In den meisten Spielen wird der Begriff Camper als Beleidigung angesehen bzw. als solche genutzt. Der Grund dafür ist, dass viele Spieler es als eine unsportliche und feige Taktik ansehen. In manchen Team-Spielmodi, z. B. Capture the Flag, ist das „Campen“ jedoch eine anerkannte Taktik, um das Spielziel zu erreichen (z. B. die Fahne zu verteidigen), als Angreifer in einem Assault-Match hingegen ist es eine stark spielbehindernde Vorgehensweise, die nicht gerne gesehen wird. In manchen Spielen, wie z. B. Battlefield 1942 oder Call of Duty, wurde aus diesem Grund die sogenannte „Killcam“ (zu deutsch etwa: „Tötungskamera“

eingeführt, die es einem Spieler ermöglicht, zu sehen, von wo aus man abgeschossen wurde - das zwingt notorische Camper, zumindest nach jedem Abschuss die Stellung zu wechseln. Zu dieser Vorgehensweise sind echte Scharfschützen üblicherweise auch gezwungen.
Beim Deathmatch wird das sogenannte Spawn-Camping als sehr unfair erachtet. Hierbei wartet der Camper in der Nähe eines Spawnpunktes, um seine Opfer unmittelbar nach dem Spieleinstieg zu eliminieren. Somit nehmen diese die Dynamik aus dem Spiel. Außerdem verwehren sie dabei dem startenden Spieler die Möglichkeit, sich orientieren zu können und Deckung zu suchen. Insbesondere bei neueren Spielen sind darum in den Maps viele verschiedene Spawnpunkte definiert, die vom Programm nach dem Zufallsprinzip angewählt werden, um die Chance zu minimieren, dass ein Opfer neben dem „Spawncamper“ erscheint. Auch wird bei einigen Spielen wie zum Beispiel TimeSplitters einem startendem Spieler eine kurze Zeit gegeben, in der er unverwundbar ist, was dazu führen kann, dass „Spawncamper“, die diesen Effekt nicht kennen, selber chancenlos sterben. In manchen Spielen erlischt dieser Schutz auch schon dann, wenn der Spieler anfängt zu schießen.
In Quake 2 wurde eine weitere Möglichkeit eingeführt, gegen Spawncamper im Deathmatchmodus vorzugehen, indem das Programm „respawnende“ Spieler so weit wie möglich von den übrigen Spielern entfernt materialisieren lässt. Dies ist jedoch nicht in allen Spielmodi möglich.
Mittlerweile gibt es aber auch Clans, die sich explizit dem „Campen“ zugewandt haben. In Unreal Tournament beispielsweise werden überdimensionale Maps erstellt, Städte, Zimmer oder auch Wohnungen mit extremen Maßen. Ziel ist es nicht - wie üblich - möglichst viele Gegner zu fraggen, sondern selbst nicht gefraggt zu werden, was eigentlich der Spielvariante „Last man standing“ entspricht, gespielt wird aber Deathmatch bzw. TeamDeathmatch. Da Spawnkilling auch beim Campen eher als unfair angesehen wird, wird auf den meisten Servern eine Spawnprotection eingebunden. Weitere Modi oder Mutatoren sind möglich.