Aus verschiedenen Gründen hängt's mal wieder in meiner ludografischen Entwicklung ... ich glaub, von ca. zwanzig begonnenen Games hab ich dieses Jahr drei durchgespielt, und zwei davon waren - überaus unterhaltsame - Re-Visits. Sowieso hab ich die doofe Angewohnheit (entwickelt), Games bestenfalls nach Kauf zu spielen und dann unter Umständen irgendwann durch zu sein und eigentlich die Hälfte der Story, des Gameplays und sowieso nicht richtig mitgenommen zu haben ... und dann wird das Spiel mit einem gebührenden Abstand von drei Jahren erneut gezockt - und DIESMAL klickt es. Ich hab eine ziemlich lange Liste mit Spielen, wo dieser Effekt aufgetreten ist.
Na ja, wie auch immer. Kena ist nun durch, was eigentlich, wenn man dem Zwiebelprinzip folgte, bedeutet,
Jedi: Survivor weiterzuspielen. Aber nach achtzig Stunden geht mir das Spiel dezent aufn Sack - also nicht das Spiel, sondern die Aufgabe, in drölf mitunter riesigen Gebieten Sammelscheiß zusammenzukratzen, der nicht auf der Karte markiert ist.
Ja, so ist das halt mit den Zwangsneurosen. Das richtige Vorgehen wäre diesen:
zu machen und einfach die letzten zwei, drei Stunden des Spiels noch wegzudaddeln, um wenigstens einen Haken dran machen zu können. Andererseits seh ich mich dieses wahre Umfangmonster von Game in allernächster Zeit kein zweites Mal spielen.
Ansonsten hab ich gestern, weil mir irgendwie danach war, mal
Kathy Rain DC reingetan, in der Hoffnung, dass ein PnCA den richtigen Itch scratchen würde. Aber irgendwie hab ich grad echt keinen Nerv für diese narrativen Erfahrung Marke 'Wadget Eye', so toll die Spiele ja eigentlich sind.
Lieber wäre mir so ein "klassisches" Adventure nach Art Monkey Island bzw. Lucas Arts, aber da besteht leider das Problem, dass ich so ziemlich alles aus der "ScummVM"-Ecke schon kenne bzw. zu spät zur Party wäre. An die Indiana-Jones-Spiele dieser Ära komm ich jedenfalls nicht ran.
Witzig wäre sicherlich mal so ein Run durch die ollen 80s/90s-Leisure-Suit-Larry-Spiele, die mal in einem Anfall von Nostalgie in die Steam-Bibo geholt wurden, aber leider ist das Sierras alte Schule von Adventure-Design, die extrem schlecht gealtert ist. Und anhand eines Guides zu spielen, nur um einen Haken dran machen zu können, wäre mir auch zu doof.
Davon ab gäbe es noch diverse mehr oder weniger zeitgenössische Adventures bei GOG, so wie etwa
Erben der Erde oder auch
Legend of Kyrandia, aber afaik leiden auch die mehr oder weniger stark unter oben beschriebenem Problem.
Und
Detroit: Become Human, das im April diesen Jahres nach 16 Stunden (übrigens auch im zweiten Anlauf) liegen gelassen wurde - das ist mir zu wenig entspannt für so einen cozy Adventure-Abend.