Die Frage ist doch Muss man alles dürfen was man machen könnte.
Jain, wäre meine Antwort. Einerseits möchte man jede spielerische Freiheit behalten, andererseits muss man dafür sorgen, dass sich Eltern für ihre minderjährigen Kinder verantwortlich zeigen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Kinder alles beschaffen können, was sie spielen wollen. Das war schon zu meiner Zeit mit damals indizierten Titeln wie Rambo 2, Raid over Moscow oder Forbidden Forest der Fall.
Das geht in Ordnung, wenn es die Eltern beurteilen und es überschauen können, wie ihre Kinder damit umgehen und wie sie das Medium Videogames handhaben. Wenn ein Spiel ausdrücklich für Volljährige ausgeschrieben wurde, dann liegt die Verantwortung auch ausdrücklich bei den Eltern. Dann sollten erwachsene Spieler in diesen Spielen auch alles machen dürfen, was man machen könnte. Nur das sollte dann nicht unbedingt in Kinderhände gelangen, außer man hat sich ausdrücklich damit auseinandergesetzt, auch mit den eigenen Kindern.
Das ist auch das grundsätzliche Problem. Man schiebt die Verantwortung gerne auf die Erwachsenen, macht sie verantwortlich für ihre Kinder und stellt dann fest, dass sich die Erwachsenen meistens nicht für das interessieren, was ihre Kinder so machen. Das nimmt oft der Staat als Anlaß dazu Verbote einzuführen, die eigentlich nicht nötig wären, wenn die Eltern sich allgemein mehr für das inreressieren würden, was ihre Kinder gerne so treiben. Es fehlt hier meistens der gegenseitige Austausch, man kann es fast als modernen Generationskonflikt bezeichnen. Da gibt es noch viel Diskussionsbedarf.