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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
The Adventure of Nayu
Das erste Spiel aus dem Fanatical "Safe In Our World" Charity Bundle ist ein Clicker: Ein schwebendes Mädel namens Lugh ruft dazu auf auf Abenteuer zu gehen, allerdings erscheint erstmal nur Nayu, ein Fuchsmädel. Später sammelt man aber noch weitere Mitstreiter wie Suzu, das Mausmädel ein.

Nayu greift Gegner von alleine an, allerdings schlägt sie schneller zu wenn man die Maus (also eure, nicht Suzu ^^) schnell klickt. Mit einem Klick auf den Fever-Button kann man außerdem noch Super-Schläge aktivieren, der muss sich allerdings aufladen. Zwischen den Kampfrunden wird das Abenteuer dann im VN-Stil erzählt.


Screenshot 2026-02-11 120952.jpg

Nach dem recht kurzen Story-Modus von einer Dreiviertel-Stunde oder so, gibt es dann noch einen Endlos-Modus, wo man diverse Kostüme sammeln kann und ein Minigame mit Suzu, bei dem man Käse und Kekse sammeln muss. Wobei Endlos-Modus relativ ist, Max Level 999 erreicht man dann doch sehr schnell und dann sammelt man eigentlich nur noch ein paar Shards, die Währung im Spiel, um den Rest freizuschalten.

Nach 85 Minuten hatte ich dann auch alle Kostüme freigeschalten und alle Achievements. Es ist also tatsächlich nur ein kleiner Happen.
 
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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Dragon Quest VII Reimagined

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+ 4 Stunden Spielzeit von der Demo. So lange muss man aber nicht spielen, ich hab die Inseln halt grundsätzlich ordentlich abgesucht und Joblevel gegrindet. Man kann sicherlich auch deutlich schneller durch die Story gehen.

Gemacht: Main Story + Post Game (Silber, Gold, ein paar der Arena-Trials), 86/100 Mini-Medallien gesammelt.

Vorneweg, ich kenne das Original oder die DS-Version nicht. Ich habe auch aus der Reihe auch bisher erst XIs und das 3er HD-2D Remake gespielt. Im Vergleich zu diesen beiden Spielen fand ich das Game hier aber wirklich sehr linear. Bei III und XI - und in vielen anderen JRPGs - war es in der Regel so dass sich das Spiel irgendwann öffnet und man dann großflächig erkunden und Herausforderungen in unterschiedlicher Reihenfolge angehen kann. Hier ist das nicht so. Man hat früh im Spiel ein Schiff, aber kann damit halt nix machen weil das Meer leer ist.

Spielprinzip ist es dann Tafelfragmente zu suchen, die - einmal zusammengesetzt - einen auf eine Insel in der Vergangenheit teleportieren. Löst man diese dort erscheint die Insel auch auf der Gegenwart und kann - bzw. muss - dort dann besucht werden, damit man wieder genug Tafelsegmente für die nächste Insel findet. Davon weicht das Spiel auch nicht ab. Es gibt zu keiner Zeit mehrere Inseln, bei denen man sich die Reihenfolge, wie man das jetzt angehen mag, aussuchen kann. Und zurück auf eine erledigte Insel zu gehen bringt einem eigentlich auch nichts, sofern die Story das nicht so mal will.

Neben den Main Inseln gibt es dann auch noch drei graue "Nebeninseln" die eine Story erzählen, aber nicht für die Main Quest zwingend relevant sind. Und wenn man mit dem Game durch ist, gibt es dann noch zwei weitere Fragmente - Silber und Gold - die dann aber keine wirkliche Story mehr erzählen, sondern mehr oder weniger harte Bosskämpfe und gutes Equipment liefern. Womit man dann ggf. noch in der Arena antreten kann und dort die Herausforderungen meistern. Wobei ich gar nicht weiß wieviele dieser Arena-Herausforderungen im Spiel sind, da ich die Deluxe-Version habe und die mit Extra-Herausforderungen kommt. Anyway.

Es gibt auch noch weitere Kritikpunkte. Manche sind klein. Bspw. wechselt man doch sehr oft im Spiel seine Berufung, entweder weil der Beruf ausgelernt ist und man den nächsten angehen will oder halt eben vor Bossfights um dort nicht nur mit Anfängerskills einer Klasse dazustehen, sondern natürlich mit seinen besten Werten anzutreten. Das geht auch schön auf Tastendruck. Nur das man sich dann jedes mal das gleiche Gelaber anhören muss, durch das man sich durchklickt, ist doch wirklich unnötig. Warum muss das sein? Das hätte man dem Spieler so leicht ersparen können und keiner hätte sich darüber beschwert.

Andere Dinge sind größer: Neben der Linearität finde ich auch dass die Demo hier einen falschen Eindruck erzeugt. In der Demo bekommt man direkt ein paar (simple) Rätsel zu lösen und kann eine Quest auch unterschiedlich angehen. Danach sieht man davon lange Zeit gar nichts mehr. Ein paar Rätsel gibt es dann später gen Ende hin wieder, unterschiedliche Entscheidungen, die sich tatsächlich mal auf etwas auswirken, fand ich dann aber auch nur auf den letzten beiden grauen Nebeninseln. Ansonsten ist es eher das klassische "Du hast zwei Antwortmöglichkeiten, aber nur eine wird akzeptiert und im Zweifelsfall fragt der NPC halt so oft im Loop bis du endlich Ja sagst" das ich auch aus den anderen zwei Spielen kenne.

Das war jetzt viel Gemeckert für fast 60 Stunden Spielzeit. Es gibt natürlich auch Positive Dinge, die einen bei Laune halten. Zunächst einmal ist die generelle Story jetzt kein Meisterwerk der Literatur, aber es ist halt cozy Märchenstunde. Auch die Charakter sind nicht so schlimm, wie ich sie in der Demo empfand und wachsen einen recht schnell ans Herz. Ja, selbst Maribel. Besonders toll fand ich aber das Job-System. Irgendwann im Spiel schaltet man das frei und kann dann sogar später zwei Jobs gleichzeitig führen und leveln. Die haben jeweils 8 Level und auf jeden Level schaltet man eine Fähigkeit frei, außerdem kommt jede Klasse mit einem Ultimate/Rage-Move daher. Das können bspw. besonders mächtige Angriffe sein, oder auch Buffs wie z.B. das alle Attacken/Zauber eine Zeitlang Kritisch wirken. Oder der nächste Angriff dreifach ausgeführt wird, oder das alle Mitstreiter wiederbelebt und voll geheilt werden, etc. etc. pp.
Da man im Spiel, wie oben schon erwähnt, die Klassen recht oft wechselt, fühlen sich die Kämpfe auch nach 60 Stunden noch recht frisch an und es macht Lust diese zu leveln. Man muss teilweise auch erst manche Jobs gelernt haben, um neue freizuschalten. So kann z.b. nur jemand Paladin werden, der vorher Krieger und Priester gemeistert hat.

Auch positiv: Mini-Medallien sind hier nicht so zwingend nötig, wie noch bei DQ III, wo einem die Sammelobjekte im Post-Dungeon den Weg versperrten. 50/100 reicht für das Silber-Segment damit man ins Post-Game kann. Ich hatte am Ende 86/100, aber ich hab auch gut danach gesucht. Alle 100 geben aber natürlich ein Achievement, wenn ihr also Platin/100% wollt führt kein Weg vorbei.

Generell sag ich als Fazit: Es ist eine "Enttäuschung" auf hohem Niveau. Ich hatte mir mehr versprochen, aber ich hatte jetzt auch keine schlechte Zeit mit. Ich gebe mal eine 7/10. (Von XI sind wir hier ganz weit weg, das war ja aber auch wirklich - ebenfalls passend zur Nummer - ein 11/10 Meisterwerk von Spiel.)
 
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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Minami Lane, das zweite Spiel aus dem Fanatical 'Save in Our World' Bundle (natürlich auch einzeln auf Steam erhältlich):

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Wie man auf dem Bild sieht geht es darum eine kleine, japanisch angehauchte Straße aufzubauen und zu managen. Es gibt drei Arten von Einwohner (wovon eine 'Endgame' ist), die eigene Bedürfnisse haben. Junge Einwohner wollen in modernen Häuser wohnen, ältere Einwohner in traditionellen Gebäuden. Aber auch beim Ramen-Stand, dem Buchladen, Karaoke, Blumenhändler etc. haben sie andere Vorlieben, die sich auch regelmäßig ändern können. Ihr managed daher jeden Laden individuell und bestimmt bspw. wieviel Nudeln, Ei oder Shrimps in den Ramen sind - und welchen Preis ihr erzielen wollt - bevor der Tag los geht, baut ggf. neue Gebäude und verlängert damit die Straße und eine Runde ist quasi ein Tag. Sobald der Tag losgeht wird es wuselig und seht ihr wie die Bewohner der Straße darauf reagieren (und dürft ihre Gedanken lesen, herumlaufende Katzen streicheln, Radfahrer grüßen oder manuell Müll aufsammeln solange ihr noch keine Reinigung habt). Mit der Zeit wächst eure Straße natürlich auch und wird immer länger:

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Das Spiel kommt mit einem Endlosmodus daher, bietet aber auch fünf (kurze) Missionen, die jeweils bestimmte Vorgaben und teilweise auch Zeitlimits haben. So muss man bspw. bis Tag X eine bestimmte Einwohnerzahl und Zufriedenheitslevel erreicht haben.

Ich fand das Spiel echt putzig und spaßig, leider ist es dann doch recht kurz. Nach nur dreieinhalb Stunden war ich mit allen Missionen und Achievements durch, da bleibt dann nur der Endlos-modus, der mMn aber nicht groß motivieren kann. Hier hätte ich mir noch mehr Missionen gewünscht.
 

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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
MIDNIGHT RAMEN

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Spiel Nr. 3 welches ich aus dem Fanatical Charity Bundle gespielt habe und das war absolut großartig. Auch hier alle Achievements geholt, die Spieldauer war hier mit 10 Stunden für alle Achievements allerdings schon deutlich länger als bei NAYU oder Minami Lane. Was auch gut so ist, denn ich mochte es sehr.

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Das Gameplay ist recht simple und eine Mischung aus einer Virtual Novel mit einem Kochspiel. MIDNIGHT RAMEN ist ein Ramen-Verkaufsstand, der täglich kurz vor Mitternacht öffnet um hungrige Nachtschwärmer mit einem Mitternachts-Snack zu versorgen. Und wer um die Uhrzeit in den Laden kommt hat auch meist etwas zu erzählen oder ihm liegt etwas auf dem Herzen. Ihr leitet diesen kleinen Shop und bereitet die Gerichte entsprechend den Kundenwünschen zu, während ihr euch ihre Sorgen und Probleme anhört. Hier euer Arbeitsplatz:

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Keine Sorge (oder böse gesagt, es gibt keinen Anspruch), ihr habt dafür alle Zeit der Welt. Lediglich bei den Nudeln müsst ihr aufs Timing achten, wenn ein Kunde keine soften Nudeln möchte. Aber selbst dann könnt ihr das Gericht einfach entsorgen und neu machen. Wobei es auch witzig ist den Kunden einfach mal etwas falsches zu servieren. Manchmal gibt es dafür auch ein Achievement.

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Die Geschichte ist echt gut, fesselnd und hat mich sowohl zum Lachen wie auch Weinen gebracht. Die Story hat es durchaus in sich mit einigen Twists, auf die ich hier natürlich nicht eingehen werde. Als Trigger-Warnung allerdings: Es sind nicht unbedingt alles leichte Themen.

Insgesamt gibt es zwei Enden. Ein normales Ende und ein Hidden True Ending, für das man gewisse Dinge triggern muss.

Ich hab an dem Spiel echt nichts zu meckern. Es hat mich bewegt, es hat mich sehr gut unterhalten und ich hab den Nachfolger, der 2027 auf dem Markt kommen soll, schon auf die Wishlist gepackt. 9/10.
 
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X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Yakuza Kiwami (Switch 2)

Gerade flattert mir der neueste Streich von Ryu Ga Gotoku Studios ins Haus, Yakuza Kiwami 3, der gerade erst als ein weiteres Remake der großartigen "japanischen GTA-Reihe" erschienen ist. Schön, dass er nun da ist, dumm nur, dass jetzt es jetzt erst mit Teil 2 weitergehen wird.

Neu sind die Spiele für mich nur bedingt, aber auf jeden Fall machte sowohl Yakuza Kiwami 0 (ein neuerer Teil, der zum Release der Switch 2 erschien und die Vorgeschichte der Reihe erzählt) als auch Yakuza Kiwami, welches ich nun beendete, auf der Switch 2 eine sehr gute Figur.

Interessant und neu ist für mich, dass ich die Reihe endlich einmal in chronologischer Reihenfolge spiele. Denn vieles was sich in Yakuza Kiwami (Kiwami steht im japanischen für "Ultimativ", aber auch für "Remake") zugetragen hatte, versteht man jetzt viel besser, wenn man die Vorgeschichte aus "Zero" kennt. DIe Geschichten haben es schließlich in sich und erzählen epische Geschehnisse rund um die japanische Mafia, hauptsächlich deren Clans eines fiktiven Tokio, Kamuro-Cho genannt.

Den Inhalt der Story spare ich mir an dieser Stelle mal, denn das würde den Rahmen sprengen. Die Reihe ist auch nur auf der Nintendo-Konsole neu, so dass ich hier nur noch auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen möchte. Eines vorweg: Die Spiele befinden sich nicht auf der Speicherkarte selbt, sondern fungieren auf der Switch 2 als Schlüsselkarte, so dass jederTeil der Reihe heruntergeladen werden muss (jeweils ca. 30 GB).

Yakuza Kiwami mcht fast alles richtig. (Anti-) Held Kirju Kazuma streift wie ein hungriger Wolf durch die belebten Gassen der Vergügungsviertel und prügelt sich in vier Kampfstilen mit allerlei Verbrecherabschaum in ziemlich brutaler Art und Weise durch die Geschichte. Dabei kann er Gegenstände oder unterschiedliche Waffen benutzen. Hauptsächlich werden die Gegner aber mit Tritten und Handkanten drangsaliert.
Aufgelockert wird das Geschehen durch toll inzenierte Zwischensequenzen, die auch heute noch sehr gut aussehen (das Original erschien 2005). Im Stil eines GTA kann man in viele Geschäfte gehen und Minispiele absolvieren oder in der Stadt Nebenmissionen entdecken (über 70 gibt es davon und jede hat eine mehr oder weniger lange, abgeschlossene Handlung).

Abgesehen von der Passage mit einer Autofahrt im zweiten Drittel des Spiels, auf der man sich nach bester Railgun-Manier gegen unzählige Schurken allein mit einer Pistole und einer Zeitlupe wehren muss, ist die Action stimmig. Die Steuerung im Auto-Abschnitt ist leider nicht mehr zeitgemäß und frustrierend hakelig zu spielen. Sehr schwar ist sie im Remake zwar auch nicht mehr, aber ein paar Nerven hat es mich schon gekostet. Als es dann vorbei war, hatte ich es schnell wieder vergessen.

Das epische Ende der Geschichte war wirklich toll inszeniert und bei aller (serien-typischer) Albernheit in den Minispielen muss man sagen: Story kann Ryu Ga Gotoku! Die Erzählung konnte sich absolut sehen lassen und hat mich auch heute noch emotional voll abgeholt.
Ein Meisterwerk in der Größenordnung eines GTA ist Yakuza Kiwami deswegen vielleicht nicht unbedingt. Aber wenn man mal die volle Japan-Breitseite haben möchte und kein Fan von Final Fantasy ist, der sollte sich spätestens jetzt die Reihe mal anschauen! Inzwischen kann man auch englische Sprache mit deutschen Untertiteln einstellen und nein, man muss keinen Text beim Auto fahren lesen, denn in Kamuro-Cho ist man (bis auf die kurze genannte Sequenz) ausschließlich zu Fuss unterwegs. Ich empfehle für ein authentisches Feeling trotzdem die japanische Sprachausgabe (mit deutschen Untertiteln).

9/10
 

Ahti

Rentenbezieher
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Reanimal ist quasi der geistige Nachfolger von Little Nightmares 2, nachdem sich die Tarsier Studios von Bamco getrennt haben, bei denen nun die Rechte an den kleinen Albträumen liegen.

Das Spiel schlägt in die gleiche Kerbe, heißt: es darf gemütlich gegruselt, gehüpft, gepuzzelt und weggerannt werden, diesmal wahlweise auch im Koop. Spielmechanisch bleibt man sich also im Großen und Ganzen treu, aber durch die häufig wechselnden Kameraperspektiven und den erweiterten Bewegungsspielraum, fühlt sich die Spielwelt weitaus größer an als zuvor.
Die Spielbarkeit wurde ebenfalls verbessert, die Charaktere steuern sich nun flüssiger und genauer - zum Glück, denn in den hervorragend inszenierten Verfolgungsjagden ist man auf eine präzise Steuerung angewiesen.
Von den Puzzles bin ich jedoch etwas enttäuscht. Hier ist das Spiel meiner Meinung nach im Rahmen des Genres zu konventionell und damit zu anspruchslos; es gibt leider keine nennenswerte Weiterentwicklung in diesem Bereich.

Einer der größten Kritikpunkte an dem letztjährigen Little Nightmares 3 (anderes Studio) war die schnell durchschaubare, recht simple Erzählung. Reanimal hat dieses Problem zum Glück nicht, die Geschichte wird wieder kryptisch erzählt und lässt viel Interpretationsspielraum. Das Märchenhafte wird diesmal interessanterweise etwas zurückgefahren - Reanimal ist düsterer, verstörender und auch erwachsener - das steht dem Spiel sehr gut.

Das größte Manko stellt in meinen Augen die Spielzeit dar. Zwar ist sie mit 5 (+/-1) Stunden eigentlich auf dem Niveau des Vorgängers, aber trotzdem fühlte sich das Spiel für mich etwas zu kurz an. Ein weiteres Stündchen (speziell im zweiten Akt) hätte ich begrüsst, zumal der Wiederspielwert nicht gerade hoch ausfällt. Aber ein zweiter Durchgang für's Finden aller Geheimnisse und Freispielen eines weiteren Endes, ist auf jeden Fall drin.

Alles in allem ist Reanimal für mich ein starker "Nachfolger", der das populäre Grundgerüst häufig an den richtigen Stellen verbessert und erweitert. Ich hätte ihn mir jedoch etwas konsequenter und länger gewünscht. So liefert er ein zwar kurzes, aber stets unterhaltsames und stellenweise sogar extrem packendes Erlebnis.
 
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Khorny

Moderator
Team
Trails in the Sky 1st Chapter

Nachdem ich das Original schon zigfach durchgespielt habe, folgt nun das Remake. Die Geschichte und alles mag ich sehr, und um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich finde das Remake dahingehend sehr gelungen. Vor allem optisch ist es das mit Abstand beste Trails überhaupt, allein dafür hat sich die Reise nochmal gelohnt. Ikonische Szenen wurden jetzt vortrefflich in die 3D Engine übertragen, zumal auch die Mimik der Charaktere vorherige Charakter-Bilder passend ersetzen konnte.

100% zufrieden bin ich damit zwar nicht, da gerade Estelles Schmoll-Gesicht besonders in der ersten Hälfte nicht mehr so authentisch rüberkommt wie im Original. Es ist zwar nicht so schlimm wie ich mal befürchtet habe, aber darin war das Original evtl. noch besser.

Die Modernisierung hat vieles dafür deutlich angenehmer gemacht, so dass man etwa in der Kanalisation keinen Guide mehr benötigt, zumal das Ausweichen von Gegnern durch die Action-Kämpfe deutlich angenehmer ist. Quest-Marker machen es insgesamt wesentlich zielgenauer. Besonders den hohen Anteil an Vertonung möchte ich positiv erwähnen, der ist nämlich ein echtes Highlight.

Natürlich hat auch die deutsche Übersetzung einen Reiz - allerdings liefert die deutsche Übersetzung genug Fremdscham-Momente, wenn etwa aus "My dear companions" "Meine Champions" werden. Soweit ist das aber alles kein Beinbruch, da selbst große Thirds es meist nicht viel besser hinbekommen - Final Fantasy 7 Remake fand ich weder auf deutsch noch englisch besonders gut.

Ansonsten haben sie selbst die schwierigen Bosse / Herausforderungen gut ins Remake übertragen. Die beiden schwersten Fights sind auch im Remake dieselben. Hintenraus hatte ich allerdings wirklich das Gefühl ziemlich overpowert zu sein. So schnell waren die letzten paar Bosse im Original nicht gefallen. Am schwierigsten fand ich das Remake in den ersten Stunden, da passte die Balance nicht ganz so sehr. Alles in allem hat Falcom hier aber ein wirklich hervorragendes Remake geliefert - vielleicht sogar das bis dato beste 3D Remake eines JRPGs.

Damit mein drittes JRPG in Folge, aktuell 100% Quote auf Switch/2 dieses Jahr und 75% aller durchgespielten Spiele insgesamt - sollte jetzt aber evtl. mal wieder was anderes spielen. Es hat zwar "nur" 50 Stunden gedauert, verglichen mit dem 110 Stunden Daybreak, aber ich brauch mal wieder irgendwas Kürzeres.
 

Kratonator

Frührentner
The Thing Remastered. Hat mir gut gefallen, finde Nightdive haben da auch wieder eins der Spiele ausgebuddelt, das ein Remaster auch eindeutig rechtfertigt. Wohl gemerkt Remaster, nicht Remake - was ich meine ist, man merkt dem Spiel sein Alter natürlich ganz klar an. Ich hatte jedenfalls großen Spaß das durchzuspielen, die Story, welche direkt an den Film anschließt, ist spannend, das Setting, naja eben wie im Film, das Buddy-System ist kurzweilig und die Schießereien machen durchaus Spaß. Wer schon mal ein Spiel von den Nightdive Studios (ShadowMan, Turok 1-3, Exhumed etc.) gezockt hat, weiß ohnehin ziemlich genau was einen erwartet. ;)
 
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