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Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Master Detective Archives: Rain Code

Story ist schnell erzählt: Wann wacht auf und hat sein Gedächtnis verloren, wie sich schnell herausstellt weil man nen Pakt mit nem Todesgott Shinigami abgeschlossen hat. Im Prolog fährt man mit dem Zug in eine Stadt die von der Welt abgeschlossen ist, in der es ständig regnet und die ein großes Geheimnis hat. Man selbst ist Mitglied der Master Detective Organisation und kriegt den Auftrag dieses Geheimnis zu lösen.

Um es ganz simpel zu sagen...das ist ist in jeder Hinsicht Danganronpa 4. Nicht vom Universe oder Story, sondern wie das Gameplay funktioniert. Es gibt einen Daily Life Mode. In diesem kann man die Areale der Stadt erkunden, Sachen untersuchen (lohnt sich, gibt EP) und Nebenmissionen machen. Das sind meistens Fetchquest, wo man je nachdem welche Antworten man gibt, bessere Outcomes bekommt. Dann wird durch die Mainstory irgendjemand umgebracht und die Investigation beginnt. Hier sammelt man keine Truth Bullets, sondern Solution Keys. Danach kommt kein Class Trial, sondern das Mystery Labyrinth, wo man mit seinem Solution Sword diese Keys gezielt einsetzt (es gab in Danganronpa so ein Minigame mit zerschnippelns...quasi das mit Quick Time events). Am Ende muss man den Fall in einem Comic zusammensetzen...wie bei Danganronpa. Das Team ist kreative Köpfe, Musik und Künstler angeht, ebenfalls das gleiche.

Der große Unterschied ist natürlich das es diesmal alles in 3d modelliert ist und man nicht in dieser Doomumgebung herumläuft, sondern in einer mit der Persona-Serie vergleichbaren Stadt. Diese ist nett designed, grafisches Schmankerl der hübsche Regen. Higlights sind die Labyrinthe, wo sie sich richtig austoben optisch. Die Charactere und Story sind ebenfalls typisch und das ist natürlich der Grund warum das ganze spielt. Shinigami ist quasi der Monokuma-Ersatz, wenn auch wesentlich netter.

Was mich gestört hat, waren die Fälle, bei denen es immer sehr offensichtlich war, worauf es hinauslief. Das einzige was meistens interessant war, war das warum, was man in der Regel nicht ermittelt sondern erfahren hat. Das war bei Danganronpa zumindest für mich häufig überraschender. Auf der anderen Seite ist es befriedigender durcherzählt, gerade wenn man die mehr oder weniger offenen Enden der Vorgänger nicht mag, kriegt man hier eventuell was passenderes.
Ihr wollt mir erzählen die Alternative zu Menschenfleisch sind Nudeln??? Kann man sich hier nicht zumindest Mühe vortäuschen. :ROFLMAO:

Nach knapp 30 Stunden war ich durch. Man bekommt ein Spiel was man als Danganronpafan mögen wird. Insgesamt ist alles irgendwie ein bisschen freundlicher als dort, was nicht bedeutet, das es nicht teilweise völlig geistesgestört ist. Gutes Spiel
 

Kindra

Rentenbezieher
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Gothic 1 Remake
Das Weltkulturerbe des Ruhrgebiets - das unverständlicherweise keines ist - heißt Gothic und hat ein Remake aus Spanien bekommen.

Nach dem "Playable Teaser" von vor schon wieder 6 Jahren hat wahrscheinlich niemand daran gelaubt, dass Alkimia Interactive die Mammutaufgabe stemmen könnte, so ein nischiges, aber legendäres RPG wie Gothic zu neuem Glanz verhelfen. Doch nach dem Durchspielen steht für mich fest: Das haben sie.

Man merkt in jeder Faser dieses Spiels, dass die Entwickler gebührenden Respekt vor dem Original hatten. Und trotzdem ist das hier ganz ganz weit weg von einem 1:1-Remake. Die Welt ist größer, das Kampfsystem neu, das Balancing ist neu, die Wirtschaft ist anders, es gibt neue Quests, große und kleine Neuerungen und Erweiterungen, Anpassungen und alles außer dem Todesschrei des Helden wurde neu eingesprochen.

Obwohl sie so viel geändert haben, fühlt man sich gleich wie zuhause, denn an den Eigenheiten eines Gothic hat man doch nicht gerüttelt. Das Kämpfen ist, vor allem anfangs, unglaublich zäh und das Spiel ist lange bockschwer. Aber das gehört alles dazu. Nur daraus, dass der Held anfangs ein Schwert wie ein Besoffener schwingt, kann das enorme Belohnungsgefühl erwachsen, das sich aus dem genialen Upgrades ergibt: Denn trotz der Balance-Änderungen krachen Upgrades hier richtig. Der Unterschied zwischen einer Stufe Einhandkampf und der nächsten ist wie Tag und Nacht, man fühlt sich nach der ersten neuen Rüstung lange so, als hätte man plötzlich Endgame-Gear. Plötzlich kann man Gegner töten, plötzlich hält man mehr als einen Treffer aus. Warum ist das so wichtig, dass die Upgrades so einen riesigen Unterschied machen?

Das liegt daran, dass es sich hier um ein Open World-Spiel handelt. Aber im Gegensatz zu vielen modernen Vertretern des Genres ist die Welt 1. verhältnismäßig klein und 2. gibt es "natürliche Begrenzungen". Man kann nicht überall sofort hin, weil man gar keine Chance hat. Mit den Upgrades wird das Spiel leichter und man kann mehr von der Welt erkunden. Leveln ist aber nicht nur deswegen so belohnend, weil man stärker werden kann, sondern auch, weil es so viele unterschiedliche Sachen zu lernen gibt. Die unterschiedlichen Nah- und Fernkampfwaffen, man kann Magier werden, Schmied, Tiere ausnehmen, Schlösser knacken oder Taschendiebstahl lernen usw.

Das beste an Gothic ist aber das Questsystem. Vor allem in den ersten paar Kapiteln sind die Quests super cool aufgebaut, vieles ist eng ineinander verzahnt, man bekommt ständig neue Optionen, die sich gerne auch gegenseitig widersprechen. Dabei wird nicht immer einfach alles über das Kämpfen gelöst, hier geht sehr viel auch nur über Dialoge. Gothic kann diese Dichte und Komplexität nicht komplett durchziehen und es wird mit stetiger Spielzeit immer "simpler", so wie auch das Spiel generell etwas abbaut.

Allerdings wurden im Remake die schlimmsten Dämpfer ausgebessert: Es gibt neue Quests, die die latente Frauenfeindlichkeit des Spiels etwas eindämmen oder solche, die Lücken füllen. Die sagenumwobene Ulumulu-Quest, die im letzten Drittel zu den absoluten lowlights von Gothic gehörte, wurde stark gestrafft und ist weitaus erträglicher. Außerdem sind die Orks hier viel mehr im Spotlight, man kann ihre Sprache und ihren Kampfstil lernen und in deren Lager ist mehr los - allerdings hätte ich mir fast ein bisschen mehr Ork-Content gewünscht.

Eine weitere Stärke ist das Setting. Nicht unbedingt die Story, aber über das Setting geht hier sehr viel. Durch einen Unfall ist ein großer Bereich des Landes, die Kolonie genannt, von einer magischen Barriere umschlossen, aus der es kein entrinnen gibt. Es bilden sich mehrere Lager, die alle unterschiedlich mit der Situation umgehen (einige suchen einen Weg, die Barriere loszuwerden). Aus diesem Setting holt Gothic sehr viel raus. Die Story an sich ist nicht so mega Hammer, allerdings gefallen mir die lovecraft'schen Ansätze daran sehr.

Die Welt bietet viel zum Entdecken. Ich hatte meistens das Gefühl, gut belohnt zu werden, und Neuerungen wie das Reiten oder Kletterwände sind fantastisch. Gerade letztere sind so wunderbar oldschool Zelda-like, das mir das Herz aufgeht. Die werden gut eingesetzt. Dieser Skill lohnt sich sehr! Da die Welt relativ klein ist und man ihre Orte sehr häufig und immer wieder besucht, baut man eine gute Bindung zu diesen und ihren Bewohnern auf. Viele der Figuren haben Eigenheiten, man schließt so einige Leute gut ins Herz!

Das alles wird von einer phänomenalen Musik untermalt. Der Originalsoundtrack von Kai Rosenkranz war schon super, aber hier hat er sich wirklich komplett übertroffen. Egal ob er die alten Stücke verbessert und erweitert oder ob es ganz neue sind, der Soundtrack ist eine Wucht. An einer Stelle wird sogar der Soundtrack von Gothic 3 angeteased, Gänsehaut!

Aber es ist nicht alles rosig im Minental. Das Spiel baut mit der Zeit durchaus ab. Sobald es seine "Hauptgeschichte" erzählen will, wird es linearer und simpler, teils etwas videospielig. Das Remake kann das hier und da mit guter Atmosphäre ausgleichen, aber die Qualität der ersten beiden Kapitel kann es nicht halten. Das (neue) Ende ist zudem extrem kampflastig, was für den ein oder anderen vll etwas zu viel des Guten sein mag.

Zu diesen Negativpunkte gesellen sich auch solche Probleme, die man vielleicht nicht aus dem Original hätte rüberbringen sollen: Das Spiel ist ziemlich verbugged, was durchaus frustrierend werden kann und zu nervigem Neuladen führt (viel Schnellspeichern ist absolute Pflicht!). Hinzu kommt eine sehr schlechte Performance, die vor allem auf den Konsolen teilweise ein Verbrechen ist. Eine Woche nach Release gab es einen Patch, der für meine Xbox Series X einen 60FPS- und unlocked FPS-Modus hinzufügte. Das Spiel erreicht sicherlich niemals saubere 60FPS, aber alles ist mir lieber als feste 30. Was Geruckel etc. angeht, nervt es zwar hier und da, aber es ist größenteils nicht so, dass dadurch die Spielbarkeit beeinträchtigt würde. Leider ist das gegen Ende anders: Im letzten Dungeon gibt es (sehr kurze, kleine) Stellen, die ohne erkennbaren Grund irrsinnig ruckeln. Das wäre noch irgendwie zu verschmerzen, aber es gibt dort Bosskämpfe, die ebenfalls zu einem Daumenkino werden können. Wenn diese Kämpfe nicht so einfach wären, befände man sich an dieser Stelle wahrscheinlich schon Jenseits der Unspielbarkeit. Das muss unbedingt noch gefixt werden. Wo wir bei Bosse sind: Gothic 1 (Remake) kann keine guten Bosse. Kämpfe sind eigentlich nur gegen menschliche oder tierähnliche Monster spaßig, Bosse sind aber fast durchgehend lame.

Wie auch immer: So macht man Remakes! Man nimmt das Original, respektiert es als sei es ein göttliches Artefakt, poliert es mit allergrößter Vorsicht und fügt Sachen vorsichtig hinzu. Was diese "Machart eines Remakes" angeht, gibt es wahrscheinlich kein derart gutes Remake wie Gothic 1 Remake. Es vereint unglaublich gut das Alte und das Neue. Mir ist kein Remake bekannt, das sowas je auf diese Weise hinbekommen hat - außer vielleicht AM2R.

Ich zücke für das Spiel an sich ne 9/10. Von der 10 wird es allein vom Abwärtstrend der Kapitel abgehalten - wenn ich kein Fanboy wäre, würde ich vll ne 8 geben.

Technisch ist das Spiel natürlich ... schwierig, sowohl Bugs und Performance stehen dem Spiel im Weg. Das Spiel hat aber bereits mehrere Patchs bekommen (erst heute einen!), das allerschlimmste (kaputte Savegames) sollte also längst durchgestanden sein, aber trotzdem ist da noch viel zu tun. Würde ich eine 3/10 für die Technik zücken, käme ich bei einer Endwertung von 6/10 raus.

Gothic 1 Remake ist ein Meisterwerk mit so vielen Ecken wie es Kanten hat. Alkimia Interactive hat das unmögliche geschafft und selbst eingefleischte Gothic-Gurus, die seit 20 Jahren nix anderes spielen, überzeugt (die meckern natürlich mehr über Kleinigkeiten wie neue Gegnerdesigns, die ich aber alle geil fand).

Ich hasse, das sagen zu müssen, aber ja: Bitte macht Gothic 2 Remake! Gothic 2 ist nochmal besser als Gothic 1 ... die Welt hat es verdient!
 
Zuletzt bearbeitet:

Zäpp

Moderator
Team
Habe gestern die Credits bei God of War Ragnarök gesehen. Mochte wie schon erwähnt den Vorgänger und auch das Spiel hat seinen Charme. Die Story ist nett, die Charaktere sind schön geschrieben, vor allem wenn sie anfangen nicht die ganze Zeit gegeneinander zu sein (ausgenommen Heimfall). Das Spiel sieht gut aus und es macht Spaß die einzelnen Karten zu erkunden. Zumindest wenn man nicht mal wieder an die Metroidvania Komponenten erinnert wird. Dieses erzwungene Backtracking macht wenig Spaß. Vor allem wenn es am Ende nur ein bisschen Silber oder Craftingmaterialien gibt. Beides ist aber wohl nötig, wenn man sieht was man alles bauen und verbessern kann. Das wirkt leider ziemlich überladen. Der größte Kritikpunkt ist aber für mich der Kampf. Kratos ist ziemlich langsam und wird beim kleinsten Lüftchen unterbrochen. Egal ob zuschlagen, blocken oder ausweichen. Parieren war bei mir auch eher Glücksache. Mag aber an mir liegen. Was mich aber wirklich fluchen lassen hat, waren Kamera und Lock-On. Ich glaube damit hatte ich mehr Probleme als mit den Gegnern selbst.
Insgesamt kein schlechtes Spiel, aber ich glaube ich mag den ersten Teil lieber. An Laufey habe ich aber weiterhin Interesse.
 

Daniel04

Frührentner
Mixtape

Puh - komplett belangloses "Spiel". Extra in Anführungszeichen, weil das Gameplay minimalst ist und zudem auch noch keinen wirklichen Spaß macht. Die Geschichte und Charaktere sind auch nicht wirklich fesselnd.

Immerhin dank des Game Pass "kostenlos" und mit einer Spielzeit von um die 3 Stunden extrem kurz.

Das war nix...

3/10
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Inazuma Eleven Victory Road


Nach 63 Stunden mal ein "Zwischenfazit"

So. Ich hab damals mein Review vor allem auf den Story-Modus bezogen, den ich durchspielte. Mittlerweile wurden aus den 63 Stunden 260, aus den 113 Siegen 723 und ich habe nun auch endlich den Chronicle Modus komplett durchgespielt, der nicht weniger als eine Mindestanzahl von 290(!) Matches beinhaltet (meine Statistik zählt hier 347 freigeschaltene Partien, Grinding diverser Partien für Spieler und Goodies nicht eingerechnet - die sind dann in den 723.)

Der Modus ist also noch mal deutlich länger als der eigentliche Storymodus und kommt als Rückblick auf die gesamte Serie daher: Man begleitet hier einen Zeitreisenden, der natürlich irgend ein Unheil aufhalten muss, und deshalb durch die gesamte Geschichte, verschiedene alternativen Timelines und wasauchimmer reist um alte Stationen im ersten Durchgang "Originalgetreu" zu spielen (d.h. ihr bekommt Aufgaben, die ihr erfüllen müsst, fast alles ist gescriptet und es gibt sowohl Plot-Armor für euer Team wie auch für den Gegner, je nachdem wie das Spiel eben ausgehen und wer gerade ein Tor schießen muss). Erfüllt ihr diese Aufgaben dürft ihr anschließend auch noch mal mit eurem eigenen Team ran, nun ungescriptet und völlig offen. Selbst wenn das Spiel im Original haushoch verloren wurde, müsst ihr es jetzt allerdings gewinnen um weiterzukommen.

Das Ganze ist sicherlich ein schöner, netter Fanservice für langjährige Fans der Spielereihe und die auch alle Staffeln des Anime geschaut haben, jeder andere wird sich hier aber verloren fühlen denn das Spiel tut dabei einen wirklich furchtbaren Job Neulinge abzuholen. Denn es erklärt so ziemlich... gar nichts.

Wäre es zu viel verlangt, wenn man zumindest am Anfang jeder „Chronicle Battle“ einen kurzen Text einfügen würden, etwa so etwas wie „Was bisher geschah“ oder Ähnliches? So ein kleiner Recap? Ich erwarte keine weiteren Zwischensequenzen, sondern lediglich eine Zusammenfassung zu Beginn, die erklärt, was zwischen den einzelnen Stationen tatsächlich vor sich geht. Denn wie es in Anime nun mal so gerne ist, geht es hier nicht nur um Fussball, sondern manchmal steht bei diesen Partien enorm viel auf dem Spiel - zum Beispiel ist die Rede davon, dass Leute getötet werden oder das Schicksal des ganzen Planeten vom Ausgang abhängt, und ich denke mir dann: „Okay, na ja, ist wohl in Ordnung?“. Keine Ahnung, ich weiß es nicht, denn niemand erklärt wirklich warum oder wie es dazu gekommen ist, und man bekommt nur ein paar Bruchstücke der Geschichte mit. Oftmals gibt es irgendeinen Bösewicht oder eine finstere Organisation, dann mal eine Alieninvasion, irgendwer entführt Spieler und sperrt sie in Steine ein oder plötzlich sind da Außerirdische die irgendwie meine Aura manipulieren. Und ich weiß nie wie diese Stories eigentlich beginnen oder gar enden, weil das meist nie erklärt wird.

Zwischen den Routen begegne ich von Zeit zu Zeit denselben Gesichtern, immer in unterschiedlichen Teams. Wie Jude. Er fängt bei der Royal Academy an, dann ist er bei Raimon und dann ist er hier und da und immer in einem anderen Team, aber es wird selten erklärt, wie oder warum er die Schule bzw. das Team gewechselt hat. Irgendwann spielt Mark aus irgendeinem Grund für ein Team namens „Everytown“. Oder ich spiele mit der japanischen Nationalmannschaft, die meiner Meinung nach wohl die Besten der Besten repräsentieren sollte, aber dann schreit ein Mädchen, das in der Startelf auf dem Platz steht, beim ersten Ballkontakt dass sie noch nie zuvor Fußball gespielt hat. WAS ZUR HÖLLE?! Wie kann sowas passieren? Aber das wird einfach nicht erklärt und man muss es wohl als 'normal' hinnehmen. Oder halt hingehen und die alten Spiele kaufen, durchspielen, den Anime bingen und dann zurückkommen. Habe ich natürlich nicht gemacht, ich habe es irgendwann einfach alles ignoriert und mich halt durch die Aufgabenliste durchgehangelt und Sieg um Sieg (und manchmal auch die entsprechenden Trikots oder Spieler für mein Team) geholt, wie man das eben so macht, ne.

Gelernt hab ich dabei aber nix und das ist irgendwie Schade drum, was bei mir letztlich den Eindruck eines oberflächlichen und unvollständigen Spielerlebnisses hinterlässt. Das, nach 260 Stunden, sagen zu können ist dabei auch eine Kunst.
 
Zuletzt bearbeitet:

teltow

Altenpfleger
Mass Effect 1. War wieder ein Spass. Zum etwa 10. mal. Diesmal als Soldat auf insanity. Die anderen beiden Teile sind aber schon in vielen Bereichen besser...
Da ich trotz Ankündigung nicht unbedingt mit ME5 rechne, freue ich mich auf Exodus und Expanse. Möge ich genauso süchtig danach werden wie nach Mass Effect!

Gothic 1 Remake ... Von der 10 wird es allein vom Abwärtstrend der Kapitel abgehalten

Wie waren denn die neuen Quests so? Insbesondere die nach Kapitel 1 und wenn ja wieviele?
 

Kindra

Rentenbezieher
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Die meisten neuen Quests sind irgendwo mittendrin eingestreut und sind an sich häufig nichts bahnbrechendes. Einfach nette Sachen, die Lücken füllen, mehr Figuren charakterisieren, die paar Frauen in der Kolonie haben jetzt ne Quest; es wurde viel geändert. Viel konrketer kann ich da leider nicht werde. Meine Gothic-Runde ist auch schon etwas her haha
 

Khorny

Moderator
Team
Ride 6

Bin bekanntlich kein Motorrad-Crack, aber Ride 6 hat mich definitiv bekehrt.

Der Karriere-Modus ist soweit motivierend und liefert genug Inhalt. Es hätte zwar durchaus etwas weniger Enduro sein dürfen, aber das geht schon in Ordnung. Besonders die klassischen Strecken wie North West oder South West Passage sind geradezu halsbrecherisch, dort habe ich oftmals mehrere Anläufe gebraucht, gerade in den optionalen Superpole Events absolut vogelwild, was einem da abverlangt wird. Ohne Rewind hätte ich sowas wohl nicht durchgezogen.

Zum Glück passt sich der Schwierigkeitsgrad aber oftmals an, was ein wahrer Segen war. Technisch gibt es nichts zu meckern. Auf dem Deck hat es leider nicht so performt wie erhofft, daher wurde der Titel auch am großen Rechner durchgezockt. Für mich gehört Ride 6 hier grafisch zu den besten Rennspielen dieser Generation. Regen sieht phänomenal gut aus, womit es beinahe ACC Niveau erreicht.

Bei den Bikes und beim Balancing hatte ich hingegen manchmal mehr Schmerzen und auch einige Fahrprüfungen waren relativ frustrierend. Optionales habe ich noch massenweise zu erledigen, aber grundsätzlich kann ich schon mal einen Knopf an dieses Spiel machen.

Wäre es nicht absurd heiß, wäre es vermutlich schon vor paar Tagen durch gewesen.

Alles in allem eine positive Spielerfahrung für mich. Werde den Titel auch weiterhin regelmäßig spielen und mich als nächstes noch der Komplettierung der Karriere-Events und Fahrprüfungen widmen.
 

Khorny

Moderator
Team
Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden

Guter Spontan-Kauf. Bin dazu recht jungfräulich gekommen und habe mich auf diese Lebens- und Dating-Sim total eingelassen. Habe glaub seit Animal Crossing nichts mehr in dem Sektor so richtig gezockt und so ganz unbekannt fühlt sich die Formel daher auch nicht an. Wo Animal Crossing aber eher Cozy und Entspannend sein möchte ist Tomodachi Life purer Cringe. Das liegt natürlich zunächst am eingebauten Mii-Maker, denn anders als bei AC, verleiht man seinen Bewohnern hier selbst ein Gesicht.

Anfangs habe ich noch weitgehend nach Lust und Laune Fantasie Charaktere oder Avatare von Freunden angefertigt, irgendwann ist es aber völlig eskaliert, als ich auf den Geschmack gekommen bin auch Videospiele-Charaktere, Prominente und anderweitig fiktive oder reale Persönlichkeiten ins Spiel zu bringen. Dies war dann auch das eigentliche Salz in der Suppe.

So laufen auf meiner Insel unter anderem Karikaturen von Ken Kutaragi, Reggie Fils-Aime, Samus Aran, Sigurney Weaver, David Tennant, Nia (Xenoblade 2), Wednesday Adams, Rosalina, Boney, Kiryu Kazama, Elvis, tonnenweise Trails Charaktere und sogar ne Ex-Freundin von mir rum, welche ich aber aus nicht weiter ausgeführten Gründen eher unvorteilhaft dargestellt habe. Was man halt so treibt. :ugly:

Also ja, ich hatte sehr viel Spaß und kreative Energie, zumal ich meist Fotos der realen Personen genutzt habe. Der Baukasten ist einfach super. Das Gameplay ist im Grunde dagegen sehr flach, wobei man schon recht früh fast alle möglichen Tools beisammen hat um zu bauen oder designen. Witzig sind vor allem die Einspieler des Insel-TV-Senders oder unzählige Situationen, die weitgehend aber gescriptet sind.

Leider hat man sehr schnell schon massenweise Wiederholungen von Dialogen oder Situationen, obwohl ich bis kurz vor Abspann noch immer wieder Neues gesehen habe. Dennoch lässt sich eine gewisse Abnutzung hier schon nach wenigen Stunden nicht leugnen. So trägt sich dieses Spiel weitgehend durch den Humor, den man durch Erschaffung und Verkupplung der Charaktere selbst erzeugt. Da man auch Interessen, Hobbies usw. eingeben kann, lässt sich schon eine Menge abgedrehter Shit erzeugen - oft musste ich durch die ungewollte Komik zu welcher das führen kann richtig lachen, zumal manche Charaktere und deren verzerrte Stimmen jegliche Absurdität weiter verstärken!

Alles in allem würde ich mir aber ein großes Content-Upgrade wünschen, um spielerisch mehr Tiefgang herauszuholen. Leider habe ich Tomodachi auf der Wii U nie gespielt und kann daher keine Vergleiche ziehen.

Ich finde das Spiel absolut super, zumal ich Nintendo schlicht dafür feiere, so einen Unfug durchzuwinken. Trotz des Lobes sehe ich aber noch genug Verbesserungs-Potential.
 
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