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Xbox - Allgemeiner Thread & News

Krule

Frührentner
Ihnen war es offenbar wichtiger, potenzielle Investoren anzulocken, als sich nicht vor ihren eigenen Kunden komplett lächerlich zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Wo liegt das Problem? Wie ich weiter oben bereits geschrieben habe, das ist ein normaler Vorgang bei Restrukturierungen grosser Konzerne. Microsoft macht sowas nicht weil sie "böse" sind oder wdil sie es cool finden zu sehen, dass die Mitarbeiter jetzt keine Jobs mehr haben. Sind wir jetzt alle neuerdings Verschwörungstheoretiker?
 

douggy

Frührentner
Mir geht es um die Schuldfrage.
Da wird bei Microsoft seit Jahren eine strategische Irrfahrt betrieben.
Die Situation jetzt ist ja nicht ohne Vorgeschichte ..

Ich hatte nur einen semantischen Einwand, mehr nicht ...
 

Khorny

Moderator
Team
Ich glaube die Schuldfrage ist beim Thema Spiele nicht so einfach zu klären. Wie viel Freiheit den Studios zugestanden wurde, weiß im Grunde niemand. Wenn Microsoft seinen Studios z.B. alle Freiheiten gelassen hat, die Spiele aber kommerziell gefloppt sind, wessen "Schuld" ist das dann? Da sehe ich keine 100% - im Endeffekt könnte man sagen, ja Microsoft ist Schuld, hätten sie mehr darauf geachtet, profitable Projekte zu promoten. Genau so können Studios aber einfach Spiele fokussieren, die am Ende nicht genug Menschen interessieren. Aber wie gesagt, sehe ich da keine Verantwortung auf der ausschließlich einen oder anderen Seite.

So einen Hype wie BG3 hat z.B. niemand kommen sehen. Microsoft wäre BG3 im Gamepass vor Release praktisch nichts wert gewesen, und dem Hause Sony auch nichts. Selbst solche Konzerne haben keine Glaskugel, welche Spiele das nächste große Ding werden - daher werden gerade bei Sony aktuell fast nur noch die großen IPs ausgeschlachtet. Live Service ist mehr oder weniger ins Blaue schießen, in der Hoffnung, dass mal was hängen bleibt.

Das wäre dann die Kehrseite zu Microsofts Politik von 2020-2024, bzw. heute.

Ich bin weit davon entfernt, deren Aktionen zu verteidigen, aber hier gemütlich vom Sofa urteilt und verurteilt sich sowas immer sehr einfach. Das ist aber gar nicht mein Job. Ich bin Spieler, ich bin Konsument - ich will geile Spiele haben, bzw. die Spiele und ein Lineup, welches mich anspricht. Entsprechend sitze ich aktuell nur bei einem Konsolen-Hersteller, nachdem die anderen weder das passende Angebot, noch großes Vertrauen geschaffen haben. Auch diesen Konsequenzen muss sich ein Laden wie Microsoft am Ende stellen. Betriebswirtschaftlich ist alles, angefangen von Tango Games, Arkane, The Initiative und wie die ganzen Studios hießen vermutlich völlig korrekt gewesen. Bringt mir aber nichts, wenn mir als Konsument damit auch das Vertrauen flöten geht, weil ich weiß, dass ich nie wieder entsprechende Spiele/Sequels etc. bekommen werde.

Insofern ist viel wichtiger, das Angebot und den aktuellen Ausblick zu bewerten, als mich da mit der Schuldfrage zu befassen. Diese Nachricht kommt einfach zur Unzeit, während man quasi seinen Ruf wieder aufpolieren und mit neuem Branding an den Start gehen wollte. Dafür wird irgendjemand im Hause Microsoft aber die Verantwortung übernehmen müssen. Ich mache einfach das, was die logische Konsequenz der Handlungen ist und bleibe dem Ökosystem bis auf weiteres fern.
 

sabienchen.banned

Frührentner
Persönlich bin ich ja der Meinung, dass Eigenproduktionen der Plattformhalter (MS, Nintendo, Sony) nicht zwingend rentabel sein müssen.
Mischkalkulation und so.

Als ob es die interessiert, ob du SP-Spiel XY von denen kaufst, oder doch lieber ein jährliches Sportspiel.
Eventuell ist denen das Sportspiel sogar lieber.. zwecks der Verkaufsprovision für MTs.
 

Krule

Frührentner
Persönlich bin ich ja der Meinung, dass Eigenproduktionen der Plattformhalter (MS, Nintendo, Sony) nicht zwingend rentabel sein müssen.
Mischkalkulation und so.
Genau das. Für mich persönlich war das immer einer der großen Vorteile einer geschlossenen Plattform: Der Plattformbetreiber muss versuchen, mir ein möglichst vielfältiges Spieleangebot bereitzustellen. Dadurch werden auch Projekte durchgewunken, die primär dem Prestige, der Vielfalt des Portfolios oder der kreativen Profilbildung dienen, obwohl von Anfang an klar ist, dass sie keine riesigen Millionenseller werden. Beispiele dafür findet man eigentlich auf allen Plattformen.

Wenn man sich dagegen nur noch auf die großen Marken konzentriert, die das Potenzial haben, mehr als zehn Millionen Einheiten zu verkaufen, sinkt aus meiner Sicht die Attraktivität der Plattform. Gleichzeitig macht man sich stärker von einigen wenigen Mega-Projekten abhängig. Das letzte Call of Duty ist dafür ein gutes Beispiel, das gegen Battlefield offenbar wenig stark performed haben soll. Wenn selbst solche Zugpferde hinter den Erwartungen zurückbleiben, entstehen plötzlich sehr große Probleme.

Eine gesunde Plattform braucht deshalb beides: die großen Marken, die Reichweite generieren, und die kleineren, interessanten Prestigeprojekte, die für Vielfalt sorgen.

Hellblade 2 hat seine Entwicklungskosten beispielsweise wieder eingespielt - natürlich nicht mit einer gigantischen Marge, aber eben auch nicht als finanzielles Desaster.

Ich habe generell das Gefühl, dass Plattformbetreiber in Zeiten steigender Budgets, längerer Entwicklungszyklen, größerer Marktunsicherheit und einer zurückhaltenderen Kundschaft dazu neigen, die großen Projekte immer stärker zu priorisieren. Das würde ich allerdings nicht nur Microsoft vorwerfen. Sony hat ja zb. mit dem Umgang rund um Studio Japan ähnliche Tendenzen gezeigt.

Die Schuldfrage ist für mich dabei am Ende auch gar nicht so entscheidend. Letztlich handelt es sich um große Unternehmen, die Geld verdienen möchten und ihre Studios nicht aus karitativen Motiven betreiben. Natürlich ist das für die betroffenen Mitarbeiter bitter und ich persönlich würde mir an vielen Stellen andere Entscheidungen wünschen. Die wirtschaftlichen Zwänge, unter denen diese Unternehmen agieren, kann ich aber zumindest nachvollziehen.
Die Kommunikation dieser Managemententscheidungen war in den letzten zwei Wochen allerdings wiederholt unterirdisch und ich kann nicht verstehen, wie man als professionell agierendes Großunternehmen ein solches Bild in der Öffentlichkeit abgeben kann...
 
Zuletzt bearbeitet:

Ahti

Rentenbezieher
Jason Schreier zur Lage von Xbox bzw. wie es so weit kommen konnte:

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