Daniel04
Frührentner
Wolfenstein II - The New Colossus
Schon "The New Order" und "The Old Blood" waren großartige Oldschool-Shooter - bei den ersten Trailern zu Wolfenstein II war ich zugegeben skeptisch, ob man nicht zu sehr in die "Roboter-Welt" abdriftet, die sich die ****s aufgebaut haben, doch das hat sich während des Spiels Gott sei Dank nicht bestätigt. Der Hauptteil der Gegner ist doch menschlich und es fließt sehr schön viel der roten Flüssigkeit. Dementsprechend zieht sich rohe Gewalt durch das ganze Spiel.
Neben dieser und der schönen - wie bereits gesagt - Oldschool-Shooter Mechanik hat das Spiel aber noch einiges mehr zu bieten. Der schwarze Humor war ja schon immer eine Stärke der Serie und kommt hier erneut nicht zur kurz. Teils wird es zwar sehr albern und abgedreht, aber man akzeptiert es, weil es eben Wolfenstein ist. Doch zu all dem Witz und all der Brutalität hat das Spiel auch eine verdammt düstere und gut in Szene gesetzte alternative Geschichte geschaffen. Radiert man hier die überzogenen Elemente aus, könnte man daraus sogar durchaus eine ernsthafte Dystopie machen. Teils schon sehr beklemmend. Der Abschluss ist dann ziemlich befriedigend für den Spieler. Zur Entwicklung von BJ über das Spiel hinweg las ich viel Kritik, er sei zum emotionalen Weinerling geworden, doch ich finde, dass man das gut erklärt hat und durchaus nachvollziehbar ist, wieso er nicht durchweg der eisenharte Actionheld ist. Neben BJ sind auch die Nebencharaktere wichtig genug und nicht nur "nutzloses Beiwerk".
Ich habe das Spiel auf "Lass sie kommen!" (dürfte das alte "Bring 'em on!" sein) durchgezockt und dabei schon das eine oder andere Mal fast in den Controller gebissen, da das Spiel doch sehr knackig ist. Es gibt keine regenerierende Energie, wie man es aus Shootern heutzutage gewöhnt ist, sondern noch das klassische Sammeln von Medipacks. Diese kann man zwar auch durch einfaches Drüberlaufen sammeln, doch da ist das Spiel (absichtlich?) nicht so genau, sodass man immer mit der Aktionstaste die Gegenstände aufheben sollte, sofern man im Kreuzfeuer die Zeit dazu hat. Die KI ist auch nicht gerade dumm. Klar, ab und an gibt es Stellen, wo sie einem bereitwillig vor die Flinte laufen, doch die halten sich Gott sei Dank in Grenzen. Da man auch ständig frei speichern kann, sollte man von der Möglichkeit auch Gebrauch machen und dies möglichst oft tun, wenn man nicht nach wenigen Spielminuten die Schwierigkeit senken möchte.
Alles in allem bin ich wirklich hochzufrieden mit der Fortsetzung. Nach dem Ende des Spiels kann man nun noch "Überkommander" ausschalten. Schauen wir mal, ob ich das sofort in Angriff nehme oder erst später. Dank des Season Pass kommen ja auch noch DLC. Spielzeit laut letztem Speicherpunkt lag bei rund 13,5 Stunden, was ich für einen Singleplayer-Shooter ansprechend genug finde. Immerhin doppelt so lang als die meisten Kampagnen der so hoch gehypten, sich vor allem auf Onlinemodi spezialisierenden Shooter.
9/10
Schon "The New Order" und "The Old Blood" waren großartige Oldschool-Shooter - bei den ersten Trailern zu Wolfenstein II war ich zugegeben skeptisch, ob man nicht zu sehr in die "Roboter-Welt" abdriftet, die sich die ****s aufgebaut haben, doch das hat sich während des Spiels Gott sei Dank nicht bestätigt. Der Hauptteil der Gegner ist doch menschlich und es fließt sehr schön viel der roten Flüssigkeit. Dementsprechend zieht sich rohe Gewalt durch das ganze Spiel.
Neben dieser und der schönen - wie bereits gesagt - Oldschool-Shooter Mechanik hat das Spiel aber noch einiges mehr zu bieten. Der schwarze Humor war ja schon immer eine Stärke der Serie und kommt hier erneut nicht zur kurz. Teils wird es zwar sehr albern und abgedreht, aber man akzeptiert es, weil es eben Wolfenstein ist. Doch zu all dem Witz und all der Brutalität hat das Spiel auch eine verdammt düstere und gut in Szene gesetzte alternative Geschichte geschaffen. Radiert man hier die überzogenen Elemente aus, könnte man daraus sogar durchaus eine ernsthafte Dystopie machen. Teils schon sehr beklemmend. Der Abschluss ist dann ziemlich befriedigend für den Spieler. Zur Entwicklung von BJ über das Spiel hinweg las ich viel Kritik, er sei zum emotionalen Weinerling geworden, doch ich finde, dass man das gut erklärt hat und durchaus nachvollziehbar ist, wieso er nicht durchweg der eisenharte Actionheld ist. Neben BJ sind auch die Nebencharaktere wichtig genug und nicht nur "nutzloses Beiwerk".
Ich habe das Spiel auf "Lass sie kommen!" (dürfte das alte "Bring 'em on!" sein) durchgezockt und dabei schon das eine oder andere Mal fast in den Controller gebissen, da das Spiel doch sehr knackig ist. Es gibt keine regenerierende Energie, wie man es aus Shootern heutzutage gewöhnt ist, sondern noch das klassische Sammeln von Medipacks. Diese kann man zwar auch durch einfaches Drüberlaufen sammeln, doch da ist das Spiel (absichtlich?) nicht so genau, sodass man immer mit der Aktionstaste die Gegenstände aufheben sollte, sofern man im Kreuzfeuer die Zeit dazu hat. Die KI ist auch nicht gerade dumm. Klar, ab und an gibt es Stellen, wo sie einem bereitwillig vor die Flinte laufen, doch die halten sich Gott sei Dank in Grenzen. Da man auch ständig frei speichern kann, sollte man von der Möglichkeit auch Gebrauch machen und dies möglichst oft tun, wenn man nicht nach wenigen Spielminuten die Schwierigkeit senken möchte.
Alles in allem bin ich wirklich hochzufrieden mit der Fortsetzung. Nach dem Ende des Spiels kann man nun noch "Überkommander" ausschalten. Schauen wir mal, ob ich das sofort in Angriff nehme oder erst später. Dank des Season Pass kommen ja auch noch DLC. Spielzeit laut letztem Speicherpunkt lag bei rund 13,5 Stunden, was ich für einen Singleplayer-Shooter ansprechend genug finde. Immerhin doppelt so lang als die meisten Kampagnen der so hoch gehypten, sich vor allem auf Onlinemodi spezialisierenden Shooter.
9/10