Nu isses soweit. Das Spiel ist durch. War ne intensive Session insgesamt, aber ein echt cooles Spiel mit Suchtfaktor. Vieles war neu und vieles aber nicht unbedingt zum Besten, im vergleichbaren Bereich mit Snowrunner und Expeditions, wie zB das Fahrzeug Handling. Überhaupt hat Roadcraft meiner Ansicht nach enormes Potential. Würde man SR und RK fusionieren, sprich Fahrzeuge und GAragenfunktion von SR hier implementieren (was die Fahrzeugwahl, Ausstattung, Upgrades, ... betrifft), dann könnte man SR einstampfen und mit RK einige Seasons dranhängen. Vieles vom Aufgabenbereich in RK wurde hier verwirklicht, dass ich in Snowrunner vermisste (Straßen räumen, Infrastruktur, ...). Es liegt für mich daher quasi auf der Hand, dass man hier die Ressourcen zur DLC Erweiterung in SR direkt in RK einsetzen könnte und für viele Jahre RK aufwerten und erweitern könnte. Ja - könnte.
Ich hab RK durchaus genossen, hab aber meinen Bug der Bildaussetzer trotz Report nicht wegbekommen. Ein Wermutstropfen. EInige der Trucks hatten ungeplante Flugstunden, das Spiel ist also noch gut gebugt, aber das hat mich angesichts eines neuen und doch komplexen Spieles jetzt weniger gestört, eher unterhalten. Da ich keinen Verlust hatte, war das verschmerzbar.
Verbesserungsbedarf besteht vorwiegend im Garageninhalt. Das man alle Karten quasi nur mit dem Mule als einzigen Kranfrachttruck bearbeiten kann, ohne diesen verbessern zu können, ist ein wenig armselig. Zudem ist die Optik eher die eines der billigen Simulationsgames, die mehr an ein Zeichentrickauto erinnern. Auch der ZikZ Schwertransporter, der teilweise gute Dienste leistet ist mit dem fix montierten Anhänger kein Gewinn (bei dem hört man nicht mal das Motorengeräusch, wenns regnet). Der einzige wirklich gute Frachtruck der effizient Güter von A nach B bringen kann, ist der Wayfarer. Aber ohne Allrad und Kran ist auch der nur zur Hälfte brauchbar, auf manchen Karten gar nicht. Auch bei den Holztransporten wurde eher gespart, da sowohl der Rostige als auch die Kaufversion des Rückezugs (wieder in Begriff, der mir erstmals unter die Augen kommt und dämlicher nicht sein kann) sind naja minder brauchbar. Beide sind sehr kippanfällig und fahren, gelinde ausgedrückt, permanent im Low-Gear. DIe besten Trucks die mir persönlich hier, aufgabenbeschränkt natürlich, unterkamen, sind die Schwerkräne. Die sind gut geländetauglich und erreichen auch mal schwieriges Terrain. Vor allem die mit dem rostigen Original, der EPC ist eher was für solide Bahnen.
Was mich wirklich endlos fuchste war, dass keiner der Trucks eine Winch hatte. Die Lösung das mit einem Kran zu machen, der aber immer nur den ganzen Truck anheben aber nicht ziehen will, ist ärgerlich. Trucks mit dem Scout aus dem Schlamm ziehen wollen ist wertlos. Das man keine Winchpoints frei wählen kann ist eben so dürftig. Also das hat mich wirklich maßlos geärgert. Die für mich daher beste Lösung war, dass ich die ständig benutzten Routen auch asphaltierte, das im Nachhinein idR auch die richtige Lösung war.
Die Feldbasen sind ein innovatives Gadget. Da Treibstoff abhängig, der relativ rar ist, muss entweder ständig in die Kasse gegriffen werden oder man verzichtet darauf. Cool fand ich die teure Kaufversion, die auch die Ressourcen an den Ort bringt.
Die Option gelbe Güter zu verkaufen, habe ich nie benutzt und auch nie gebraucht. Die Million Guthaben habe ich auch so leicht erreicht und habe mir zumindest alle für mich nötigen Trucks auch neu gekauft.
Auch der Autostraßenbau, auf den mich eigentlich erst vor ein paar Tagen
@X30 Trucase stieß, kannte ich nicht, und habe es erst gestern gegen Ende ausprobiert. Hat mir gut gefallen, obwohl ich mit der manuellen Version gut zurechtkam. Ein Hauch von mehr Realität ist halt immer noch "selbst ist der Mann".
Trophäenjäger war und bin ich auch hier keiner gewesen. Die, die aufgepoppt sind, hab ich. Ich hätte vermutlich mit kleinen Umwegen oder ZUsatzaufgaben sicher noch ein paar gewonnen, aber wie gesagt, ist nicht so meins. Ich will spielen und Fortschritt machen.
Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, dass das Spiel nur im Coop wirklich Spaß macht (was unbestritten ist), bin ich auch alleine ganz gut vorangekommen.
Fazit am Ende: Ein sehr gutes Spiel mit wirklich enormem Potential für die nächsten Jahre, wenn man die kritischen Punkte überarbeiten würde.
Interessant ist am Ende auch, dass, obwohl ich das Spiel zu 100% durch hab, letztlich in der PS5 Übersicht nur 25% Gesamtfortschritt aufscheinen. Würd mich interessieren, wie man trotz Abschluss aller Aufgaben noch 75% weiterspielen kann. Ich hab übrigens im Single Spiel 126 Stunden gebraucht, das rein rechnerisch je Karte 15 Stunden ergibt, was so natürlich nicht stimmt. Wenigstens 2 Karten sind mit gut 30 Stunden zu Buche geschlagen. In Summe bisher gut 170 Stunden gespielt.
Und das könnte mir vielleicht auch jemand erklären!
