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RoadCraft

RoadCraft
Firmen
Focus Entertainment, Saber Interactive
Genres
Simulator, Adventure

Ryze

Pförtner des Altenheims
Sponsor
Nach gut 35 Stunden Spielzeit bin ich in der Map "Versunken" angelangt. Mit dieser Spielzeit hab ich im Snowrunner normalerweise 2 Maps bzw. eine Season durchgespielt.
Irgendwas mach ich falsch, ich bin nach 38 Stunden noch nicht mal mit der ersten Karte (von 4) in Michigan fertig. Noch lange nicht.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Kann mich den Vorrednern nur anschließen, "RoadCraft" fesselt auf seine ganz eigene Weise.
Während die ersten beiden Karten schnell abgeschlossen werden können, geht es spätestens ab der dritten richtig ans Eingemachte.
Ich habe die Map Incommunicado / Sprachlos als dritte gewählt und hab nun nach gut 21 Spielstunden (und wahrscheinlich gut 12 Stunden davon nur auf Incommuncado) etwa 80% Fortschritt erlangt.

Man muss sich erstmal zurechtfinden, was man überhaupt machen muss. Dann geht es an die Erledigung der ersten Scoutmissionen und dann stellt man schnell fest, dass Convoys nicht wirklich durchkommen. Also geht es schon sehr früh an den Straßenbau. Und nicht nur Sandpisten, sondern die richtigen Asphaltstraßen. Die Mechanik dahinter ist echt geglückt, aber man muss sich früh von den Rostlauben trennen und mit den richtigen Kalibern an die Arbeiten gehen. Nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Leistung stehen im krassen Gegensatz zu den kostenlosen Autos.

Leider wird auf Incommunicado der Brückenbau erst spät möglich und für eine Untermission musste daher eine Unmenge Sand in eine eigentlich kleine Spalte gekippt werden. Dank des großen Leihkippers von @Praegel ging das dann aber erstaunlich schnell von der Hand. Da merkt man eben auch die Unterschiede zu den Basisversionen der Fahrzeuge.

Was das Auffüllen des Sandes im "freien Feld" angeht - ja, man mag das kritisieren. Aber wenn ich jedes Mal zu einem Sanddepot fahren müsste, um diese Unmengen von Sand aufzunehmen, würde ich gar nicht mehr fertigwerden. Das ist schon gut gelöst. Aber nicht nur diese Nebenaktivität macht Spaß - auch Forstwirtschaft mit dem Baumschneider oder dem Stammmulcher ist erfreulich abwechslungsreich.
Der kleine Star ist aber für mich aktuell der mobile Spawnpunkt. Zu dem kann man nicht nur für den Einsatz eines Benzinfasses hinteleportieren, sondern das Fahrzeug selbst kann auch bestimmen, welches Fahrzeug es gerne zu sich holen möchte. Leider kostet das auch Benzin, aber gerade wenn man nicht weiß, wo das gesuchte Fahrzeug gerade steht und man es nicht erst mühsam über das Fahrzeugmenü suchen will und dann erst einsteigen muss, ist das extrem komfortabel. Der Aufklärungslaster ist auch perfekt dafür geeignet die Stellen für den Straßen oder Brückenbau aufzusuchen, und dann die Flotte zu sich zu holen.
Da man im Laufe der Karten eine Menge dieser Benzinkanister mit Missionen freischaltet, kann man beruhigt mit diesen Einsatzpunkten arbeiten.

Ganz witzig finde ich auch die Schnitzeljagd nach den Spielzeugmodellen. Diese geben richtig ordentlich Geld, wenn man sie verkauft. Man sollte deswegen öfter mal auf der Übersichtskarte nach Rohstoffen filtern und dann nach golden schimmernden Sondermodellen. Da konnte man am Schrottplatz schon mal besondere Anhänger oder ganze Traktoren oder Gabelstapler finden, die man richtig gut zu Geld machen kann. Perfekt um den eigenen Fuhrpark zu erweitern.

Ich werde jedenfalls noch eine ganze Weile weiterspielen.

@Ryze , falscher Thread, oder? Aber ja, auch SnowRunner ist für Einsteiger kein Zuckerschlecken. Die Spielmechaniken zu lernen und zu perfektionieren kann schon eine ordentliche Zeit verschlingen. Das muss man wollen.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Man kann übrigens, nach SnowRunner und Expeditions, auch bei RoadCraft wieder seinen Account mit PROS verlinken, um auch plattformübergreifend seine Savegames weiterzuspielen. Besonders effektiv dann, wenn man auf z. B. Steam oder PlayStation unabhängig voneinander spielen möchte.

Saber Interactive schenkt einem dann auch ein paar (sechs oder sieben) ganz schicke Skins für die eigene Ingame-Firma.
 

Derpendja

Mildred Ratched
Sponsor
Knapp 20h solo. Mir geht es ein wenig wie bei Expeditions. Der Funken braucht ein wenig, um überzuspringen - der Vergleich mit Snowrunner ist und bleibt allerdings auch unfair. Nach der zweiten recht lockeren Karte habe ich zunächst Versunken gewählt, nicht Sprachlos.
Straßen bauen ist auch hier das A und O. Alleine, damit die automatischen Routen laufen und man nicht ständig zum reparieren Sand verschütten muss - und natürlich mit dem Bulldozer auch einebnen. Da kann man dann auch gleich eine Asphaltstrecke ziehen, ist nur der doppelte Aufwand. Die Fahrzeuge sind teilweise verdammt langsam. Gerade der Kabelleger ist saulahm. Theoretisch kann man ihn zwar aufladen und mit einem Transporter woanders hinbringen. Doch den hohen Schwerpunkt und die matschigen Straßen kippt das aber gerne um und ohne Winde...
Die Physik ist der große Pluspunkt bei der Landschaft, bei der Kransteuerung schließe ich mich den Vorredner an. Aber habt ihr euch schon einmal den DON 72 geholt und seid durch die Landschaft gebrettert. Ein Heidenspaß!
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Ich muss mal, nach all dem Lob, aufzählen, was mir bisher an RoadCraft nicht gefällt und hoffe, dass es noch nachgebessert wird:

* Man kann nicht in Convoys fahren: Dass Winden nur Scouts oder Kränen vorbehalten ist, finde ich, gelinde gesagt, schwachsinnig. Man muss sein ganzes Spiel darauf ausrichten, die gleichen Routen mehrfach zu fahren, wenn man Waren mit mehreren Lastern an dasselbe Ziel fahren will. Beispielsweise mit einem Pritschen-LKW oder einem Sattelzug und einem Führungsfahrzeug mit Kran, der helfen kann, am Ziel abzuladen. Convoyfahrten sehen momentan danach aus, dass ein Pritschen-Kran-Laster wie der Mule T1 mit seinem rückwärtsgerichteten Kran einen unbeweglichen, bzw. auch unmotorisierten Truck mit verdrehter Vorderachse durch den Dreck zieht und dabei "Männchen macht", also auf die Hinterräder geht. Das muss man nachbessern, mit Schleppwinde und Motorsteuerung des gezogenen Trucks. Und zwar für alle Truckarten, nicht nur für Scouts!

* Die Kransteuerung im allgemeinen. Gut fand ich anfangs, dass man bei Fahrzeugen mit Kränen aufgrund der losgelösten Kontrolle von Fahren und Kranen beides gleichzeitig machen kann. Das kann helfen, bei festgefahrenen Lastern mit Hilfe des Krans ähnlich wie bei einer Venediger Gondel den Auslieger als Stake zu benutzen um sich fortzubewegen.
Es stellte sich später heraus, dass die Kransteuerung nicht gleich ist, sondern jeder Krantyp eine andere Steuerung hat. Blauer Kran, Uferkran auf Schienen, Hebewerk am Hafen, auf LKW montierter Kran? Jeder steuert sich anders. Das muss man doch vereinheitlichen können!

* Das Truckhandling im allgemeinen. Es fühlt sich, vielleicht aufgrund von fehlendem Force Feedback, selten so an, als würden Trucks wirklich mit der Umgebung interagieren. Einige kettenbetriebene Fahrzeuge gleiten durch jedes Terrain wie durch Butter. Andere wiederum bleiben an kleinsten Felsen hängen (ja, ich meine dich, du nervige Teermaschine!). Die großbereiften Offroader gleiten auch gut durch, während die Highwaytrucks und Sattelzüge unbedingt festen und ebenen Untergrund haben müssen, da sie sich sonst komplett unberechenbar verhalten. Die große Schwierigkeit ist, dass diese ganze Interaktion zwischen Fahrzeug und Untergrund für mich gefühlt auch Zufalls- bzw. dem Würfelprinzip funktioniert. Ich habe nie wirklich das Gefühl, dass ich offroadig fahre. Sümpfe mit tiefem Wasser? Mal säuft der Motor gleich ab, mal fährt man einfach durch. Wann was wie passiert, da habe ich gefühlt nie Einfluss drauf. Es fühlt sich manchmal nicht richtig an.

* Die Menüsteuerung bzw. die Kontrollbelegung und der Tausch von Tastenfunktionen. Ich fasse das mal zusammen, da man hier mit dem Controller (ich denke, mit dem kann man RoadCraft noch am besten steuern) eigentlich alle Funktionen gut durchführen kann, vorausgesetzt, man hat ab und zu Hilfe von einer dritten Hand. Unglaublich viele Funktionen sind über sogenannte "Hebetasten" (die Bumper) mehrfachbelegt, und wehe, man drückt mal die falsche.
Dann diese grausliche Menü- und Untermenüsteuerung. Wann müssen Bumper, Trigger oder Steuerkreuz gedrückt werden, um in den verschiedenen Untermenüfenstern zu navigieren? Der Bildschirm ist vollgepackt mit Infos, aber an das, was man sucht, kommt man meist nur sehr schwer heran. Es gehört aktuell noch sehr, sehr viel Übung dazu, bzw. ein einsetzendes Muskelgedächtnis.

* Der Brückenbau ist zu restriktiv. Leider basiert die Fähigkeit Brücken zu bauen auf dem Fortschrittsprinzip bei Missionszielen. Soll heißen: Ich habe genügend Rohstoffe und einen blockierten Weg, darf den aber nicht überbrücken, weil ich eine bestimmte Mission noch nicht erledigt habe. Das nervt. Für so einen Fall muss man dann viel Sand vorhalten. Oder Riesenumwege fahren.

Gut hingegen gefällt mir die Integration des Mehrspieler-, bzw. Coop-Modus mit Fortschrittsspeicherung bei Bedarf (man kann, muss aber nicht, find ich top!) und insgesamt die geringe Bugdichte, wie ich es bisher auf der Xbox gemerkt habe.
Selten fallen mal irgendwelche Schaltflächen aus, werden mir Interaktionsfenster mit Fabriken oder Werkstätten nicht angezeigt, und das Quick Resume der Xbox Series macht Probleme beim Matchmaking für Coop. Das müssen die noch patchen, aber überwiegend ist die User Experience gut und das Game motiviert.
Manchmal fehlt mir aber ein roter Faden, weil die Missionen aufeinander aufbauen und erst freigeschaltet werden, wenn man eine abgeschlossen hat. Aufsammeln von Nebenmissionen, wie in SnowRunner, gibt es nicht.
 

Hotze

Pförtner des Altenheims
Mich stört am meisten die Kamera bei "normalem" Fahren. Wie oft kam es schon vor das ich beim einlenken die Kamera "mal wieder" ran- oder weg zoome. Es ist suboptimal gelöst mit dem Linken Stick das Fahrzeug rechts/links zu steuern sowie mit vor/rückwärts die Kamera, wäre doch sauber wenn die Zoomstufe der Kamera mit den Schultertasten im "Fahren"-Modus bedient werden könnte.
Es raubt mir teilweise echt den Nerv. In einer Kurve voll eingelenkt und dank der sich verschiebenden Kamera hängt das Vehikel nun im tiefen Matsch oder meint direkt zur Seite zu Kippen.
 

Praegel

Moderator
Team
Leider gibt es bei mir wieder den 'Zitterbug' aus Snowrunner.
Mein Tieflader war voll beladen und find an zu vibrieren. Bis er schließlich in die Luft flog und so wie hier landete:


Zitterbug_Landung.png

Eine Stunde craften und beladen für die Katz'. :-(


Edit:
Hier mal der Link zum entsprechenden Clip:

Zitterbug Clip
 

Derpendja

Mildred Ratched
Sponsor
Beeindruckendes Video. Ein Zitterer hatte ich auch, hat sich aber wieder gelegt. Zwei mal hatte ich beim Rückwärtsfahren eine Berührung mit einem Geländer. Den Wagen bekommst du dann nur noch mit Kran wieder weg.
 
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