Vergleicht mal gears of war 5 bevor und nachdem es in den gamepass gekommen ist. Seitdem ist sogar das Hauptmenü schon voll mit Micro transactions.
Halo infinit wird skins bekommen, back 4 blood kommt auch nur day 0 rein weil es welche hat. Sogar sons of Rome hat welche, obwohls nur ne Grotten schlechte tech demo der Xbox war. Und Bethesda? Ahja, die haben damals mit ihrem Pferd DLC ja quasi das ganze Geschäftsmodell damals erfunden.
Ihr werdet es sehen und euch dann hoffentlich an meine Aussagen erinnern.
Ich Zahl bei Sony lieber meine 70-80€ und unterstütze grandiose Single Player Erlebnisse wie Last of us. Einmal zahlen, keine Werbung, keine skins und Micro Transaktionen. Ganz old school.
Ich würde den Vergleich ja gerne anstellen, nur gab es keinen Zeitpunkt, an dem Gears 5 nicht im Game Pass war, was Deine Argumentation irgendwie ein bisschen auseinander fallen lässt.
Und vielleicht sollte man anstatt das Problem nur auf den Game Pass zu schieben, mal die Frage stellen, warum Gears 5, Back For Blood, Halo Infinite, diverse 3rd-Party-Spiele, die nicht im Game Pass sind, oder mit Uncharted 4, TLOU oder GT Sport auch Sony-Spiele Mikrotransaktionen haben.
Die Antwort ist nämlich relativ simpel.
Die Unternehmen möchten mit ihren Spielen nämlich so viel Kohle wie möglich machen, und gleichzeitig hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass die Kunden grade für Multiplayer-Spiele möglichen jahrelangen Support und Inhaltsupdates haben wollen, aber nicht genug Leute die Kartenpakete und andere DLCs kaufen wollen, was dazu führte, dass sich für die neuen Inhalte wiederum nicht genug Spieler fanden, um eine fürs Matchmaking gesunde Population aufrecht zu erhalten.
Deswegen kamen aus den Reihen der Kunden (!!!) immer mehr Rufe danach, dass die Karten und Inhaltsupdates doch bitte kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollten. Da die Publisher aber nicht auf die Einnahmen durch die Multiplayer-DLCs verzichten wollten, haben sie ihr Geschäftsmodell halt angepasst und bieten jetzt Unmengen an kosmetischen Gegenständen an, bei denen sie anscheinend festgestellt haben, dass sie damit noch mehr Einnahmen generieren als über kostenpflichtige Inhaltsupdates.
Die Nummer mit den ausufernden Mikrotransaktionen haben sich die Kunden (nicht alle, aber ein großer Teil) ganz alleine selber zuzuschreiben. Und das mittlerweile nicht nur im Multiplayer-Spielen. Damit hat der Game Pass mal so gar nichts zu tun, weil der Trend zu und die Forderung nach kostenlosen Inhaltsupdates schon weit vor der Existenz des Game Passes existiert hat.
Natürlich harmoniert so ein Modell auch prima mit Abo-Diensten, aber die Abo-Dienste sind nicht der Auslöser dafür.
Und Dein Beispiel mit Bethesda Softworks... Ja, die waren ganz früh an der DLC-Front dabei. Und der Preis für die Pferderüstung war lächerlich hoch, aber alles in allem ist Bethesda Softworks immer noch einer der Entwickler, der mit mit seinen DLCs im Vergleich zu anderen echte Content-Monster abliefert.
Und das grundsätzlich Konzept von DLCs ist ja nun auch wahrlich nicht neu. Das mag jetzt auf Konsolen grade mal gute 15 Jahre lang existieren, aber das Konzept gibt es schon seit über 25 Jahren. Nur gab es das halt damals nur auf dem PC, wurde Addon oder Erweiterung genannt und auf Disc ausgeliefert. Aber diese Vorläuferform der DLCs existiert schon seit Mitte der 90er, wenn nicht sogar schon länger. Spontan fallen mir da aber nur Siedler 2, Warcraft 2 oder Baldur's Gate ein, die alle Mitte der 90er erschienen sind.
Man kann sich sicherlich drüber unterhalten, ob DLCs heutzutage weniger neue Inhalte liefern als damals Addons und Erweiterungen (das ist sicherlich zum Teil richtig, aber es gibt auch viele Ausnahmen), aber das Konzept, für zusätzlich Inhalte Geld zu verlangen, ist alles andere neu und sicherlich nicht auf Bethesda oder den Game Pass zurückzuführen. Es gibt schon seit langer Zeit Spiele, die nicht dem klassischen Konsolen-Konzept "Einmal zahlen, fertig" folgen. Das gibt es nur auf den Konsolen noch nicht so lange, weil die halt früher nur Discs und Cartridges hatten, aber keine Festplatten, auf die man Zusatzinhalte installieren konnte.