• Wichtig für neu Mitglieder

    Aktuell haben wir das Problem dass Mail an GoogleMail nicht ankommen. Wenn du dich registrien möchtest gib bitte keine GoogleMail an.

    Euer Forenteam

  • Herzlich Willkommen bei den Konsolen-Senioren!

    Wir sind eine deutschsprachige Community, die Spielern über 30 Jahren seit 2007 ein Zuhause im Internet bietet, in dem sie sich mit gleichgesinnten und erwachsenen Spielern über ihr Hobby austauschen und zu gemeinsamen Aktivitäten verabreden können.

    Entstanden aus den Xbox-Senioren (früher: XBL-Senioren) und den PSN-Senioren bieten wir mittlerweile eine konsolenübergreifende Diskussions- und Verabredungsplattform, bei der das respektvolle Miteinander und der Spaß am Hobby im Vordergrund stehen.

    Neben konsolenspezifischen Unterforen und Multiplattform-Spielethreads bieten wir auch eine Retro-Ecke und einen Bereich, in dem sich für die immer größer werdende Anzahl Spielen, die Cross-Plattform-Play unterstützen, verabredet werden kann.

    Egal, ob Du einfach nur über Spiele diskutieren möchtest, Dich mit anderen Spielern verabredet willst oder einfach nur Deine Spielerfahrungen mit anderen teilen möchtest, bist Du bei uns herzlich willkommen.

    Natürlich kannst Du auch einfach weiter passiv bei uns mitlesen, aber warum schnappst Du Dir nicht einfach Deine Tastatur, registrierst Dich bei uns und gestaltest die Community durch Deine Teilnahme aktiv mit?

    Wir freuen uns auf Dich!

Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

TomMV

WM-Tippkönig 2026
Call of Duty: Modern Warfare 2 Kampagnen Remastered

Nachdem ich ganz vergessen hatte, dass ich mir das damals gekauft hatte, aber nie gespielt wurde, war es höchste Zeit, das Remasterd auch endlich mal zu spielen.
Grafisch sieht es gut aus und macht, wie die anderen Kampagnen von COD, eine Menge Spaß, wie ein guter Actionfilm.
Das Einzige, was ich bemängeln müsste, wäre die eigene KI und die Gegner KI, die sind nicht ganz bei der Sache, genau wie die Hitbox, wenn sich jemand hinter einem Gegenstand versteckt, aber noch ein wenig vom Kopf zu sehen ist und man darauf schießt, da passiert nichts, aber da gebe ich dem Alter des Spiels mal die Schuld, dass das Remasterd bestimmt nur grafisch überarbeitet wurde.
Ansonsten war ich nach guten sechs Stunden durch die Kampagne und sie hat Spaß gemacht, leider soll die Kampagne ja in dem letzten Teil (Black Ops 7) massiv abgebaut haben, was eigentlich immer eine Stärke von COD war.
 
Zuletzt bearbeitet:

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Mario Smash Football (GameCube)

Auch bekannt als Super Mario Striker in den USA. Ich hab das Spiel damals weder auf dem GameCube gekauft noch die Switch Nachfolger-Version, weil ich jetzt nie fand dass die Titel vom Umfang das Geld wert sind, aber da jetzt der erste Teil für den GC auf Nintendo Online verfügbar war, habe ich es mal nachgeholt und die ganzen Cups gewonnen. Das dauert nicht allzu lang, nach 5-7 Stunden seid ihr mit dem Spiel durch und was mich rückwirkend auch bestätigt. Klar, es ist auch eher ein Multiplayer-Spiel und daher gibt es für Single-Player nicht wirklich viel zu tun, aber es war eigentlich schon eine spaßige Sache. Das Spieltempo ist schnell, die Steuerung unkompliziert, Tore fallen teils am Fließband und Superschüsse zählen sogar doppelt. Die sind am Anfang gegen die CPU relativ leicht auszuführen, weil einem der Gegner da noch viel Zeit lässt, in den schwierigeren Cups kam ich dann aber doch eher mit hohen Pässen in den Strafraum zum Erfolg.

Erinnert letztlich stark an den alten Nintendo World Cup auf NES/GameBoy, nur das hier jetzt auch Items eine Rolle spielen und ähnlich wie bei Smash Brothers die Sache etwas aufwürzen. Auch Gimmicks wie Bowser können mal Random auf dem Spielfeld aufkreuzen. Aber ja, auch als Fußballfan sehe ich hier einfach nicht die Langzeit-Sogwirkung. Es gibt nur wenige Charakter und kaum Modi, da sehe ich damals auch im Multiplayer wohl zurecht eher Titel wie Smash Bros., Mario Party oder eben den Klassiker Mario Kart vorne.
 

Krule

Frührentner
Resonance: A Plague Tale Legacy

Schönes klassisches Action-Adventure irgendwo zwischen Indiana Jones, Uncharted und der Tomb Raider-Reboot-Trilogie. Und irgendwie habe ich beim Spielen wieder gemerkt, wie sehr mir diese Art von Spiel dann doch gefehlt hat. ^^

Der Gameplay-Loop ist ziemlich klassisch: Kämpfen, Klettern, Schleichen und Rätsel, alles sehr linear und schlauchig. Wer mit der Linearität von Uncharted nichts anfangen kann, wird hier vermutlich auch nicht glücklich. Dafür ist das Spiel insgesamt sehr gut gepaced und vor allem angenehm kompakt. Keine künstliche Spielzeitstreckung, kein 30-Stunden-Abenteuer, das eigentlich nach 15 Stunden schon alles gesagt hat - es hat für das, was es sein will, ziemlich genau die richtige Länge.

Die Set-Pieces erreichen nicht das Niveau von Uncharted oder Tomb Raider, dafür liegt der Fokus etwas stärker auf Rätseln und etwas weniger auf Kletterpassagen. Die Rätsel sind dabei keine großen Kopfnüsse, aber zumindest kann man im Menü ausstellen, dass man einen Lösungshinweis bekommt. Das finde ich tatsächlich ziemlich cool.

Das Kampfsystem ist okay. Nicht überragend und durch teilweise etwas hakelige Animationen auch nicht immer ganz sauber, aber grundsätzlich funktioniert es. Vor allem das Schubsen von Gegnern in andere Gegner oder gleich in den nächsten Abgrund macht Spaß. Es wird sogar ein bisschen taktisch: Man hält je nach SKG nur zwei oder drei Treffer aus und heilt sich um einen Punkt, wenn man einen Gegner erledigt. Dadurch kann man einen nahezu toten Gegner manchmal bewusst am Leben lassen, um später gezielt einen "Heiltrank" daraus zu machen.

Positiv ist auch, dass das Spiel erfreulich wenig RPG-Bullshit mitbringt, der in dem Genre nichts zu suchen hat. Es gibt zwar auffindbare Skillpunkte als Belohnung für gründliche Erkundung, diese sind aber nicht zwingend notwendig und schalten eher zusätzliche Möglichkeiten frei, statt irgendwann aus irgendwelchen Zahlenwerten eine Pflicht zu machen - also kein "+10 % Schaden", ohne das man irgendwann nicht mehr weiterkommt.

Und gerade beim Abenteuergefühl macht Resonance vieles richtig. Die Umgebungen sind teilweise wirklich atemberaubend schön und erzeugen genau diese Abenteuer-Stimmung, wegen der ich solche Spiele so gerne mag. An ein echtes AAA-Spiel kommt es technisch aber nicht ganz ran. Gesichter und Mimiken, manche Animationsphasen und ein bisschen Jank hier und da erinnern schon daran, dass wir es mit einem AA-Titel zu tun haben. Dazu kommt etwas zu aggressives Anti-Aliasing und leider schafft das Spiel die 60 FPS auf meiner PS5 Pro nicht immer stabil zu halten.

Die Story ist okay, aber jetzt auch nichts, was mir noch lange im Kopf bleiben wird. Die Inszenierung ist allerdings erstaunlich ambitioniert und schafft es hin und wieder tatsächlich, emotionale Momente zu erzeugen.

Unterm Strich: Ein gutes, klassisches Action-Adventure, das genau weiß, was es sein will. Nicht in irgendeiner Kategorie herausragend, aber dafür angenehm fokussiert, gut gepaced und einfach eine schöne Erfahrung. Ich habe es jedenfalls sehr gerne durchgespielt.

7/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Blood Dungen (Update)
Bin hier noch auf die 100% Achievements gegangen und direkt etwas traurig, dass da jetzt ein Haken dran ist. Was das Bullet Heaven Genre angeht reiht sich Blood Dumgeon für mich neben Megabonk im S-Tier ein. Wäre nice, wenn hier DLC technisch noch was kommen würde.
 

Khorny

Moderator
Team
MXGP3

Mein, ich glaube erstes Motocross, sieht man von Excitebike ab. Hat sogar überraschend viel Spaß gemacht, da viele, interessante Strecken dabei sind und es einfach mal was Anderes für mich ist.

Richtig perfekt lief es auf dem Steam Deck zwar nie, aber ich war mit der Performance insgesamt zufrieden. Aussehen tut es ganz gut, wenn auch eher wie ein Spiel der PS4 Ära - aber wie ich schon oft schrieb, sehe ich damit bereits ein mehr als ausreichendes, grafisches Niveau erreicht.

Im Prinzip wurden meinerseits einmal MX2 und MXGP in der Karriere komplettiert, mit jeweils Meisterschaft gewonnen und somit Spiel erfolgreich durchgespielt.

Das Fahrverhalten fand ich überaus spannend, da es sich so grundlegend von beispielsweise Ride 6 zuletzt unterscheidet, welches ebenfalls Offroad-Bike Events enthält.

Trotz manchmal großen Fragezeichen, warum ich schon wieder gestürzt bin, haben Funktionen wie Rewind es ein wenig erträglicher gemacht. Blitzesaubere Rennen gab es aber zu genüge, insofern bin ich schon ganz glücklich. DLC Strecken und paar Event-Rennen warten noch auf mich, dann werde ich das Ding wahrscheinlich sogar zu 100% durch haben.

Für den Pile of Shame ist es hiermit bereits abgehakt.
 

Krule

Frührentner
Mouse: P.I. for Hire

Ich würde MOUSE PI wirklich gerne mögen. Allein die Optik ist großartig: Dieser konsequente Schwarz-Weiß-Cartoon-Stil, angelehnt an die Mickey-Mouse-Ästhetik der 30er, ist extrem eigenständig und hat zusammen mit der hervorragenden Musik schon ordentlich Charme.

Leider kollidiert genau diese ästhetische Entscheidung für mich an mehreren Stellen mit dem eigentlichen Gameplay, insbesondere mit der Lesbarkeit. Vor allem beim Gunplay fehlt mir schlicht das Feedback. Wenn ich auf einen Gegner schieße, fühlt sich der Treffer einfach nicht besonders wuchtig an. Die Gegner zucken teilweise nur kurz und fallen anschließend immer auf dieselbe, gezeichnete, recht langsame Art um. Der genaue Moment ihres Ablebens ist daher schwer wahrzunehmen. Das klingt nach einem kleinen Detail, hat mich aber tatsächlich massiv gestört: Ich musste bei manchen Gegnertypen irgendwann auswendig lernen, wie viele Schüsse sie brauchen, weil ich sonst nie sicher auf einen Blick ablesen konnte, ob sie jetzt wirklich tot sind. Also habe ich meine Schüsse abgezählt, um keine Munition verschwenden: 1, 2, 3 - okay, nächster Gegner. So etwas hatte ich tatsächlich noch nie. :ugly:

Dadurch leidet für mich das gesamte Gunplay. Dazu kommt, dass auch die Angriffe der Gegner und Bosse teilweise nicht sauber genug telegraphiert werden. Mehrmals wusste ich schlicht nicht, welcher Angriff mich gerade getroffen hat oder woher irgendwelche Effekte wie Gift oder Feuer überhaupt kamen. Gerade in einem Shooter ist das natürlich problematisch, weil gutes visuelles Feedback eigentlich die Grundlage dafür ist, auf Angriffe zu reagieren.

Auch das Encounterdesign selbst ist sehr retro - und zwar teilweise im positiven, teilweise im negativen Sinne. Die KI wirkt tatsächlich wie aus den 90ern. Gegner verhalten sich sehr eindimensional, wodurch unterschiedliche Gegnerzusammenstellungen am Ende oft gar keine so unterschiedlichen Situationen erzeugen. Meistens hat man ein paar Nahkämpfer, die auf einen zustürmen, dazu Schildträger und einige Fernkämpfer.
Die Kämpfe laufen deshalb bei mir auch sehr häufig nach demselben Muster ab: rückwärts laufen, Distanz halten und dabei mit der stärksten Waffe auf die Gegner schießen. Das gibt es natürlich auch in anderen Shootern, aber MOUSE PI setzt für meinen Geschmack zu stark darauf. Dazu kommen die klassischen Kampfarenen mit mehreren Gegnerwellen, bei denen Gegner teilweise einfach aus Türen auftauchen, die gleichzeitig als Levelbegrenzung dienen. Dadurch kann man Situationen schlecht antizipieren und wird relativ häufig plötzlich von hinten oder von der Seite angegriffen.

Als Boomer-Shooter funktioniert das für mich deshalb nur bedingt. Ich weiß auch, dass ein Teil dieser Limitationen ganz bewusst zum Retro-Charme gehören. Das kann ich nachvollziehen - mich stört es trotzdem. Vielleicht ist es also tatsächlich einfach das Genre, das mir nicht mehr liegt.

Und trotzdem hat MOUSE PI einige Dinge, die mir wirklich gefallen haben. Das Leveldesign finde ich überraschend gut, gerade die Erkundung hat mir Spaß gemacht. Im späteren Spielverlauf kommen außerdem einige interessante neue Fähigkeiten und Movement-Optionen hinzu, wodurch das Spiel zunehmend vertikaler wird und sogar etwas Platforming bekommt. Das wertet das Gameplay für mich spürbar auf. Auch die Detektivarbeit ist zumindest ganz nett.

Dazu kommt eine erstaunlich große Waffenvielfalt. Wirklich relevant wird die allerdings nur bedingt, weil es eigentlich kaum Munitionsknappheit gibt, wodurch ich fast immer mit meiner Lieblingswaffe herumgelaufen bin. Ich hätte mir hier etwas mehr Druck gewünscht, damit die Waffen tatsächlich unterschiedliche taktische Rollen bekommen.

Das Spiel ist insgesamt außerdem eher zu leicht. Es gibt viel zu viele Heilitems, das Schlösserknacken-Minispiel ist lächerlich einfach. Man kann darüber hinaus jeder Zeit per Knopfdruck den Weg zum nächsten Missionsziel angezeigt bekommen (Die Wolverine-Diskussion lässt grüßen).
An die simplen, eindimensionalen Kämpfe habe ich mich im späteren Verlauf aber tatsächlich ein bisschen gewöhnt, das Abzählen meiner Schüsse irgednwann eingestellt - und irgendwann hatte ich auch eine Waffe gefunden, mit der mir die Kämpfe zumindest ein wenig Spaß gemacht haben.

Auch die Dialoge und die Inszenierung sind nicht schlecht. Es gibt ziemlich viel Gequatsche, das hervorragend vertont und vermutlich auch gut geschrieben ist. Mich persönlich hat davon allerdings nur relativ wenig interessiert. Das ist dann wieder so eine Geschmackssache.

Leider hatte ich darüber hinaus einige Bugs: Teilweise liefen Quests nicht weiter oder bestimmte Fotos, die man aufnehmen musste, haben nicht korrekt getriggert. Das Problem dabei war insbesondere, dass ich zunächst gar nicht wusste, dass überhaupt ein Fehler vorlag und deshalb erst einmal dachte, ich hätte irgendetwas übersehen.

Das klingt jetzt alles extrem negativ - und trotzdem bin ich im späteren Spielverlauf durchaus noch reingekommen und habe das Spiel am Ende sogar in einem Rutsch durchgespielt. Ganz so furchtbar, wie ich es im anderen Thread nach ein paar Stunden bezeichnet hatte, war es also definitiv nicht. Ich denke, Fans dieser Art von Boomer-Shooter werden mit MOUSE PI wahrscheinlich deutlich mehr anfangen können als ich. Ich habe das Genre schon sehr lange nicht mehr gespielt und nehme aus meiner Erfahrung mit dem Spiel vor allem mit, dass diese Art von Shooter einfach nicht mehr wirklich mein Ding ist.

Und das tut mir bei einem so charmanten Indie-Spiel fast ein bisschen leid. Denn ich sehe durchaus, was andere daran mögen können: großartige Musik, eine wirklich einzigartige Ästhetik, gutes Leveldesign, viel Waffen- und später auch Movement-Vielfalt. Ich persönlich kann es trotzdem nicht so sehr wertschätzen, wie ich es eigentlich gerne würde.

5 bis 6/10
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Sniper Elite: Resistance

Hackfresse Harry Hawker kämpft an Stelle des bewährten Karl Fairburne in der Normandie und anderen Teilen Frankreichs im Zweiten Weltkrieg als Scharfschütze hinter der Front, um den reibungslosen Ablauf des D-Day zu gewährleisten und den Bau der "Kleine Blume"-Superwaffe der Nazis zu verhindern.
Entschuldigt die Wortwahl, aber Figuren und Gesichter kann Rebellion auch im letzten "Sniper Elite" von 2025 noch nicht zeitgemäß darstellen. Der Wechsel auf eine neue Grafikengine wäre längst angebracht, denn auch die vielen kleinen bekannten Clipping-Fehler fallen irgendwann zu sehr auf, die stets die Reihe begleiteten.

Immerhin hat es gereicht, um die neun Missionen im Rahmen des monatlichen Playstation-Plus Gratis-Programms in ca. 20 Stunden mit meiner Freundin im Koop nochmal durchzuspielen. Wobei die letze Mission eigentlich nur aus einem einzigen "Finalen Rettungsschuss" besteht.
Tipp: Obwohl der 3rd Person Shooter eigentlich für seine spektakulären Killcams berüchtigt ist, sollte man gerade diese brutalen Szenen in den Optionen abstellen, da das Spiel im Koop nicht pausiert und dem Mitspieler die Übersicht im laufenden Spielgeschehen vereiteln würde. Alleine in der Kampagne spielt das natürlich keine Rolle und das Spiel pausiert in den Szenen.

Wer die Reihe bisher noch nicht kannte: Obwohl Sniper Elite als Shooter im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, wird das Spiel eher wie ein Hitman als Call of Duty gespielt. Spieler die leise sind, heimlich schleichen und Alarme deaktivieren, heimtückisch morden und die Leichen in Kisten verstecken, bekommen mehr Erfahrungspunkte und haben leichteres Spiel als Freizeit-Rambos. Da auch nur die Maschinenpistole von den drei mitführbaren Waffen für den offenen Kampf etwas taugt, sollte man sich zweimal überlegen, ob man nicht lieber einen Schalldämpfer auf sein Gewehr oder seine Pistole schraubt, sobald sich die Gelegenheit an einer Werkbank dafür bitet.
Das Spiel macht mit offensiver Spielweise auch ehrlich gesagt überhaupt keinen Spaß. Ungeduldige Spieler sollten sich lieber in anderen Spielen austoben. Hier muss oft nur abgewartet und beobachtet werden, um im richtigen Moment lautlos zuzuschlagen. Deshalb kann man auch jederzeit frei speichern, um eine Situation nochmal zu versuchen, falls man sie vermasselt hat oder entdeckt wurde.

Dieses Vorgehen macht die Reihe auch so einzigartig und erfolgreich. Wobei sich der (inoffiziell) sechste Teil der Reihe eher wie ein großer DLC zu Teil 5 von 2022 anfühlt, wo man nur den Protagonisten ausgetauscht hat. Die neuen Gebiete kommen einem größtenteils sehr ähnlich vor, wie aus früheren Teilen. Das Staudamm-Level aus der Einführung kommt später sogar noch einmal vor, allerdings mit anderer Vorgehensweise und nachdem der Damm von Bombern zerstört wurde. Es schmeckt trotzdem nach Recycling.
Ansonsten sind die detailliert und hübsch gestalteten Level recht abwechslungsreich und weitläufig. Es gibt den genannten Staudamm, ein großes Dorf mit einem Fort, ein gut bewachtes Herrenhaus mit einem unterirdischen Bunker oder eine weitläufige Bahnanlage bei Nacht und andere spannende Locations.
Für jede Map benötigt man ca. 1-2 Stunden Spielzeit, so dass sich eine Spielweise in mehreren Häppchen nach Feierabend anbietet.

Drei weitere Missionen und damit etwa 6 Stunden Spielzeit mehr, bekommt man mit dem Seasons-Pass, den man extra bezahlen muss. Oder man sammelt mühsam Propaganda-Plakate der Resistance für kurze Bonusmissionen mit Zeitlimit, ohne dafür Geld zu bezahlen.
Natürlich gibt es auch wieder die beliebten Adler als Sammelbobjekte zu finden und abzuschiessen, sowie drei versteckte Werkbänke in jedem Level freizuschalten, um seine Waffen zu verbessern.

Hoffen wir mal, dass Rebellion nach "Atomfall" und 2027 dann "Alien Deathstorm" wieder ein neues Sniper Elite herausbringt. Dann aber bitte nicht wieder mit der angestaubten Asura-Engine. Hier würde ich sogar die oft kritisierte Unreal Engine 5 bevorzugen. Und dann bitte wieder mit Protagonist Karl Fairburne. Der sieht zwar auch nicht wie George Clooney aus, aber immer noch besser als Hackfresse Harry Hawker.

8/10
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Wolverine

James "Logan" Howlett hat eine komplizierte Vergangenheit. Als echter Mutant besitzt er nicht nur die Eigenschaft unsterblich zu sein, sondern in ihm schlummert eine Wolfsgestalt, die ihn befähigt, gefährliche Adamantiumklingen aus seinen Fäusten sprießen zu lassen, mit denen er so ziemlich alles aufschlitzen kann, was sich ihm in den Weg stellt.

Darum geht es auch in dem rund 16-stündigen Abenteuer voller brutaler Marvel-Action, für das ich allerdings auf der dritten von fünf Stufen etwas über 20 Stunden gebraucht habe. Denn es gibt in den Schlauch-artigen Levels einiges zu entdecken, was Logan alias Wolverine stärker macht.

Das braucht man auch für die anfangs geschmeidigen Kämpfe, denn später im Spielverlauft werden die Fights zunehmend anspruchsvoller, da verschiedene Gegner, denen man zu Beginn nur einzeln begegnete, nun in Gruppen gemischt angreifen.

Die Story ist etwas unstrukturiert aufgebaut. Logan schließt sich wieder den X-Men an um Mutanten zu retten. Das bringt ihn sofort in problematische Situationen. Kämpft man anfangs noch gegen Bösewicht Bolivar Trask, einen skrupelloser Mutantenjäger, geht es später um eine andere Person und eine viel größere Bedrohung für die Mutanten. Dazu kommt "Die Hand", eine kriminelle Organisation und ein japanischer Ninja-Klan, die versucht ihre ursprüngliche Macht zurückzugewinnen. Sie ist bekannt aus den Comics und spielt hier eine unklare Rolle, da man auf sie gut hätte verzichten können. Dennoch kämpft Wolverine das gesamte zweite Spieldrittel gegen diese Schergen. Was davor und danach geschiet ist immer recht vorhersehbar. Man muss kein Marvel-Experte sein, um Eins und Eins zusammenzuzählen und zu erfahren was als nächstes passiert.

Die Charaktere sind dennoch allesamt sehr tiefgründig für ein Videospiel und sehen dazu noch unverschämt gut aus. Auch durch die schlauchige Levelstruktur ist Wolverine an jeder Straßenecke, im verschneiten Wald und in der finstersten Ninja-Höhle ein Fest für die Augen. Hier wird alles aus der PS5 herausgeholt, was geht.

Grafik gut, alles gut? Im Vorfeld wurde das Spiel in einigen Punkten kritisiert. Die Wegfindung wäre zu einfach, es gäbe keine offene Spielwelt und die Kämpfe wären zu gleichförmig. Ich kann die Kritik aber in keiner Weise teilen, denn das Spiel ist sehr modern und wahrscheinlich sogar seiner Zeit voraus. Denn es beweist, dass eine Open World vielleicht für ein GTA etwas taugt, aber nicht für Wolverine. Hat man sich bei der Wegfindung bei Dead Space beschwert? Ich kann mich nicht erinnern. War das Kampfsystem von God of War auf der PS2 zu eintönig? Eigentlich nicht. Wolverine verschmelzt die besten Eigenschaften von Oldschool-Elementen wie Quick-Time-Events mit modernen Action-Sequenzen á la Spider-Man oder Uncharted und feiert eine Blutrausch-Fiesta nach der anderen ab, mit einem rasanten Kampfsytem-Mix aus Arkham Asylum, Infamous, Ghost of Tsushima, Ninja Gaiden 4 und Bayonetta.

Im Prinzip baut Logan Wut in drei Stufen im Kampf auf, die ihn immer stärker macht. Dazu kann er bis zu vier (von sechs) Spezial-Attacken gleichzeitig nutzen, die eine kurze Abklingzeit benötigen. Mit Dodge & Parry hällt man sich Gegner vom Leib und springt mit der Dreieck-Taste direkt zum nächsten Gegner, um ihn zu vermöbeln.
Es gibt eine automatische Lock-On-Funktion, die einem zum nächsten Gegner leitet. Das klappt ausgesprochen gut und ist mitverantwortlich für die unglaubliche Dynamik in den Kämpfen. Zu guter Letzt gibt es noch die Helix-Klauen, die Gegner mit einer starken Druckwelle zurückstoßen.

Man kann in manchen Abschnitten zwar auch schleichen, aber das gibt ähnlich viele XP wie der offene Kampf und taugt eher wenig als Bereicherung bei diesem Feuerwerk an Action.

Wolverine ist ein Hack & Slay mit allen Stärken und Schwächen. Gegnerwellen wollen manchmal nicht enden, aber andererseits möchte man auch gar nicht, dass es endet. Denn die Kämpfe sind unglaublich dynamisch und schon nach kurzer Zeit gerät man in einen Flow, der sich nicht stoppen lässt und das Spiel eine extrem starke Sogwirkung entfaltet, bei der man Raum und Zeit vergisst.
Werden die Kämpfe doch mal etwas zu langatmig, geht es sogleich mit einer blitzschnellen Motorrad-Passage weiter. Man kann dort kaum etwas falsch machen. In erster Linie ist es ein inszenatorischer Kniff, den Spieler erneut unter Hochspannung zu versetzen. Und das funktioniert ausgezeichnet.

Es gibt aber auch genügend Zeit zum ausruhen. Ähnlich wie Drake aus Uncharted, darf sich auch Logan mal eine Ruhepause gönnen, ein Areal in aller Ruhe erforschen oder einfach nur Zeit mit seiner Liebe Jean Grey verbringen und mit ihr eine Flasche Whisky teilen.
Diese Momente kann man lieben, muss man aber genau so wenig wie das erzwungene Gehen (forced walking) an manchen Stellen, wo das Spiel offensichtlich Ladezeiten kaschiert.
In manchen stillen Abschnitten der schlauchigen Levels kann man Albtraum-Türen entdecken. Das sind optionale Herausforderungen, die in jedem Level zu finden sind. Dort gibt es unterschiedliche Kampf- oder Parkour-Herausforderungen, in denen Medaillen locken und eine ganz besondere Szene für das Spielende freischalten.
Dazu kommen die erwähnten Sammelobjekte, die man zum Ausbau der Fähigkeiten braucht und auch relativ frei anpassbar für den individuellen Spielstil sind. Oder man schaltet eine größere Anzahl Outfits für Wolverine frei, wie man es von Spider-Man kennt.
Die Sammelobjekte sind überschaubar und dennoch zu verpassen, auch wenn einem Wolverines Sinne meistens den Weg dahin zeigen. Rennt man einfach nur durch die wunderschönen Umgebungen und verpasst ein Objekt, kann man aber später wieder in den Level zurückkehren. Entweder als einzelnes von 29 Kapiteln oder man wählt nach dem durchspielen ein New Game Plus, bei dem man mit allen erlernten Fähigkeiten ein neues Spiel beginnen kann.

Zu erwähnen wären noch die umfangreichen Barrierefreiheits-Optionen, die einem sogar ermöglichen, die Zeit zu verlangsamen, so dass jede Attacke in einem großzügigen Zeitfenster pariert werden kann. Außerdem kann man auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad "Der Mann" nicht sterben. Das Ende der Geschichte sollte also jeder sehen können. Man braucht keine Superkräfte oder katzenartige Reflexe dafür.
Auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist Wolverine aber eine echte Herausforderung. Es gibt knackige Bosse, die nur wenige Fehler verzeihen. Es sollte also für jeden etwas dabei sein. Sogar das Blut kann reduziert werden und das empfehle ich für empfindliche Naturen, denn bei Wolverine geht es mehr als derbe zur Sache. Es ist krass blutig!

9/10
 
Oben