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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Kratonator

Frührentner
Red Dead Redemption auf PS4. Finde das Game hat zu damals nichts von seiner Faszination verloren, das macht Spaß wie eh und je. Einziger Genre-Titel der das je hat toppen können? ...klar, der 2er. 😁 Wie gesagt, auch heute noch sehr empfehlenswert das Ganze!
:2thumbsup:
 

Khorny

Moderator
Team
Trails trough Daybreak

Wie schon bei den vorherigen Trails macht sich leider wieder starke Abnutzung breit. Die Formel funktioniert (für mich) zunehmend nicht mehr, das Spiel selbst fand ich leider auch in seiner Länge komplett überladen, sogar unabhängig von Nebenkram. Warum man diese Spiele immer weiter strecken muss erschließt sich mir nicht, zumal sich viel zu viele Quests dann nicht nur gefühlt wiederholen - c'mon, viermal irgendwelche Wettrennen? Wie billig ist das denn bitte! Für mich persönlich war dies, so hart das klingt, leider nicht der erhoffte Befreiungs-Schlag, sondern zwei große Schritte in die völlig falsche Richtung.

Dass Kampfsystem fand ich wie eh und je gut, wobei es hintenraus schon gut angezogen hat. Peak bleiben allerdings Cold Steel 4 und Reverie und zwar mit Abstand.

Ehrlich gesagt fand ich die Story auch deutlich schwächer als jene aus allen vorherigen Arks. Der Plot-Twist war nett, aber das Finale wirkte nicht nur gefühlt wie eine Wiederholung von Trails of Cold Steel 2. Im Grunde ist es die gleiche Dramaturgie nochmal - but honest opinion, das Finale von Cold Steel 2 war deutlich besser.

So bleibt am Ende eigentlich nur der Cast neben dem Soundtrack mein wirkliches Highlight. Van, bester Hauptcharakter nach Estelle - passt. Auch sonst sind tolle Charaktere dabei, oftmals erklärt das Spiel aber leider zu viel, oder versucht wirklich jede Referenz die möglich ist dann auch noch zu integrieren.

Die ganzen Cameos haben es für mich leider auch nicht besser gemacht, da einfach zu vieles regelrecht gezwungen wirkt. Wie schon bei Reverie, sehe ich einfach inzwischen zu viel Fokus auf Fan-Service bei der Reihe. Ich dachte, eine neue Story-Ark schafft Abhilfe, doch in Wahrheit hat keine vorherige Ark so heftig ihre vorherigen Spiele referenziert wie diese.

Ich weiß, das klingt alles sehr negativ und eine schlechte Zeit hatte ich mit dem Spiel definitiv nicht.

Es hat sogar stellenweise sehr viel Spaß gemacht, aber vor allem Streckung und ständige Wiederholungen müssten eigentlich nicht sein.

Ja, hey... dann wäre ein Trails eben mal wieder nach 40-50 Stunden vorbei. Na und? Man hätte diese Geschichte definitiv in deutlich weniger Zeit erzählen können.

Bis in den Nachfolger angehen werde, werden definitiv Monate ins Land ziehen. Evtl. muss ich doch einfach mal einen Cut machen. Ich persönlich finde, dieser Reihe gehen zunehmend ihre Ideen aus - ein Abschluss der Geschichte wäre dringend anzuraten!
 

Khorny

Moderator
Team
Ikaruga

Mal was für Zwischendurch.

Gespielt habe ich den Shooter jetzt schon zigfach in den letzten Wochen, heuer wollte ich aber mal wieder richtig durch und den Abspann sehen. Das hat soweit auch gut geklappt.

Für mich immer noch ein tolles Shmup-Erlebnis, einfach weil dieses Konzept mit den beiden Polen richtig zeitlos ist. Viel mehr dazu sagen möchte ich eigentlich gar nimmer. Ein Titel, der immer wieder durchgezockt wird - so also auch 2025. :)
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Ninja Gaiden 4

Mein erstes Ninja Gaiden habe ich vor über zwanzig Jahren auf der ersten Xbox durchgespielt. Danach sogar das noch schwerere Ninja Gaiden Black.
Diese Zeiten sind mit gestiegenem Alter vorbei. Besser gesagt, sowas möchte ich mir heute nicht mehr antun. Da sich aber Ninja Gaiden 4 im Game Pass befand, war ich neugierig, wie es sich so spielt und aussieht. Ein besonderer Schwierigkeitsgrad bot mir die Möglichkeit dazu.

Im "Hero"-Modus (einer Art God-Mode) kann man allerlei Einstellungen vornehmen, die das Spiel auch für Neueinsteiger, Anfänger oder alte Säcke wie mich einfach gestaltet. Man braucht sich nur zurücklehnen und schon springt und surft der neue Held Yakumo sogar von alleine, ohne dass man einen einzigen Button betätigen muss.
Auto-Guard und Auto-Dodge habe ich mir zumindest erspart, damit wenigstens etwas Spannung aufkommen sollte. Das hat auch gut funktioniert.

Yakumo gehört dem Raben-Clan an, der im Schatten des Hayabusa-Clans steht und die "Drecksarbeit" im Ninja-Untergrund erledigt. Das ermöglichte den (gemeinsamen) Entwicklern von Team Ninja und PlatinumGames die Möglichkeit einer neuen erzählerischen Entwicklung. Yakumo dient als frischer Einstiegspunkt, der die lange Hintergrundgeschichte des bisherigen Serienhelden Ryu Hayabusa nicht voraussetzte. Trotzdem kann man auch Ryu Hayabusa später im fortgeschrittenen Spielverlauf selbst spielen.

Die Story des Spiels ist aber dennoch nicht so wichtig, wie das Kampfsystem. Yakumo hat eine eigene Kampftechnik, die sogenannte "Bloodraven-Form", mit der er Blut manipulieren kann, um mächtige Waffen zu erschaffen. Dabei können normale und schwere Angriffe kombiniert werden. Gegner können durch Angriffe verstümmelt werden, was sie schwächt und eine sofortige Tötung durch eine Auslöschung ermöglicht.
Dazu gesellen sich Blocken, Ausweichen, Parieren und Kontern. Alles in einer irrsinnigen Geschwindigkeit. Profis sind auf den höheren Schwierigkeitsgraden also ähnlich gefordert wie in den alten Teilen. Das Spiel ist also grundsätzlich schwer und setzt gute Reflexe voraus.
Man kämpft sich im Spielverlauf durch eher lineare Schlauchlevel einer Cyberpunk Welt, nur unterbrochen von wenigen optionalen Pfaden zu Schatztruhen oder besonderen Ereignissen, wie z.B. dem Fegefeuer, einer Herausforderung mit Belohnungen für den Abschluss.
Das visuelle Design ist düster, brutal und atmosphärisch. Es regenet in den Außenbereichen ununterbrochen. Level in der Natur beschränken sich auf dunkle Höhlen oder felsige Klippen. Innenräume haben Industrie Design oder den Charakter eines Forschungslabors, inklusive klassischer tödlicher Laserschranken.

Die Gegnervielfalt ist gigantisch. Neben menschlichen Feinden, wie z.B. die Divine Dragon Order, bestehend aus Schwertkämpfern, Speerträgern, Scharfschützen, Raketenträgern und Elite-Einheiten, gibt es auch Dämonen. Eine neue Fraktion, die mit trügerisch charmantem oder spirituellem Aussehen täuscht, bevor sie mit heimtückischen Angriffen zuschlägt. Es gibt auch wieder unterschiedliche Monster, die sich im Design von den menschlichen Gegnern abheben. Dazu gehören etwa Zombie- und Horn-Dämonen, Schatten-Dämonen, fliegende Dämonen und andere Kreaturen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen.

Das alles bekämpft Yakumo mit seinen vier Hauptwaffen, angefangen mit seinen Zwilligskatanas. Dazu kommen nach und nach das Yatousen, ein Rapier, das sich im Blutraben-Modus in einen Bohrer verwandelt, der Bebenstab, der zu einem Hammer mutiert und das Kage-Hirugo, eine vielseitige Waffe, die im normalen Zustand aus Wurfsternen, Bomben und Tonfas besteht und sich in eine Reihe von mechanischen Armen verwandelt, die für Angriffe auf mittlere bis lange Distanzen nützlich sind. Die fünfte und finale Waffe ist das Dunkle Drachenschwert, das sich ähnlich wie das von Ryu spielt.

Natürlich kann Yakumo das alles vielseitg aufrüsten, seine Moves verstärken und gewonnene Erfahrungspunkte verteilen. Ninja Münzen werden für den Kauf von allgemeineren Kampffähigkeiten, Verbrauchsgütern und Zubehör verwendet. Sie können bei besiegten Gegnern, in Truhen und durch das Erfüllen von Missionen gefunden werden.
Waffen-EP werden ausschließlich für die Freischaltung und das Upgrade von neuen Techniken und Moves für eine bestimmte Waffe verwendet. Je mehr eine Waffe benutzt und Gegner mit ihr besiegt werden, desto mehr Waffen-EP erhält man dafür.
Nötig wird die Aufrüstung spätestens in den zahlreichen Bosskämpfen, von denen es mindestens einen in jedem der 20 unterschiedlich langen Level gibt.

Ein Markenzeichen der Reihe, Blood & Gore, kommen auch nicht zu kurz. Ständig fliegen abgetrennte Gliedmaßen durch die Gegend und literweise roter Lebenssaft spritzt gegen den Bildschirm.
Ninja Gaiden 4 besitzt keine Hintergrundmusik wie die Vorgänger und nur wenige Musikstücke in Zwischensequenzen. Die Kampfsounds sind aber brachial und ein wichtiger Teil der immersiven Erfahrung, insbesondere im Hinblick auf die Brutalität der Kämpfe.

Fazit: Hat man sich erstmal an die unglaubliche Komplexität der Kämpfe gewöhnt und den richtigen Flow mit seiner Wunschwaffe und einer individuellen Kampftaktik erreicht, kann Ninja Gaiden 4 richtig süchtig machen.
Die maue Hintergrundgeschichte ist ausreichend und auch die etwas betagt anmutende Grafik (allerdings mit tollen Effekten in den Kämpfen) kann man so mitnehmen. Gewöhnungsbedürftig sind die Parkour-Passagen, aber die kann man auch automatisch ablaufen lassen, sollte man zu oft scheitern.
Die, je nach Spielstil und Schwierigkeit, zehn bis fünfzehn Spielstunden sind spannend und voller Abwechslung, wenn auch nicht immer visueller Natur. Das Cyberpunk-Setting geht in Ordnung und ist mal etwas anderes. Ebenso der neue Held, Yakumo. Er ist erfrischend anders als Ryu Hayabusa, jung, charismatisch und in einem gewissen Rahmen sogar emotional.

Performance (Leistungsmodus) und Bugfreiheit waren auf der Xbox Xeries X übrigens phänomenal. Man merkt, dass Koei Tecmo hier Wert auf sehr hohe Qualität gelegt haben. Schließlich lässt auch die präzise und punktgenaue Steuerung keine Wünsche offen.

9/10
 

qione

Frührentner
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*Keine Spoiler*
Keeper lässt sich am besten als meditatives, narrativ künstlerisches Indie-Spiel einordnen, das klassische Genregrenzen auflöst. Das Spiel von "Double Fine" erzählt nichts mit Worten und sagt gerade dadurch so viel und lässt großen Spielraum für interessante Interpretationen.

Manche sehen darin eine Geschichte über das Ende der Zivilisation und über die Freundschaft zwischen zwei Wesen, die sich ohne Worte und nur durch Vertrauen finden und verstehen. Andere wiederum erkennen darin ein Sinnbild der Wiedergeburt: Natur, Technik und das Leben selbst. Alles sucht seinen Platz im Gleichgewicht.

Die Welt wirkt verlassen, überwuchert, fast friedlich im Verfall. Zwischen Ruinen, Moos und Maschinenresten wird das Spiel zu einer Meditation über das, was bleibt, wenn alles Menschliche verschwindet. Der Leuchtturm trägt das Licht weiter, als Erinnerung, als Trotz, vielleicht aber auch als Hoffnung. Geht es um das Weitergehen? Um das Leuchten, auch wenn niemand mehr da ist, der den Weg sucht?

Ihr seht, ich könnte immer so weiter machen und ich empfehle euch hier einfach, spielt das Spiel selbst und kreiert eure eigene Interpretation dazu! Vergesst aber nicht eure Gedanken in die Kommentare zu schreiben 😜

[🚦] Fazit
Für mich ein echtes Highlight. Wer es Cozy mag, unbedingt spielen!

⚠️Falls bei euch der Vogel so langsam an den Rädern dreht, macht neue Batterien in euren Controller rein oder schließt das USB Kabel an⚠️ (Kein Scherz)
 

Kindra

Rentenbezieher
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Metroid Dread
Vorweg: Die Ladezeiten scheinen auf der Switch 2 deutlich kürzer zu sein. Damit fällt einer der größeren Kritikpunkte an Dread weg. Achtung: Dies gilt wohl nur für die digitale Version!

Hatte heute eine Millisekunde Langeweile und dachte mir dann .... warum nicht einfach kurz Dread nochmal durchspielen? Hab ich, vor allem vanilla, schon ewig nicht mehr gemacht.

Da ich das Spiel, mit allen Randomizer runs zusammen, bestimmt schon über 20x durchhab, geht das relativ fix (hab heute 3 Stunden 15 Minuten laut ingame timer gebraucht). Ich kann zumindest auch die einfachsten speedruns tricks (pseudo wave), wodurch ich besonders am Anfang ein paar Minütchen umgehen kann.

Aber weil ich nun das Spiel, abgesehen davon, ja "normal" durchgespielt hatte, passierte folgendes:
The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.
Während der "der Planet ist jetzt in Eis gehüllt"-Phase des Spiels komm ich dort, wo ich ein Stück weiter oben mit pseudo wave eine Wand kaputtschoss, die man eigtl erst später erreichen soll, jetzt an einen Ort, der während dieser Phase als "out of bounds" gilt. Sobald Samus als out of bounds erkannt wird, tötet das Spiel sie (eine relativ strenge Maßnahme der Entwickler).

Wie kommt es aber zu dieser Situation? Normalerweise soll man, an der Stelle im Video, wo ich sterbe, am anfang des Spiels links langlaufen und etwas kaputtschießen, woraufhin die Stelle mit Wasser geflutet wird. Dieses Wasser wäre dann zu dem Zeitpunkt des Videos eingefroren, der Bereich also nicht mehr betretbar. Da ich das Wasser dort aber nie abgelassen habe, ist da auch kein Wasser zum Einfrieren, weshalb ich jetzt hinkann, wo mich das Spiel während dieser Phase nicht haben will -> Game Over.

Funny!

Hach, Dread ist wirklich ein grandioses Spiel! Als Metroidvania ist es mir teilweise ein bisschen zu "eng" (das Spiel schneidet oft einige Wege ab, damit man sich nicht so leicht verirren kann), aber trotzdem ist das Leveldesign super. Die Musik ist schwach, aber dafür ist das Spielgefühl nahezu perfekt. Es gibt kein Metroid, das sich besser zu spielen anfühlt. Samus Animationen sind grandios und im hard mode machen Gegner wirklich sehr guten Schaden ... das perfekte Balancing, was ich mir so für alle Spiele dieser Art wünsche.

Gesondert erwähne ich noch den Endgegner ... wirklich einer der besten Metroid-Bosse überhaupt

9/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Danganronpa V3

Das war ein Trip. Insgesamt ist es natürlich zum dritten mal das gleiche und das hat man auch gemerkt. Ich bin sehr froh die Spiele mit großem Abstand gespielt zu haben. Das was das gleiche ist, ist aber halt ne geile Formel die funktioniert. Ich finde die Charaktere waren wieder gelungen und hatten die richtige Mischung aus normal, verrückt bis liebenswert. Die kleine Hexe Himiko ist glaube ich mein Serienfavorit, da sie mit ihren Metagags fast ne Ergänzung zu den Monos ist und ich dieses nyyeeee liebe.

Absolutes Highlight ist natürlich Kapitel 6. Wo man aus den beiden Gameplayelementen (Doom1-Walking-Sim und rudimentärer Railshooter) das maximalste rausholt und es permanent spannend bleibt. Meine Theorie war ein bisschen falsch. Ich habe gedacht:
Das die das seit hunderten oder tausenden von Jahren machen. Aufgrund der Andeutungen bin ich davon ausgegangen das alle Klone sind und die Rollen auch variabel. Das in einem Game mal xy Mastermind oder Artist ist und im nächst jemand anders und nur Monokuma die Konstante

Die eigentliche Auflösung war tatsächlich noch besser und ich habe geliebt das die sogar dieses Hope/Despair-Geplärre adressiert haben, was vor allem im Anime äußerst nervig war. Das war alles sehr stark und habe ich in dieser Form, abgesehen von kompletten Metaspielen ala Stanley Parable, eigentlich bisher nur bei Deponia 4 gesehen. Sogar der Epilog ist eigentlich spannend, was mich zu der Frage führt ob folgende Erinnerung meinerseits ein Fingerzeig auf einen Logikfehler ist oder eben genauso sollte
Als Kaede und Dings aufwachen bevor sie Ultimates sind, haben sie beide Erinnerungen daran entführt worden zu sein. Im Gym scheinen alle entsetzt von der Situation zu sein, aber sie scheinen alle zu checken was die Monos sind als die auftauchen. Das spricht gegen die Flashbackszene aus dem Finale, wo sie alle ihre Kostüme ankriegen und sich über ihre "Rollen" freuen und auch das sie an einem Casting teilgenommen haben. Die "netten" waren schon sehr plakativ shitty personalitys in diesen Castingvideos. Wie gesagt...der Epilog bemerkt "copy". Ob daher alles fiktiv oder real ist, würde man erst sehen, wenn die drei irgendwo ankommen.

Ich finde aber gut das es offen bleibt. Bin nun ein bisschen gespannt was sie mit 2x2 bezwecken, was ja wesentlich mehr zu werden scheint als ein reines Remastered.
 

Khorny

Moderator
Team
Say No More

Kann und will dazu jetzt nicht zu viel schreiben.

Es ist kurz, es ist gut und sehr unterhaltsam. Der ganze Plot und das "Gameplay" sind auf eine charmante Weise völlig absurd, aber genau darin liegt der Reiz. Ein Spiel, welches einem auf eine witzige Art und Weise erklärt, wie wichtig es ist öfters mal "Nein" zu sagen. Wenn ihr dieses Spiel mal für paar wenige Euros abgreifen könnte... schlag zu. (y)
 

el Toddstar

Altenpfleger
Ball x Pit

Ich hab jetzt alle Charaktere einmal durch jedes Level geschafft 🎉 jetzt wird es langweilig, zumindest so langweilig das ich sagen kann "nach dieser Runde ist Schluss" und dann ist auch Schluß langweilig. Das meta leveling gefällt mir sehr gut weil man mit jeder Erweiterung neu bzw. anders umbauen muss. Die Charaktere an sich sind abwechslungsreich so spiele ich jemand der Bälle blocken kann und somit den Schaden verdoppelt oder nur AOE Schaden macht bis hin zu Charakteren die nur von hinten schießen oder das Spiel sogar völlig alleine spielen. Und plötzlich ist es Runden basierend 🤯
Ich habe eine schöne Zeit mit diesem Spiel und viel zu kurze Nächte 👍🏼
 

L.Kwas

Frührentner
Mouthwashing

Passend zur Jahreszeit mal etwas Horrorlastiges. Das Spiel ist im wesentlichen ein interaktiver Film bzw. ne Walking Sim (mit auch ungefähr Spielfilmlänge, also an einem Abend ist man durch) mit einem an PS1-Spiele angelehntem Grafikstil, in dem es um die Crew des Raumfrachters Tulpar der Firma Pony Express geht, die seit einem Crash gegen nen Asteroiden im Weltraum festsitzt.

Entgegen dem, was man zunächst vermuten könnte, gibt es keinen SciFi-Monster-Horror, es geht vielmehr um psychologischen Horror und das komplexe Beziehungsgeflecht der Crewmitglieder auf ihrer trostlosen Arbeit. Protagonist ist der Co-Pilot Jimmy, aber man ist stellenweise auch mit dem Piloten und Kapitän Curly unterwegs.

Da der Fokus zu 100% auf der Story liegt und viel mit Red Herrings gearbeitet wird, pack ich den nächsten Abschnitt in nen Spoilerkasten.
Es gibt im wesentlichen Parallelen zum Plot von Silent Hill 2, jedoch in sehr viel krasserer Form, und im Spielverlauf kristallisiert sich der Protagonist, Jimmy, als verantwortungsloses Arschloch heraus, der die Krankenschwester des Frachters, Anya, nachts in ihrer Kabine überfallen und vergewaltigt hat. Als dann herauskommt, dass sie schwanger ist, gerät er in Panik und führt den Crash absichtlich herbei.

Die Hauptthematik des Spiels ist, dass Jimmy seine Schuld nicht mehr mit Copium betäubt und verdrängt, und in halluzinatorischen Albtraumsequenzen wird er wiederholt aufgefordert, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen - was er allerdings letztlich nie so wirklich tut, und dabei zieht er alle anderen Crewmitglieder in Mitleidenschaft.

Das Spiel arbeitet viel mit dem Konzept des unzuverlässigen bzw. verfälschenden Erzählers. Jimmy redet sich bis zuletzt ein, dass er doch kein schlimmer Typ sei und die Dinge doch nur geraderücken wolle, was anfänglich wirkt, aber irgendwann durchschaut man dann als Spieler, was sich wirklich hinter dieser narrativen Copiumwand verbirgt.

Es gibt zwar ein gutes Ende, aber das ist nicht das Ende des Spiels, stattdessen kriegt man ein Achievement mit dem Namen 'The Good Ending' wenn man den Protagonisten, Jimmy, an einer bestimmten Stelle im Spiel mehrfach sterben lässt.

Das Skript ist dementsprechend nicht leicht verdaulich, und einige Thematiken sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern sehr real.
 
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