Thommy, würde deine Zusammenfassung unterschreiben.
Jedoch nicht ganz so arg schimpfen.
Ich weiß, dass mein Post ziemlich harte Kritik war und dass da auch bisschen "Angry Nerd Rage" dabei war, möchte ich nicht ausschließen. Aber ich bin in meinem letzten Post bewusst nur auf die Dinge eingegangen, die einfach nicht funktionieren - und auch grade im Vergleich zu den Vorgängern nicht funktionieren. Dass das Spiel seine großartigen Momente hat (der Weltenbau in der Siedlung oder dem Grenzland, die Siedlungs- und andere Nebenmissionen), habe ich ja schon in vorherigen Posts geschrieben, aber das Problem ist halt, dass die Dinge, die funktionieren, wirklich meist nur in Nebenbereich zu finden und somit sehr einfach zu übersehen sind, und irgendwie komplett lösgelöst vom Rest des Spiels wirken. Von daher wirkt halt das ganze Spiel vollkommen unrund, zumal es sich im Kernelement - den Hauptmissionen - einfach zu viele Schnitzer leistet. Sowohl im Gameplay als auch im Storytelling als auch in der Sorgfalt allgemein (Sprichtwort Bugs). Und das wollte ich halt nochmal ganz klar rausarbeiten.
Hab mir vielleicht jetzt nicht so ganz haargenau jedes Fitzelchen angeschaut aber Bugs oder Glitches sind mir
so deutlich nicht aufgefallen.
Hab eigentlich nur einen schmerzlich empfunden. Die "Enzyklopädie des einfachen Mannes". Hab dort das Problem mit dem Tischler.
Aber da bin ich evtl nur nicht so empfindlich wie andere.
Derjenige, der das Problem verursacht, ist immer der Tischler, weil der umherwandert und das Spiel dann den falschen Trigger auslöst. Ist bei mir genauso. In den Ubi-Foren wurde aber bereits ein Patch angekündigt.
Die restlichen Bugs und Glitches findet man in ihrer Häufigkeit auch nur, wenn wirklich alle Nebenaufgaben und - dort im besonderen - alle optionalen Nebenziele in den Missionen erfüllt. Dort häufen sie sich dann wirklich, weil es bei vielen Nebenzielen wirklich auf Details ankommt und einem wieder Probleme wie KI-Probleme oder falsche Trigger in den Weg kommen.
Bestes Beispiel war die Oak Island-Mission, wo man die Wölfe ohne Fernkampf-Waffen und ohne Gesundheitsverlust von X % töten muss. Das geht ganz gut mit Sprengfallen, aber haut dort irgendwas nicht ganz hin (z.B. löst Faulkner die Sprengfallen gerne aus, wenn man sie grad aufgestellt hat und vermiest einem dadurch das mit der Gesundheit), darf man die Mission aufgrund doofer Checkpoints ganz von vorne starten und hat dann das Problem, dass die Rätselsequenz, die vor den Wölfen kommt, nicht mehr lösbar ist, weil das Spiel die eigentlich richtige Ausrichtung nicht erkennt. Das passiert mit jedem Missionsneustart, außer man startet die Mission neu, geht danach ins Hauptmenü und dann wieder ins Spiel. Solche und ähnliche Probleme hatte ich mehrfach. Z.B. auch Verfolgungsmissionen, wo plötzlich mitten im Weg neue NPCs gespawnt sind.
Dein Fazit zur Story unterschreibe ich jedoch blind.
Deswegen hab ich keinen "Zugang" zu Desmonds Ende gefunden. Da mich die Story schon weit vorher allein gelassen hat.
Viel Schlimmer. Sie gab mir das Gefühl, von ACI bis ACR auf der "falschen Seite" gewesen zu sein.
Leichte Zweifel haben einem u.a die Kommentare der eliminierten Hauptopfer immer schon gegeben.
Aber so extrem wie in Teil III war es noch nie.
Zu Haytham hatte ich am Anfang bereits eine besseren Bezug als zum Halbblut während des ganzen Spiels.
Jap, das ist genau das Problem, was ich meinte, als ich von Connors unklaren und inkosequenten Motiven gesprochen habe, die einfach nicht gut ausformuliert sind. Ein Großteil der Dinge, die man dort als Assassine (Connor und Desmond) tut, wirken einfach komplett falsch und konträr zu dem, was bisher angesagt war.
Den vollen Kaufpreis bereue ich jedoch nicht.
Hatte mich so darauf gefreut, dass ich die Mängel ausblende und den Rest genossen hab.
Spass hat es mir gemacht. Hab mich drauf eingelassen, abgefunden, hingenommen.
Viel mehr Möglchkeiten bleiben mir auch nicht.
Nunja, von den knapp 50 Spielstunden hatte ich rund 30 Stunden (mit den Nebenaufgaben) wirklich Spaß daran, insofern kann man von einem kompletten Fehlkauf sicher nicht sprechen. Aber am Ende bleibt halt doch eher das Gesamtbild haften und das empfinde ich als nicht sonderlich positiv, weil die Vorgänger-Trilogie einfach besser war. Und deshalb habe ich vom Kauf zum Vollpreis auch abgeraten, was ich für Leute, die nur die Story erleben wollen und nicht alles komplettieren, auch weiterhin für die beste Wahl halte, weil AC3 viele der wirklich toll gemachten Dinge einfach verdammt gut versteckt und auch zu wenig erklärt.