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Nintendo Switch 2

Organika

Altenpfleger
Hah, an dem Satz habe ich mich auch sofort aufgehängt!

Ich glaube übrigens auch nicht, dass Preise aktuell was mit dem zu tun haben, was jemand bereit ist zu bezahlen. Ausgenommen mal völlig überteuerte Produkte wie irgendwelche Elite Controller, die einfach das doppelte von einem normalen Controller kosten, obwohl sie genau so schnell kaputt wie der Standard. Man kann dafür auch wunderbar irgendwelche Fotokopierer etc. nehmen. Es gab Zeiten, da wurde das alles immer günstiger, und es gab eine regelrechte Preisschlacht um die besten Rabatte. Im Grunde war vieles da schon Wegwerfware. PCs, Notebooks, so ziemlich alles an Zubehör.

Das ist halt so ziemlich vorbei, seit nach Corona die Welt... nun ja... Kryptomining mit Grafikkarten, Scalperei, gestörte Lieferketten, Monate Lieferverzug, Kurzarbeit, gestiegene Rohstoffe und und und. Alles möchte ich jetzt nicht anschneiden, nicht das jemand hier noch ne Depression bekommt.

Der Aussage das Konsolengenerationen immer Sprünge gemacht haben würde ich hier übrigens nicht unterschreiben. Wir haben jetzt in Folge von vielen Krisen ein paar Preissprünge, aber die waren so nie die Regel.

Auch die Software Preise waren von N64 bis heute quasi stabil. Es gab da immer kleine Anstiege, aber im Grunde hatten Videospiele seit jeher einheitliche, akzeptierte Preise.

Zur Hardware möchte ich jedenfalls folgendes feststellen:

Den ersten absurden Sprung gab es von PS1 (599 Mark, also umgerechnet 300€) zu PS2 (869 Mark, was umgerechnet 400-450€ wären), was sich aber im Laufe der Generation relativiert hat, auch weil Sony damals die Produktion dann von Japan nach Vietnam verlegt hat. Der Preis ergab sich damals vermutlich auch aus dem integrierten DVD-Player, aber das war schon ein heftiger Aufschlag für viele, reine Gamer.

Mit der PS3 hat man direkt 399 Euro zum Start verlangt, was aber der nachfolgenden PS4 entspracht, die zum exakt gleichen Preis veröffentlicht wurde.

Auch die Xbox360 gab es für 300€ und 400€, je nach Variante. Die One kam als erste Konsole für 499€, und ist damit baden gegangen. Streng genommen hat die Xbox Series X diesen Preis dann lediglich wiederholt.

Der DS lag zum Start bei 180€. Die Wii lag genau wie der Gamecube zuvor bei 250€, was dann auch nochmal der Startpreis vom 3DS war. Die Wii U kam dann für 350€, was schon ein merklicher Sprung gewesen ist. Die Switch unterbot diesen Preis sogar mit ihren 329€.

Also streng genommen gab es seit der PS2 so gut wie keinen wirklich großen Anstieg mehr. Der Preisanstieg der Switch2 jetzt ist deutlich messbar, sogar in Summe der Euros der größte zweitgrößte Sprung. Noch heftiger war nur die Bepreisung der PS5 Pro, wo verglichen zum Basismodell ein Unterschied von 300€ aufgeschlagen wurden. Die PS4 Pro kostete an gleicher Stelle genau so viel wie das Basismodel zu Release, also 400€.

Man kann also grob sagen, dass die Startpreise der Hauptkonsolen nicht permanent und auch nicht konstant gestiegen ist. Es gab immer mal wieder Ausreißer, die sich deutlich vom Vorgänger abgehoben haben. Eben PS2, Wii U oder dann die PS5 Pro. Die Handhelds wurden etwa ab jenem Zeitpunkt merklich teurer, als man entschied die Platine nicht mehr in Eigenregie zu bauen. Ansonsten hatten wir über viele Jahrzehnte ein stabiles Konsolen-Niveau zwischen Preisen von 300-400€ zur jeweils Markteinführung. Die realen Straßenpreise lagen dann schnell, und je nach Dauer einer Generation sogar deutlich darunter. Die PS2 wurde daher genau wie ne PS4, oder selbst der 3DS und ne Wii irgendwann im 100€ Sektor gesichtet.

Aber generell zu sagen, Konsolen seien ständig teurer geworden ist meines Erachtens nicht korrekt. Die Preise sind erst seit 2020 sehr heftig gestiegen. Alles zuvor war absolut Kinderfasching, und man hätte wohl bis auf wenige Ausnahmen eine minimal ansteigende Linie zwischen 1999 und 2019 ziehen können.

Was die Folgen von Pandemie und Wirtschaftskrise angeht, haben wir in sehr wenigen Jahren jetzt sehr unschöne Entwicklungen gesehen. Dies betrifft auch keineswegs nur Spielekonsolen. Versucht mal Holz zum Bauen zu kaufen...

Andererseits werden Konsolen nach so vielen Jahren auch für die Hersteller eigentlich immer günstiger. Sinkende Produktionskosten werden aber praktisch gar nicht mehr weitergegeben, sondern eher noch die Preise weiter angezogen. Das finde ich hat dann schon ein Geschmäckle. Statt die billigen Varianten preislich auch günstiger anzubieten, kassiert man damit erst so richtig ab. Das wird vermutlich auch nicht mehr besser werden, oder erreicht irgendwann eben den Punkt, wo immer mehr Menschen sich ihr Hobby nicht mehr oder nur mit Einschränkungen leisten können.
Hast du da nicht ein paar Fehler drin? PS3 kostete am Anfang 599€ und das war damals nochmal ein Sprung nach oben und die PS2 galt am Anfang auch als extrem teuer. Gamecube kostete glaub ich nur extrem kurz 250 €...ich glaube die gingen dann zum Start doch gleich auf 200 € runter und später wurde der Gamecube sogar für 99 € verkauft, weil sonst gar nichts ging(Übrigens laut dem damaligen Nintendo of Europe Chef wurde der Gamecube trotz der 99€ nicht mit Verlust verkauft).


Ich denke halt wirklich auch, dass man die Inflation nicht wegreden darf. Das war über viele Jahre alles stabil, aber die letzten Jahre ging es einfach schnell. Ein Beispiel....ca. 2009 war das Einstiegsgehalt Einzelhandel bei ca. 1100 € netto. Heute liegt das Einstiegsgehalt für denselben Job bei ca. 1700 € netto. Eine Konsole im Jahre 2006 für 600 € zu kaufen war meiner Meinung nach schwieriger als heute für denselben Preis. Die 600 € für die PS3 fühlten sich doch damals eher so an wie heute die PS5 Pro samt Laufwerk und Ständer.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
gefühlt bekommt man fürs gleiche Geld heute bessere Technik
Ja, die GPU die du vor 10 Jahren für 500€ gekauft hast, ist schlechter, als eine die du heute für 500€ kaufst. Aber: Vor 10 Jahren hast du für 500€ noch ein deutlich hochwertigeres Modell bekommen. Damals wars ne GTX 980, also high end, heute gibts dafür ne RTX 5060, also Einstiegsklasse.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Ja, natürlich. Das ist auch alles andere als unüblich.

Bitcoin und Crypto sind zwei sehr unterschiedliche Welten.

Vielleicht verstehe ich dich einfach nicht, aber zu sagen Bitcoin wäre nicht Crypto ist als würde man sagen ein Quadrat ist kein Viereck. Natürlich gibt es innerhalb von Crypto starke Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten (von wertlosem Schrott über Memecoins und NFTs hin zu realen Konkurrenten von BTC wie bspw. Ethereum), aber wie können denn Crypto und Bitcoin unterschiedliche Welten sein, wenn Bitcoin nicht nur Crypto ist, sondern den Begriff als stärkster Vertreter sogar prägt?
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Vielleicht meint er einfach, dass Bitcoin inzwischen ein reines Spekulationsobjekt ist und Crypto eigentlich noch viel mehr ist oder sein sollte.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Spekulationsobjekte sind sie alle. Keine der Coins hat einen realen Gegenwert wie bspw. Goldreserven und der Wert kann daher jederzeit ins Bodenlose rutschen, da er ausschließlich von Angebot und Nachfrage abhängt. Im Gegensatz zu Aktien steht auch kein Firmenwert dahinter und in den meisten Fällen kann man damit auch nicht bezahlen, weil sie einfach kaum einer als Zahlungsmittel akzeptiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Levi

Pförtner des Altenheims
Könnt ihr nicht wissen, aber ich hab da schon was Richtung offtopic Spamtisch verlagert. Kann da gerne weiter gehen... Just sayin'
 

Khorny

Moderator
Team
Hast du da nicht ein paar Fehler drin? PS3 kostete am Anfang 599€ und das war damals nochmal ein Sprung nach oben und die PS2 galt am Anfang auch als extrem teuer.
Ja gut, das stimmt. Aber für den Preis haben sie auch ordentlich "bezahlt".

Einzelne Hersteller haben sich zwischendrin immer mal versucht sich aufgrund ihres Marktstatus an den Kunden zu bereichern, und tun das heute noch sehr erfolgreich, weil ihnen 2020 auch Scalper insbesondere die Blaupause vorgelegt haben, dass es halt genug Idioten da draußen gibt, die bereit sind auch 1000€ für 500€ Hardware zu bezahlen. Praktisch für eine Industrie, die gerade sowieso den Punkt erreicht hat, wo sie keine Gewinnzuwächse mehr erzielen kann, und selbst auf PC oder Konkurrenz-Systemen um Käufer betteln muss.

Jedenfalls ging es nur darum zu zeigen, dass eine stetig steigende Preispolitik eben nicht die Regel war.

Ich denke halt wirklich auch, dass man die Inflation nicht wegreden darf.
Es wird aber auch nur zu gerne als Ausrede für mittlerweile alles benutzt. Genau so wie jetzt Zölle anderswo als Ausrede dienen, eine PS5 abermals teurer zu machen. Sowas wird mit hübschen Halbwahrheiten verpackt, die einfach gerade aktuellen Narrativen entsprechen, die jeder schon mal irgendwo gehört hat - aber das ist eben nur die halbe Wahrheit, denn die Hardware an sich ist längst in der Gewinnzone angekommen.

N64 Spiele haben teilweise 180 mark und mehr gekostet... (snes sogar noch mehr)

Software wurde im Laufe der 90er und 2000 eher günstiger. (mit dem Einstieg der CD und Steamsales gab's dann geradezu einen Preisverfall bei den Softwarepreisen.)
Das stimmt auch.

Die Preise sind nach der N64 Zeit eher wieder deutlich gefallen. Lag beim N64 auch einfach mit an den teuren Modulen, und Steam hat mit seinen Sales den Konsolen schon arg zugesetzt. Man kriegt Spiele einfach immer noch mitunter nachgeworfen, und viele Menschen kaufen schon gar nicht mehr anders als ihre Sales oder Bundles einzutüten.

Ich denke damit hast Du gerade sogar eine Erklärung für viele der Neupreise geliefert. Für die Profite dürfen es am Ende wie gehabt die Day1 Käufer und Service-Abonnenten sorgen, während der große Rest einfach auf Black Friday wartet. :ugly:
 

Machine Head

Pförtner des Altenheims
Sorry, aber ich schnapp mir wieder mal nur ein Punkt raus (grundsätzlich hast du mit vielen recht, aber der stößt mir auf, weil er meiner Meinung nach schlicht falsch ist:

N64 Spiele haben teilweise 180 mark und mehr gekostet... (snes sogar noch mehr)

Software wurde im Laufe der 90er und 2000 eher günstiger. (mit dem Einstieg der CD und Steamsales gab's dann geradezu einen Preisverfall bei den Softwarepreisen.)


Und ja. Ich würde unterschreiben, dass es vor ca 5 Jahren angefangen hat mit dem Preis Anstieg..... Aber eben, weil Leute den Kram auch kaufen.... Warum auch immer. Denn Mittelklasse gab's eigentlich weiterhin. Es war nur einfach nicht mehr fein preisbewusst ein PC zu kaufen...

Ich klau mir auch mal nur einen Punkt raus und zwar den bezüglich der Softwarepreise.
Wie oft lese ich von den Steamsales und was man da nicht alles hinterhergeworfen bekommt. Da haben wir die beste Zeit für mein Empfinden auch schon hinter uns gelassen.
Achtung Anekdote: Ich hab vor Jahren, es muss so zum Ende der PS3 bis zur Mitte der PS4 Ära gewesen sein, meine ganze Wishlist bei Steam für Preise zwischen 1 und 10€ abgearbeitet. Junge, die Spiele hab ich bis heute nicht mal Ansatzweise alle angespielt, so viel hab ich mir zu der Zeit gekauft. Guck ich heute in die Sales, sind die großen und bekannteren Titel auch nach einigen Jahren im Sale noch zwischen 10 und 20€. Teils werden Spiele auch wieder teurer...
 

Khorny

Moderator
Team
@Machine Head

Jo, da ist was dran.

Liegt aber wohl daran, dass Basispreise von Spielen gerade über Thirds einfach gestiegen sind, oder die auch kaum noch Geschenke verteilen.

Nebenbei sind die Zeiten in denen man Sony oder selbst Microsoft Titel für 10€ in der Grabbelkiste mitnehmen konnte auch seit 1-2 Jahren vorbei. Auf PS4 oder in den ersten 1-2 Jahren der Series / Next Gen war das noch easy. Inzwischen braucht man schon verdammtes Glück, oder einen Media Saturn der auch mal blind etwas völlig verscherbelt. Aber das sind dann keine vom Hersteller abgesegneten Preise, sondern schlicht die Märkte selbst.

Aber nicht von Sony. Die schreiben nix von Zöllen.
Sie beziehen sich auf die "weltweite Situation". Natürlich geht man da nicht 100% ins Detail, aber es weiß doch jeder was gemeint ist. Das ist ja auch die Intention an solchen vagen Aussagen. Braucht man hier aber nicht nochmal diskutieren.
 
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