@ Thommysoft
Wo fange ich an? Beginnen wir den mit dem Ursprung von The Elder Scrolls - die Teile 1 und 2 waren noch das, was der allgemeinem Definition RPG noch entspricht, auf Basis von Pen & Paper bzw. die elementaren Strukturen waren da noch am deutlichsten vorhanden. Dann kam Morrowind, das sich schon mehr in die Ecke Adventure mit RPG-Elementen verdrückt hat. Gleiches gilt auch Oblivion und jetzt auch Skyrim. Das heißt nicht zwingend, dass es ein schlechtes Games ist - aber es hat doch aus meiner Sicht wenig mit einem RPG im klassischen Sinn gemein.
Beispiel der sonst sehr wichtige Charakter-Aufbau: Der ist für mein Dafürhalten banal! Sicher kann man die Figur aufbauen, aber der Aufbau hat wenig bis keinen Einfluss auf das was kommt bzw. auf Gegner & Co. Grund dafür ist, dass die Figur nicht mehr eine Spezialisierung hat, sondern eine Art Multi-Figur ist, die alles kann und bei der man auch wirklich alles auf Max-Werte aufbauen kann. Das ist nicht typisch RPG, da eine Figur festgelegt werden "muss", ob sie zB. in der Klasse der Magier auf Heilung getrimmt, dafür aber zB. im Angriff dann eher schwach auf der Brust ist. Bei einem klassischen RPG kann eine Magier normalerweise keinen Bogen verwenden - in Skyrim schalte ich einfach um und der Bursche kann es. Allein ein solcher Umstand dezimiert die taktische Vorgehensweise in einem RPG und lässt es somit ein wenig fad wirken.
Und so wie du es beschrieben hast, ist auch das Vorgehen in einem klassischen RPG hinsichtlich des Charakter-Aufbaus - allerdings OHNE die Option, dass ich alles mitnehmen kann was kommt. Es spielt explizit bei Skyrim keine Rolle ob ich mich klassisch fokussiere oder doch mit einem Allrounder durch die Gegend ziehe. Mit beiden komme ich ans Ziel - das betrifft nicht nur den Charakter, sondern auch das craften. Wäre es klassisch ohne die "und"-Funktion, dann könnte meine Figur zB. nur schmieden und wäre darin mit der Zeit ein wahres Talent, dafür im Gegenzug eine absolute Nullnummer in Sachen Tränke brauen. Auch wenn Skyrim passende Rubriken bietet, von wg. der Schmied, der Echanter, der Alchemist und ich mich als Spieler, der das klassische, typische RPG sucht festlege, es bleibt doch die Option das ich doch alles auf einmal machen kann. Das ist nicht typisch, klassisch RPG und verwässert und vereinfacht somit Skyrim nachhaltig. Somit wird zusammenfassend das wichtige Grundgerüst, der Charakter-Aufbau, die Spezialisierung eines RPGs ad absurdum geführt, denn wenn, dann kann ich normal nur eine der gebotenen Optionen anwenden - aber nicht alles.
Skyrim ist ein - wenn man so will - inzwischen ein Standard gewordenes Sandbox-RPG. Warum? Letztlich ist der Name Programm: Es ist eine große Kiste, in der man ein paar Spielzeuge abgelegt hat und mit denen kann man etwas rum spielen. Aber wenn man alles i-wann durch hat, und das geht heute leider binnen recht kurzer Zeit, ist die Luft raus, es gibt keine Optionen mehr. Somit ist das gesamte Angebot von vorne herein schon limitiert. Beispiel? Die Gilden-Struktur und die Möglichkeit allen Gilden beizutreten ohne das es Folgen hat! Wie kann es sein, dass ich den Dieben beitrete, die zB. alles klauen was nicht niet- und nagelfest ist aber das Töten ablehnen? Gleichzeitig aber kann ich ohne Folgen zu spüren oder diese spielerisch zu erleben der Dark Brotherhood beitreten, bei denen es nur ums Töten geht?! Und da das noch nicht reicht, kann ich dann noch der offiziellen Legion des Landes beitreten, und das obwohl ich in 2 Verbrecher-Gilden dabei bin. Das ist nicht stimmig und auch auch nicht RPG-typisch, denn da muss ich mich entscheiden und kann nur nach der Devise entweder/oder vorgehen ... das ich in Skyrim aber alles kann sorgt dafür, dass es aufweicht, verwässert.
Erkunden und Dungeons finden, bezwingen, usw. ist neben dem Charakter-Aufbau das durchaus wichtigste Element - sozusagen ein Standard des klassischen RPG-Spiels und keine Besonderheit, die Skyrim ausmacht. Die Option alles erkunden zu können und ggf. auch auf Geheimnisse zu stoßen erwarte ich von einem RPG! Das ich craften kann ist inzwischen auch normal; Unglücklich dabei ist aber eher, dass ich schon auf geringer Stufe Metalle und Co. zum Handwerkern und Waffen schmieden einsammeln kann, deren Level-Stufe ich aber noch lange erreicht habe. Das ist die vereinfachte, ja verwässerte Form. Das typische, klassische RPG serviert solche Objekte erst dann, wenn ich das Level auch habe und verrät mir auch dann erst, was ich und wie ich damit machen kann. Skyrim konkret geht hier eine Art Mittelweg, da man die Metalle schon bekommt, was was sie können und man braucht nur noch die Levelstufe erreichen. Dazu passt auch die Frage: Wo sind die seltenen Items? In Skyrim mache ich Kiste um Kiste um Kiste auf und bekomme Standard-0-8-15 Zeugs, das ich zu Geld machen kann. Im Übrigen schon im ersten Dorf, wenn ich es drauf anlege, da ich mir schon auf Stufe 1 eine top Rüstung bzw. Ausrüstung zimmern kann, so dass ich gar nicht erst mehr nach Kisten Ausschau halten müsste. Wie kann das denn bitte sein? Ich hab es nicht gemacht, weil ich das RPG an sich schätze, eins meiner favorisierten Genre ist und ich entsprechend spiele. Die Tatsache aber das es geht, stuft Skyrim als RPG an sich ab. Und das es nicht an de Haaren herbei gezogen ist, beweist u.a. dieser Thread
Das Skyrim komplexer als so manch anderes RPG ist, dem muss ich jetzt widersprechen, denn im Vergleich bieten sogar diverse kostenlose MMOs mehr RPG-Taktik, Strategie und Komplexität als es Skyrim tut. Wo ist denn der Fakt, dass ich zB. ein Talent verwerfen muss damit ich ein Neues lernen kann, aufbauen und damit ausüben kann? Dabei spielt es keine Rolle, dass man Skyrim so spielen kann, weil man weiß wie ein typisches RPG funktioniert bzw. sich definiert. Skyrim bietet einfach eine verwässerte Form dessen, was ein RPG ausmacht. Das ich als Spieler, sofern ich eben auf die klassischen Strukturen wert lege, das passend handhabe, ist das Eine. Aber ich darf doch von Spiel, das sich im Genre als RPG definiert erwarten, dass es auch gewisse typische Elemente bietet. Und das tut Skyrim wiederum nicht - bzw. nur in eben banaler Form.
Ich denke, Skyrim darf und sollte man nicht dahingehend bewerten, dass man es auf Basis des klassischen RPGs spielt - dahin gehend, dass es eben das nicht ist, denn ein klassisches RPG bietet die Option entweder/oder und nicht UND. Das ist eben der Knackpunkt für mich, der mich sagen lässt, Skyrim ist banal geworden. Was wiederum aber nicht heißt das es ein schlechtes Spiel, sondern einfach nur eben - wie schon erwähnt - ein RPG light ist, leider eben nicht mehr.
Die Bücher in Skyrim sind eine konsequente Fortsetzung innerhalb der Serie - die gehören dazu, sind ganz nett, machen aber eine RPG nicht aus. Und sicher, die Umgebung - und das habe ich auch geschrieben - ist gelungen und atmosphärisch u.a. auch mit Musik eingepackt. Es ist auch - wie weiter oben erwähnt - eine elementare Aufgabe des RPGs die Umgebung eben nicht nach dem Offensichtlichen zu erkunden, sondern nach dem Versteckten. Dabei fällt allerdings auf, dass die Wege in Skyrim nicht zwingend frei begehbar sind, sondern schon eine gewisse Route vorgeben ist. Das ist auch deutlich mehr Adventure als RPG.
Wie gesagt: Ich bewerte Skyrim nicht danach wie man es spielen kann, wenn man sozusagen ein RPG'ler, ein Rollenspiel-Fan ist, sondern was es bietet und wie es in seiner Gesamtheit eben von einem klassischen, typischen RPG abweicht. Und das tut es leider sehr - egal wie ich spielerisch an die Sache ran gehe. Daher sehe ich Skyrim auch nicht als RPG sondern als Adventure mit RPG-Elementen und auf der Basis macht es auch Spaß zu spielen.
Wo fange ich an? Beginnen wir den mit dem Ursprung von The Elder Scrolls - die Teile 1 und 2 waren noch das, was der allgemeinem Definition RPG noch entspricht, auf Basis von Pen & Paper bzw. die elementaren Strukturen waren da noch am deutlichsten vorhanden. Dann kam Morrowind, das sich schon mehr in die Ecke Adventure mit RPG-Elementen verdrückt hat. Gleiches gilt auch Oblivion und jetzt auch Skyrim. Das heißt nicht zwingend, dass es ein schlechtes Games ist - aber es hat doch aus meiner Sicht wenig mit einem RPG im klassischen Sinn gemein.
Beispiel der sonst sehr wichtige Charakter-Aufbau: Der ist für mein Dafürhalten banal! Sicher kann man die Figur aufbauen, aber der Aufbau hat wenig bis keinen Einfluss auf das was kommt bzw. auf Gegner & Co. Grund dafür ist, dass die Figur nicht mehr eine Spezialisierung hat, sondern eine Art Multi-Figur ist, die alles kann und bei der man auch wirklich alles auf Max-Werte aufbauen kann. Das ist nicht typisch RPG, da eine Figur festgelegt werden "muss", ob sie zB. in der Klasse der Magier auf Heilung getrimmt, dafür aber zB. im Angriff dann eher schwach auf der Brust ist. Bei einem klassischen RPG kann eine Magier normalerweise keinen Bogen verwenden - in Skyrim schalte ich einfach um und der Bursche kann es. Allein ein solcher Umstand dezimiert die taktische Vorgehensweise in einem RPG und lässt es somit ein wenig fad wirken.
Und so wie du es beschrieben hast, ist auch das Vorgehen in einem klassischen RPG hinsichtlich des Charakter-Aufbaus - allerdings OHNE die Option, dass ich alles mitnehmen kann was kommt. Es spielt explizit bei Skyrim keine Rolle ob ich mich klassisch fokussiere oder doch mit einem Allrounder durch die Gegend ziehe. Mit beiden komme ich ans Ziel - das betrifft nicht nur den Charakter, sondern auch das craften. Wäre es klassisch ohne die "und"-Funktion, dann könnte meine Figur zB. nur schmieden und wäre darin mit der Zeit ein wahres Talent, dafür im Gegenzug eine absolute Nullnummer in Sachen Tränke brauen. Auch wenn Skyrim passende Rubriken bietet, von wg. der Schmied, der Echanter, der Alchemist und ich mich als Spieler, der das klassische, typische RPG sucht festlege, es bleibt doch die Option das ich doch alles auf einmal machen kann. Das ist nicht typisch, klassisch RPG und verwässert und vereinfacht somit Skyrim nachhaltig. Somit wird zusammenfassend das wichtige Grundgerüst, der Charakter-Aufbau, die Spezialisierung eines RPGs ad absurdum geführt, denn wenn, dann kann ich normal nur eine der gebotenen Optionen anwenden - aber nicht alles.
Skyrim ist ein - wenn man so will - inzwischen ein Standard gewordenes Sandbox-RPG. Warum? Letztlich ist der Name Programm: Es ist eine große Kiste, in der man ein paar Spielzeuge abgelegt hat und mit denen kann man etwas rum spielen. Aber wenn man alles i-wann durch hat, und das geht heute leider binnen recht kurzer Zeit, ist die Luft raus, es gibt keine Optionen mehr. Somit ist das gesamte Angebot von vorne herein schon limitiert. Beispiel? Die Gilden-Struktur und die Möglichkeit allen Gilden beizutreten ohne das es Folgen hat! Wie kann es sein, dass ich den Dieben beitrete, die zB. alles klauen was nicht niet- und nagelfest ist aber das Töten ablehnen? Gleichzeitig aber kann ich ohne Folgen zu spüren oder diese spielerisch zu erleben der Dark Brotherhood beitreten, bei denen es nur ums Töten geht?! Und da das noch nicht reicht, kann ich dann noch der offiziellen Legion des Landes beitreten, und das obwohl ich in 2 Verbrecher-Gilden dabei bin. Das ist nicht stimmig und auch auch nicht RPG-typisch, denn da muss ich mich entscheiden und kann nur nach der Devise entweder/oder vorgehen ... das ich in Skyrim aber alles kann sorgt dafür, dass es aufweicht, verwässert.
Erkunden und Dungeons finden, bezwingen, usw. ist neben dem Charakter-Aufbau das durchaus wichtigste Element - sozusagen ein Standard des klassischen RPG-Spiels und keine Besonderheit, die Skyrim ausmacht. Die Option alles erkunden zu können und ggf. auch auf Geheimnisse zu stoßen erwarte ich von einem RPG! Das ich craften kann ist inzwischen auch normal; Unglücklich dabei ist aber eher, dass ich schon auf geringer Stufe Metalle und Co. zum Handwerkern und Waffen schmieden einsammeln kann, deren Level-Stufe ich aber noch lange erreicht habe. Das ist die vereinfachte, ja verwässerte Form. Das typische, klassische RPG serviert solche Objekte erst dann, wenn ich das Level auch habe und verrät mir auch dann erst, was ich und wie ich damit machen kann. Skyrim konkret geht hier eine Art Mittelweg, da man die Metalle schon bekommt, was was sie können und man braucht nur noch die Levelstufe erreichen. Dazu passt auch die Frage: Wo sind die seltenen Items? In Skyrim mache ich Kiste um Kiste um Kiste auf und bekomme Standard-0-8-15 Zeugs, das ich zu Geld machen kann. Im Übrigen schon im ersten Dorf, wenn ich es drauf anlege, da ich mir schon auf Stufe 1 eine top Rüstung bzw. Ausrüstung zimmern kann, so dass ich gar nicht erst mehr nach Kisten Ausschau halten müsste. Wie kann das denn bitte sein? Ich hab es nicht gemacht, weil ich das RPG an sich schätze, eins meiner favorisierten Genre ist und ich entsprechend spiele. Die Tatsache aber das es geht, stuft Skyrim als RPG an sich ab. Und das es nicht an de Haaren herbei gezogen ist, beweist u.a. dieser Thread
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Das Skyrim komplexer als so manch anderes RPG ist, dem muss ich jetzt widersprechen, denn im Vergleich bieten sogar diverse kostenlose MMOs mehr RPG-Taktik, Strategie und Komplexität als es Skyrim tut. Wo ist denn der Fakt, dass ich zB. ein Talent verwerfen muss damit ich ein Neues lernen kann, aufbauen und damit ausüben kann? Dabei spielt es keine Rolle, dass man Skyrim so spielen kann, weil man weiß wie ein typisches RPG funktioniert bzw. sich definiert. Skyrim bietet einfach eine verwässerte Form dessen, was ein RPG ausmacht. Das ich als Spieler, sofern ich eben auf die klassischen Strukturen wert lege, das passend handhabe, ist das Eine. Aber ich darf doch von Spiel, das sich im Genre als RPG definiert erwarten, dass es auch gewisse typische Elemente bietet. Und das tut Skyrim wiederum nicht - bzw. nur in eben banaler Form.
Ich denke, Skyrim darf und sollte man nicht dahingehend bewerten, dass man es auf Basis des klassischen RPGs spielt - dahin gehend, dass es eben das nicht ist, denn ein klassisches RPG bietet die Option entweder/oder und nicht UND. Das ist eben der Knackpunkt für mich, der mich sagen lässt, Skyrim ist banal geworden. Was wiederum aber nicht heißt das es ein schlechtes Spiel, sondern einfach nur eben - wie schon erwähnt - ein RPG light ist, leider eben nicht mehr.
Die Bücher in Skyrim sind eine konsequente Fortsetzung innerhalb der Serie - die gehören dazu, sind ganz nett, machen aber eine RPG nicht aus. Und sicher, die Umgebung - und das habe ich auch geschrieben - ist gelungen und atmosphärisch u.a. auch mit Musik eingepackt. Es ist auch - wie weiter oben erwähnt - eine elementare Aufgabe des RPGs die Umgebung eben nicht nach dem Offensichtlichen zu erkunden, sondern nach dem Versteckten. Dabei fällt allerdings auf, dass die Wege in Skyrim nicht zwingend frei begehbar sind, sondern schon eine gewisse Route vorgeben ist. Das ist auch deutlich mehr Adventure als RPG.
Wie gesagt: Ich bewerte Skyrim nicht danach wie man es spielen kann, wenn man sozusagen ein RPG'ler, ein Rollenspiel-Fan ist, sondern was es bietet und wie es in seiner Gesamtheit eben von einem klassischen, typischen RPG abweicht. Und das tut es leider sehr - egal wie ich spielerisch an die Sache ran gehe. Daher sehe ich Skyrim auch nicht als RPG sondern als Adventure mit RPG-Elementen und auf der Basis macht es auch Spaß zu spielen.
