Grafisch gehört das Spiel zum Besten, was man auf einer aktuellen Konsole zu sehen bekommt. Und der Soundtrack geht ins Ohr und mitten ins Herz: Beim Erledigen der fehlenden Nebenaufgaben höre ich einige der Stücke im Ingame-Player und kriege spontan feuchte Augen.:oops:

Fazit: Die Fortsetzung eines meiner Lieblingsspiele hat mich gepackt, mitgenommen und umgehauen - Death Stranding 2 wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wurzelknolle

Rentenbezieher
Gran Turismo 7

Wie definiert man durchgespielt bei so einem Spiel?
Ich definiere es so, dass ich die 39 Café Menüs fertig habe, alle Lizenzen habe, Sammelstufe 30 bin, und 44 von 54 Trophäen geholt habe.

Was noch fehlt? Alle normalen Lizenzen auf Gold, weitere 49 Rennen im Sport Modus, Foto vom R18 TDI auf Le Mans (der kostet 3 Mio Credits), 500 Meilen auf Ovalkursen, 13191 km gefahren sein (beinhaltet dann 2 weitere Trophäen mit Distanzvorgabe), 3. legendäre Autos besitzen die in Lemans gewonnen haben (kosten ca 26 Mio Credits).

Dazu wäre viel Multiplayer und viel Grind nötig. Alleine für die 3 Lemans Wagen wären es ca 30 Stunden Grind/Farmen; und wer sagt mir wann die Autos im Legendären Händler zum Kauf bereitstehen? Ich bezweifle, dass ich mir das antue.

Für mich ist GT7 damit abgeschlossen, und ich werde es zum Spaß weiterspielen, aber ohne festes Ziel.
Sport, Café Menüs (sind aktuell 97 Stück, ich habe 39 fertig), Strecken meistern - da gibt es noch genug zum freien Spielen.
 

cM0

Moderator
Team
Sea of Stars: Throes of the Watchmaker

Insgesamt ist das ein schöner DLC mit neuen Klassen für die Hauptcharaktere und einem neuen, spielbaren Charakter. Aus der Story hätte man definitiv mehr machen können, wenn diese noch tiefer gegangen wäre, aber insgesamt hat er sich gut weggespielt. Für meinen Geschmack gibt es allerdings zu viele und teils auch zu schwere Rätsel. Besonders bei einigen Schieberätseln hing ich länger, als mir lieb ist, weil das wirklich nur Trial and Error war. Man fängt quasi wieder bei Level 1 und mit leerem Inventar an, aber da der DLC in einer anderen Welt spielt, ergibt das schon Sinn. Man kann übrigens auch nichts in die Welt des Hauptspiels übernehmen.
Die Kämpfe sind knackig, aber allesamt machbar und der vorletzte Boss hatte eine sehr interessante Mechanik. Wenn man alle Zeitrunen findet, gibt es auch noch eine kleine Extraszene mit
Garl, die eventuell eine Fortsetzung oder einen weiteren DLC anteasern könnte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Hat das Ende von Hauptspiel Einfluss auf den DLC? Also ob man das true ending hatte?
 

teltow

Altenpfleger
Spidey2. Gefällt mir noch besser als 1 und Miles. Hab für den ersten Durchgang mit Zeit lassen und sightseeing 48 h gebraucht. Hätte gerne auch länger sein dürfen!
Und jetzt direkt NewGame+, die beste Erfindung seit geschnitten Brot, insbesondere in Kräfteprogressionsspielen. Also, bald hab ichs dann zwei mal durch.

Schwingen (und Gleiten!) hat sich nochmal verbessert, die früher aufgrund der schieren Anzahl teils nervigen Nebenjobs (Sammeln, Fotos, Parkour, etc.) wurden diversiviziert und auf ein gesundes Mass zurückgeschraubt, also ... kaum Grind mit anderen Worten. Größere Karte, abwechslungsreiche Aufgaben und Quests, blöde Kostüme und etwas zuviel Gutmenschlichkeit. Alles in allem eine solide 9,9 von 10 =)
 
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