L.Kwas
Frührentner
Metroid Prime 4: Beyond
Das Spiel wurd ja erst kürzlich recht viel diskutiert, von daher werd ich mich eher kurz halten, weil's halt auch nix groß neues zu sagen gibt. Wie halt schon an anderer Stelle erwähnt, hab ich den Eindruck, dass Retro Studios sich zu sehr auf Gimmicks fokussiert und dabei das wesentliche etwas aus den Augen verloren hatte.
Das Spiel ist dann am besten, wenn es einfach nur ein Metroid Prime bzw. 3D-Metroidvania sein darf, d.h. wenn man außerirdische Welten und verlorene Anlagen zu grooviger Musik und einer sehr guten Mapfunktion per pedes erkundet, Puzzles löst, neue Fähigkeiten freischaltet und unterwegs oder im Kampf einsetzt etc., aber leider wurde unnötiger Quatsch und Ballast angetackert, der das Spiel runterzieht.
Kontrovers diskutiert wurden ja etwa diese neuen NPCs aus der Federation Force, aber die fand ich noch ganz ok, auch wenn sie alle halt Stereotypen entsprechen. Nur dieser Technikerfuzzi, der dich oft unterwegs anfunkt, um dir mitzuteilen, dass du grüne Kristalle und Mech-Teile sammeln sollst, nervt, und es ist auch lästig, dass man viele neu gefundene Waffenchips nicht direkt einsetzen kann, sondern ständig zu ihm zurück zur Basis fahren muss. Man wird zu oft irgendwohin dirigiert anstatt selber zu erkunden.
Wirklich schlimmer Müll ist dieses neue Viola Motorrad und das ganze drumherum, denn es zieht einen ganzen Rattenschwanz an Problemen mit sich, und man hätte das ganze komplett rausstreichen sollen. Features existieren ja nicht in nem Vakuum, sondern beeinflussen auch das Gamedesign drumherum, und das hier ist ein gutes Beispiel:
> Die haben krampfhaft dieses Bike eingeführt, dass sich nur mäßig gut steuert, und Kämpfe damit machen keinen Spaß. Anders als Samus mit ihrem Suit wird Viola das ganze Spiel über auch nicht Gameplay-mäßig erweitert, kriegt keine neuen Fähigkeiten, die es interessanter machen würden, es bleibt immer das gleiche.
> Nun ist das Bike halt da, und es benötigt ne entsprechend große offene Fläche, damit man damit rumcruisen kann. Das klassische Metroid bzw. Metroid Prime Leveldesign lässt sowas ja nicht zu, folglich haben wohl sie diese große und öde Wüste eingefügt. Dieses Gebiet ist schrecklich langweilig und bietet keinerlei optische oder spielerische Abwechslung.
> Nun ist die Wüste halt da und braucht irgendeine Daseinsberechtigung und Form von Aktivität, und dafür haben sie wohl dieses Sammelgedöns mit den grünen Kristallen inkludiert. Häufig erwischt man beim Rumcruisen mit Viola auch nur 4 von 5 Kristallen, und darf dann wieder nen U-Turn machen, oder irgendwelche nervigen Gegner spawnen random unterwegs - für's Pacing ist das alles jedenfalls pures Gift.
Kurz gesagt: Das Spiel wäre sehr viel besser, wenn Samus die Öffis genommen hätte. Es ist schade um den ganzen Arbeitsaufwand, der in diese schlechten Features floss, anstatt es andernorts sinnvoller einzusetzen.
Das Artdesign ist derweil sehr gut, und Samus hat wahrscheinlich von allen SciFi Protagonisten den meisten Drip mit ihren schicken Designer-Suits. Auch einige der Level verströmen Atmosphäre, und die Skyboxen sind sehr ansehnlich.
Auch die technische Seite ist lobenswert, es sieht gut aus und läuft durchweg butterweich (bei der gespielten Switch 2 Version jedenfalls).
Beim Leveldesign hat es nachgelassen, denn die 5 Biotope sind nicht direkt verbunden, sondern durch diese Wüste voneinander getrennt. Dieses "Ineinanderüberfließen" einzelner Gebiete wie bei gut designten Metroidvanias fehlt dadurch leider etwas.
Lästig ist auch dieses Rumgescanne, das hätte man entschlacken können.
Dass Samus das ganze Spiel über stumm bleibt, stört mich persönlich weniger, sie ist halt in meinem Kopf quasi das weibliche Gegenstück zum Doomguy (oder sie ist wie Ms Komi und kriegt wegen Sozialphobie kein Wort raus, sobald jemand danebensteht). Anstatt steif dazustehen, hätte sie aber z.B. mehr Gestik in Cutscenes einsetzen können.
Beim Ende leider enttäuscht das Spiel dicke, ich dachte, mit der Freischaltung des zentralen Turms käme noch so ein richtiges Level zum Erkunden, aber nope, paar Cutscenes und danach ein unterwältigender Bossfight.
Storymäßig wäre auch mehr drin gewesen, und Sylux ist ein blasser Antagonist.
Alles in allem ein enttäuschender Serienteil. Ich hoffe aber, dass dies nicht das Aus bedeutet für die Metroid Prime Reihe oder auch Retro Studios - nur müssen sie sich halt wieder fangen und auf das wesentliche fokussieren.
Das Spiel wurd ja erst kürzlich recht viel diskutiert, von daher werd ich mich eher kurz halten, weil's halt auch nix groß neues zu sagen gibt. Wie halt schon an anderer Stelle erwähnt, hab ich den Eindruck, dass Retro Studios sich zu sehr auf Gimmicks fokussiert und dabei das wesentliche etwas aus den Augen verloren hatte.
Das Spiel ist dann am besten, wenn es einfach nur ein Metroid Prime bzw. 3D-Metroidvania sein darf, d.h. wenn man außerirdische Welten und verlorene Anlagen zu grooviger Musik und einer sehr guten Mapfunktion per pedes erkundet, Puzzles löst, neue Fähigkeiten freischaltet und unterwegs oder im Kampf einsetzt etc., aber leider wurde unnötiger Quatsch und Ballast angetackert, der das Spiel runterzieht.
Kontrovers diskutiert wurden ja etwa diese neuen NPCs aus der Federation Force, aber die fand ich noch ganz ok, auch wenn sie alle halt Stereotypen entsprechen. Nur dieser Technikerfuzzi, der dich oft unterwegs anfunkt, um dir mitzuteilen, dass du grüne Kristalle und Mech-Teile sammeln sollst, nervt, und es ist auch lästig, dass man viele neu gefundene Waffenchips nicht direkt einsetzen kann, sondern ständig zu ihm zurück zur Basis fahren muss. Man wird zu oft irgendwohin dirigiert anstatt selber zu erkunden.
Wirklich schlimmer Müll ist dieses neue Viola Motorrad und das ganze drumherum, denn es zieht einen ganzen Rattenschwanz an Problemen mit sich, und man hätte das ganze komplett rausstreichen sollen. Features existieren ja nicht in nem Vakuum, sondern beeinflussen auch das Gamedesign drumherum, und das hier ist ein gutes Beispiel:
> Die haben krampfhaft dieses Bike eingeführt, dass sich nur mäßig gut steuert, und Kämpfe damit machen keinen Spaß. Anders als Samus mit ihrem Suit wird Viola das ganze Spiel über auch nicht Gameplay-mäßig erweitert, kriegt keine neuen Fähigkeiten, die es interessanter machen würden, es bleibt immer das gleiche.
> Nun ist das Bike halt da, und es benötigt ne entsprechend große offene Fläche, damit man damit rumcruisen kann. Das klassische Metroid bzw. Metroid Prime Leveldesign lässt sowas ja nicht zu, folglich haben wohl sie diese große und öde Wüste eingefügt. Dieses Gebiet ist schrecklich langweilig und bietet keinerlei optische oder spielerische Abwechslung.
> Nun ist die Wüste halt da und braucht irgendeine Daseinsberechtigung und Form von Aktivität, und dafür haben sie wohl dieses Sammelgedöns mit den grünen Kristallen inkludiert. Häufig erwischt man beim Rumcruisen mit Viola auch nur 4 von 5 Kristallen, und darf dann wieder nen U-Turn machen, oder irgendwelche nervigen Gegner spawnen random unterwegs - für's Pacing ist das alles jedenfalls pures Gift.
Kurz gesagt: Das Spiel wäre sehr viel besser, wenn Samus die Öffis genommen hätte. Es ist schade um den ganzen Arbeitsaufwand, der in diese schlechten Features floss, anstatt es andernorts sinnvoller einzusetzen.
Das Artdesign ist derweil sehr gut, und Samus hat wahrscheinlich von allen SciFi Protagonisten den meisten Drip mit ihren schicken Designer-Suits. Auch einige der Level verströmen Atmosphäre, und die Skyboxen sind sehr ansehnlich.
Auch die technische Seite ist lobenswert, es sieht gut aus und läuft durchweg butterweich (bei der gespielten Switch 2 Version jedenfalls).
Beim Leveldesign hat es nachgelassen, denn die 5 Biotope sind nicht direkt verbunden, sondern durch diese Wüste voneinander getrennt. Dieses "Ineinanderüberfließen" einzelner Gebiete wie bei gut designten Metroidvanias fehlt dadurch leider etwas.
Lästig ist auch dieses Rumgescanne, das hätte man entschlacken können.
Dass Samus das ganze Spiel über stumm bleibt, stört mich persönlich weniger, sie ist halt in meinem Kopf quasi das weibliche Gegenstück zum Doomguy (oder sie ist wie Ms Komi und kriegt wegen Sozialphobie kein Wort raus, sobald jemand danebensteht). Anstatt steif dazustehen, hätte sie aber z.B. mehr Gestik in Cutscenes einsetzen können.
Beim Ende leider enttäuscht das Spiel dicke, ich dachte, mit der Freischaltung des zentralen Turms käme noch so ein richtiges Level zum Erkunden, aber nope, paar Cutscenes und danach ein unterwältigender Bossfight.
Storymäßig wäre auch mehr drin gewesen, und Sylux ist ein blasser Antagonist.
Alles in allem ein enttäuschender Serienteil. Ich hoffe aber, dass dies nicht das Aus bedeutet für die Metroid Prime Reihe oder auch Retro Studios - nur müssen sie sich halt wieder fangen und auf das wesentliche fokussieren.
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