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Die Spiele-Industrie (Allgemeine Diskussionen)

Jarvius71

Aushilfe der Essenausgabe
Ich hab da schon mal was zu geschrieben.
Das ist schon seit Jahren so in der Industrie gewesen.
Nannte sich damals dann nur noch nicht KI, sondern Machine Learning. Und je mehr damit übersetzt und dann korrigiert wurde, umso größer wurde der vorhandene Datensatz und damit auch die Qualität. Grade bei den großen Firmen war das natürlich einfacher.

Dann bezahlt man die kleinen Lizenzkosten für das Tool und anstatt damals 20c pro Wort Übersetzung nur noch 7c pro Wort Korrekturlesen. Je nach Zeitdruck dann auch nicht mit 2-3 Übersetzern pro Sprache, sondern nur noch mit 1 Korrekturleser, der teilweise auch direkt die Sprachtests im Spiel selber gemacht hat.

Bei größeren Titeln mit ner Million Wörter spart man da dann schon mal ~70.000€ pro Sprache. Da die großen Titel meist in 10+ Sprachen veröffentlich werden (FR, DE, IT, ES, NL, PL, CZ, SW, MX, TC (Traditional Chinese), SC (Simplified Chinese), KO und JP waren meist standard, RU (nachher nicht mehr natürlich, CS (Columbian Spanish) und FC (French Canadian), spart man da dann schon mal locker $500.000 - $1.000.000.
Bei Titeln, die jährlich rauskommen, wurde kaum noch etwas händisch neu übersetzt.

Zumindest war das vor 5 Jahren so. Denke nicht, dass sich danach sonderlich viel geändert hat, eher im Gegenteil.
Zusätzlich wurden dann die Übersetzungskoordinatoren nicht mehr gebraucht, da der Rest direkt vom Sprachtester mitgemacht wurde. Da wurde dann direkt auch nochmal an einer ganzen Abteilung eingespart.
 

Bachstail

Pförtner des Altenheims
K.I. für Übersetzungen ist jetzt nicht unbedingt was Neues, im Gegenteil, das gibt es schon ewig.

Ich bin ein riesengroßer Gegner von K.I. im künstlerischen Bereich aber es ist in meinen Augen nicht sonderlich hilfreich, nun wirklich jede technische Spielerei auszugraben und so zu tun, als wäre es das allerschlimmste der Welt, nur weil man jetzt anfängt, das K.I. zu nennen.

K.I. innerhalb der Videospielebranche gab es nahezu schon immer, ich spiele aktuel zum Beispiel viel Heroes of Might and Magic, einige der Spiele sind uralt und haben ein Tool, mit denen man Zufallskarten generieren kann, das ist ebenfalls K.I., genauso wie die Tatsache, dass fast alle Maps in Diablo 2 oder alle Planeten in No Man's Sky per K.I. generiert wurden.

In einem gewissen Rahmen ist K.I. also akzeptabel, ob die Lokalisierung jetzt dazugehören muss, weiß ich nicht, aber wie erwähnt, ist das jetzt nicht wirklich schockierend oder neu, gerade wenn man wie ich im Indie-Bereich unterwegs ist, bekommt man sowas sehr oft zu sehen und früher waren es die jRPGs, die mit lustigen und obskuren Lokalisierungen zu kämpfen hatten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kindra

Rentenbezieher
Sponsor
Achtung: Gefährliches Halbwissen!!!

Ein statischer Algorithmus, der automatisch auf Basis bestimmter Parameter und Randomisierung Level erstellt, hat m.E. mit einem AI-Algorithmus, der an irgendwas trainiert wird und "lernt", wenig zu tun. Ersteres ist prozeduale Generierung anhand von Templates, mathematischem Noise, Parametern (Anzahl von Monstern hängt von vorher bestimmten Parametern ab bspw.). Der Algorithmus führt einfach nur aus. Das, was gemeinhin "KI" genannt wird, also bspw. LLMs, basiert auf Machine Learning und ist ein riesiger Wahrscheinlichkeitsrechner. Wenn also so eine generative AI dir ein Level baut, dann auf Basis von Daten, anhand derer sie trainiert wurde. Das ist was anderes als bei Heroes of Might and Magic. Beide Methoden haben natürlich Ähnlichkeiten, wie etwa eine Automatisierung.

Und "KI" ist natürlich nicht per se zu verteufeln. Gibt viele gute Anwendungsbereiche für diese Sachen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Dem Wortlaut nach

scheinen damit eher Epics Ausgaben insgesamt gemeint zu sein, die Fortnite alleine nicht mehr zu stemmen vermag.
Ist also der Moment gekommen, dass der Epic Store bald in sich zusammenbricht? Und schon wieder muss ich an Kajetan denken.

Faszinierend dennoch, das Valve keine einzige Gegenmaßnahme gefahren ist, und den Konkurrenten und seine Bemühungen einfach ausgesessen hat.
 

Kindra

Rentenbezieher
Sponsor
So wie ich es mitbekommen habe (hearsay), ist der Epic Game Store profitabel, Fortnite aber nicht mehr.
 

Batsi

Altenpfleger
Ja, das ist richtig. Wobei es auch schwieriger werden wird, den Store ohne die Fortnite Überschüsse ständig mit kostenlosen Spielen zu promoten.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Epic Store dann aktuellere und/oder populärere Spiele kostenlos anbietet, um z.B. den Verkauf von DLCs anzukurbeln. Das würde zumindest einen Teil der finanziellen Ausfälle decken :)
 

Batsi

Altenpfleger
Und wer bezahlt den Herstellern diese aktuellen AAA-Titel? Das dürfte ne ziemlich miese Rechnung für Epic werden.
Es müssen ja nicht direkt die ganz großen Produktionen sein, sondern kleinere Titel, die ihre Hauptverkaufsphase hinter sich haben. Die jeweiligen Entwickler/Publisher können dann vom Verkauf von DLCS und Mikrotransaktionen profitieren.
 

Khorny

Moderator
Team
Kommen nicht gerade kleine Spiele und Indies tendenziell ohne DLCs daher? Ich bin skeptisch, dass sowas funktioniert.

Ich kenne jetzt nicht viele 20€ Spiele, bei denen die DLCs dann exorbitant mehr kosten.
 
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