Es ist im Grunde total egal, was sich wie verhält. Wenn da Baldur's Gate draufsteht, dann soll da auch Baldur's Gate drin sein. Ganz einfach. Dass es dann - wenn letzteres der Fall wäre - nicht wie die Spiele von vor 20-30 Jahren aussieht und viele QoL Features mit an Bord sind, die nicht jeder mögen muss - geschenkt.
Aber wenn eine Spieleserie eine bestimmte Mechanik hat plus ein bestimmtes Skillsystem und dann auf einmal alles anders ist - da darf man schon mal enttäuscht sein, finde ich.
Ich habe mit keiner einzigen Silbe gesagt, dass BG3 an sich schlecht ist - nur dass mir diverse Design-Entscheidungen nicht gefallen und es quasi kein Baldur's Gate mehr ist.
Es steht Baldur's Gate drauf. Es ist Baldur's Gate drin.
Baldur's Gate und die Forgotten Realms sind nicht das Computerspiel, sondern ein Szenario im Dungeon & Dragons-Universum, dessen damaliges Advanced Dungeons & Dragons-Regelwerk für Computerspiele adaptiert wurde.
Larian hat von Wizards of the Coast (WotC) die Lizenz erworben, ein neues Baldur's Gate zu machen. Und da WotC daran interessiert ist, ihre aktuelle D&D Edition und nicht eine von vor 25 Jahren zu promoten, hat Larian die Lizenz auf der Basis erworben, dass sie die 5. Edition nutzen.
Und die 5. Edition kommt mit diversen Änderungen an Skill-System, Mechaniken, Klassen etc., die über letzten 25 Jahre entwickelt wurden. So wie schon Neverwinter Nights die 3. Edition und Neverwinter Nights dann die 4. Edition von D&D genutzt hat.
Dass man da jetzt von RtwP komplett auf rundenbasiert wechselt, ist jetzt eine andere Sache, aber letztlich ist RtwP auch ein extrem beschleunigtes Rundensystem, bei nur nach außen kaschiert wird, dass im Hintergrund weiterhin rundenbasiert gewürfelt wird. Und grade das Würfeln passiert ja in selbst in Echtzeit-Action-RPGs im Hintergrund, wenn in Kämpfen und bei Skill-Checks mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet wird. Von daher ist die grundlegende Mechanik eigentlich auch unverändert, nur dass sie hier offen kommuniziert wird.
Und was deine Meinung angeht, die ich hier grade zitiere: Findest du das nicht ein bisschen grenzwertig be- oder verurteilend?
Möglicherweise ist die Aussage beurteilend, weil ich Dir einen Ratschlag gegeben habe, aber sicher nicht verurteilend.
Warum sollte die Aussage, dass Spiele der Art, die Du beschreibst, eher auf dem PC zu finden sind, oder die, dass der PC für oldschoolige bzw. altmodischere Spiele (u.a. wegen der größeren Auswahl und der besseren Abwärtskompatibilität) verurteilend sein?
Ich habe Dir einfach nur Tipps gegeben, wo und wie Du Spiele finden kannst, die Dir vielleicht eher zusagen, nachdem Du Dich hier zuletzt mehrfach negativ über moderne Spiele, Spielmechaniken etc. geäußert hast.
Ich wollte an dieser Stelle einfach nur Hilfestellung geben. Aber das werde ich bei Dir künftig einfach sein lassen, wenn das gleich in eine Verurteilung verdreht wird.
Und dass sich Lore ändert ist Quatsch.
Spielmechaniken - von mir aus. Wenn der Entwickler damit mehr Spieler ins Boot holt indem er das Spiel nun mit Xcom-artiger Taktik ausstattet (weil komfortabler, zeitgemäßer, etc.) - ist ok. Muss man nicht mögen, aber nicht zwingend ein Abbruch. Aber wenn es dann anfängt sinnfrei zu werden, im Sinne von dass Orks auch Druiden sein können (WTF?!)...da fällt mir nichts mehr ein. Entweder ist das Spiel auf DnD aufgebaut oder nicht. Aber so ein moderner Mischmasch ergibt keinen Sinn. Bestimmt können Orks in "BG"3 auch Magier und Hexenmeister werden - weil die ja für ihre überdurchschnittliche Intelligenz bekannt sind!*mich kringelig lach*
Mal abgesehen, dass in der Pen & Paper-Variante jeder seine eigenen Geschichten und Regel auf Basis des Regelwerks schreiben kann, gibt es aber auch eine offizelle Kunde. Und die wird eben mit jeder neuen Edition neu definiert und geschrieben.
Insofern kann ich sich Lore doch jederzeit verändern, weil die an moderne Spielweisen angepasst wird. Wenn einem die Änderungen nicht passen, kann man ja jederzeit das alte Regelwerk nutzen. Das hört ja nicht auf zu existieren. Nur wenn man ein offizelles Lizenzprodukt macht, muss man sich halt an die offiziellen Vorgaben halten, die der Lizenzgeber vorschreibt.
Ich bin jetzt kein D&D-Experte, aber so weit ich weiß, gibt es im aktuellen Regelwerk keine Beschränkungen mehr in Bezug auf Klassen und Völker. Ich wüsste jetzt auch nicht, was grundsätzlich dagegen spricht, dass ein Ork Druide werden kann. In anderen Fantasy-Universen können Orks ebenfalls magiebegabt sein. Deshalb sind es ja Fantasie-Universen.
Definitiv nicht! Aber Sinn ergeben sollte es schon. Grade der Tages-/Nachtwechsel ist quasi selbstverständlich. Eine Welt in der es nie Nacht wird und niemand schläft? Aber rasten geht...aha...![]()
Ich weiß echt nicht, warum jetzt ausgerechnet ein Tag-Nacht-Wechsel selbstverständlich ist, zumal der in meisten Spielen sowieso kaum Einfluß auf das Spiel hat, solange NPCs nicht wirklich schlafen gehen und weil die Zyklen für sinnvolle Mechaniken in der Regel viel zu kurz sind. Spiele mit guten Tag-Nacht-Wechseln gibt es zwar, aber sie sind eher selten. Zum Beispiel wird sowas wie Erschöpfung in den meisten Spielen, die keine Survival-Mechaniken haben, ja spielmechanisch gar nicht abgebildet.
Warum also ein System integrieren, wenn es in der Erzählung und im Szenario keinen Sinn ergibt, weil man die Tag-Nacht-Zyklen z.B. innerhalb von Kämpfen anhalten müsste, da die Rundenkämpfe ja sehr lang sind, aber letztlich nur einen sehr kurzen Zeitraum der Echtzeit abbilden?
Da halte ich diese Lösung sogar für sinnvoller und lorefreundlicher. Tag = Aktivität. Nacht = Rasten. Also muss man die Nacht gar nicht im Spiel abbilden.
Man könnte sogar argumentieren, dass das Rasten im Zusammenspiel mit den Tag-Nacht-Zyklen in BG1+2 unlogischer funktioniert hat, wenn man das unbedingt will. Ist halt immer eine Frage der Perspektive.