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"Killerspiele", Zensur, Amokläufe und Co. - Sammelthread

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Die Frage ist doch Muss man alles dürfen was man machen könnte.

Jain, wäre meine Antwort. Einerseits möchte man jede spielerische Freiheit behalten, andererseits muss man dafür sorgen, dass sich Eltern für ihre minderjährigen Kinder verantwortlich zeigen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Kinder alles beschaffen können, was sie spielen wollen. Das war schon zu meiner Zeit mit damals indizierten Titeln wie Rambo 2, Raid over Moscow oder Forbidden Forest der Fall.
Das geht in Ordnung, wenn es die Eltern beurteilen und es überschauen können, wie ihre Kinder damit umgehen und wie sie das Medium Videogames handhaben. Wenn ein Spiel ausdrücklich für Volljährige ausgeschrieben wurde, dann liegt die Verantwortung auch ausdrücklich bei den Eltern. Dann sollten erwachsene Spieler in diesen Spielen auch alles machen dürfen, was man machen könnte. Nur das sollte dann nicht unbedingt in Kinderhände gelangen, außer man hat sich ausdrücklich damit auseinandergesetzt, auch mit den eigenen Kindern.

Das ist auch das grundsätzliche Problem. Man schiebt die Verantwortung gerne auf die Erwachsenen, macht sie verantwortlich für ihre Kinder und stellt dann fest, dass sich die Erwachsenen meistens nicht für das interessieren, was ihre Kinder so machen. Das nimmt oft der Staat als Anlaß dazu Verbote einzuführen, die eigentlich nicht nötig wären, wenn die Eltern sich allgemein mehr für das inreressieren würden, was ihre Kinder gerne so treiben. Es fehlt hier meistens der gegenseitige Austausch, man kann es fast als modernen Generationskonflikt bezeichnen. Da gibt es noch viel Diskussionsbedarf.
 

Rikyu 1522

Pförtner des Altenheims
Jain, wäre meine Antwort. Einerseits möchte man jede spielerische Freiheit behalten, andererseits muss man dafür sorgen, dass sich Eltern für ihre minderjährigen Kinder verantwortlich zeigen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Kinder alles beschaffen können , was sie spielen wollen. Das war schon zu meiner Zeit mit damals indizierten Titeln wie Rambo 2, Raid over Moscow oder Forbidden Forest der Fall.
Das geht in Ordnung, wenn es die Eltern beurteilen und es überschauen können, wie ihre Kinder damit umgehen und wie sie das Medium Videogames handhaben. Wenn ein Spiel ausdrücklich für Volljährige ausgeschrieben wurde, dann liegt die Verantwortung auch ausdrücklich bei den Eltern. Dann sollten erwachsene Spieler in diesen Spielen auch alles machen dürfen, was man machen könnte. Nur das sollte dann nicht unbedingt in Kinderhände gelangen, außer man hat sich ausdrücklich damit auseinandergesetzt, auch mit den eigenen Kindern.

Das ist auch das grundsätzliche Problem. Man schiebt die Verantwortung gerne auf die Erwachsenen, macht sie verantwortlich für ihre Kinder und stellt dann fest, dass sich die Erwachsenen meistens nicht für das interessieren, was ihre Kinder so machen. Das nimmt oft der Staat als Anlaß dazu Verbote einzuführen, die eigentlich nicht nötig wären, wenn die Eltern sich allgemein mehr für das inreressieren würden, was ihre Kinder gerne so treiben. Es fehlt hier meistens der gegenseitige Austausch, man kann es fast als modernen Generationskonflikt bezeichnen. Da gibt es noch viel Diskussionsbedarf.

Ja genau die Eltern haben die Verantwortung dafür das du mit ruhigen Gewissens weiter zocken kannst.Wie stehlst du dir das eigendlich vor wie die Eltern das regeln sollen? Ihnen das spielen der entsprechenden Titel untersagen ok aber wie du schon gesagt hast "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Kinder alles beschaffen können" also kommen die lieben Kleinen eben doch an solche Titel auch wenn man sich sehr wohl dafür interessiert was die Kids da treiben .Tja und in denn Keller sperren oder den umgang mit den entsprechenden Freunden (meist Klassenkameraden)verbieten ist sicher keine Lösung.
 

AnthragonVangor

Altenpfleger
Sponsor
Ja genau die Eltern haben die Verantwortung dafür das du mit ruhigen Gewissens weiter zocken kannst.Wie stehlst du dir das eigendlich vor wie die Eltern das regeln sollen? Ihnen das spielen der entsprechenden Titel untersagen ok aber wie du schon gesagt hast "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Kinder alles beschaffen können" also kommen die lieben Kleinen eben doch an solche Titel auch wenn man sich sehr wohl dafür interessiert was die Kids da treiben .Tja und in denn Keller sperren oder den umgang mit den entsprechenden Freunden (meist Klassenkameraden)verbieten ist sicher keine Lösung.

Ich glaube Neo meint eher, dass es nicht um generelle Verbote geht, sondern, dass sich die Eltern mit der Materie, dem Spiel und dem Kind auseinander setzen und darüber reden und nicht einfach blind ein Spiel kaufen, damit das Kind die Schnute hält. Wenn man als Elternteil Interesse zeigt an dem was das Kind macht und sich darüber unterhält worum es in dem Spiel geht ist das schon was anderes. Wer weg schaut als Elternteil handelt da schon grob fahrlässig.
 

Rikyu 1522

Pförtner des Altenheims
Ich glaube Neo meint eher, dass es nicht um generelle Verbote geht, sondern, dass sich die Eltern mit der Materie, dem Spiel und dem Kind auseinander setzen und darüber reden und nicht einfach blind ein Spiel kaufen, damit das Kind die Schnute hält. Wenn man als Elternteil Interesse zeigt an dem was das Kind macht und sich darüber unterhält worum es in dem Spiel geht ist das schon was anderes. Wer weg schaut als Elternteil handelt da schon grob fahrlässig.

Naja das hab ich da nicht wirklich rausgelesen.Da sind wohl die Pferde mit mir durch gegang, weil ich solche Art Argumente als zockender Vater immer ofter ertragen muss.
 
E

einauge

Guest
Also bitte nicht falsch oder gar als persönlichen Angriff verstehen, aber dieses Argument die Eltern wären verantwortlich hat mich ein wenig den faden Beigeschmack der Sprüche der amerikanischen Waffenlobby nach einem Amoklauf o.ä. "Wir stellen nur die Waffen her, wem sie dann verkauft werden oder was der Käufer dann damit macht, damit haben wir nix mehr zu tun" Ich denke schon das jeder der ein Produkt anbietet und genau seine Zielgruppe kennt (und das sind bei GTA5 bestenfalls 50% Erwachsene) sollte sich einer gewissen Verantwortung bewußt sein. Was will man denn z.B. als Vater oder Mutter machen wenn das Kind mal Hannah Montana Fan war und Miss Cyrus jetzt abwechselnd ihre primären oder sekundären Geschlechtsteile in die Kamera plaziert oder wenn ich mir das neueste Rihanna Video anschaue (die ich als Sängerin sogar ganz gut finde), das Ding ist nur noch einen kleinen Schritt vom Porno entfernt. Bis vor wenigen Tagen wußte ich nicht mal wirklich was Instagram (oder wie das heißt) ist, also da sind die Eltern doch völlig überfordert und wenn die Kids dann sagen , ooch man das ist halt so ein Gangsterspiel, dann werden sie es kriegen oder sich vom älteren Kumpel leihen oder kaufen lassen.
Ich bin auch nicht blöd, das in einem Kriegsspiel wie COD oder BF virtuell getötet werden muss ist logisch und in einem Gangsterspiel halt auch, aber wie gesagt man sollte Grenzen ziehen und die sind für mich halt mit aktiv ausgeführten Folterungen (dann auch noch Waterbording/ GTA5) überschritten, genau wie mit der Möglichkeit Kinder zu töten (Skyrim)
Das es anders geht hat ja die allgemein unbeliebte USK Version eines COD Ablegers mit der leidigen Geiselgeschichte gezeigt, Game Over....fertig und jetzt muss noch einer sagen, nee also wenn ich keine Geiseln erschiessen darf macht mir das ganze Game (was eh vom MP lebt) keinen Spaß.
Da solche Diskussionen aber meist zu Ärger führen bin ich dann hier mal raus.
 

Mucho Sicko

Altenpfleger
Ein oder zwei Sachen würde ich noch gerne loswerden, für mich sind Videospiele gleichzusetzen mit Zeichentrickfilmen, keine atmende Person oder sonstiges Wirbeltier wird verletzt oder misshandelt oder unterdrückt oder sonstwie durch mein zutun geschädigt. Ob ich nun eine Taste drücke und dabei zusehe wie Trevor Phillips einem gefesselten Mann die Kniescheibe zertrümmert oder "Jerry Maus" dem doofen Kater eine glühend heiße Bratpfanne in die Fresse drischt, ist für mich Jacke wie Hose. Wer Videogames (egal welches) mit der Realität gleichsetzen will, hat so glaube ich ein kleines Problem mit der realen Realität. Dabei ist es völlig egal wie "realistisch" so ein CoD oder Battlefield gemacht ist, es ist und bleibt gemacht ... gezeichnet ... programmiert ... gemotioncaptured und was weiss ich wie man so ein Game macht. Ganz genau so wie in einem Actionfilm, ob ich nun den rechten Trigger drücken muss damit ein Pixelmensch mit immernoch ziemlich eckigem Kopf das Zeitliche segnet, oder ich die Playtaste am BluRay-Player drücke um mir in Full HD den alten Sylvester Stallone anzusehen wie er aberdutzende Schauspieler, bestialisch mit einer Flak-Kanone zum platzen bringt ist für mich total einerlei. Ich habe mir auch in der Jugendzeit genau wie [MENTION=1204]X30 Neo[/MENTION] Games und Filme organisiert die bei Gott nicht für mein Alter geeignet waren (Filme und Games die heutzutage total albern rüberkommen wegen der miesen Technik), unsere Eltern wussten davon nichts (mein Vater wusste garnicht wie man einen Videorecorder geschweigedenn einen C64 bedient ^^) und genau wie Neo habe auch ich noch keinem lebenden Menschen den Kopf abgerissen oder sowas.
Im Ernst, ich finde es völlig irrsinnig zwischen Games und dem RL Parallelen zu ziehen. Gabs eigentlich schonmal irgeneinen Bericht über einen Autotuner der mit seiner hochgezüchteten Karre eine Massenkarambolage angezettelt hat und dem man unterstellte das hätte er bei Need for Speed gelernt? ... meh, glaube nicht. Ich kann auch immernoch nicht mit einem Panzer fahren oder ne Drohne fliegen oder mit 200 Km/h eine 90° Kurve fahren oder eine Bombe entschärfen oder ... oder ... oder. Auch wenn sich manche Games "Simulation" schimpfen, man lernt dadurch absolut nicht wie man das gezockte in die Realität mit richtiger Physik und so überträgt.


Off Topic:
Zum Roten Kreuz, ... komisch als ich nach dem Haufen im zusammenhang mit dem Suchbegriff "Kriegsverbrechen" gegooglet habe bin ich auf hochinteressante Fakten gestoßen. Ich werfe mal den Begriff "Rattenlinie" in den Raum. Da geht es darum wie der Vatikan in zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz um 1945 herum NS Kriegsverbrecher nach Argentinien ausgeschleust hat.

"...Neben Italien war auch Spanien ein sicherer Platz für die flüchtigen Kriegsverbrecher, wo ihnen bis zu ihrer Abreise per Schiff eine Unterkunft, Taschengeld, Verpflegung und nicht selten sogar Startkapital für ihre neue Existenz zur Verfügung gestellt wurden. Die Kosten für die Schiffsüberfahrt dieser Flüchtigen übernahm in den meisten Fällen das Internationale Rote Kreuz."
Unter den flüchtigen Kriegsverbrechern befanden sich unter anderem: Klaus Barbie, Gerhard Bohne, Adolf Eichmann, Berthold Heilig und last but not least Josef Mengele. (Quelle: Wiki und so)
Also liebes Rotes Kreuz, wenn es um solche Themen wie Moral oder soziale Kompetenz usw. geht, vielleicht einfach mal die Fresse halten.

Sorry wenn mein Schrieb evtl. etwas verworren rüberkommt, ich hatte noch keinen Kaffe.
 

X30 Engerling

Aushilfe der Essenausgabe
Ich fand die Szene bei Rambo IV am besten, wo er den Jeepfahrer mit seinem eigenen Geschütz in Brocken schiesst. Die hatten wir schon mal eine Stunde auf repeat laufen und haben nur noch gelacht.

Im übrigen finde ich dass sich die Diskussion hier im Kreis dreht. Im Grunde sind unsere Argumente klar, die Gegner haben ihre auch (wenn auch empf- oder erfunden), und die populistischen Vorstöße von Medien und Politik nutzen sich zusehends ab. Schon jetzt ist Killerspiel ein politthema dass ausgelutscht ist.

Das einzige relevante Thema für uns sind Selbstzensuren aus Marketinggründen und angelehnte Themen wie DLC-Sperren. Letzteres ist dann aber auch wieder ein Marketingthema.

Eigentlich sind wir doch durch mit dem Thema Killerspiele. Es geht doch nur noch um Verfügbarkeit.
 
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