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. Lies of P (PS5) 7/10
Nach Elden Ring habe ich gemerkt, dass ich inzwischen ziemlich übersättigt von Souls Spielen bin und habe deshalb auch ein paar Jahre konsequent gefastet. Irgendwie hat es mich jetzt aber doch wieder gejuckt, auch wenn ich festgestellt habe, dass ich mich als Spieler in den letzten Jahren ziemlich verändert habe.
Ich kann mich einfach nicht mehr stundenlang mit Bosskämpfen beschäftigen! Damit bin ich durch!!! Patterns lernen, Strategie anpassen, Rhythmus finden … ohne mich.

Ich habe da wirklich eine 180-Grad Kehrtwende hingelegt und bin inzwischen heilfroh, dass es immer mehr Soulslikes mit einstellbarem Schwierigkeitsgrad gibt. Je älter ich werde ... desto kostbarer ist mir meine Zeit. Ich habe keinen Funken Gamer Ehre mehr in mir und finde es großartig, dass mir Lies of P mit seinem jederzeit anpassbaren Schwierigkeitgrad so entgegenkommt.
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Und dann wäre da noch das Kampfsystem. Ein FromSoft "Best-of" oder so ähnlich ... es funktioniert schon irgendwie i guess. Nach dem ersten Boss war klar, dass das Spiel möchte, dass ich viel pariere. Im Gegensatz zu Sekiro bin ich allerdings nie wirklich in einen Flow gekommen was auch an den unendlich vielen verzögerten Animationen liegt. Da die Boskämpfe zudem recht ähnlich ablaufen, habe ich irgendwann die Geduld verloren und den Schwierigkeitsgrad gesenkt. Trotzdem kann man sich gut reinfuchsen, und Trefferfeedback sowie Audiodesign sind fast so befriedigend wie bei FromSoftware.
Ja, FromSoft. Dieser Vergleich geht einem ständig durch den Kopf ... meistens sogar als Kompliment. Am Ende bleibt aber doch das Gefühl, „nur“ eine gute Kopie gespielt zu haben. Ich hab Soulslike eigentlich längst als eigenes Genre verbucht. Nach all den Jahren dürfte nun aber gern mal ein echter Gamechanger auftauchen, der das Ganze einmal ordentlich auf den Kopf stellt.