Eirulan
Frührentner
Resident Evil 3 Remake
Kennt ihr das vllt. auch..? Bei manchen Titeln stört einen eine singuläre Sache *so* stark, dass es einem das ganze Spiel vermiest, obwohl das Spiel objektiv betrachtet sicher sehr gut ist und es eigentlich voll in’s eigene Beuteschema passen müsste. Mir geht’s bspw. mit Resident Evil 4 so mit der allgemeinen Tonalität. Dieser bisweilen alberne Unterton und das zusammengestückelte Setting stoßen mich so sehr ab, dass ich bisher nicht mal ansatzweise Lust hatte, mir das RE4 Remake überhaupt anzuschauen…
Beim Resident Evil 3 Remake ist es nun genau andersrum bei mir – hier gibt es objektiv nun weiß Gott mehr als genug zu mäkeln, dennoch ist es in anderen Punkten für mich *so* stark, dass die meisten dieser vordergründig berechtigten Kritikpunkte für mich keinerlei oder nur eine geringe Relevanz haben.
Man könnte jetzt also zurecht zum Schluss kommen, dass das Resident Evil 3 Remake für sich selbst genommen zwar ein solides Spiel geworden ist, es im Vergleich sowohl zum Original als auch zum Vorgänger Resident Evil 2 Remake aber zu viele Abstriche macht, um als „würdiges“ Remake zu gelten und es dabei bewenden lassen. Fair enough!
Aber jetzt komme ich mit meiner subjektive Brille. Und die sagt mir, dass ich das Spiel in zwei Bereichen *so* bockstark finde und dort sogar als „Peak-RE“ klassifizieren würde, und das sind zum einen Setting, Atmospäre und Tempo und zum anderen die Darstellung und Charakterisierung von Jill.
Das Remake setzt auf ein extrem hohes Tempo und eine dichte, kinoreife Inszenierung, die ein Gefühl ständiger Flucht vermittelt. Kaum ein anderes Spiel dieser Reihe setzt mich so unter Hochspannung, bei kaum einem anderen Spiel der Reihe geht mir salopp gesagt so die Pumpe
Dann wäre da diese ganze Wucht und Intensität. Die Kämpfe fühlen sich einfach wuchtig und befriedigend an und jede Konfrontation ist – gerade auch auf höheren Schwierigkeitsgraden – intensiv und gefährlich. Adrenalin pur 
Wahnsinnig gut gefällt mir in dem Zusammenhang halt auch, wie geil sie Raccoon City abgebildet haben. Hier steht man wie in kaum einem anderen Titel der Reihe mittendrin in der Zombie-Apokalypse. Die zerstörten Straßen, brennenden Autos und verwahrlosten Gassen… zusammen mit dieser Lichtstimmung, die das von Neonlichtern durchzogene Raccoon City bei Nacht zaubert – sensationell!!
Ja, und dann wäre da noch der für mich wichtigste Punkt überhaupt und das ist Jill als Charakter. Resident Evil... das sind, waren und bleiben für mich zu einem Großteil immer die ikonischen Charaktere. Ohne diese hätte ich arge Schwierigkeiten, der Reihe weiter treu zu bleiben. Ich weiss, dass ein Leon für die meisten wohl der beliebteste Charakter ist, für mich war aber schon immer Jill Valentine das "Face of the Franchise" (und es wäre mMn allerhöchste Zeit, ihr auch mal wieder einen neuen Titel als Maincharacter zu gönnen…).
Ich mag das sehr, wie man sie hier deutlich mehr ausarbeitet, ihr Profil und Charakter gibt. Sie wird deutlich selbstbewusster und mutiger gezeichnet als zuvor. Manche empfanden diese neue Frechheit ja als unpassend, ich mag „sassy Jill“ aber sehr
Wie sie Nemesis als "Stein in ihrem Schuh" behandelt, ihn teilweise anschreit anstatt davonzulaufen, knallhart, topfit, für mich (im Serienkontext) alles sehr glaubwürdig und befriedigend. Das neue Gesicht von Sasha Zotova ist sicherlich Geschmackssache, ich mag’s, passt gut zu ihr. Auch die Charakter-Dynamik zwischen ihr und Carlos mochte ich sehr.
Und dann wäre da zu guter Letzt natürlich noch dieses Bild am Ende…
Allein die Kraft dieses Bildes, das ist ein visuell so starker Kontrast zwischen dieser kleinen Frau und dieser überdimensionalen Waffe… das ist für mich eines der ikonischsten und befriedigendsten Bilder der gesamten Resident Evil-Reihe
Der ultimative "Payoff" im Bosskampf – selten hat ein simpler Klick auf R2 für ein intensiveres Gefühl der Genugtuung gesorgt. Gleichzeitig hebt diese Szene Jill als Action-Heldin ein ganzes Stück in die Höhe und unterstreicht ihren Status als eine der ikonischsten Heldinnen der Videospielgeschichte. Ich mag‘ sowas einfach … 
Kennt ihr das vllt. auch..? Bei manchen Titeln stört einen eine singuläre Sache *so* stark, dass es einem das ganze Spiel vermiest, obwohl das Spiel objektiv betrachtet sicher sehr gut ist und es eigentlich voll in’s eigene Beuteschema passen müsste. Mir geht’s bspw. mit Resident Evil 4 so mit der allgemeinen Tonalität. Dieser bisweilen alberne Unterton und das zusammengestückelte Setting stoßen mich so sehr ab, dass ich bisher nicht mal ansatzweise Lust hatte, mir das RE4 Remake überhaupt anzuschauen…
Beim Resident Evil 3 Remake ist es nun genau andersrum bei mir – hier gibt es objektiv nun weiß Gott mehr als genug zu mäkeln, dennoch ist es in anderen Punkten für mich *so* stark, dass die meisten dieser vordergründig berechtigten Kritikpunkte für mich keinerlei oder nur eine geringe Relevanz haben.
- Ja, die fehlenden Inhalte und Kürzungen stören mich auch. Mehrere ikonische und wichtige Schauplätze aus dem Original fehlen komplett, darunter der Clock Tower und der Park.
- Ja, das Spiel ist insgesamt deutlich kürzer und linearer als das Original, und eine Wiederspielbarkeit ist im Gegensatz zum Resident Evil 2 Remake kaum gegeben.
- Ja, Nemesis hat man zu einem gewissen Grad entwertet. Nemesis' Auftritte sind hier stark geskriptet und auf bestimmte Action-Sequenzen und Bosskämpfe reduziert.
- Ja, der ständige Druck und das Gefühl, gejagt zu werden, wie sie es im Resident Evil 2 Remake mit Mr. X gut hinbekommen haben, kommt bei Nemesis oft zu kurz.
- Ja, die Survival-Horror-Elemente des Originals wurden stark vernachlässigt und das Spiel tendiert viel stärker als noch Resident Evil 2 Remake in Richtung Action und Set-Pieces.
- Ja, das im Original vorhandene "Live Selection"-System hat man ersatzlos rausgestrichen (wobei das auch dort schon mehr Schein als Sein war imho…)
- Ja, es gibt deutlich weniger Rätsel und diese sind auch noch kinderleicht gehalten.
Man könnte jetzt also zurecht zum Schluss kommen, dass das Resident Evil 3 Remake für sich selbst genommen zwar ein solides Spiel geworden ist, es im Vergleich sowohl zum Original als auch zum Vorgänger Resident Evil 2 Remake aber zu viele Abstriche macht, um als „würdiges“ Remake zu gelten und es dabei bewenden lassen. Fair enough!
Aber jetzt komme ich mit meiner subjektive Brille. Und die sagt mir, dass ich das Spiel in zwei Bereichen *so* bockstark finde und dort sogar als „Peak-RE“ klassifizieren würde, und das sind zum einen Setting, Atmospäre und Tempo und zum anderen die Darstellung und Charakterisierung von Jill.
Das Remake setzt auf ein extrem hohes Tempo und eine dichte, kinoreife Inszenierung, die ein Gefühl ständiger Flucht vermittelt. Kaum ein anderes Spiel dieser Reihe setzt mich so unter Hochspannung, bei kaum einem anderen Spiel der Reihe geht mir salopp gesagt so die Pumpe
Wahnsinnig gut gefällt mir in dem Zusammenhang halt auch, wie geil sie Raccoon City abgebildet haben. Hier steht man wie in kaum einem anderen Titel der Reihe mittendrin in der Zombie-Apokalypse. Die zerstörten Straßen, brennenden Autos und verwahrlosten Gassen… zusammen mit dieser Lichtstimmung, die das von Neonlichtern durchzogene Raccoon City bei Nacht zaubert – sensationell!!
Ja, und dann wäre da noch der für mich wichtigste Punkt überhaupt und das ist Jill als Charakter. Resident Evil... das sind, waren und bleiben für mich zu einem Großteil immer die ikonischen Charaktere. Ohne diese hätte ich arge Schwierigkeiten, der Reihe weiter treu zu bleiben. Ich weiss, dass ein Leon für die meisten wohl der beliebteste Charakter ist, für mich war aber schon immer Jill Valentine das "Face of the Franchise" (und es wäre mMn allerhöchste Zeit, ihr auch mal wieder einen neuen Titel als Maincharacter zu gönnen…).
Ich mag das sehr, wie man sie hier deutlich mehr ausarbeitet, ihr Profil und Charakter gibt. Sie wird deutlich selbstbewusster und mutiger gezeichnet als zuvor. Manche empfanden diese neue Frechheit ja als unpassend, ich mag „sassy Jill“ aber sehr
Und dann wäre da zu guter Letzt natürlich noch dieses Bild am Ende…
Jill mit dieser Railgun
Allein die Kraft dieses Bildes, das ist ein visuell so starker Kontrast zwischen dieser kleinen Frau und dieser überdimensionalen Waffe… das ist für mich eines der ikonischsten und befriedigendsten Bilder der gesamten Resident Evil-Reihe
