J
Jorini
Guest
Also was mich hier wirklich umhaut ist das vehemente verteidigen des Auto`s, wenn du schreiben würdest, ich kann deine Gedankengänge nicht nachvollziehen oder nach meiner Ansicht brennt dir der Kittel o.ä. aber das wichtigste was dich an meiner Aussage stört und noch den einen oder anderen hier ist meine Kritik am Auto, welches soweit ich weiß immer noch jährlich mit tatkräftiger Unterstüzung seiner jeweiligen Fahrers, tausende Todesopfer fordert speziell als Ursache von zu schnellem fahren von Jugendlichen die ihr Fahrzeug durchaus nicht nur als Transportmittel sehen. Und wenn hier jemanden unterstellt wird er bräuchte 6-7 Waffen um bestimmte Komponenten zu kompensieren, da rennen draußen tausende rum die ihre scheinbar mangelnde Potenz über ihr Fahrzeug definieren, sei es die Marke, die PS Zahlen, die Anzahl der Spoiler oder die Wattzahl ihrer Anlage.
Zum Thema Waffen, Waffen sind in erster Linie dazu da abzuschrecken, zum Glück gibt es zumindest bis jetzt viele Polizisten in Deutschland und sicher auch in den Staaten die über ihre gesamte Dienstzeit eine Waffe getragen haben und die auch ab und an zum Selbstschutz oder Schutz anderer gezogen haben, trotzdem nie schiessen mussten, d.h. perse ist die Waffe vorrangig als Abschreckung da.
Also nochmals von vorne:
Es geht hier nicht um die negativen Folgen des Autofahrens. Natürlich weiss ich, was für Folgen das Autofahren hat und das mit Sicherheit besser als Du, schliesslich habe ich für eine Versicherungs-Gesellschaft Hafptflichtschäden reguliert und dabei nur Fälle mit Schwerstgeschädigten wie Tetra- und Paraplegiker, Schädelhirntraumaitker und sogar Versorgerschäden (Todesfälle) reguliert. Da kam es durchaus auch mal vor, dass ich die Haftpflichtansprüche einer Tochter gegen ihre Mutter prüfen musste, die besoffen ihr eigenes Kind zum Paraplegiker "gefahren" hat. Aber trotzdem: Das Auto wird zum Transport hergestellt. Auch wenn Idioten damit rumfahren, auch wenn es ein paar Penner zur Selbstdarstellung und Kompensation ihrer kleinen Schwänze verwenden: Es ist und bleibt ein Transportmittel, das zweckentfremdet werden kann. Genau wie ein Messer, eine Gabel, ein Baseballschläger, ein Beil oder eine Säge. Eine Waffe wird aber zum Schiessen hergestellt. Das Abschreckungs-Argument zieht nicht, da jeder Besitzer damit schiesst, sei es ein Polizist, ein Soldat oder auch eine Privatperson. Sie wird hergestellt um zu töten und/oder zu verletzen. Oder dient sie einem Soldaten zur Abschreckung? Oder einem Jäger? Übt ein Polizist nicht regelmässig mit seiner Waffe, damit er im Ernstfall auch wirklich trifft? Sorry, aber der Vergleich hinkt, weil es zwei völlig verschiedene Produkte mit völlig unterschiedlichem Herstellungs- und Verwendungszweck sind..
Im übrigen gehöre ich zu den Bürgern, die zwar ein Auto haben, aber 99% ihrer Verrichtungen mit dem Fahrrad (und Anhänger) vornehmen. Egal ob Einkaufen, Kinder zum Sport oder zu Freunden bringen oder selber ins Training gehen, ich nehme das Fahrrad. Der Umwelt und meiner Gesundheit zuliebe. Trotzdem würde ich nie ein Verbot von Personenwagen fordern, wir leben ja nicht mehr im Mittelalter.
@ Sheldon
Zuerst ist Amerika schuld, dann die Pharmaindustrie und am Schluss das Geld. Du kritisierst die Medien, dass sie über Amokläufe in China nicht berichten, obwohl ja jeder halbwegs informierte Mensch ja weiss, dass in China die Medien nicht frei berichten dürfen und solche Dinge häufig nicht an die (breite) Öffentlichkeit gelangen, denn sonst würden auch hiesige Medien darüber berichten. Siehe nachfolgendes Beispiel:
Chinese sticht auf 22 Primarschüler ein - News Panorama: Vermischtes - tagesanzeiger.ch
China schaltet sich in US-Waffenpolitik ein - News Ausland: Amerika - tagesanzeiger.ch
Ich frage mich, wen Du als nächstes beschuldigst. Vielleicht Angela Merkel?
@ Priest
Es stimmt, wir sind viel zu viele Menschen auf dieser Welt. Es ist es auch nicht nachvollziehbar, dass ein Mann in Somalia zehn Kinder hat um sich dann im Schweizer Fernsehen zu beklagen, er könne sie nicht ernähren (was für eine Überraschung) und sei wütend, dass er so lange bei der Hilfsorganisation anstehen müsse, bis sie endlich ihr Essen kriegen... Klar ist es so, dass wir weltweit die Geburtenkontrolle einführen und uns auch fragen müssen, ob wir Menschen wie diesen Somalier weiterhin unterstützen wollen oder ob es auf lange Sicht nicht besser ist, diese Menschen ihrem Schicksal zu überlassen, damit ein Umdenken stattfindet und sie endlich nur noch so viele Kinder auf die Welt stellen, wie sie auch ernähren können. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Es hat einfach niemand das Recht wahllos unschuldige Menschen abzunknallen und ihr Leben auszulöschen. Es geht hier darum, ob die einfache Verfügbarkeit von Waffen Kurzschlusshandlungen von psychisch Labilen und sonstigen Geisteskranken fördert. Der Amoklauf in Newtown hätte vielleicht nie stattgefunden, wenn der psychisch kranke Täter zu Hause nicht auf ein Waffenarsenal hätte zurückgreifen können und er sich die Waffen auf dem Schwarzmarkt hätte besorgen müssen. Ich kann mir nämlich schlicht nicht vorstellen, dass dieser Mensch, der Angst hatte vor zwischenmenschlichen Kontakten und extrem scheu war, die Verbindungen und das Geld gehabt hätte um sich die Waffen auf dem Schwarzmarkt zu besorgen. Dazu kommt, dass er von seiner Mutter das Schiessen gelernt hat und regelmässig im Schützenverein geübt hat. Die Parallelen zu Tim K. in Winnenden sind da mehr als offensichtlich.
Es erwartet ja wohl niemand, dass hier jetzt jeder in Tränen ausbricht. Es reicht in meinen Augen, wenn man ein Minimum an Mitgefühl aufbringt und die Sinnlosigkeit dieser Tat erfasst hat. Aber Sprüche wie "Was sind schon 26 mehr oder weniger.." und "jeder muss mal sterben, die Frage ist nur wann" sind einfach nur pietätlos und primitiv. Ich gehe ja auch nicht hin, knall ihm eine Kugel in den Kopf und sag dann: "Was ist schon einer mehr oder weniger". Vielleicht sollte man zuerst mal das Hirn einschalten, bevor man solchen Mist ins Forum schreibt.
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