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Daniel04

Frührentner
South Park - Die rektakuläre Zerreißprobe

Dem Vorgänger "Der Stab der Wahrheit" habe ich 9,5/10 gegeben. War damals vielleicht ein wenig hoch gegriffen, denn der 2. Teil ist keineswegs schlechter, ich würde ihn aber nicht so hoch bewerten.

Setting ist - natürlich - erneut South Park, diesmal steht das "Coon & Friends" sowie "Freedom Pals" Franchise im Vordergrund. Die Geschichte ist kindischer und weniger bissig als im Vorgänger, wie ich finde. Letztlich mehr wie die klassischen South Park Folgen, viel vulgärer Humor. Muss man drauf stehen, wird sicherlich nicht jedem gefallen. Ist aber eben auch nur eine von vielen Humor-Facetten des Spiels, aber eben die, die den Großteil einnimmt.

Der Geschichte geht meiner Ansicht nach gegen Ende so ein wenig die Luft aus, da man sich für einen Antagonisten entschieden hat, der mir persönlich nicht "wichtig" genug in der Welt von South Park war. Trotzdem ist es sehr cool, allerlei bekannte Gesichter aus der TV-Serie wiederzutreffen. Neben den Hauptmissionen gibt es auch genug Nebenmissionen abzuarbeiten, die mal mehr, mal weniger Spaß machen, aber abwechslungsreich und vor allem witzig vorgetragen sind.

Das Kampfsystem hat man leicht geändert, mir gefiel es in beiden Teilen ziemlich gut, im 2. Teil einen Ticken besser. Grafisch müssen wir nicht drüber sprechen, die Authenzität der TV-Serie mal wieder 1:1 umgesetzt.

Ich bin jetzt bei 850/1000 GS, es fehlen mir noch 4 Erfolge, die ich ggf. auch noch holen werde.

Lt. Ingame-Uhr habe ich knapp 22 Stunden am Spiel gesessen, das war auch völlig ausreichend. Schauen wir mal, ob ich beim Season Pass oder DLC noch zuschlagen werde. Bock hätte ich ja, aber jetzt brauche ich erstmal Abwechslung.

9/10
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Assassin's Creed Origins

Alle Fragezeichen sind weg, alle Festungen erobert, alle Gräber enträtselt alles gemacht was man machen kann. Spielzeit: 82 Stunden.

Die Grafikpracht der Xbox One X war überwältigend. 4k und HDR machen schon eine Menge des Spielspaßes aus. Man bleibt immer mal wieder stehen und kommt aus dem staunen nicht heraus. Ubisoft hat hier eine der schönsten offenen Spielwelten erschaffen, die ich jemals in einem Videospiel bereist habe.
Aber auch spielerisch konnte es sich mit Größen wie The Witcher 3 messen. Auch wenn die Nebenquests nicht ganz dessen erzählerische Qualität besaßen, aber dafür war das neue Kampfsystem von AC Origins überzeugender. So ein bischen Dark Souls Light, mit etwas mehr Tiefgang als beim Witcher.
Zu erwähnen wären auch noch die starken Bosskämpfe, von denen es so einige gab - und das in einem Assassin's Creed! Toll!
Ebenso begeisterten die wenigen aber abwechslungsreichen Seeschlachten. Es gibt noch vieles zu erwähnen was positiv an Origins war, aber das alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Negativpunkte habe ich keine wesentlichen. Sicher hätte man hier und da noch was besser machen können. Aber die längere Entwicklungszeit hat sich gelohnt, Ägypten ist wunderschön geworden und wesentliche Ärgernisse älterer Teile von Assassin's Creed wurden ausgemerzt. Vor allem ist die überarbeitete Steuerung und Kontrolle über die Spielfigur jetzt wesentlich besser. Bayek klettert beim ersten Anlauf Wände und Leitern hinauf, Bogenschießen geht einfach von der Hand und kämpfen ist dank der neuen Fokussierung sehr kompfotabel geworden.

Zum Ende des Spiels: Achtung! Fetter Spoiler!
Legendär waren natürlich die letzten Worte Julius Cäsars: "Auch du, mein Sohn?" :D
Aber darauf musste man lange warten. Das Ende zog sich wie Kaugummi immer mehr in die Länge. Mit Aya zu spielen war eine nette Idee, aber die Hintergrundgeschichte kam mir arg konstruiert vor und schien eine Vorbereitung auf den Nachfolger zu sein. Die Trennung von Aya und Bayek habe ich nicht verstanden. Anfangs das größte Liebespaar der Geschichte Ägyptens, warten plötzlich höhere Ziele auf Aya und Bayek ist einverstanden und jeder geht urplötzlich seinen eigenen Weg? Sehr merkwürdig. Aber naja, Bayek war ein sympathischer Held, nicht so charismatisch wie Ezio, aber er kommt gleich nach ihm. Von Aya weiss ich nicht, was ich von ihr halten soll. Sie war mir zu rabiat und ihre Motive zu undurchsichtig. Alles in allem aber eine gute Story im Vergleich zu einigen anderen Teilen von Assassin's Creed.
(9,5/10)
 

Diddibumm

Altenpfleger
Und wie fandest Du es?

Ich bin da im Moment bei der PS4 mit dran. Ich meine, Episode 1 hätte ich grad fertig. Bisher das schlechteste Telltale Spiel im Vergleich zu den anderen..... finde ich..... :shame:

Also ich fands nicht schlecht, auch der Humor hat mir gefallen. Allerdings habe ich auch etwa eine Episode gebraucht, um mich an die "neuen" Gesichter zu gewöhnen. Sind ja wie so oft bei denen andere Gesichter als z.B. in dem Guardians Kinofilm. Gibt aber bessere TellTale Erzählungen, da hast du Recht !
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
L.A. Noire

Wird ja von Rockstar nicht wirklich als Remaster beworben. Gut, so denn das ist es auch nicht. Über viel mehr als den Status als ordentlicher Port kommt die XB1-Version nicht hinaus. Höhere Auflösung, besseres Anti-Aliasing und besseres Texturfiltering werden durchaus geboten, aber das war es dann auch schon mit den Grafikverbesserungen. Selbst die teilweise üblen Pop-Ins haben ihren Weg in die XB1-Version gefunden.

Dennoch bleibt L.A. Noire in seiner Art und Weise ein spezielles und einzigartiges Spiel, das zumindest für den Detektiv-Anteil des Spiels immer noch sehr spielenswert ist. Die Action-Sequenzen - noch nie die Stärke des Spiels - hingegen sind verdammt schlecht gealtert. Die Steuerung fühlt sich steif und ungelenk an. Und die Tatsache, dass das Spiel zu rabiates Fahrverhalten bestraft, aber viel Verfolgungssequenzen ohne das nur schwer im ersten Versuch zu schaffen sind, führt leider dazu, dass man allzu oft Fälle neu starten muss, weil man sich entweder zu viele Strafen einfängt, die die Bewertung drücken, zu vorsichtig unterwegs ist, weil man die Strafen ja vermeiden will, oder an andauernd an irgendwelchen Ecken hängen bleibt, weil einen die Verfolgungsjagden regelmässig durch die engst möglichen Wege führt. Im Zusammenspiel mit dem eher miserablen Checkpoint-System, das einen auch noch jedes Mal die manchmal ziemlichen langen Zwischensequenzen erneut aufzwingt, sind die Action-Sequenzen heutzutage schon eine echte Spaßbremse.

Die vielseitigen Fälle, die Geschichte und die Einzigartigkeit des Spiels entschädigen einen natürlich schon noch dafür, zumal auch sämtlicher DLC enthalten ist, dennoch musste ich feststellen, dass ich L.A. Noire in besserer Erinnerung hatte als es heutzutage als Spiel wirklich ist.

7,5/10
 

Frosch

Achievement Panda
Team
Am Wochenende mal wieder ein WBS gemacht. Der glückliche Kandidat war Eventide 2. War kurzweilig und unterhaltsam. Halt entsprechend Spass gemacht zu puzzlen.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands (Xbox One X)

Meine Wertung im PS4 Senioren-Forum muss ich nochmal revidieren. Nach einigen Patches ist das Spiel jetzt viel besser geworden. Landete man eine Helikopterlieferung noch vor einigen Monaten regelmäßig mit einem Crash, so ist dieser Bug jetzt ausgemerzt. Auch die Radiosender spielen nicht mehr immer nur das gleiche Lied.
Grafikdetails ploppen auch auf der Xbox One X noch aus der Entfernung auf, aber auch nur wenn man in einem Helikopter oder Flugzeug sitzt. Zu Fuß oder im Auto sieht das Spiel unglaublich gut aus.
Diesmal habe ich mich auch mehr mit der Story auseinandergesetzt. So dumm wie ich bisher dachte war die nämlich gar nicht! Wenn man die ganzen Kingslayer Akten sammelt, erfährt man interessante Hintergründe über Buchons uns Secarios.
Am besten haben mir natürlich die ganzen Waffen gefallen. Da ist eine hübscher als die andere designt und man kann sie im Spielverlauf hervorragend an seine individuelle Spielweise anpassen.
Schade, dass die Kampagne schon nach 70h zuende war und ich alles aufgesammelt habe was das Spiel hergab. Dann wird jetzt eben noch Multiplayer gespielt! Denn im Koop ist es schließlich auch sehr spaßig!

(8/10)
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Assassin's Creed Origins

Trotz meine Skepsis bezüglich des Settings bietet AC Origins wirklich eine absolut schöne, vielseitige Spielwelt, die absolut riesig ist.

Nur bringt die ganze Größe und Vielseitigkeit nichts, wenn die Spielwelt nicht mit interessanten Inhalten gefüllt ist und große Teile der Spielwelt weder für Missionen noch Nebenaktivitäten genutzt wird. Die ganze Detailfülle vieler Ortschaften ist im Grunde verschwendet, weil man einfach durchhuscht, da es dort weder Quests noch andere relevante Inhalte gibt, die die Erkundung belohnen.

Wenn man es genau nimmt, sind die Assassin's Creed-Spiele, aber auch Ubisoft-Spiele insgesamt, schon seit längerer Zeit vor allem Spiele, in denen man Checklisten abarbeitet (alle Orte erkunden, allle Missionen abschließen, alle Nebenaktivitäten beenden). Aber in noch keinem anderen AC-/Ubisoft-Spiel (abseits von Wildlands, das sich ebenso anfühlt) hatte ich so sehr das Gefühl, dass es wirklich nur eine Checkliste ist.

Das liegt vor allem daran, dass man das Gameplay bis auf einige wenige Elemente plattgewalzt hat. Durch das ganze Skill- und Upgrade-System sind Stealth und die damit verbundenen Möglichkeiten zum Experimentieren eine wesentlich weniger effektive Spielweise geworden. Dass man selbst nach Erreichen des Maximallevel Gegner vorgesetzt bekommt, gegen die Stealt-Attacken, ob nun mit der Klinge oder dem Bogen, keinen 100% tödlichen Schaden anrichten kann, ist absoluter Murks. Kommt noch hinzu, dass es weitaus weniger Stealth-Hilfsmittel und -Aktionen gibt, und schon hat man en Assassin's Creed, in dem der offene Kampf wesentlich effektiver ist als Stealth. Nur ist der offenen Kampf halt auch nicht sonderlich spannend, da das Kampfsystem ungelenk wirkt und zumindest mir nur wenig Spaß gemacht hat.

Das liegt auch vor allem daran, dass es einfach zu wenig Variantenreichtum im Gameplay gibt. Nach spätestens 10 Stunden hat man alle wichtigten Elemente gelernt und dananch befindet mans ich in einer Dauerschleife aus sich nahezu endlos wiederholenden immer gleichen Aktionen. Das gleiche gilt für die gesamt Spielwelt. Recht früh hat man alle Arten von Nebenaktivitäten gesehen und spult dann dauerhaft immer nur sehr ähnliche Schemata ab, weil es einfach zu wenige Experimentiermöglichkeiten gibt.

Und dieses Dauerschleifengefühl zieht sich irgendwie durch das gesamte Spiel. Denn auch die an vielen Stellen so gelobten Nebenquests setzen einem auf Dauer immer wieder ähnliche Geschichten rund um Unterdrückung, Entführung oder Vergiftung vor. Hier und da gibt es zwar mal ganz interesante Charaktere, aber insgesamt fehlt es dem Spiel einfach an Komplexität (z.B. an einem Dialog-System oder Puzzles), um das Quest-System dauerhaft interesssant zu halten.

Ähnlich wie beim Ausrüstungs- bzw. Loot-System hat man sich hier vieles bei diversen Action-RPGs (vor allem The Wichter 3) abgeschaut, ohne aber darauf zu achten, die echten Stärken der Spiele zu kopieren oder eigene Stärken einzubauen. Aus diesem Grund wirkt AC Origns zumeist nur wie ein Abziehbild. Man hat in vielerlei Hinsicht einfach nur kopiert und banalisiert. AC Origins ist Stealth light, ein Action-RPG light, ein Open-World-Spiel light und selbst ein Assassin's Creed light.

Dass man die manchmal doch starken Missionsbeschränkungen vorheriger AC-Spiele aufbricht und eine offenere Spielweise ermöglicht, ist eine feine Sache. Aber damit das wirklich funktioniert, braucht man Gameplay-Systeme, die damit einher gehen. Aber anstatt der Bethesda-/Arkane-/Piranha Bytes-Schule zu folgen und mehr Systeme einzubauen, die unterschiedliche Spielweisen stützen, und einzelne Orte im Spiel im Spiel für die Erkundung bedeutsamer zu machen, indem man auf Klasse statt Masse und Tiefe statt Breite zu setzt, hat man man das Spiel einfach größer und spielerisch flacher gemacht, so dass sich vom Gameplay über die Quests bis hin zur Spielwelt alles unbedeutend anfühlt.

Man kann jetzt sicherlich argumentieren, dass ich von einem auf den Massenmarkt zugeschnittenen Spiel zu viel erwarte, aber letztlich haben Spiele wie Metal Gear Solid V bewiesen, dass man Zugänglichkeit und Komplexität sich sehr wohl vereinen lassen, ohne dass ein Spiel gleich ein kommerzieller Flop wird.

Die Modernisieurng der AC-Reihe war sicherlich nötig, aber mit Origins geht das hier für mich in eine komplett falsche Richtung.

6,5 bis 7,0/10
 
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