Wie wäre es denn mal mit einer
MMO-Tierlist? Meine sieht ungefähr so aus:
S
1. FFXIV
Obwohl ich eine Menge an FFXIV zu kritisieren hätte (extremste Formelhaftigkeit in Bezug auf Release von Content, in vielerlei Hinsicht altbacken, eine gewisse spielerische Starrheit, fragwürdiger "Netcode", an dessen Eigenheiten man sich gewöhnen muss, in vielen Punkten clunky af, ARR ist nicht mehr zeitgemäß usw.) pack ich mir das auf die 1. Es gibt kein MMO, in dem die Klassen so cool durchdesigned sind, in denen die Bosse derart bombastisch inszeniert werden, in dem die Musik derart knallt, in dem die Story so verdammt gut ist. Auch wenn ich Dawntrail noch nicht gespielt habe, freue mich jetzt schon auf Evercold.
A
2. Guild Wars 2
Meine verwelkte, größte Liebe des Genres. GW2 war einer der größten Hypes meines Lebens und ich bin diese Reise über abertausende Stunden bis zur x-ten Erweiterung mitgegangen. Ich hab an ihre Visionen der dynamischen Events geglaubt, selbst die fallengelassenen Dungeons habe ich unendlich mit einer festen Gruppe auf durchaus annehmbaren Niveau durchgeballert, ich hab mir einige Gen1-Legendaries geholt, war zeitweise ziemlich reich im Spiel. Die erste Erweiterung - HoT - begeisterte mit ihrem fast schon Metroidvania-esken Design, den immer besser werdenden Meta-Events und Raids (endlich!), die zweite Erweiterung - PoF - revolutionierte (das muss man so sagen) Mounts. Die Story nahm immer wieder Fahrt auf, aber so ganz gepackt hat sie mich nie, und leider verlor mich das Spiel immer mehr. Doch einen Platz in meinem Herzen wird GW2 immer haben. Diese tolles Enviromnent Design, diese fantastische Musik (auch nach Jeremy Soule). Das erste Mal in Guild Wars 2 leveln war eine Erfahrung, die ich nicht missen will - jedes entdeckte Jumping Puzzle ein Träumchen! Dieser Mut, auch mal was komplett anderes, verrücktes zu machen (z.B. die Adventure Box, ein Spiel im Spiel, wo man durch Retro-Jump and Run-Level hüpft). Manchmal glaub ich, ich hätte das Spiel viel früher aufhören sollen, immerhin war da viel Müll dabei (die Zeit der Living World, wo es alle 2 Wochen einen Patch gab ...), aber nein, das war Liebe (und vll auch ein bisschen Sucht, aber egal!)
3. World of Warcraft
WoW hat bei mir immer einen schweren Stand. Natürlich bin ich in WoW vollkommen versunken, als ich das irgendwann als junger Teen in den Sommerferien mit zig Freunden anfing. "6 Wochen Schulferien heißt nicht 6 Wochen WoW", sagten wir uns, aber genau das war es dann: 6 Wochen waren wir komplett weg. Natürlich nicht gesund und vernünftig, aber das erste Mal WoW leveln mit Freunden war eine unvergessliche Erfahrung. Später hab ich es ab und zu mal wieder ein wenig gespielt (manchmal gab es auch Überschneidungen mit den "CS-Leuten", was teils sehr cool war), aber es gab immer ein Riesenproblem mit mir und WoW: Sobald das Leveln vorbei war (und damals war Leveln noch eine Sache), hatte ich keinen Bock mehr. Die Dungeons waren nie so wirklich meins, das Endgame hat mich immer sofort - sofort! - verloren. Diese gear treadmill hat nie funktioniert. Ich hab zwar ab und zu dann mal in Mythic oder Raids reingeguckt, aber ne ... it just ain't for me. Und ich glaube, dass WoW generell heute nichts mehr für mich ist. Trotzdem verbinde ich nach abertausenden Stunden mit WoW einige wunderbare Erinnerungen, die ich niemals missen wollen würde.
4. Wildstar
Jetzt kommen wir langsam zu den MMOs, die ich im Verhältnis zu den 3 oberen kaum gespielt habe. Während ich in FFXIV, GW2 und WoW jeweils mehrere tausend Stunden geknallt habe (fml, oof), war ich in Wildstar wahrscheinlich nicht mal 50 Stunden drin. Trotzdem hat das einen sehr positiven Eindruck gemacht. Ich hab das gespielt, da war das Spiel schon so gut wie tot und die Abschaltung folgte bald darauf. Es spielte sich vom Movement etc. her gar nicht so unähnlich zu einem GW2 und das Bossdesign war phänomenal. Allerdings war das Spiel aufgrund seines starken Fokus auf Hardcore-MMO-Spieler schnell dem Untergang geweiht.
B
5. Elder Scrolls Online
Schöne Welt, schöne Musik. Ich liebe diesen Wassershader, kp warum! Das Kampfsystem war etwas spammy, aber hat mir Spaß gemacht. Ich war nie ein großer Elder Scrolls-Typ, weswegen das Spiel bei mir diesen Bonus nicht hat, dass man durch bekannte Gebiete streift etc. Aber ich konnte mich zu einem Vampir machen lassen (von anderen Spielern), wie fucking cool ist das denn?
6. Star Wars The Old Republic
Das habe ich zu Release viel gespielt. Der Story-Fokus war stark, es gab Entscheidungen, Kampfsystem und Klassen haben echt gebockt. Es litt zu Release aber leider arg unter Content-Problemen, da die Entwickler nicht damit rechneten, wie schnell die Spieler durch die Leveling-Phase ballern. Ich habe es über ein Jahrzehnt später nochmal ein klein wenig gespielt, aber nicht genug, um das noch irgendwie neu zu beurteilen und höher zu packen.
7. TERA Online
Ein Teil meiner Freundesgruppe hatte einen Fetisch für (in meinen Augen) schlechte, kostenlose MMOs. Da wurde gerne mal sowas gespielt wie Rappelz oder Cabal. Ganz selten haben die dann auch mal ein einigermaßen brauchbares Exemplar dieser Sorte angespielt, und da war ich dann bei TERA auch ein wenig dabei. Im Gedächtnis geblieben ist das sehr gute Action-Kampfsystem mit "Action-Kamera".
C
8. The Lords of the Rings Online
Das habe ich 2x relativ kurz in meinem Leben gespielt. Maximal klassisches MMORPG mit einer netten Supporterklasse, die mit Bannern rumhantierte (ich war wegen GW2, wo der Krieger ewig lange als "banner bitch" fungierte, für sowas zu haben). Viel mehr kann ich dazu aber wohl auch nicht mehr sagen.
9. Secret World Legends
Mit diesem Spiel hatte ich großen Spaß, weil es u.a. von Lovecraft inspiriertes Zeug gibt und generell viel Horror zitiert wird. Es hat viel, teils überraschend kreativen Solokram, aber ich war auch in den frühen lowlevel-Dungeons unterwegs. Es konnte mich aber nie länger als ein paar Stunden am Anfang halten. Sobald der Spaß an den Referenzen etc. verflogen war, im Grunde.
Ich hab folgende Vorlage benutzt:
LOTRO und SWL hab ich selbst reingepackt.