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Valve - Steam OS - Steam Machines

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Ich würde mir wirklich wünschen, dass Valve mit dem Konzept von SteamOS und den Steam Machines scheitert.

Man hat von Gabe Newell in letzer Zeit immer wieder gehört, dass es Windows 8.x und das Konzept von Microsofts Win8-App-Store nicht gut findet, weil das dem offenen Ansatz von PC-Gaming widerspricht. Und was ist Valves Antwort drauf? Ein eigenes Betriebssystem und dazugehörend eigens gebrandete PCs und Controller. Natürlich ist SteamOS offener als Windows, weil es auf Linux basiert und somit Open-Source ist. Und natürlich kann man auf Steam Machines auch Windows installieren, weil es ganz normale PCs sind. Aber die Idee dahinter ist exakt die gleich wie schon beim Win8-App-Store: Die zentrale Einbindung von Steam und somit die Schaffung eines Monopols auf dem PC-Spielemarkt. Das Ziel ist letztlich, dass Steam die einzige Anlaufstelle für PC-Gamer wird und Alternativen nach und nach ausgemerzt werden. Dieser Weg ist auf dem PC ja längst eingeschlagen.

Bevor ich ins Konsolen-Lager gewechselt bin, war ich über 15 Jahre einzig und allein PC-Gamer. Und was mich vom PC weggetrieben hat, war zwar einerseits auch die Aufrüstproblematik, bei der ich einfach nicht mehr mitmachen wollte, aber vor allem auch die Einführung von Online-Zwang, einmaligen Aktvierungsschlüsseln, Account-Bindung und sonstigen Formen von DRM. Und was das betrifft, ist Valve der größte Pionier von allen. Half-Life 2 hat DRM-Maßnahmen salonfähig gemacht und Steam hat dazu geführt, dass Gamer immer weniger Freiheiten auf dem PC hatten, da Spiele-Discs aufgrund der Account-Bindung letztlich mehr und mehr zu Wegwerf-Produkten wurden.

Natürlich war vor Steam auf dem PC auch nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen". Hardware-Probleme, Kompatibilitätsprobleme, merkwürdige Kopierschutzmaßnahmen sind da nur einige Beispiele. Aber insgesamt war der PC meiner Meinung nach vor Steam eine Gamer-freundlichere Plattform. Und auch die immer wieder angeführten tollen Steam-Sales sind eine ganz schöne Augenwischerei. Natürlich kann man so Tonnen an Spielen für günstig Geld erhalten, aber es ist ja nicht so, dass es das vorher nicht gegeben hat. Es gab Compilation-Serien, die für 20/30/40 DM/Euro 10 bis 20 Spiele im Paket boten. Es gab Angebote wie die Spielepyramdie, wo man Spiele recht zügig nach Release in Preisklassen von 5 bis 20 Euro bekommen hat. Und es gab auch ganz normale Sonderangebote von Händlern. So glanzvoll sind die Verdienste von Valve nun also auch nicht.

Selbstverständlich kann man argumentieren, dass die Konsolen nach und nach die gleiche Richtung einschlagen, weshalb ich auch einer der größten Gegner von Microsofts rigider Vision der Xbox One war. Aber auf den Konsolen versucht wenigstens kein Anbieter, mir eine Plattform als offen zu verkaufen, die es eigentlich nicht ist.
 

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
Ich würde mir wirklich wünschen, dass Valve mit dem Konzept von SteamOS und den Steam Machines scheitert.

Ist bei mir genau umgekehrt, bin sehr gespannt, was da noch alles kommt, freu mich drauf und hoffe, dass Valve damit erfogreich sein wird.

Andererseits ist mir wirklich schleierhaft, warum jemand Sony und MS für die "Next Gen" auch noch Kohle in die Rachen wirft. Selbst geschenkt würde ich momentan weder eine Xbox One noch eine PS4 behalten.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Ist bei mir genau umgekehrt, bin sehr gespannt, was da noch alles kommt, freu mich drauf und hoffe, dass Valve damit erfogreich sein wird.

Andererseits ist mir wirklich schleierhaft, warum jemand Sony und MS für die "Next Gen" auch noch Kohle in die Rachen wirft. Selbst geschenkt würde ich momentan weder eine Xbox One noch eine PS4 behalten.

Ja, sicherlich, momentan sieht es auf den Next-Gen-Konsolen noch dröge aus, weshalb ich mir das mit der PS4 auch erstmal geschenkt hab.

Aber mit SteamOS und den Machines ist die Situation die gleiche. Die Anzahl an Spielen für Linux und somit auch SteamOS ist lächerlich gering, der absolute Großteil der Spiele läuft unter Win. Nur ein Bruchteil der gesamten Steam-Bibliothek ist somit also SteamOS-fähig. Bis SteamOS sich auf breiter Front durchsetzt, muss noch so einiges geschehen.

Und wenn man sich nur einen Windows-PC zum Spielen hinstellen will, kann man sich auch einen Gaming-PC von der Stange besorgen oder sich ein maßgefertigtes Modell zusammenbauen lassen. Das kommt vielleicht sogar noch günstiger, weil der PC dann halt nicht das Steam-Branding hat.
 

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
Momentan listet Steam knapp 300 Spiele für Linux:
Du hast keine Berechtigung um diesen Link zu sehen. Logge dich ein oder registriere dich jetzt.
.

Zwar viele Indie Titel dabei und bisher kaum grössere Produktionen, aber trotzdem schon mal eine ganze Menge, wie ich finde.

Desweiteren soll das Streaming nur eine Übergangslösung sein, das Portieren wird von Valve (hoffentlich) stark voran getrieben:
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Und wenn ich dann noch so etwas lese
Du hast keine Berechtigung um diesen Link zu sehen. Logge dich ein oder registriere dich jetzt.
, dann braucht sich keiner mehr wundern, warum ich Valve lieber mag als MS...


Aber wie immer weiss man erst was Sache ist, wenn es tatsächlich passiert. Bis Mitte November habe ich auch noch ziemlich viel Hoffnung in die beiden neuen Konsolen gesetzt, hoffe jetzt, daß ich mit meinem Vertrauen in die Weiterentwicklung von Steam nicht genau so daneben liege.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Momentan listet Steam knapp 300 Spiele für Linux: Steam Search.

300 klingt erstmal nach verdammt viel. Nur wieviele Spiele laufen dagegen im Vergleich unter Windows? Da reden wir nicht von einem Faktor 10, wahrscheinlich nicht mal von einem Faktor 100. Natürlich gibt es die nicht alle im Steam Store, sondern vielleicht nur bei GOG oder anderen Anbietern. Viele PC-Spiele gibt es wahrscheinlich sogar gar nicht mehr zu kaufen, aber man kann sie - wenn auch manchmal recht schwierig - immer noch unter Windows oder DOSBox zum Laufen bringen. Letztlich ist die Zahl 300 verschwindend gering.

Desweiteren soll das Streaming nur eine Übergangslösung sein, das Portieren wird von Valve (hoffentlich) stark voran getrieben: HLP | News | Steam: Valve: Linux-Support wichtiger als Streaming

Streaming ist sowieso keine Problemlösung, denn Streaming setzt immer noch voraus, dass irgendwo ein leistungsfähiger PC, den der User einrichten und benutzen muss. Dann kann man sich gleich einen leisen PC in die Nähe des Fernsehers stellen. Das spart sogar Kosten, da man keine 2 Geräte kaufen und deren Stromkosten bezahlen muss. In Sachen Usability und Kosten ist Streaming als wahrlich keine Erleichterung.

Und wenn ich dann noch so etwas lese Games-for-Windows-Live-Shutdown: Welche Spiele werden weiterhin unterstützt?, dann braucht sich keiner mehr wundern, warum ich Valve lieber mag als MS...

Games for Windows war von Anfang an eine Totgeburt, weil MS das System nie wirklich mit Unterstützung versorgt hat. Und ich will mich hier wahrlich nicht hinstellen und behaupten, dass MS besser ist als Valve. Der Gaming-Support für Windows seitens Microsoft ist seit Jahren eine Lachnummer und die Anti-Konsumenten-Praktiken, die MS mit der One hat durchziehen wollen, sowie diverse andere Probleme haben mein Vertrauen in MS so tief erschüttert, dass ich mir den Kauf eines MS-Produkts mittlerweile nur noch dann in Erwägung ziehe, wenn ich nicht drumherum komme.

Aber der Ritter in glänzender Rüstung ist Valve auch nicht. Wenn Steam nicht eingeschlagen wäre, wäre es genauso fraglich, ob Half-Life 2 aufgrund des Mangels an Serverstruktur heutzutage überhaupt noch laufen würde. Dass irgendein abgeschaltet wird und die damit verbundene Software nicht mehr läuft, ist nunmal das Kern-Risiko an dem ganzen Cloud-Schwachsinn. Wenn man die Kontrolle über etwas abgibt, ist es nunmal schwer, diese wieder zurück zu bekommen. Und auch bei Steam geht es mittlerweile los mit Region-Locks und Co., die dazu führen, dass Leute Spiele, die sie im Ausland erworben haben, nicht aktivieren können oder im Falle von älteren Spielen plötzlich nicht mehr spielen können, weil ein neu eingeführter Region-Lock dies neuerdings verhindert. Ganz zu schweigen von dem Problem, dass man im Falle einer Bans auf Steam den Zugriff auf seine komplette Bibliothek verliert. Und wir wissen alle, dass es in Bereichen, in denen Menschen agieren, immer wieder Fehlurteile gibt, bei denen auch Unschuldige unter die Räder die kommen.
 

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
Stimmt, im Gegensatz zu dem, was mit Windows möglich ist, sind 300 Spiele wirklich verschwindend wenig.
Ich hatte da nur den Vergleich zu den neuen Konsolen im Hinterkopf. Die beiden sind jetzt seit etwa zwei Monaten auf dem Markt, und ich schätze, dass es für jedes System keine 50 Spiele gibt. Die Steam Machines kommen erst in ein paar Monaten, und schon jetzt gibt es 300 Spiele dafür.
So herum betrachtet finde ich die Anzahl schon recht gewaltig.

Dass das Inhome Streaming keine Dauerlösung ist, sollte wohl jedem relativ klar sein. Aber als Übergang schon ganz interessant. Und ich traue Valve sogar zu, dass Spiele in Zukunft (so in 2-3 Jahren) dann parallel für Windows und Linux bzw SteamOS erscheinen können.


Dass Valve kein Ritter in glänzender Rüstung ist, sehe ich ebenfalls, am Ende wollen sie eben doch alle bloß an unser Geld. Aber ich gebe meines lieber für Dienstleistungen aus, die mich zufrieden stellen als für welche, über die ich mich ärgere.

Das Problem mit den ausländischen Spielen liegt im übrigen nicht bei Steam, sondern an der deutschen Gesetzgebung und der daraus resultierenden Entscheidung der Publisher, Spiele in Deutschland nicht oder nur geschnitten zugänglich zu machen.
 
S

SneakySnake

Guest
das is doch auch nonsens sich über fehlende titel einer neuen generation zu beklagen und dann im direkten vergleich 300 spiele hinzustellen. Diese 300 spiele sind aber alle mehr oder weniger alt. Und zum teil sicherlich auch auf der last gen verfügbar. Was man ankreiden könnte in diesem fall wäre die fehlende abwärtskompatibilität bei der next gen nicht aber die fehlenden titel.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Stimmt, im Gegensatz zu dem, was mit Windows möglich ist, sind 300 Spiele wirklich verschwindend wenig.
Ich hatte da nur den Vergleich zu den neuen Konsolen im Hinterkopf. Die beiden sind jetzt seit etwa zwei Monaten auf dem Markt, und ich schätze, dass es für jedes System keine 50 Spiele gibt. Die Steam Machines kommen erst in ein paar Monaten, und schon jetzt gibt es 300 Spiele dafür.
So herum betrachtet finde ich die Anzahl schon recht gewaltig.

Das ist ja nun wirklich Augenwischerei. Wenn ich ein nagelneues (Konsolen-)System betrachte, ist es IMMER so, dass innerhalb des ersten oder vielleicht auch der ersten zwei Jahre die Spiele-Anzahl extrem gering ist. Das liegt in der Natur der Sache. Dieses neue System zieht immer den kürzeren, egal ob man es nun gegen den PC vergleicht oder gegen Vorgänger-Konsolen. Einzig Systeme mit Abwärtskompatibilität (wie es der PC z.B.auch ist) haben in einem solchen Vergleich überhaupt eine Chance.
Und Linux ist (genauso wie die Code-Basis von SteamOS) nun wahrlich kein neues System, sondern eines das sogar länger existiert als 360 oder PS3. Wahrscheinlich gibt es insgesamt betracht so gar mehr native Mac-Spiele als Linux-Titel.

Zudem solltest Du Dir mal mit Dir selbst drüber einig werden, wovon Du jetzt genau redest, denn Du wirfst hier regelmässig 2 verschiedene Dinge durcheinander, die voneinander komplett unabhängig sind, nämlich SteamOS und die Steam Machines.
- SteamOS ist ein freies Betriebssystem auf Linux-Basis. Auf SteamOS laufen die von Dir genannten um die 300 nativen Spiele, die es im Steam-Store dafür gibt, die aber im Gunde auch auf jeder anderen Linux-Distribution laufen. Zudem kann SteamOS (ggf. per Dual-Boot) auf jedem beliebigen PC zum Laufen gebracht werden. Und auf diesem PC kann man ebenso Windows inkl. der Windows-Version von Steam zu laufen bringen und somit weit mehr als die 300 Spiele nutzen. Sogar jede Menge Spiele, die überhaupt nichts mit Steam zu tun haben.
- Die Steam Machines hingegen sind stinknormale Steam-gebrandete PCs, die primär für SteamOS gedacht sind, aber an deren Hardware an sich überhaupt nichts Steam-spezifisch ist, wodurch man auf den Kisten (wiederum per Dual-Boot) auch Windows zum Laufen bringen kann und somit auch nicht an die nur 300 Titel gebunden ist.

Ein reine Steam Machine, die nur darauf ausgerichtet ist, Steam laufen zu lassen und nichts anderes kann - was genau das Prinzip von Konsolen ist - gibt es einfach nicht, denn praktisch kann jeder PC eine Steam Machine sein und jede Steam Machine kann ein klassischer Windows-PC.

Wenn man das dann mit den Konsolen vergleicht, gewinnt der PC aufgrund der Abwärtskompatiblität natürlich. Aber das war auch schon gestern so, genauso wie vor 10 oder 20 Jahren. Dafür ist der PC in Sachen Wartung und Aktualisierung halt ein wesentlich komplexeres Biest. Und mit der Kompatibilität ist es manchmal auch ganz schnell dahin, wenn die Spiele nicht zukunftssicher genug programmiert sind.

Das Problem mit den ausländischen Spielen liegt im übrigen nicht bei Steam, sondern an der deutschen Gesetzgebung und der daraus resultierenden Entscheidung der Publisher, Spiele in Deutschland nicht oder nur geschnitten zugänglich zu machen.

Nein, es ist eben kein rein deutsches Problem. Die Implementierung von Region-Locks funktioniert grundsätzlich global und modular für jedes Spiel. Valve, der Publisher oder der Entwickler können dieses System im Grunde jederzeit für jedes Spiel aktivieren und somit z.B. günstige Importe von Steam-Keys oder Cross-Region-Gifting von Spielen verhindern. Und genau sowas in der Art wurde z.B. zuletzt mit Metal Rising Revengeance praktiziert.
Steam Allows Publishers To Disable Cross-Region Gifting | Rock, Paper, Shotgun
 

BlackBetty466

Pförtner des Altenheims
das is doch auch nonsens sich über fehlende titel einer neuen generation zu beklagen und dann im direkten vergleich 300 spiele hinzustellen. Diese 300 spiele sind aber alle mehr oder weniger alt. Und zum teil sicherlich auch auf der last gen verfügbar. Was man ankreiden könnte in diesem fall wäre die fehlende abwärtskompatibilität bei der next gen nicht aber die fehlenden titel.


Das ist ja nun wirklich Augenwischerei. Wenn ich ein nagelneues (Konsolen-)System betrachte, ist es IMMER so, dass innerhalb des ersten oder vielleicht auch der ersten zwei Jahre die Spiele-Anzahl extrem gering ist. Das liegt in der Natur der Sache. Dieses neue System zieht immer den kürzeren, egal ob man es nun gegen den PC vergleicht oder gegen Vorgänger-Konsolen.


Sehe ich anders, MS und Sony hätten ja schliesslich auch 300 alte Titel auf die neuen Systeme portieren und die dann Besitzern der Lastgen-Version kostenlos zur Verfügung stellen können.
Ausserdem ist es ja auch noch ein bisschen hin bis zum Erscheinen der Steam Machines und bis zum offiziellen Start des Steam OS, bis dahin werden sicher noch viel mehr Spiele portiert sein.


Zudem solltest Du Dir mal mit Dir selbst drüber einig werden, wovon Du jetzt genau redest, denn Du wirfst hier regelmässig 2 verschiedene Dinge durcheinander, die voneinander komplett unabhängig sind, nämlich SteamOS und die Steam Machines.
- SteamOS ist ein freies Betriebssystem auf Linux-Basis. Auf SteamOS laufen die von Dir genannten um die 300 nativen Spiele, die es im Steam-Store dafür gibt, die aber im Gunde auch auf jeder anderen Linux-Distribution laufen. Zudem kann SteamOS (ggf. per Dual-Boot) auf jedem beliebigen PC zum Laufen gebracht werden. Und auf diesem PC kann man ebenso Windows inkl. der Windows-Version von Steam zu laufen bringen und somit weit mehr als die 300 Spiele nutzen. Sogar jede Menge Spiele, die überhaupt nichts mit Steam zu tun haben.
- Die Steam Machines hingegen sind stinknormale Steam-gebrandete PCs, die primär für SteamOS gedacht sind, aber an deren Hardware an sich überhaupt nichts Steam-spezifisch ist, wodurch man auf den Kisten (wiederum per Dual-Boot) auch Windows zum Laufen bringen kann und somit auch nicht an die nur 300 Titel gebunden ist.

Ich bin mir einig, keine Sorge. Und in diesem Falle bin ich auch deiner Ansicht.

Ein reine Steam Machine, die nur darauf ausgerichtet ist, Steam laufen zu lassen und nichts anderes kann - was genau das Prinzip von Konsolen ist - gibt es einfach nicht, denn praktisch kann jeder PC eine Steam Machine sein und jede Steam Machine kann ein klassischer Windows-PC.

Ich habe niemals etwas Gegenteiliges behauptet.

Wenn man das dann mit den Konsolen vergleicht, gewinnt der PC aufgrund der Abwärtskompatiblität natürlich. Aber das war auch schon gestern so, genauso wie vor 10 oder 20 Jahren. Dafür ist der PC in Sachen Wartung und Aktualisierung halt ein wesentlich komplexeres Biest. Und mit der Kompatibilität ist es manchmal auch ganz schnell dahin, wenn die Spiele nicht zukunftssicher genug programmiert sind.

Und genau hier will Valve ansetzen. Wer den Komfort einer Konsole möchte, kauft sich eine Steam Machine mit insatalliertem Steam OS und spielt fröhlich entsprechend portierte Spiele.
Wer mehr Lust zum basteln hat, installiert sich auch noch Windows und hat noch mehr Spiele zur Auswahl. Oder installiert auf seinem Windows PC das Steam OS. Oder was auch immer...

Jedenfalls soll hier der Vorteil des PC (mit welchem OS auch immer) kombiniert werden mit der einfachen Bedienung einer Konsole.

Und Fakt ist, wer aktuell kein Spielgerät hat, bekäme mit der Anschaffung einer Steam Machine auf Schlag Zugang zu den bisher 300 portierten Titeln, wer sich eine NextGen Konsole kauft bekommt erstmal nur die Chance auf weniger Spiele.


Nein, es ist eben kein rein deutsches Problem. Die Implementierung von Region-Locks funktioniert grundsätzlich global und modular für jedes Spiel. Valve, der Publisher oder der Entwickler können dieses System im Grunde jederzeit für jedes Spiel aktivieren und somit z.B. günstige Importe von Steam-Keys oder Cross-Region-Gifting von Spielen verhindern. Und genau sowas in der Art wurde z.B. zuletzt mit Metal Rising Revengeance praktiziert.
Steam Allows Publishers To Disable Cross-Region Gifting | Rock, Paper, Shotgun

Da steht doch schon in der Überschrift, dass Valve es dem Publisher ermöglicht, sprich die Instanz, die den Key-Lock durchführt ist nicht Steam, sondern der Publisher selbst.
Und mal ganz ehrlich, wenn ich mir durch die rechtliche Grauzone einen Zugang zu etwas besorge, brauche ich mich nicht wundern, wenn das dem Hersteller und Verkäufer nicht schmeckt. Ich habe noch nie gehört, dass offiziell im landeseigenen Steamshop oder im lokalen Einzelhandel erworbene Keys geblockt worden sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

knusperzwieback

Rat der Weisen
Was man ankreiden könnte in diesem fall wäre die fehlende abwärtskompatibilität bei der next gen nicht aber die fehlenden titel.

Für mich ein ganz wichtiger Punkt. Dass Spiele früher nicht abwärtskompatibel waren ist verständlich. Immerhin gabs da fast nur große Games.
Aber dass eine next Gen nicht in der Lage sein soll meine kleinen Arcade-Games zum laufen zu bringen ist für mich ein Ärgernis.
Beim PC hab ich dieses Problem jetzt nicht mehr. Hab viele Arcade-Games sehr günstig nachgekauft und weiß dass diese auch in Zukunft laufen.

Was die Steam-Machine angeht.
IMHO bis jetzt Unfug. Wenn ich PC auf dem TV haben möchte kauf ich mir für 5,- € ein HDMI-Kabel und gut ist.
Das Einzige was mich reizen würde wäre der Controller. Mal sehen was am Ende dabei raus kommt. :smile:
 
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