Um das ganze noch etwas weiter auszuführen. Dieser ganze Deal und all das drumherum, stinkt alles bis zum Himmel. Es soll ja Leute geben die denken, dass diese Übernahme etwas gutes ist. EA woke, boo hoo. Darum geht es aber nicht wirklich. Hier bereichert sich schlicht und ergreifend eine kleine Gruppe Leute und verdient sich eine goldene Nase.
Kurz vor der offiziellen Ankündigung, dass EA von PIF, Silver Lake und Affinity Partners übernommen wird (für
210 $ pro Aktie), haben Leute ungewöhnliche Optionsgeschäfte gemacht.
180 Calls – das sind Kaufoptionen mit einem Preis von 180 $, die in derselben Woche (am 03.10.) abliefen. Solche Optionen lohnen sich nur, wenn die Aktie stark steigt. Da haben wahrscheinlich Insider kurz vor der News massiv Kontrakte gekauft. Mhhhh, komisch

. Woher die das wohl wussten? Red Flag. Das sind zwar nur Vermutungen, aber es ist schon bemerkenswert, wie solche “Zufälle” und “Ungereimtheiten” vor solchen Ereignissen stattfinden. Quellen mit Bildern gibt es dazu im Internet. Auf Tradingseiten, kann man diese Bewegungen sehen. Ob es da Konsequenzen geben wird, oder überhaupt jemand auch nur mit der Wimper zucken wird, bleibt fraglich. Schließlich sieht das doch wie der beste Deal ever aus. Der amerikanische König liebt Deals.
Ich habe auch das Argument gesehen, dass jetzt alles besser wird, weil EA sich nicht mehr vor seinen Anlegern verantworten muss. Das ist aber auch Quatsch. Die müssen sich vor den Investoren verantworten, denen sie 20mrd Dollar schulden. Das macht nichts besser. Das wird nur weitere Kündigungen, Studioschließungen und gecancelte Projekte zur Folge haben. Entwickler, Coder, Designer werden durch AI ersetzt. So genanntes Vibe Coding. Das kann nur toll werden. Nicht. Noch aggressivere Monetarisierung, höhere Spielepreise und andere Sparmaßnahmen und andere Preiserhöhungen. Das 80€ Game kostet dann 90€.
Wenn man sich bewusst macht, wie die Spieleindustrie in den letzten Jahren Gewinn gemacht hat, kann einem nur Angst werden. Die sind nicht gewachsen, weil sie mehr Konsolen oder Games verkauft haben – Nein, die haben einfach ALLES teurer gemacht. Das war die einzige Stellschraube. Konsolen stagnieren bei ca. 150 Millionen verkauften Einheiten. Das wird nicht mehr. Trotzdem müssen sie aus den 150 Millionen Einheiten irgendwie mehr Kohle extrahieren. Der Videospielemarkt in den US and A ist in den letzten Jahren nicht gewachsen. Gleichzeitig haben Studien gezeigt, dass junge Menschen dort immer weniger Geld für Gaming ausgeben. Woher werden sie das Geld wohl jetzt nehmen? Konsolen kosten auf einmal 800-1000€. Abopreise steigen, usw. Gleichzeitig müssen sie (Im Fall von EA) keine Umsätze mehr offenlegen, weil sie in privater Hnad sind. Man mag sich kaum vorstellen was passiert, wenn eines der EA Games floppt und nicht den erwarteten Gewinn einfährt. Die 20mrd Dollar Schulden wollen schließlich abbezahlt werden. Der letzte große Konzern der mit diesem Konstrukt auf die Nase fiel war Toys’R’Us. Wenn die so weiter machen, könnten wir in Zukunft ‘nen einen großen Crash in der Gamesindustrie erleben. Aber das eigentlich schlimme an der Sache ist, dass Staaten jetzt direkt oder indirekt Publisher kontrollieren, bzw. besitzen.