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Kindra

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Super Mario 3D World (100%, wenn wir die paar Stempel, für die man alle Level mit allen Charakteren spielen muss, nicht mitzählen)
Man kann sagen, dass jetzt Frieden mit 3D World herrscht. Lange habe ich es verschrien als elaboriertes 3DS-Spiel in HD (und würde es auch immer noch tun :ugly:). Damals hat mir etwas gefehlt bei diesem Spiel. Ich war so begeistert von Mario Galaxy 1 und 2s pompösen Dasein und so enttäuscht von Mario 3D Land, dass ich schon nicht mit guten Voraussetzungen in das Ding reingegangen bin. Viele Kritikpunkte, die ich damals hatte, sind immer noch gültig: Das Spiel macht nichts "besonderes" im Sinne von "Mario Galaxy"-Besonders, ist über weite Strecken relativ seicht, es knallt nicht und es macht nicht wirklich irgendwas neu. Nein, das Katzen-Powerup ist keine geniale Innovation. Katze und das Spiel generell sind schlichtweg anwesend. Auch die Musik ist, wenngleich es einige Highlights gibt, im Vergleich zu den Vorgängern nicht annährend so brachial.

Doch heute weiß ich, dass das, was da ist, rein vom Gameplay, Platforming und Spielgefühl alle erste Sahne ist. Ich bin zwar immer noch kein Freund davon, dass man den Tripplejump aus den 3D-Spielen gestrichen hat, aber ansonsten lässt es sich wunderbar direkt und mit einigen Moves durch die Gegend flitzen. Gerade als reiner Platformer ist 3D World echt gut. Klar, es dauert einiges an Zeit, bis dieses auch anspruchsvoller wird, aber im Gegensatz zu vielen anderen Mario-Spielen wird es das hier zumindest ein bisschen. Ich fand 3D World nun jedenfalls schon anspruchsvoller als Astro Bot, eben vor allem was das Platforming angeht. Die Bonuslevel legen einen drauf, auch wenn es nie wirklich schwer wird. Die Champion's Road dürfte das schwerste Mario-Level überhaupt sein - immerhin. Kleiner Wermutstropfen an den Bonuslevels ist, dass ein nicht kleiner Prozentsatz im Grunde recyclete Level sind, die erschwert werden. Rein konzeptionell hat das ein Mario Galaxy besser gemacht, weil schwierigere Challenges keine "neuen" Level waren, sondern bereits besuchte (es gab natürlich trotzdem auch in Galaxy Recycling von Bossen und Levels). Hier fühlt sich ein neues Level, das bereits bekannt ist und nur um eine Kleinigkeit ergänzt wurde, eher schlecht an, weil man sich um den Slot eines neuen Levels betrogen fühlt.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich damals hatte, bleibt ebenfalls bestehen: Das Finale ist grottenschlecht. Ein hässlicher Autoscroller mit grausigem Gegnerdesign, urgs (mal abgesehen davon, dass generell alle Bosse ziemlich lame sind).

Die größte Ironie für mich ist, dass 3D World dann am besten ist, wenn es etwas von Galaxy borgt :ugly:

Wie auch immer, ich erhöhe von 7 auf 8!

8/10

Ich habe meine alte Wii ausgepackt ...

Super Mario Galaxy
Hach, was für ein Spiel. Wenn man sich durchliest, was ich so an Jump and Runs wie das x-te Mario oder Astro Bot zu bemängeln habe, ist oft von Schwierigkeitsgrad und Movement die Rede. Nun, Mario Galaxy hat beides nicht: Es ist braindead einfach und hat mit das schwächste Movement aller Mario-Spiele. Es gibt zwar fast alle Sprünge aus Mario 64 (Rückwärts-Salto, Seitwärts-Salto, Wandsprung, Hechtsprung, Dreifachsprung), aber dadurch, dass der dive+rollout aus 64/Sunshine wegfällt und Mario generell sehr behäbig ist und lange braucht, um ohne Hechtsprung aus dem Stand Momentum aufzubauen, fällt Galaxy in dem Aspekt weit hinter alle anderen Mario-Spiele zurück. Man hat stattdessen eine Drehattacke, mit der man einiges an Höhe gewinnt. Das ist zwar nett, aber elegant oder fix nicht.

Trotzdem sind Mario Galaxy 1 und 2 die besten Mario-Spiele, obwohl es auch in Bezug auf das Platforming nicht mal ansatzweise mit 64 oder 3D World mithalten kann, warum ist das so? Weil ich ein Fanboy bin. Deal with it.

Ich liebe diesen Vibe, diese Thematik mit dem Universum, diese brachiale Musik, die alles wegfegt, mal melancholisch die endlose Leere einfängt und mit Weltraumromantik glänzt, mal richtig auf die Kacke haut und dir den epischsten Orchester-Chor-Bums um die Ohren haut, dass dir alles wegfliegt! Ich krieg heute noch an mehreren Stellen in diesem Spiel Gänsehaut, so gut funktioniert das Zusammenspiel aus bestimmten Setpieces mit direkter Inszenierung und Musik. Ich kann nicht mal wirklich erklären, wie es ein verdammtes Mario-Spiel schaffen kann, solche emotionalen Reaktionen bei mir auszulösen! Apropos emotional: Story ist nun wirklich nie erwähnenswert in Mario-Spielen, aber der olle Koizumi hat aus Liebe zum neuen Charakter Rosalina eine Kinderbuch-Hintergrundgeschichte zu ihr ins Spiel "geschmuggelt" (Miyamoto wollte gar keine Story) und die ist wirklich herzzerreißend!

Auch wenn SMG vom Platforming nicht mit anderen Marios mithalten kann, ist es trotzdem eine Gaudi aufgrund der Planeten, die man komplett umrundet, was ich immer gemocht habe - auch wie die Kamera darauf reagiert. Die ganzen Spielereien mit Gravitation machen immer Spaß und überall dadurch mit absurden Hechtsprüngen quasi ganze Planeten zu umrunden, fühlt sich gut an.

Interessant ist der Vergleich zu Astro Bot. Ein SMG würde heute nicht mehr ohne Sammelzeugs auskommen, denke ich. SMG ist ziemlich straightforward, es geht eigentlich immer nur darum, das Ziel (einen Stern) zu erreichen, ohne dass man nebenher noch etwas zum Komplettieren einsammeln müsste. Es sind zwar einige 1UPs versteckt und man sammelt mit dem Pointer fleißig Star Bits ein (lieb ich ja!), aber es gibt nichts essentielles neben dem Hauptpfad zu finden. Gestört hat mich das ehrlich gesagt nicht, mir fiel nur auf, dass man das heute so nicht mehr machen würde. Das zeigt auch der Nachfolger, der schon eine Kometenmünze oder so einführt, die es in jedem Level einzusammeln gilt. Trotzdem gibt es einiges zu entdecken, andersfarbige Sterne bspw., die Extrawelten freischalten usw.

Die Bosse sind übrigens interessanter als in 3D World, wenngleich da auch keine Bäume ausgerissen werden, aber immerhin hat man sich hier ein paar Minuten mehr Gedanken dazu gemacht. Generell ist SMG durchaus kreativ: Immer wieder gibt es Level mit Spielereien. Mal muss man mit dem Cursor eine Blase rumpusten, in der Mario drinsteckt, mal rollt man auf dem Ball (natürlich mit heute immer noch gut funktionierenden Motion Controls! :p), mal katapultiert man sich von so komischen Dingern, mal schwebt man durch's All und zieht sich mit dem Cursor entlang von blauen Sternchen. I am a sucker for Motion Controls / Wii mote stuff, deswegen bin ich heute noch Fan der Implementierung in SMG.

Ich könnte wohl noch ewig weiter über Galaxy schreiben, die vielen tollen Level, die grandiose Inszenierung, die Musik, die vielen Aufgaben, wie cute es ist, die zu findenden Lumas mit Star Bits zu füttern, weil sie dann fett werden und zu neuen Planeten werden, auf denen man weiter rumhüpfen kann, aber auch von ein paar Schwachstellen nach hinten raus könnte ich erzählen (lila Münzen sammeln ist nun wirklich nicht so geil) ... Aber lassen wir das!

Mario Galaxy ist eine Wucht.

9/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Kindra

Rentenbezieher
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Ich fand es toll. Kein Boss, wo ich mir die Zähne ausbeißen muss, sondern ein runder Abschluss. Ich hasse Boss-Fights.
Finds halt nicht nur als Boss in Bezug auf den Anspruch scheiße, was ja eh nicht das wichtigste ist, sondern der ist generell überhaupt nicht mein Ding. Autoscroller, der auch noch EXTREM langsam scrollt, so dass ich an mehreren Stellen warten musste, statt das Spiel zu zocken, öde Musik, der Boss sieht blöd aus ... nee ... die Idee an sich ist ja nicht schlecht.
 

FrancisYorkMorgan

Altenpfleger
Spiderman 2

Ja, Spiderman 2 ist ein gutes Spiel, keine Frage. Fast alles befindet sich auf wirklich hohem Niveau, sei es die Grafik oder das Gameplay. Trotzdem hat es mich nicht ganz mitgerissen, Knackpunkt war vor allem die Geschichte. Liegt einerseits daran, dass Spiderman nicht gerade mein Favorit unter den Superhelden ist, dazu kann ich mit MJ als Charakter überhaupt nichts anfangen (egal, ob im Film, Spiel oder Comic). Anderseits hatte ich durchgehend das Gefühl, dass die Entwickler zuviel Story in zu wenig Spielzeit packen wollten, dass Ganze ist ein wenig zu überladen und springt meiner Meinung nach zu häufig von A nach B. Daher gab es während der vielen (großartig inszenierten) Zwischensequenzen kein großes mitfiebern meinerseits.

Abseits der Hauptstory gibt es coole Nebenquests (Die Flamme) und den "üblichen" Sammel- und Basenbrei. Macht durch die flüssige Spielbarkeit und das tolle Kampfsystem anfangs auch Laune, wiederholt sich dann aber auch zu oft. Liest sich jetzt im Endeffekt negativer als es vielleicht ist, eventuell ist da noch eine Spur Enttäuschung mit drin, habe wohl irgendwie mehr erwartet. Die Platin habe ich nämlich trotzdem geholt. Und wenn das Spiel schlecht wäre, würde ich diese ja gar nicht holen.

Also, Fazit: Gutes Spiel, dass aufgrund seiner für mich persönlichen Schönheitsfehler kein sehr gutes Spiel ist.
 

Exaclaw

Jungspund
Avatar: Frontiers of Pandora

Wie schon mal geschrieben hätte ich nie gedacht dass mich ein "Fucking-Ubisoft-Formel"-Spiel so fesselt. Story war 08/15, Sammelzeug in Massen etc. Halt alles was man von Ubi so kennt.

Aber diese verdammt geniale Welt!
Es macht einfach Spass mit seinem Ikran über Pandora zu fliegen. Und deswegen ist hier das ganze Sammelzeug irgendwie, für mich, halb so schlimm. Auf dem weg zur nächsten Quest biegt man gerne mal ab um irgendwas aufzugabeln.
Die original Filmmusik hätte dem Spiel sicherlich gut getan, aber war sicherlich zu teuer.

Wird wohl das erste Spiel von Ubi wo ich mir, sobald im Angebot, den SaisonPass holen werde.

Auch sind die 1000G hier mein Ziel, irgendwann. Spiel wird erstmal pausiert und zwischendurch immer wieder mal ausgepackt um mal nen Stündchen abzuschalten.
 

TomMV

WM-Tippkönig 2026
Warhammer 40,000: Space Marine 2 (PS5)

Nach knapp 20 Stunden bin ich mit der Kampagne und allen 6 Nebenmissionen (PVE) auf Veteran durch.

Hab im Performancemodus gespielt da mir im Qualitätsmodus die 30 fps zu wenig sind.
Aber auch im Performancemodus gehen die fps deutlich runter, wenn es zu viel Action gibt. Auch gibt es leider den Fehler weiterhin im Coop, dass das Spiel nicht die Mission lädt und man das Spiel dann schließen und neustarten muss.
Grafisch sieht es teilweise richtig gut aus und dann auch wieder nicht.
Gerade bei den Frisuren und Bärten sieht man es doch sehr deutlich.
Genau wie in der Ferne, ist die Weitsicht teilweise sehr matschig verschwommen. Dann gibt es aber auch gerade zum Ende hin richtig schöne Zwischensequenzen, dir wirklich sehr schön aussehen.
Spielerisch ist es schießen, blocken Kontern und Nahkampf, wobei im Nahkampf ich mir mehr Kombos gewünscht hätte.
Jetzt werde ich das Spiel erstmal ruhen lassen und mal schauen, was alles noch so kommt, da der Reiz erstmal weg ist vom Spiel.
PVP wird wahrscheinlich nichts für mich sein. Im Großen und Ganzen hat mir das Spiel trotzdem Spaß gemacht, auch wenn die Entwickler das Spiel eventuell nochmals um ein paar Monate verschoben hätten.
So muss ich leider sagen, dass es die 70€ für mich nicht wert waren und ich es lieber im Angebot gekauft hätte.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Star Wars Outlaws

Nun bin ich also auch mit der Story fertig geworden, die mir sehr gut gefallen hat und eines echten Star Wars Titels würdig war. Insgesamt habe ich 37 Stunden gespielt und bin dabei immer noch nicht allen Nebenmissionen, Aufträgen und Informationen nachgegangen, die nach dem Abspann nachgeholt werden dürfen.
Als ich irgendwann meinen Blaster, mein Schiff und meinen Gleiter als stark genug befunden habe, konnte ich dann in die letzte große Mission aufbrechen, ohne dabei in größere Schwierigkeiten zu geraten.

Audiovisuell ist das Spiel wirklich gut inszeniert, Die Geschichten sind stimmig in die Open World integriert, was nicht jedes Spiel so gut hinbekommt. Die Charaktere sind interessant, oftmals tiefgründiger als man erwartet und die Star Wars Atmosphäre ist immer allgegenwärtig, nicht zuletzt wegen einigen Gastauftritten bekannter Charaktere aus den Kinofilmen. Man bereist auch bekannte Planeten wie z.B. Tatooine.

Da man hier mit meistens mit Blaster, Gleiter oder Raumschiff unterwegs ist, vermittelt das Spiel viel mehr von rasanter Action und wilden Verfolgungsjagden, als zuletzt Jedi Survivor. Auch weil das Spiel auf Jedi-Kräfte verzichtet und die Rebellen nur eine untergeordnete Rolle spielen, verbreitet Outlaws mehr Flair eines Space Western als bisherige Star Wars Spiele. Denn unsere toughe Heldenschurkin Kay Vess beherrscht ebenso wie Arthur Morgan oder John Marston die Dead-Eye-Funktion, eine Art Bullet Time. Das geht sogar von ihrem flinken Gleiter aus und macht viel Spaß, wenn man den Einsatz nicht vergisst, wie mir es häufig passiert ist.

Aus technischer Sicht hatte ich keine Probleme auf der Xbox Series X. Das wahlweise flüssigere Bild mit 60fps reichte mir aus, obwohl die 4K Option mit 30fps deutlich hübscher ausgesehen hatte. Für den Fotomodus empfehle ich deswegen in den Leistungsmodus zu wechseln.
Auch Bugs oder Glitches suchte man vergeblich. Die deutschen Synchronsprecher leiteten tolle Arbeit und die Vertonung fast jedes NPC's erfolgte lippensynchron.

Viel gab es an dem Spiel nicht auszusetzen. Vielleicht hätte man freies speichern zu jeder Zeit, auch bei Schleichpassagen, ermöglichen sollen und das ein oder andere Minispiel hätte man etwas cleverer gestalten können.
Es wurde so einiges an Gameplayelementen und Spieldesign von anderen erfolgreichen Titeln geklaut und in Outlaws wiederverwertet. Das kann man als wenig innovativ bezeichnen, mir hat es aber nichts ausgemacht. Denn am Ende muss das Gesamterlebnis überzeugen und ich kann bei besten Willen behaupten, dass man dieses Spiel nicht so schnell vergessen wird. Was aber auch größtenteils an dem süßesten Begleiter aller Zeiten in einem Videospiel liegt. Der kleine Meqaal Nix ist der Begleiter von Kay Vess und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Streicheln ausdrücklich erlaubt!

9/10
 

Kindra

Rentenbezieher
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Super Mario Galaxy 2
Was passiert, wenn ein alter, sturer Mann seinen Willen durchsetzt? Meistens nichts gutes, aber in diesem Fall vielleicht schon. Miyamoto - der alte Sack! - kann nämlich Story in seinen Mario-Spielen mal so gar nicht ab, und hat sich nach SMG1 durchgesetzt. Deshalb gibt es in SMG2 noch weniger - eigentlich gar keine - Story mehr. Nun, einerseits finde ich das sehr schade, weil Koizumi mit Rosalina genau den richtigen Riecher hatte und das bisschen, was an Story in SMG1 vorhanden war, durchaus gelungen war. Rosalina wird hier sträflich vernachlässigt, auch wenn sie ihre Auftritte hat. Strukturell ändert sich in SMG2 einiges: Statt eines Hubs gibt es jetzt nur noch eine Weltkarte, auf der man die Level direkt ansteuert. Man tuckert zwar auf einem bescheuerten Mario-Raumschiff durch das All, aber das Teil ist klein und da ist wirklich kaum was nennenswertes los.

Unter diesen Voraussetzungen könnte man schnell sagen: Man, SMG1 ist besser als SMG2, aber diese Vermutung verfliegt sofort, wenn man in die Level von SMG2 reingeht. Mein Gott, vielleicht hat Miyamoto für Mario doch recht, wenn er sagt, dass die Story auf ein absolutes Minimum reduziert gehört und alles auf Leveldesign und Gameplay fokussiert werden muss, denn heilige Scheiße, Mario Galaxy 2 setzt qualitativ nochmal ordentlich einen drauf - und das, obwohl SMG1 schon derbe krass ist.

Was hier an Ideenreichtum und Abwechslung geboten wird, ist schlichtweg Wahnsinn. Das Spiel ist so viel dynamischer als SMG1 dank einiger neuer, permanenter Powerups (Wolken-Mario, Stein-Mario und allen voran Yoshi etc.) und bietet in Bezug auf Platforming an sich viel mehr. Auch die neuen Bosse sind besser. Es verlangt durch die Bank mehr vom Spieler als der Erstling und - man mag es kaum glauben! - ein oder zwei Level im Spiel sind vielleicht sogar ein ganz kleines bisschen anspruchsvoll, was für 3D-Marios schon einiges ist. Die Level sind noch ein bisschen linearer als im Vorgänger, aber das tut der Qualität keinerlei Abbruch. Ein paar "offenere" Level bleiben trotzdem. Toll ist, dass Münzen wegen den Lumas, die Münzen statt Star Bits mampfen wollen, jetzt in ein paar Levels eine Daseinsberechtigung haben.

Es ist absurd, was für einen Sog das Spiel auslöst, jedes Level, jede Aufgabe ist eine Gaudi. Es gibt keine oder nur sehr wenige Level, auf die ich keine Lust hatte. Die Musik ist wie gewohnt von einem anderen Stern ... ich mag zwar den Soundtrack des ersten Teils insgesamt mehr, weil der mehr auf die Kacke haut und auch die melancholischen Töne trifft, während SMG2 zwar alles davon auch hat, aber ein bisschen weniger und hier und da ein klein bisschen weniger nach meinem Geschmack. Aber das ist Meckern auf einem astronomischen Niveau, denn der Soundtrack vom 2. Teil hat ebenfalls unfassbare Highlights. Selbst der Mario 64-Remix der Bowser-Levels, den es schon in SMG1 gab, wird hier perfektioniert mit Chöre ... es geht nicht besser.

Kritik gibt es trotzdem. Die fehlende Story, die vernachlässigte Rosalina, die fragliche Struktur habe ich ja schon erwähnt. Wenn man schon so eine eher simple Weltkarte macht, warum orientiert man sich, was Geheimnisse und optionale Wege angeht, nicht an sowas wie Mario World? Die Weltkarte ist echt öde, und das Mario-Raumschiff sowieso. Was ich überhaupt nicht an dem Spiel verstehe, ist das Recycling, das vor allem gegen Ende aufgefahren wird. In dem Spiel wird nicht nur ein Level aus SMG1 1:1 kopiert und dann um ein paar Variablen geändert, sondern alle Bosse des Erstlings werden recyclet. Einer mitten im Spielverlauf, der Rest in einem Boss Rush. Wenn man alles aus SMG1 kopierte weglassen würde, hätte man immer noch ein vollgepacktes Spiel. 98% des Spiels sind natürlich, abgesehen von Assets, Texturen etc., komplett neu, weshalb das Recycling nicht sonderlich ins Gewicht fällt, aber es ist eben so ein unnötiger Schönheitsfehler.

Nach hinten raus gibt es weitere Probleme:
Wenn man das Spiel mit 120 Sternen durchgespielt hat, geht das Spiel danach weiter. Man soll jetzt 120 grüne Sterne sammeln, die in allen Levels verstreut sind, um die finale Herausforderung freizuschalten. Aber damit habe ich einige konzeptionelle Probleme.

  1. Es wirkt wie künstliche Spielzeitstreckung, nochmal 120 grüne Sterne ans Ende zu klatschen
  2. Wieso wirft das Einsammeln eines grünen Sterns einen aus dem Level, wenn mehrere im gleichen Level zu finden sind? Ja, ich weiß, dass manche grünen Sterne in Levels sind, wo die Welt verändert ist, aber trotzdem ist es ein sehr anstrengender Zeitfresser, wie es hier gelöst wurde. Selbst Mario 64 hatte Sterne, nach denen man nicht aus dem Level geworfen wurde (100 Münzen).
  3. Hätte man die grünen Sterne zu einem normalen Sammelobjekt - wie die Kometenmünze - gemacht, wäre das viel besser gewesen.
Das ist, so wie es implementiert wurde, ganz schön viel busy work für ein Möchtegern-herausforderndes letztes Level. Das tu ich mir Anno 2024 nicht mehr an.

10/10

Das soll's aber jetzt mal gewesen sein mit Mario. Jedenfalls bis das nächste erscheint.
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 C64 Forever

Altmeister
Super Mario Galaxy 2
Was passiert, wenn ein alter, sturer Mann seinen Willen durchsetzt? Meistens nichts gutes, aber in diesem Fall vielleicht schon. Miyamoto - der alte Sack! - kann nämlich Story in seinen Mario-Spielen mal so gar nicht ab, und hat sich nach SMG1 durchgesetzt. Deshalb gibt es in SMG2 noch weniger - eigentlich gar keine - Story mehr. Nun, einerseits finde ich das sehr schade, weil Koizumi mit Rosalina genau den richtigen Riecher hatte und das bisschen, was an Story in SMG1 vorhanden war, durchaus gelungen war. Rosalina wird hier sträflich vernachlässigt, auch wenn sie ihre Auftritte hat. Strukturell ändert sich in SMG2 einiges: Statt eines Hubs gibt es jetzt nur noch eine Weltkarte, auf der man die Level direkt ansteuert. Man tuckert zwar auf einem bescheuerten Mario-Raumschiff durch das All, aber das Teil ist klein und da ist wirklich kaum was nennenswertes los.

Unter diesen Voraussetzungen könnte man schnell sagen: Man, SMG1 ist besser als SMG2, aber diese Vermutung verfliegt sofort, wenn man in die Level von SMG2 reingeht. Mein Gott, vielleicht hat Miyamoto für Mario doch recht, wenn er sagt, dass die Story auf ein absolutes Minimum reduziert gehört und alles auf Leveldesign und Gameplay fokussiert werden muss, denn heilige Scheiße, Mario Galaxy 2 setzt qualitativ nochmal ordentlich einen drauf - und das, obwohl SMG1 schon derbe krass ist.

Was hier an Ideenreichtum und Abwechslung geboten wird, ist schlichtweg Wahnsinn. Das Spiel ist so viel dynamischer als SMG1 dank einiger neuer, permanenter Powerups (Wolken-Mario, Stein-Mario und allen voran Yoshi etc.) und bietet in Bezug auf Platforming an sich viel mehr. Auch die neuen Bosse sind besser. Es verlangt durch die Bank mehr vom Spieler als der Erstling und - man mag es kaum glauben! - ein oder zwei Level im Spiel sind vielleicht sogar ein ganz kleines bisschen anspruchsvoll, was für 3D-Marios schon einiges ist. Die Level sind noch ein bisschen linearer als im Vorgänger, aber das tut der Qualität keinerlei Abbruch. Ein paar "offenere" Level bleiben trotzdem. Toll ist, dass Münzen wegen den Lumas, die Münzen statt Star Bits mampfen wollen, jetzt in ein paar Levels eine Daseinsberechtigung haben.

Es ist absurd, was für einen Sog das Spiel auslöst, jedes Level, jede Aufgabe ist eine Gaudi. Es gibt keine oder nur sehr wenige Level, auf die ich keine Lust hatte. Die Musik ist wie gewohnt von einem anderen Stern ... ich mag zwar den Soundtrack des ersten Teils insgesamt mehr, weil der mehr auf die Kacke haut und auch die melancholischen Töne trifft, während SMG2 zwar alles davon auch hat, aber ein bisschen weniger und hier und da ein klein bisschen weniger nach meinem Geschmack. Aber das ist Meckern auf einem astronomischen Niveau, denn der Soundtrack vom 2. Teil hat ebenfalls unfassbare Highlights. Selbst der Mario 64-Remix der Bowser-Levels, den es schon in SMG1 gab, wird hier perfektioniert mit Chöre ... es geht nicht besser.

Kritik gibt es trotzdem. Die fehlende Story, die vernachlässigte Rosalina, die fragliche Struktur habe ich ja schon erwähnt. Wenn man schon so eine eher simple Weltkarte macht, warum orientiert man sich, was Geheimnisse und optionale Wege angeht, nicht an sowas wie Mario World? Die Weltkarte ist echt öde, und das Mario-Raumschiff sowieso. Was ich überhaupt nicht an dem Spiel verstehe, ist das Recycling, das vor allem gegen Ende aufgefahren wird. In dem Spiel wird nicht nur ein Level aus SMG1 1:1 kopiert und dann um ein paar Variablen geändert, sondern alle Bosse des Erstlings werden recyclet. Einer mitten im Spielverlauf, der Rest in einem Boss Rush. Wenn man alles aus SMG1 kopierte weglassen würde, hätte man immer noch ein vollgepacktes Spiel. 98% des Spiels sind natürlich, abgesehen von Assets, Texturen etc., komplett neu, weshalb das Recycling nicht sonderlich ins Gewicht fällt, aber es ist eben so ein unnötiger Schönheitsfehler.

Nach hinten raus gibt es weitere Probleme:
Wenn man das Spiel mit 120 Sternen durchgespielt hat, geht das Spiel danach weiter. Man soll jetzt 120 grüne Sterne sammeln, die in allen Levels verstreut sind, um die finale Herausforderung freizuschalten. Aber damit habe ich einige konzeptionelle Probleme.

  1. Es wirkt wie künstliche Spielzeitstreckung, nochmal 120 grüne Sterne ans Ende zu klatschen
  2. Wieso wirft das Einsammeln eines grünen Sterns einen aus dem Level, wenn mehrere im gleichen Level zu finden sind? Ja, ich weiß, dass manche grünen Sterne in Levels sind, wo die Welt verändert ist, aber trotzdem ist es ein sehr anstrengender Zeitfresser, wie es hier gelöst wurde. Selbst Mario 64 hatte Sterne, nach denen man nicht aus dem Level geworfen wurde (100 Münzen).
  3. Hätte man die grünen Sterne zu einem normalen Sammelobjekt - wie die Kometenmünze - gemacht, wäre das viel besser gewesen.
Das ist, so wie es implementiert wurde, ganz schön viel busy work für ein Möchtegern-herausforderndes letztes Level. Das tu ich mir Anno 2024 nicht mehr an.

10/10

Das soll's aber jetzt mal gewesen sein mit Mario. Jedenfalls bis das nächste erscheint.
Worauf spielt man das? Und den ersten Teil? Kann man sich das für die Switch runterladen?
 
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