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Krule

Frührentner
Ghost of Yōtei
Nach ~50h läuft der Abspann. Sucker Punch ist es gelungen erneut ein atmosphärisches Samurai-Abenteuer abzuliefern, das vor allem durch sein überragendes Artdesign und ein stimmungsvolles Setting glänzt. Schon nach wenigen Minuten ist man tief in die mystische Welt rund um den ikonischen Berg Yotei gezogen, deren beeindruckende Landschaften in einem Meer aus Blumen eine ausdrucksstarke Bühne für die Geschichte bieten.

Auch die Figuren können sich sehen lassen: Interessante Charaktere begleiten den Weg der Protagonistin, und ihre Beziehungen sorgen für emotionale Momente wie auch glaubwürdige Konflikte.
Die Progression ist motivierend – man freut sich spürbar über jede neue Fähigkeit und jeden weiteren Ausrüstungsgegenstand, den man durch das Erkunden der Welt gewinnt.

Positiv hervorzuheben ist für mich auch das Kampfsystem, was sich im Vergleich zum Vorgänger nochmal leicht weiterentwickelt hat. Mit seinem taktischen Stein-Schere-Papier-Prinzip und einer Vielzahl unterschiedlicher Waffen überzeugt es spielerisch wie stilistisch. Besonders in Duellen gegen einzelne Samurai zeigt das Spiel seine Stärken. Hier wird es fordernd und intensiv. Gleichzeitig wirkt es aber zuweilen etwas unglaubwürdig, wenn man allein eine ganze Burg stürmt und dabei Dutzende Gegner ausschaltet – auch wenn es natürlich spektakulär aussieht.

Im Mittelteil ging dem Abenteuer leider etwas die Puste aus - das ist mir allerdings auch im Vorgänger schon so passiert. Einige typische Open-World-Mechaniken sorgen dafür, dass sich das Tempo abflacht und gewisse Ermüdungserscheinungen einsetzen. Fairerweise muss ich anmerken: Das liegt vor allem an mir. Ich bin schlicht nicht der größte Freund von westlichen Open Worlds – ich wollte das Spiel unbedingt wegen seines großartigen Settings erleben und wusste worauf ich mich einlasse (außerdem machen es die beiden Ghost-Of-Spiele mMn innerhalb ihres Genres von den Titeln, die ich gespielt habe, noch fast am besten) – nun darüber zu meckern, dass das Spiel eben dem Open World Genre zuzuordnen ist...ist ein bisschen so, als würde man sich ein Super Mario-Spiel kaufen und sich dann darüber beklagen, dass man so viel springen muss. ^^

Unterm Strich ist Ghost of Yotei ein sehr schönes Spiel, das sich mühelos mit seinem Vorgänger messen kann – auch weil es ihm in vielen Punkten stark ähnelt. Es hat mich gut unterhalten, und ich habe es gerne bis zum Ende durchgespielt. 7.5 /10
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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In einer konzentrierten Koop-Aktion dieser Abende irgendwann mal

Hitman (WoA)

Das heißt, Staffel 1 der 'World of Assassination' abgeschlossen, die ja, wie nun wirklich jeder weiß, alle drei (bisher) erschienenen Spiele beinhaltet.
Nein, ich verarsch euch nur: Das ganze Monetarisierungsmodell von Hitman ist ein komplett kaputter Haufen, und mittlerweile darf man sich fast glücklich schätzen, dass Squenix einem die Qual der Wahl erleichtert, indem es praktisch nur noch WoA und dessen Deluxe Edition anbietet. Ich erspare euch und mir an der Stelle mal weitere Einlassungen ...

Jedenfalls: Es war sehr spaßig. Besonders die Marrakesch-Mission behalte ich in guter Erinnerung. Ob nun genug Atem vorhanden ist, alle Missionen 'leerzuspielen' aka alle Challenges abzufrühstücken ... wahrscheinlich nicht, denn oft ähnelt die Erfahrung stark der anderen, und in manchen Missionen gibt es nur eine oder zwei 'Gelegenheiten', sein Ziel um die Ecke zu bringen.

Wobei es sich um eine Altlast der Hitman-Games handelt, die sie wohl nie komplett loswerden werden: Elendig viel Trial-n-Error, selbst wenn man weiß was wie wo zu tun ist. Diesem Problem versucht man durch die Gelegenheiten zu begegnen, die wie kleine Quests innerhalb des Missionsgebiets fungieren.
Aber so ganz klappt das halt auch nicht, und ehrlich gesagt: Hitman wäre nicht Hitman, wenn es einen 'Flow' gäbe, und zeigt nebenher bemerkt auf, wie kompliziert eine ernsthafte Simulation der Realität schon auf kleinem Raum ist bzw. wie viele spielerische Hürden sich ergeben, wenn man auf konsequenten Realismus setzt.

Immerhin: Es lässt sich jederzeit speichern, wobei ich vielleicht sogar im Sinne des Roleplaying besser gefunden hätte, wenn es wie in den alten Spielen eine limitierte Zahl an Saves pro Mission gäbe, weil dann weniger Fallnetz vorhanden ist und die Spannung - jedenfalls theoretisch - steigt.
Aber praktisch verbläst man doch nur unnötig Spielzeit bei Wiederholung schon getaner Dinge, weil irgendwas wieder mal nicht geklappt hat wie es sollte.

Weiter geht's mit Staffel 2, die ich tatsächlich nie komplett beendet hatte, sondern in der letzten, ziemlich ätzenden Mission liegengelassen.
 

ChiefMayhemSoap

Aushilfe der Essenausgabe
Flintlock
The Siege of Dawn

Hat mir Spaß gemacht. Hat Souls Anleihen, ist aber sehr zugänglich und eigentlich auch relativ einfach. Schön fand ich insbesondere die Bewegungsmöglichkeiten. Dash, Doppelsprung... Nicht so behäbig wie manch andere Souls und Soulslikes.
 

Khorny

Moderator
Team
The Hundred Line -Last Defence Academy-

Meine Erwartungen konnte The Hundred Line nicht nur erfüllen, sondern sogar deutlich übertreffen. Generell, ein sehr schönes Spiel von den Danganronpa-Machern, wahrscheinlich sogar das Beste was diese seit Langem gemacht haben. Dabei wirkt allein die Aufmachung schon sehr poliert, selbst auf der alten Switch. Klar, es ist im Kern ein Visual Novel mit JRPG und Taktik Mix, was soll da schon schiefgehen?

Die Story konnte mich soweit gerade gegen Ende doch ziemlich fesseln, über weite Strecken lief das bis dahin auch interessant, mit diversen Auf und Abs - 100 Tage sind eben 100 Tage. Glücklicherweise fühlte sich das ganze nie so gestreckt an wie z.B. ein Persona, daher ist es in Sachen Spielzeit auch nur grob die Hälfte eines klassischen Personas geworden.

Von den unzähligen Enden habe ich bisher natürlich nur das Default Ending des ersten Durchgangs gesehen, ein weiterer Playtrought steht hier also noch aus - ich würde das vielleicht sogar mit "NieR" vergleichen, wodurch ein Weiterspielen langfristig sogar Pflicht sein dürfte. Dafür habe ich vermutlich aber derzeit einfach zu viel Backlog - Interesse und Neugier hin oder her.

Die taktischen Kämpfe waren soweit ziemlich gut, die Dramaturgie passt ebenso. Bei der Musik wurde einiges aus Danganronpa wiederverwertet, aber damit will ich nicht zu hart ins Gericht gehen, nachdem dieses Studio zeitweise um sein Weiterbestehen bangen musste. Entsprechend gibt es auch keine komplette Vertonung, was ich sehr schade finde, denn die Dialoge wirken gesprochen meist noch viel besser.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Egal ob Story, Kämpfe oder auch die Erkundungen in Form eines Brettspiel-Dungeon-Crawlers - alles greift hier sehr sinnvoll ineinander. Abgedrehter Humor und Blut gibt es natürlich auch wieder in Masse - also wer hier einen "Feel Good" Schul-Ausflug erwartet, lässt dieses Spiel besser wo es ist. Der Kauf dieses Spiels hat sich für mich allerdings mehr als ausgezahlt. Selbst für Anime Kram sticht The Hundred Line ziemlich aus der Masse heraus. Für mich auch ohne Frage mein persönliches Spiel des Jahres 2025.
 

baum2k

Kaffeefahrtpendler
The Last of Us Part 1

Ich….ich….ich weiß gar nicht was ich sagen soll….was ist denn Joel für ein kranker Motherfucker? 😱 Also das war das Aufregenste was ich seit langem gezockt hab. Vor allem kann ich Joel irgendwie verstehen….irgendwie aber auch nicht…ich bin hin- und hergerissen! Ich hätte aber wahrsch. genauso gehandelt wie er, auf Grund seiner Vergangenheit. Nach diesem Ende will ich UNBEDINGT wissen wies im 2. Teil weitergeht!

Aber erstmal noch Left behind spielen das DLC um Ellie. Aber Part 2 ist schon installiert worden über nacht. Kann also jederzeit losgehen 🥰

12/10!!!
 
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