...und ich betone nochmals, dass man sich nicht dafür schämen muss, wenn man auf schwierig den Erfolg nicht zwingend abgreifen muss und das Spiel auf normal schon eine Herausforderung ist

. Ich bin jetzt auch kein RPG Anfänger und ich behaupte mal, dass mein Char sehr, sehr gut geskillt ist, trotzdem hab ich bei diversen Zwischengegnern, weil sie auch eben geballt in Horden auftreten, Probleme habe. Da hilft dann auch kein Riposte oder Fallen legen oder sonstige Taktiken, da die Magier und anderes Getier hübsch von allen Seiten angreifen und man öfter auf dem Rücken liegt oder blockt und mit Heiltränken um sich werfen muss als einem lieb ist. Hier von "Kindergeburtstag" auf "normal" zu sprechen, halte ich jetzt für arg übertrieben.
Von Schämen war auch nicht die Rede, ebenso nicht von "Kindergeburtstag". Es muss sich absolut niemand dafür schämen, wenn einem der normale Schwierigkeitsgrad reicht oder man bereits diesen schon als knifflig empfindet. Ich schäme mich schließlich auch keineswegs dafür, dass als "RPG-Veteran" liebend gerne auf Dark Souls verzichte, weil dessen Definition von Schwierigkeitsgrad für mich absolut nicht mit Spielspaß zu tun hat.
Es ging einzig und allein um mein Empfinden des Schwierigkeitsgrads. Ich gehöre nun wirklich nicht zu der Fraktion, die immer alles auf "Schwer" durchspielen muss. Nicht mal bei meinem favorisierten Genre, den RPGs. Bei Dragon Age (II) hat mir "Normal" vollkommen gereicht. Bei Torchlight habe ich aufgrund der Erfahrungen mit dem normalen Schwierigkeitsgrad im Demo-Teil auf "Schwer" gespielt und es bereits nach einem Drittel schwer bereut.
Aber KoA:R empfinde ich definitiv als einen eher leichten Vertreter des Genres. Aber ich denke, es hängt auch ganz einfach von der eigenen Skillung und den Einsatz von Ausrüstung und Alchemie ab.
Und einen entscheidenden Einfluß hat für mich auch, dass ich das Kampfsystem von KoA:R wirklich liebe. Oftmals habe ich bei RPGs das Gefühl, dass mich das Kampfsystem eher davon abhalten soll, die coolen Dinge in RPGs (Erkundung, Dialoge etc.) wirklich zu erleben und das ist hier das komplette Gegenteil.
Ich spiele einen straight fokussierten Schurken mit Dolchen als Primär- und Bögen als Sekundär-Waffe, dazu halt noch die aktivierten Fähigkeiten, die die Volltreffer-Chance erhöhen und die Dolche vergiften. Und mit dem habe ich in der Regel nicht mal große Probleme, wenn ich mich in Gruppen von 3-5 Gegnern stürze. Klar, wenn da plötzlich 3-4 Jottun oder Ettin auftauchen, liege ich auch öfter mal am Boden und muss Heiltränke einwerfen. Aber die Dolche haben an sich den Vorteil, dass sie so enorm schnell sind, dass man oftmals in einen so dominanten Kombo-Flow kommt, dass der Gegner teilweise gar nicht oder meist nur 2-3 Mal überhaupt dazu kommt anzugreifen.
Natürlich muss man dann auch öfter auf die Flanke oder den Rücken achten, aber wenn man in den Kombo-Rausch dann auch noch Ausweichmanöver einbaut, sich immer wieder mal auf den nahestehendsten Gegner konzentiert und gelegentlich Fähigkeit einbaut, die die Gegner etwas zurückwerfen, sind die meisten Kämpfe vergleichsweise(! - nicht total) locker zu gewinnen. Für (Mini-)Bosse hebe ich mir nach Möglichkeit immer noch Spezialtränke und vor allem Schicksalsenergie auf. Grade im Schicksalsbrecher-Modus gibt es dann kaum noch Gegenwehr von den Gegnern.
Und die Ausrüstung spielt natürlich auch eine nicht unwichtige Rolle. Ich achte möglichst immer drauf, dass ich entweder lila-farbene oder selbst hergestellte Ausrüstung habe, die möglichst viele Boni hat und mindestestens 3 Ausrüstungteile entweder Gesundheit und Mana oder Gesundheits- und Manaregeneration erhöhen.
So ist das Spiel auf "Schwer" auch immer noch kein "Kindergeburtstag", aber man muss auch nicht alle 2 Meter speichern, weil man Angst vor dem nächsten Gegner hat.