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Nintendo Switch 2

Chibiterasu

Frührentner
Die Krux am Preis ist ja auch immer, dass man vorher nicht weiß, ob es sich lohnen wird. Ob sich ein Spiel als so gut entpuppt, dass man sehr viele Stunden Spaß damit hat ist eben erst im Nachhinein klar. Man sieht aber zuerst Preisstempel. Und schon aus Gewohnheit der letzten Jahre, sagt man da bei 80 oder 90 € erst mal Uff.

Ja, guter Punkt.

Man hat eben Erwartungen und Erfahrungswerte.
Bei mir war MK8 auf der Wii U sehr lange in Rotation und mich spricht alles was von World gezeigt wurde an.
2013 hätte ich bei 90€ physisch aber wohl auch nur den Kopf geschüttelt.

Ich habe für Slay the Spire auf der Switch 15€ gezahlt und wollte es nach den guten Kritiken einfach mal testen. Optisch sieht es ja nach nicht viel aus. Ich hatte keine Erfahrungen mit solchen Kartenspielen und Roguelite Elemente mochte ich bis zu dem Zeitpunkt auch nicht.
Doch jetzt kratze ich da bald an einer vierstelligen Spielzeit. Hat total meinen Nerv getroffen.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auch ohne Probleme Vollpreis gezahlt und würde es jetzt auch beim kommenden zweiten Teil machen.
 

DerChris

Altenpfleger
Ich würde mir da nicht anmaßen den Entwicklern Verschwendung von Budget vorzuwerfen.
Ich werfe gar keinem irgendwas vor. Nur die Frage ist doch, ob man als Entwickler aus all dem Quatsch, den man so treibt, auch einen Mehrwert für das Produkt verargumentieren kann. Die Frage ist ob du ein 5€-Pferdehoden-Upgrade-Pack für RDR2 gekauft hättest.

Ich find cool, wenn (Produkt-) Entwickler Dinge tun, die nicht nötig gewesen wären. Aber ich lass mir das nicht auf meinen Deckel anrechnen und mir am Ende sagen, dass das ja x-Mio-Euro gekostet hätte. Ja schön, aber ich wollte ja nur ein Spiel das gut designt ist und Spaß macht.

Und das ultimative Beispiel sind für mich diese Spiele, die ihre Spielzeit auf 25+x Stunden ausdehnen (weil das so sein muss), obwohl nur für 10-15 Stunden Substanz da gewesen ist. Dann fahrt halt lieber das Budget auf 2/3 zurück und macht das Ding günstiger, wenn daraus jetzt das 80€ Preisschild abgeleitet werden soll.

Am Ende interessiert mich, ob das Geld werthaltig eingesetzt wurde. Wenn da 200 Personentage eingesetzt werden um ne Ecke in der Spielwelt zu modellieren, die ich wahrscheinlich nie sehen werde, dann kann man sich die Frage stellen, ob das Geld gut ausgegeben wurde vor allem wenn so etwas als Argument für den Super Premium Preis hergenommen werden soll. Das kann ein Entwickler natürlich weiterhin gern tun, aber es ist halt kein wirklicher Mehrwert.

Mich interessiert nicht was die Kosten für ein Studio sind. Mich interessiert der Wert den ich geliefert bekomme. Den Wert bezahle ich am Ende nämlich und keine „Entwicklungskostenbeteiligung“ wie es diese Diskussionen nahelegen.

Es gibt Spiele, für die hätten sich in meinen Augen auch 150€ gelohnt und es gibt Spiele die auch für den Sale Preis noch zu teuer waren. Die Produktionskosten dabei aber völlig auszublenden, find ich auch seltsam. Das macht man bei anderen Produkten doch auch nicht?
Echt? So bist du drauf?
 

Krule

Frührentner
Mir persönlich ist sowohl Budget als auch Spielzeit egal. Ich zahle für (einzigartige) Spielerlebnisse. Die können auch 6 Stunden dauern wie damals bei Portal. Je nach Genre ist mir eine konzentrierte Erfahrung in 15h sogar deutlich lieber als aufgebläht in 40h. Manche Spiele benötigen aber natürlich diese hohe Spielzeit und profitieren davon - gibt da jetzt keinen Idealwert oder so.

Ich würde dementsprechend auch für Indi-Titel Vollpreis zahlen. Bin aber eher an <= 50€ gewöhnt derzeit. Alles darüber ist oberhalb des für mich als angenehm empfunden Bereichs und es gibt nur wenige Spiele für die ich in der günstigen PEGI-Version mehr ausgegeben hätte. Dieses Gefühl des als angemessen empfundenen Preisbereichs kann sich aber auch verändern (und wird es wohl auch zwangsläufig während der Switch 2 Ära).

Auf AAA habe ich früher viel geschimpft, aber in den letzten Jahren habe ich mich mit einigen großartigen Titeln versöhnt, die ich vorher noch verächtlich kommentiert habe. Man lernt halt nie aus :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
aber ich wollte ja nur ein Spiel das gut designt ist und Spaß macht.
Dazu gehört aber vielleicht auch der Plattenladen mit den schönen Labels. Ist ja die Frage, wo hört world building auf und fängt Quatsch an? Und vor allem kannst du das ja auch schlecht aufrechnen. Wäre das Spiel jetzt 10 Mio günstiger geworden, weil der Plattenladen fehlt? Wenn man da zu viel kürzt, heißt es wieder die Welt wirkt nicht lebendig, das ist alles nur Tapete, aber kein Leben.
Ich werfe gar keinem irgendwas vor.
Ja, ich wollte noch schreiben, dass ich dich direkt damit nicht meine, sondern dass ich selbst eben einfach nicht beurteilen könnte, wo man besser Geld gespart hätte.

Bei der Spielzeitstreckung bin ich ja völlig bei dir. Generell ist vermutlich jedes Spiel der letzten 10 Jahre 20-30% zu lang :ugly: Ebenfalls, dass alles und jeder ne open world haben muss, egal obs passt oder nicht.
Echt? So bist du drauf?
Auf welchen Teil in dem Zitat beziehst du dich dabei?

Nehmen wir an, jemand baut ein Stardew Valley in, keine Ahnung, der Optik eines Death Stranding. Mit echt aussehenden Figuren, einer großen Welt, alles 1:1 nur in 3D und schick. Natürlich ist das viel aufwändiger und teurer, aber du würdest dafür trotzdem nicht mehr zahlen, als für das Pixel Spiel?
 

Levi

Pförtner des Altenheims
Ich tu mich schwer da irgendwas allgemeines zu nennen. Ich bin bei Chris, dass animierte Pferdeklöten, die quasi nur für die News drin sind, haben nichts mit Detailverliebtheit zu tun, sondern sind knallhartes Kalkül.

Aber... Wenn eine Bude quasi gute Entwickler-Umgebung unterstützt und daraus dann vielleicht auch mal ein echtes Easter egg entsteht.... Quasi so nebenbei... Weil der Entwickler schlicht mal den Freiraum zugestanden bekam.
Das weiß ich zu würdigen und treibt meine Bereitschaft Geld auszugeben defintiv nach oben.

Quasi so ein bißchen wie bei Hühnereiern.
Bio Eier kosten zwar mehr, aber den Produzenten geht's zumindest etwas besser... Und damit bin ich auch bereit mehr zu zahlen :ugly:

Aber ansonsten gilt: ich bezahl, was ich bereit bin für etwas zu zahlen. Das hängt von vielen Faktoren ab, aber defintiv nicht davon ab, wie viele "A"s beim Entwicklungsbudget standen.

(ganz im Gegenteil. Inzwischen schreckt es mich regelrecht ab, teuer produzierte Spiele zu kaufen, da sie einen Trend bestreiten, den ich nicht unterstützen möchte.)
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Nehmen wir an, jemand baut ein Stardew Valley in, keine Ahnung, der Optik eines Death Stranding. Mit echt aussehenden Figuren, einer großen Welt, alles 1:1 nur in 3D und schick. Natürlich ist das viel aufwändiger und teurer, aber du würdest dafür trotzdem nicht mehr zahlen, als für das Pixel Spiel?
Ich würde dafür garnichts bezahlen.... Denn es würde nicht funktionieren. Du brauchst für die Mechaniken einen gewissen artistischen look. Du kannst nicht alles einfach realistisch machen und dann ist gut.

Das ist wie der Glaube Ende der 90iger, dass 3d Spiele per Defintion besser seien.
 
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DerChris

Altenpfleger
Dazu gehört aber vielleicht auch der Plattenladen mit den schönen Labels. Ist ja die Frage, wo hört world building auf und fängt Quatsch an?
Das ist ja das Thema des Entwicklers. Der hat dadurch Kosten. Aber aus Kosten entsteht nicht zwingend auch ein Wert. Die Betrachtung des Budgets ist doch am Ende ein Thema für den Entwickler und nicht für uns. Ich weiß gar nicht warum wir das überhaupt besprechen. Am Ende haben wir Produkte am Markt die sich miteinander messen und das tun sie nicht wirklich basierend auf ihrem Budget.

Leute die keine Nerds sind, haben gar keine Ahnung wie das Budget eines Spiels einzustufen ist und auch diese Leute kaufen Spiele.

Auf welchen Teil in dem Zitat beziehst du dich dabei?
Darauf, dass du bei Produkten immer auch auf die Produktionskosten schaust. Da wird man doch seines Lebens nicht froh. Die beliebtesten Produkte bestehen zu ihrem größten Teil doch eh aus Marketing. Ich weiß halt nicht was einem diese Abwägung bringen soll. Dann müsst ich mich ja jedes mal geißeln wenn ich nen Sack Plastik im Wert von 5€ bei Lego für 100€ kaufe.

Nehmen wir an, jemand baut ein Stardew Valley in, keine Ahnung, der Optik eines Death Stranding. Mit echt aussehenden Figuren, einer großen Welt, alles 1:1 nur in 3D und schick. Natürlich ist das viel aufwändiger und teurer, aber du würdest dafür trotzdem nicht mehr zahlen, als für das Pixel Spiel?
Vielleicht. Wenn es der Qualität des Spiels etwas hinzufügt. Aber es wird seinen Wert wahrscheinlich nicht verfielfachen.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Ich lege ja nicht NUR die Produktionskosten an. Aber wenn es bei gleichen Produkten, welche gibt die aus besseren Teilen bestehen oder andere Gründe für höhere Kosten haben, dann beachte ich das beim Kauf. Das können Levis Bio Eier sein, sie höhere Produktionskosten haben und trotzdem kaufe ich lieber die, das kann ein höherwertiges Panel beim TV sein, weswegen ein Gerät teurer ist und ich dann trotzdem das nehme. Das kann bei einem Videospiel eine höherwertige Engine sein, die teurer ist als Pixellook, mir aber gefällt und deswegen zahle ich Aufpreis gegenüber dem Indiespiel des gleichen Genres.

Denn es würde nicht funktionieren.
Es ging nicht um Machbarkeit, sondern die Aussage, dass production value egal ist, man bezahlt nur nach spielerischem Inhalt.
 

Khorny

Moderator
Team
Nehmen wir an, jemand baut ein Stardew Valley in, keine Ahnung, der Optik eines Death Stranding. Mit echt aussehenden Figuren, einer großen Welt, alles 1:1 nur in 3D und schick. Natürlich ist das viel aufwändiger und teurer, aber du würdest dafür trotzdem nicht mehr zahlen, als für das Pixel Spiel?
Wann haben wir eigentlich angefangen den reinen Aufwand als Qualitätsmerkmal zu werten?

Detailreiche Welten zu bauen, war sicher mal vor 20 Jahren noch etwas womit man richtig beeindrucken konnte. Aus heutiger Sicht erscheinen viele Spiele aus der Zeit auch nimmer so gigantös. Oblivion oder GTA3 in besserer Grafik blieben spielerisch trotzdem ziemliche Gurken. Final Fantasy 15... ok, das war schon bei Release ne Gurke, trotz aller schönen Details, Eastereggs usw.

Mich hat ein Indiana Jones z.B. auch nicht bis zum Ende getragen, einfach weil irgendwann die Luft aus so einer schönen Fassade raus ist. Deswegen finde ich den Einwurf auch wichtig. Wenn man 80 oder 90€ ausgeben soll, nur weil etwas besonders viele Details liefert, frage ich mich ob die Rechnung da aufgeht. Viel wichtiger ist doch, wie viel spielerische Raffinesse hinter einem Spiel steckt. Für diese braucht man aber halt weder besonders viele Details, noch Inhalte jenseits der 30-40 Stunden. Da genügt es doch, on Point ein gutes Videospiel zu liefern. Dann muss das auch keine 80€ kosten...
 
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