Moin
@GarlicJr81
Starfield ist in jeden Fall ein Rollenspiel. Das ist wie ich finde auch sehr gut so. Die Immersion der unendlichen Weite des Alls und die Einsamkeit die auf einem Mond herrscht fehlt gänzlich. Wenn man auf einem Mond landet wird einem vom "BGS-Touristenbüro" sofort in Fußmarschentfernung etwas präsentiert. Verlassene Gebäude, geologische Besonderheiten, Wracks von Raumschiffen, Höhlen, diverse Strukturen. Oft sind die Gebäude bewohnt und laden zum Kampf und looten ein.
Su wirst Missionen am Terminal annehmen können und direkt vom Terminal per Knopfdruck an die Zielposition gebracht. Es ist nichtmal nötig das Raumschiff zu betreten, zu starten. Man kommt auf diesem Wege direkt vom Missionsterminal ins Raumschiff und das Raumschiff selbst kommt beim Zielplaneten gerade an.
Ist das alles nun schlecht ? Betrachtet man es aus der Sicht einer Simulation dann ist das ne ganz üble Sache!!
Starfield ist aber ein RPG und sollte genau so betrachtet und gespielt werden. Wenn ich möchte kann ich ja vom Terminal zum Raumschiff laufen. Ich kann starten. Ich kann jeden der Sprünge einzeln machen statt sie zu verketten (Treibstoffmenge ist hier der begrenzende Faktor). Ich finde es gut, dass ich die Wahl zwischen schnellem Grinding und entspanntem Rollenspiel habe. Ich könnte zwischen den Sprüngen mit meiner Crew quasseln oder mir ingame nen Tee machen.
Genau hier kommen wir zum
"2nd Life in Space"
In RPGs erstelle ich meist weibliche Chars. Mein Motto ist: "Wenn ich schon stundenlang nem Pixelhaufen auf den Hintern gucke, soll der wenigstens weibliche Formen haben". In SiFi Games will ich aber gerne eher ich sein halt in der Zukunft. Mich mit dem Char identifizieren. Dinge tun, die ich im RL nie tun würde oder die technisch nicht gehen.
In Starfield habe ich bisher nach 53h Spielstunden nicht das Bedürfnis nen anderen Char zu erstellen. Ich lebe zum einen mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen. Zum anderen kann ich den Chsr jederzeit neu gestalten und umskillen.
Was jetzt kommt ist der derzeitige Werdegang meines Chars aber sehr sehr vereinfacht wiedergegeben um nix zu spoilern.
Pepe's Geschichte beginnt natürlich erst nach den ersten 10 aufgezwungenen Spielminuten. Danach kann jeder tun und lassen was er will.
Space-Pepe ist zu Spielbeginn ein Vollblutkrimineller. Er raubt, tötet ohne Hemmungen. Credits ist alles was ihn interessiert. Er wird von den "Guten" erwischt und gezwungen undercover bei den richtig "Bösen" mitzumachen. Das gefällt Pepe natürlich, zumal ihm die Guten etwas geben, dass für ihn den Weg in die Gemeinschaft der Bösen öffnet. Viele Missionen später macht Pepe einen Fehler während einer Mission und die Guten verstoßen ihn. Zwischenzeitlich war Pepe doch von der guten Seite überzeugt und wollte die Bösen verraten. Wut baute sich auf und Pepe stellte sich komplett auf die Seite der Bösen. In einer gigantischen Weltraumschlacht wurde das Gute vernichtend geschlagen.
Es war echt ein auf- und ab der Gefühle. Krasse Story. Ich hätte neu laden können will aber mit dieser Entscheidung spielerisch leben. Sowas kann einem halt keine Simulation bieten. Nur ein sehr gutes Rollenspiel.
Die Raumschiffe sind extrem gut gelungen. Jedes Modul wurde von mir per Hand an genau die Stelle platziert wo es ist. In den Zwischensequenzen sieht man das dann auch. Daher gucke ich die immer wieder gerne. Der Schiffseditor ist wirklich richtig gut. Toll was damit alles geht. Ich habe mittlerweile auch schon Module verbaut, die man nur im Rahmen bestimmter Missionen bekommt.