Bin gestern ebenfalls um Schlag 12 eingestiegen. Erst mal allein durch die Willkommensmissionen. Gut eine Stunde habe ich mit dem Generator verballert, weil ich nicht rankam. Dass man dafür Holzwände umfahren muss, wer ahnt denn sowas. Die anderen Aufträge gingen recht leicht von der Hand. Die Routenerstellung ist supercool, aber wie schon zuvor erwähnt, sind die ständig zu warten.
Die Trucks sind zwar Müll, aber sie tun, was sie sollen. Am meisten Zeit hab ich mit der Winch vertrödelt, da komm ich bis jetzt immer noch nicht klar, wie die gezielt einzusetzen ist. Beim Kran sollte man das auf Alternativ umstellen, dann ist die Steuerung ähnlich wie in Snowrunner. Die Standardsteuerung ist extrem gewöhnungsbedürftig, mochte ich gar nicht.
Dass nur die Scouts winchen können ist leider ein Nachteil. Grad wenn ein Truck umkippt, ist da kein rankommen mit dem Scout, dafür hat der Krantruck doch gute Hebepower. Um es nicht misszuverstehen: Ich mag das Spiel mittlerweile sehr, nachdem ich gut 10 Stunden gestern dran rumgekiefelt hab. Negativ schlägt bei mir derzeit zu Buche, dass es keine Spritoption, die Winchsteuerung höflich gesagt scheisse ist, und es kein Schadensmodell gibt. Da hat mit einer ernst zu nehmenden Simulation wenig zu tun. Aber ja, man hat sich halt mehr an der Arbeit im Dreck orientiert. Dennoch hätte ich mir gewünscht, auch Tanklaster an der Baustelle auffahren zu lassen, real eben. Auch ein Servicetrailer wäre vermutlich nicht zu viel gewesen. Die Map ist wie gewohnt erste Sahne, auch wenn es mir irgendwie so blass erscheint. Außerdem regnet es ständig. Ob es da wohl Sonne gibt? Standort Nordafrika ist ja eher nicht für Monsunregen bekannt.
Wie auch schon gesagt wurde, geht es aber ab dem 2. Missionsblock dann richtig zur Sache und man kann sich doch gut austoben mit den verfügbaren Trucks.
Am Abend bin ich dann in ein Coop gegangen und da seh ich jetzt doch die Stärke des Spieles. Mit anderen Zockern bringt man effektiv etwas weiter. Die Bergefunktion steht auch den Mitspielern zur Verfügung und Aufträge können auch von jedem aktiviert und bearbeitet werden. Wenn erst mal mehrere Routen unterwegs sind, kann man sich schneller um die Ausfälle kümmern. Gut gemacht, vor allem, dass Coop von Beginn an zur Verfügung steht. Was auch auffiel, sowohl in Coop als auch Single Spiel: Die Bildaussetzer beim Speichern sind doch nach einiger Zeit lästig. Ist das bei Euch auch so?
Auch dass der Fortschritt mitgenommen werden kann, finde ich grundsätzlich gut, auch wenn es für mich keine Option ist. Ich habe auch nach der Coop Session mein eigenes Spiel dann alleine wiederholt, aber natürlich vom zuvor erlangtem Wissen profitiert, daher gings doch schneller voran.
Auch cool ist die Mitfahrt bei der Route, wer das noch nicht kennt. Man kann bei Routenstart die Route via Livemitfahrt beobachten und kann dann gleich sofort Adaptionen vornehmen, um die Strecke besser zu führen. Das bewährt sich dort, wo mehrere Routen die gleiche Strecke nehmen. Da kann man dann die Routenstrecken nebeneinander legen, damit sich die Auto-Trucks nicht gegenseitig eliminieren, sonst sind Crashs vorprogrammiert. Die Auto-Trucks fahren sprichwörtlich über Leichen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Fazit nach dem ersten Tag: Also nach anfänglicher großer Skepsis, ob da ein längeres Verweilen im Spiel wahrscheinlich ist, hat es sich letztlich herausgestellt, dass das Spiel mit all seinen Schwächen riesigen Spaß macht, vor allem im Coop. KAnns kaum erwarten, nach Hause zu kommen und weiterzuzocken. Verdammte Saber-Crew - die kosten mich noch Haus und Hof
