JAAAAAAAAAAAAAAAA!!11!1 Ich habe Isshin endlich zeigen können wo man überall Schwerter reinschieben kann.
Eine Riesenlast fällt von mir ab und ich fühle mich befreit nach gefühlt 50 Versuchen zittrig die Credits
runterscrollen sehen zu dürfen...
Mein Fazit ist dass Sekiro definitiv ein gelungenes Spiel geworden ist was sich bei mir persönlich aber dennoch
ganz unten bei den Soulsborne Spielen einreihen muss. Wieso? Es überwiegen schlicht und einfach die negativen
Emotionen während des Spielens, und wenn ich mich mehr aufrege als ich Spass habe dann lief da irgendwo was
falsch. Ob das jetzt an der Kompatibilität zwischen Sekiro und mir liegt, ob ich teilweise zu dumm für das Spiel war oder
ob die Programmierer einfach etwas übertrieben haben vermag ich gar nicht zu sagen. Die Wahrheit ist wohl, zumindest
für mich, ein Gemisch aus all diesen Faktoren.
Die Entwickler haben, für mich persönlich, 2 Entscheidungen getroffen die ich nicht nachvollziehen kann:
Wieso muss ich, wenn ich auf dem Boden liege, zwingend Kreis drücken um aufzustehen?
Wieso nimmt unser Okami gelegentlich eine "Hab Gnade" Pose ein wenn er getroffen wird?
Letztere Tatsache hat mich fast zur Weissglut gebracht obwohl ich wirklich nicht jemand bin der schnell ausflippt.
Dass man manchmal so am Boden kauert obwohl die Haltung noch nicht durchbrochen wurde ist mir ein Rätsel
und führt das komplette Haltungssystem leicht ad absurdum.
Bosskämpfe haben mich ziemlich schnell gefrustet weil ich oft einfach nicht mitbekommen habe wo eigentlich
gerade der Fehler war der zum gegnerischen Treffer geführt hat.
Zum Schluss habe ich mir bei Isshin ein einstündiges Limit gesetzt, danach wäre ich eh nicht mehr zu gebrauchen gewesen.
Komischerweise hat das aber ganz gut funktioniert, jeden Tag eine Phase verdaut, und nach drei Tagen hatte ich ihn.
Bei dem Spiel hatte ich eine sehr flache Lernkurve.
Oft hatte ich auch das Gefühl dass Padeingaben einfach geschluckt wurden. Wie oft habe ich mich: "Ich habe doch geblockt/
geheilt/geschlagen!" rufen hören. Wahrscheinlich sind es Bruchteile von Sekunden gewesen die ich zu früh nach einer bestimmten
Animation auf einen Knopf gedrückt habe. Wenn das so war ist es für mich nicht ersichtlich gewesen.
Und wenn ich jetzt ganz gemein sein möchte dann finde ich dass sich Bossfights teilweise wie Quicktime Events spielten
ohne einem die Knöpfe, die gedrückt werden müssen, anzuzeigen.
Manchmal konnte ich mir gut vorstellen wie sich die Designer epische filmreife Bossfights vorgestellt haben und die auch auf Teufel
komm raus unbedingt im Spiel haben wollten.
Hatte man in den Gebieten jetzt mehr Freiheit wie man Standardgegner angeht, so war man ab und zu beschnitten bei der
Herangehensweise bei den Bossen. Das Gefühl hatte ich bei den anderen Soulsborne Spielen nicht.
Das Erkundung der Gebiete war für mich auch nicht ganz zufriedenstellend. Das Hauptaugenmerk lag definitiv bei Mini(Bossen), mal
gabs mehrere Hintereinander und einige wurden recycled. Backtracking gab es auch nicht gerade wenig was sich zugegeben nicht
als solches anfühlte.
Ich meine es gab da noch einige Kritikpunkte meinerseits aber fürs erste soll's reichen. Für die Zukunft wünsche ich mir aber eher
'Back to the roots'. Sekiro war schon ne Erfahrung für sich, aber in dieser Form benötige ich kein Zweites (wohl wissend dass ich
mir, wenn es soweit ist, eh den nächsten Teil holen werde...).
