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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
DRAGON QUEST I HD-2D Remake

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Dragon Quest 1 ist per se ein sehr altes und - nach heutigen Maßstäben - sehr simples Game. Es ist nicht sonderlich lang oder umfangreich und die Story ist schnell erzählt und im Grunde ein Klischee: Wir machen uns ganz klassisch auf die entführte Prinzessin zu retten und das Böse zu besiegen. Im Original waren das eigentlich auch die beiden einzigen Questbausteine.

Das Remake versucht das ein bisschen aufzufüllen mit neuen Gegnern, NPCs, Nebenquests und Locations. DQ I spielt zeitlich nach DQ III und man hat versucht das besser wiederzugeben in dem z.B. auch hier nun das Feendorf und die Zwergenhöhle aus DQ III ihr Comeback geben - im Original waren diese Orte und die dazugehörigen Quests nicht im Spiel. Wer zuvor das DQ III Remake gespielt hat, wird diverse Dinge und Orte wiedererkennen und es ist ein interessantes Gefühl nun plötzlich an der gleichen Stelle auf der World Map eine zerstörte Ruine vorzufinden, die dennoch sofort an den einst prächtigen Turm erinnern, den man im dritten Teil erkundete. Auch im Inneren des Schlosses werden sich DQ III Veteranen schon auskennen.

Gleichzeitig wird man an der Stelle natürlich auch ernüchtert: Die Welt ist im Grunde die Gleiche (halt ca. hundert Jahre später), aber sie ist wesentlich kleiner/kompakter, die Wege kürzer, es fühlt sich an als wäre der Maßstab wesentlich geschrumpft. Das die Wege so kurz sind hat immerhin einen Vorteil, denn es gibt in dem Spiel kein Boot, Fluggerät oder Reittier. Ihr könnt euch jedoch zu bereits besuchten Städten und Höhlen porten.

Man könnte sich also relativ schnell über die Welt bewegen wenn einem die Monster lassen würden - nur tun sie das halt nicht. Die Spielzeitstreckung kommt dagegen hauptsächlich vom Grindfaktor. Das Spiel ist sehr Old-School, ihr könnt hier nicht einfach in ein Dungeon gehen und denken bis zum Boss durchzulaufen und den niedermetzeln wie in moderneren RPGs. Wer so denkt kommt hier nicht weit und findet sich schnell im Game Over wieder. Also grindet man erst mal auf der ersten Etage eines Dungeons eine Weile und ein paar Level, bis man sich stark genug fühlt weiter vorzustoßen. Da lernt man dann auch mit seinen Ressourcen hauszuhalten: Nicht jeder Kampf, der für gewöhnlich alle paar Schritte triggert, ist es wert gekämpft zu werden, allerdings gelingt die Flucht auch nicht immer. Manche Begegnungen können euch zudem recht schnell das Licht ausknipsen, insbesondere wenn es mehrere Gegner auf einmal sind, diese als erstes agieren dürfen und dann ggf. auch noch Mehrfach angreifen oder euch einschläfern/lähmen/verwirren etc. - mitunter seid ihr dann entweder schon Tod oder kurz davor bevor ihr auch nur einen defensiven Skill aktivieren konntet. Und selbst wenn ihr das überlebt, ein paar Schritte später triggert bestimmt der nächste Zufallskampf und am Ende des Dungeons wartet i.d.R. auch noch ein Boss. Dungeons sind daher eine echte Tortur und diese wirklich erkunden zu wollen macht es nur schlimmer. Es steht auch nirgendwo eine Heilstatue herum wie in späteren Dragon Quest Teilen, also versorgt euch gut mit Items, die euch HP und MP wiedergeben. Ich hab für mich immerhin noch eingestellt, dass wenigstens bei einem Level Up die HP und MP wieder aufgefüllt werden, Standardmässig passiert das nämlich nicht.

Ich will mir gar nicht vorstellen wie das im Original-Spiel war, wo man zudem auch noch mit Fackeln hantieren musste, keine Mini-Map hatte und immer nur einen kleinen erleuchteten Spot um einen herum sehen konnte, haha..

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"Verloren und allein auf weiter Flur, Dungeons sind eine echte Tortur." (Pepsi, der Barde)

Selbst auf Dracky Quest, dem einfachsten Schwierigkeitsgrad, ist das Game wegen solcher Sachen recht schwer (sofern ihr nicht gerade Unsterblichkeit aktiviert): Ihr seid alleine, ihr habt keine Gruppe, also steht und fällt der Kampf alleine mit dem Helden. Zahlenmässige Überlegenheit der Gegner ist genau so unfair wie es klingt, wenn ihr nur einmal angreifen dürft pro Runde, während euch drei, vier oder noch mehr Gegner einen nach dem anderen hauen. Kritische Treffer oder Verzweiflungsangriffe sind mitunter tödlich, selbst wenn ihr (fast) volle HP habt. Ein simpler Sleep-Spell, der in anderen Teilen mit 3-4 Party Member nicht weiter wild ist, ist hier oft ebenfalls gleichbedeutend mit einem Game Over - schließlich kann euch kein Verbündeter aufwecken oder gar Wiederbeleben. Man lernt daher schnell vor allem defensive Skills zu schätzen und zu nutzen. Tanky ist gut, Schadensreflektion noch besser. Einen Boss habe ich quasi dadurch besiegt, dass ich in meiner Runde mich hauptsächlich heilte und einen Reflektionsschutz oben hielt, während dieser sich in seinen Runden langsam an eben der Reflektion und meiner Stachelrüstung selbst tötete.

Informationsbeschaffung ist teilweise auch noch recht Old School, ihr müsst schon gut zuhören oder mal selbst rausfinden, wo ihr hin müsst. Auf Wunsch können aber auch hier Hilfen aktiviert werden, die die richtige Stelle direkt auf der Karte markiert.

Wer Lust auf ein richtiges Old-School-Grind-Fest mit knallharten Zufallskämpfen hat, wird hier sicherlich fündig. Ich kenne solche Spiele noch von früher, deshalb hat es mir jetzt nicht soviel ausgemacht, wobei mein Frustlevel aber schon stellenweise ausgereizt wurde wenn mal wieder ein Zufallskampf mich das Zeitliche hat segnen lassen, während ich einfach nur das Dungeon nach Schätzen absuchen wollte. Und wer genießt nicht solche Momente, wo man mit den letzten MP den rettenden Heilungsspruch aufrufen möchte, nur um dann zu sehen dass der Gegner vor einem dran ist, einen 'verstummt' und der Zauberspruch dann ungewirkt verpufft. Hach ja.

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Wer bisher nur die "weicheren" Titel wie das neue Dragon Quest VII Reimagined gespielt hat, wird sich hier dagegen definitiv warm anziehen und umstellen müssen. Wer dagegen einfach nur mal das Remake vom ersten Teil erleben möchte, kann derweil zahlreiche Hilfen aktivieren inklusive Unsterblichkeit.

Am Ende hatte ich jetzt knapp 22 Stunden auf der Uhr, wovon die Hälfte sicherlich reiner Grind waren. Inhaltlich habe ich 30 von 40 Minimedallien sowie das Erdrick-Set bis auf das Schild gefunden.

Eine faire Bewertung in Notenform.. ist hier schwer. Aus heutigen Maßstäben sicherlich keine hohe, der Nostalgiefaktor und die Mühe, die man sich beim Remake gegeben haben, reißt es aber wieder raus. Man muss es halt als Old-School-Erlebnis mit modernerer Grafik betrachten und genug Frustresistenz mitbringen. Tut man das, dann gibt es hier eine 7/10.

Fortsetzung folgt dann mit dem Dragon Quest II HD-2D Remake...
 
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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Gourdlets

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Spiel Nummer 4 aus dem "Save Our Worlds" Fanatical Bundle ist ein Wusel-Simulator, oder wie man das auch immer nennt. Ihr baut eine kleine Insel für bohnenartige Wesen und könnt ihnen einen lustigen Hut aufsetzen. Das war es im Grunde. Ihr habt kein Spielziel und es gibt auch kein Geld/Materialien sondern könnt direkt beliebig Häuser und Gegenstände hinstellen und die Insel verformen. Lediglich ein paar Gegenstäne müsst ihr erst freischalten (über den Faktor Zeit, ihr wartet einfach bis sich der Zugbalken füllt und lasst ihn euch dann liefern). Das habe ich mir etwa drei Stunden angesehen (den Großteil der Zeit lief es nebenbei/im Hintergrund während ich arbeitete), alles so eingerichtet wie ich wollte und dann hatte ich auch schon 10 von 10 Achievements und alles gesehen.

Gibt vielleicht Leuten denen sowas Spaß macht, aber sowohl im Sinne des Wuselfaktors, wie auch des kreativen Gestaltungsmodus gibt es zahlreiche Spiele die es besser finden. Es entwickelt sich halt auch nichts weiter, die Gourdlets bauen nichts von selbst oder interagieren irgendwie miteinander, sie laufen nur rum und benutzen halt mal kur einen Gegenstand wie den Flipperautomat oder steigen in das Riesenrad, welches sich dann dreht. Das war's.

2/10 für den Inselbebauungsspaß, der sich leider sehr in Grenzen hält.


Little Problems: A Cozy Detective Game

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Spiel Nummer 5 ist dann ein Wimmelbildspiel im Comic-Look. In jeweils 10 Fällen/Kapitel habt ihr einen oder mehrere Screens und müsst einen Fall lösen. Dazu wird darauf erst mal alles anklicken und Hinweise gesammelt was eigentlich los ist. Teilweise müsst ihr auch erst eine Person anklicken, dann seht ihr bspw. deren Inventar. Da ist dann vielleicht ein Brief oder ein Handy, wenn ihr das anklickt seht ihr den Inhalt. Habt ihr das erledigt und alle Wörter gefunden, füllt ihr den "Fill-In-The-Gap"-Lösungszettel aus.

Teilweise sind manche Lösungen aus vorherigen Kapiteln auch schon bekannt, wenn man gut aufpasst. Wenn man sich bspw. in Kapitel 2 merkt wie der Hund heißt, muss man an der Stelle in Kapitel 5 schon nicht mehr knobeln. Generell ist es sich auch eine gute Idee die Namen der Leute einzuprägen, da die auch ständig neu abgefragt werden. Trotzdem müsst ihr die Namen jedes Mal erst im Wimmelbild suchen, selbst wenn ihr sie bereits wisst - ihr dürft nämlich nur Lösungswörter auswählen, die ihr vorher auch auf irgend einem Handy oder Fresszettel gefunden habt.

Wer es einfacher möchte, kann sich jederzeit bei den Bildern auch "Hints" einblenden lassen und auch bei dem Lösungsbogen dann Fehler anzeigen lassen. Ein bisschen VN ist auch dabei, die zwischen den Fällen etwas erzählt: Ihr könnt euch hier auch mal aussuchen ob ihr auf ein Date gehen wollt und wenn ja, mit wem.

Es ist jetzt nichts besonderes, die Fälle sind typische "Alltagsprobleme", die Rätsel sind schnell zu lösen und nach lediglich 3 Stunden hatte ich auch hier alle Fälle auf 100% gelöst und die Cupcakes in jedem Fall gesammelt. So wirklich gut unterhalten wurde ich dabei jetzt auch nicht wirklich, aber die Grafik ist ganz nett (vorausgesetzt das ist wirklich Handgemacht und keine KI oder so). 5/10
 
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Khorny

Moderator
Team
NieR: Automata

Endlich habe ich auch mal auf der Nintendo Switch das Ende gesehen. Weitere Enden fehlen noch. Da ich dieses Spiel gefühlt 1x jährlich durchzocke, werde ich jetzt nicht allzu viel dazu schreiben. Das Spiel dürfte jedem bekannt sein. :)
 

Khorny

Moderator
Team
Pikmin

Den Erstling habe ich auf dem Cube damals übersprungen und bin direkt mit dem 2er eingestiegen. Vom Konzept her ist es vergleichbar, jedoch ist die Kombination aus Story und Gameplay hier nochmal Spielwitz von einem anderen Stern. Das Kern-Gameplay liefert jedenfalls klassische Echtzeit-Strategie, nur eben im Mikro-Kosmos und gegen eine tickende Uhr. Mit den Sequels wurde die Todesuhr ziemlich heruntergeschraubt, oder im 4er zuletzt sogar komplett abgeschafft.

Es gilt also in 30 Tagen die 30 Einzel-Teile des eigenen Raumschiffs zu bergen. Für einen Abspann sollen wohl auch 25 Teile genügen, aber dann gibt es wohl nur ein normales Ende. Ich habe es direkt auf 100% gespielt. Ein Kinderspiel ist Pikmin trotz aller Behauptungen und der niedlichen Optik nicht, denn auch die einzelnen Tage ihrerseits besitzen ein Zeit Fenster, da nach Sonnenuntergang die Pikmin verloren gehen. Es gilt also den Tages-Ablauf soweit zu optimieren, damit alle Pikmin rechtzeitig wieder bei ihrer rettenden Blume stehen.

Erstmal gilt es aber jede Karte zu verinnerlichen, um dann Laufwege und Strategie zu optimieren, damit auch wirklich jedes Teil möglichst effizient geborgen wird. Nebenher managet man noch beiläufig die Zucht neuer Pikmins. Die unterschiedlichen Pikmin, aber auch Gegnertypen und Gefahren, machen dieses Unterfangen nicht gerade einfacher.

Was enorm hilft ist die manuelle Speicher-Funktion. Leider habe ich dies erst spät zu schätzen gelernt, dann aber auch mal einzelne Tage schlicht wiederholt, anstatt etwa ein unglückliches Massensterben durch eigene Fehler hinzunehmen. Hat man alle Gameplay-Kniffe dann verinnerlicht, macht die Hatz durch Gräser und Wald schon jede Menge Spaß.

Den Kritikpunkt der geringen Spielzeit finde ich diskutabel, denn Pikmin ist nahezu prädestiniert für Speedruns und Optimierung - bietet auch die Möglichkeit auf 100% oder möglichst wenige Tage zu spielen. Damit besitzt es mehr Wiederspielwert als viele der modernen Videospiele. Ein mutiges Konzept, das bei den Nachfolgern ziemlich stark verwässert wurde. Daher bin ich umso dankbarer, dass ich diesen zeitlosen Klassiker noch im Doppelpack abgestaubt habe. Diese Switch-Karte gebe ich nimmer her.
 

Krule

Frührentner
Ich muss ja sagen, dass ich Pikmin 1 konzeptionell fast am liebsten mag aus der Serie. Das Spiel hat mich sehr positiv überrascht, als ich das vor ein paar Jahren nachgeholt habe. Ich finde auch, dass die mangelhafte Wegfindung der Pikmin irgendwie dazu führt, dass man ihnen ihr Eigenleben viel stärker abnimmt und noch stärker Acht um sie geben muss. Also selbst dieses "Defizit" kann ich irgendwie aus einer positiven Perspektive sehen.
 

Khorny

Moderator
Team
Resident Evil 2 (Ende B)

Diesmal der komplette Durchgang des Classic Resident Evil 2 mit dem großen Finale. Irgendwie hatte ich einen bestimmten Boss (Mr. X) nicht so hart in Erinnerung, aber hat dann noch geklappt. Im Original bin ich damals Kreise um den gelaufen, aber ist wohl wirklich zu lange her.

Generell hat Durchgang B (mit Claire) mir aber doch nicht so gut gefallen wie der Durchlauf mit Leon zuvor. Erst beide Durchläufe zusammen machen Resident Evil 2 aber erst rund, daher drücke ich ein Auge zu.

Ansonsten nach wie vor das perfekte Resident Evil Spiel. Beste Bossgegner neben Veronica, bester Soundtrack, beste Story.
 

Zäpp

Moderator
Team
Habe die Nacht die Credits von Spider-Man 2 gesehen. Ist ein guter Nachfolger, hat aber auf jeden Fall nicht diesen Wow-Effekt des ersten Teils. Das Schwingen durch die Stadt macht zwar immer noch so viel Spaß, dass es kaum schade ist, dass Mangels Ladezeiten, die witzigen U-Bahn Sequenzen fehlen, hätte sie sowieso kaum gesehen, aber das Spiel macht nicht so viel mehr als der Vorgänger. Die Welt ist nun größer und hat mehr Kram zu bieten, der schwankt zwischen spaßig, interessant und nervig. Ob das sein musste, weiß ich nicht, aber immerhin hat man immer gut zu tun zwischen den Hauptmissionen. Leider steckt sich die Geschichte ein wenig, vor allem das Finale zieht sich dann doch sehr. Kann man aber schon machen.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Yakuza Kiwami 2 (Switch 2)

Nach Yakuza 0 und Yakuza Kiwami habe ich nun auch den, chronmologisch gesehen, dritten Teil der Reihe auf der Switch 2 durchgespielt.
Eines möchte ich gleich als Warnung vorweg nehmen (leichter Spoiler): Veteranen erinnern sich sicher noch an ein besonders schweres Quick-Time-Event an einer entscheidenen Stelle im Spiel. Ja, das ist leider auch wieder dabei und auch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad nur mit einem katzengleichen Reflex oder mit viel Geduld machbar. Beim einem Scheitern droht der komplette letzte Abschnitt des Bosskampfes erneut. Etwaige neu dazugekommene Hilfen gibt es nicht.

Die Spielzeit war mit rund 25 Stunden für ein Yakuza eher kurz. Allerdings habe ich jedes der Minispiele nur wenigstens einmal gespielt. Wenn man wollte, könnte man optional ganze Abende mit Darts, Golf, Mahjong, Karaoke, Sega-Spielautomaten (u.a. Virtua Fighter) und noch vielen anderen Tätigkeiten ausserhalb der Story verbringen.
Natürlich ist man auch in diesem Teil wieder mit Ex-Yakuza Kazuma Kiryu in Kamurocho (Tokio) und Sotenbori (Osaka) unterwegs. Auch hier ist man ausschließlich zu Fuß unterwegs und bewegt sich in zwei verhältnismäßig kleinen Städten, anstatt eine riesige Open World zu erkunden. Deshalb hinkt auch wie immer der Vergleich mit GTA, denn man kann keine zwei Schritte gehen, ohne auf eine neue Mini-Nebenmission oder irgend etwas anders aufregendes zu treffen. Die Spielwelt ist total vollgestopft mit Möglichkeiten, Geschäften, Passanten und Zufallsbekanntschaften, so dass niemals Langeweile aufkommt. Auch die Zufallskämpfe stören keinesfalls, denn die Straßengangs oder andere feindlich gesinnte Gruppen bringen Geld und XP zum aufleveln und um Waffen und Ausrüstung zu beschaffen.

Die Kämpfe verlaufen nun etwas anders als bei den Vorgängern, da Kazuma Kiryu jetzt nur noch über einen einzigen Kampfstil verfügt. Den kann man aber prima in vielen Schritten erweitern, so dass er irgendwann von Judo-Griffen über Karate-Tritten alles mögliche drauf hat.
Man kann jetzt viel öfter im Heat-Modus Spezialattacken ausführen und Gegenstände wie z.B. Fahrräder oder Blumenkübel aufnehmen und damit um sich schlagen. Kazuma kann auch verschiedene Waffen kaufen oder in Kämpfen aufnehmen und sie beliebig ausrüsten. Die haben aber unterschiedliche Haltbarkeiten und nutzen sich mit der Zeit ab.

Die Story war natürlich wieder mal ein Highlight der Reihe und voller Dramatik, Herzschmerz und bittersüßem Humor. Auch die kleine Haruka aus Kiwami 1 musste wieder beschützt werden. Aber Onkel Kiryu hatte natürlich alles wieder so halbwegs im Griff. Daran konnte auch sein Rivale, Nervensäge und Fan-Liebling Goro Majima nichts ändern. Ganz im Gegenteil: Diesmal hilft er, mit seiner Baustelle in einem Mini-Strategiespiel-im-Spiel, Bösewichter in die Flucht zu schlagen und hilft Kazuma auch in der Hauptgeschichte aus. Auf diese möchte ich hier aufgrund erheblicher Spoilergefahr nicht näher eingehen. Aber sie hat einen garantiert hohen Unterhaltungswert, das kann ich versprechen!

Kurzes Fazit: Bis auf den (im Spoiler) eingangs genannten Fauxpas-Moment im Gameplay gibt es hier gewohnte Yakuza-Kost von den Ryu Ga Gotoku Studios mit einer dramatischen Geschichte, die mit vielen tollen Cutscenes daherkommt, die auch heute noch überzeugend wirken.
Die Framerate mit den äußerst konstanten 30fps sorgte bei mir nur in den ersten 10 Minuten für Unmut. Schnell merkt man aber, dass es hier gar nicht viel mehr braucht und man gewöhnt sich flugs daran. Die Kämpfe sind nicht so hektisch, dass die Framerate nicht ausreichen würde. Schwer sind sie ohnehin nicht.
Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad könnte es ein Sechsjähriger spielen, wäre da nicht der extrem hohe Gewaltgrad bei den Kämpfen und der erwachsenen Story mit vielen bösen Schnitt- und Fleischwunden (und einer Menge toter japanischer und koreanischer Gangster und jeder Menge Blut).
Auf den höheren Schwierigkeitsgraden muss man sich mit Hunger, Ausdauer und Heiltränken auseinandersetzen und die Kämpfe verlangen gutes Timing und Kombinationsgabe. Die eierlegende Wollmilchsau Yakuza Kiwami 2 hat auch auf der Switch 2 etwas von allem, hauptsächlich unterhällt sie einen aber in einer richtig tollen und authentischen Japan-Atmosphäre. Es folgt demnächst: Teil 3.

8/10
 

baum2k

Kaffeefahrtpendler
The Precinct

Hab das schon länger aufm Legion Go S installiert und jetzt hab ich die letzten Tage immer mal wieder bisschen gezockt und schwupps wars durch :D Aber is ne coole Cop Story mit einem typischen Twist am Ende. Hat mir gefallen. Sehr kurz allerdings. Aber es heißt ja bekanntlich in der Kürze liegt die Würze.

9/10 stabile Bäume
 
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