Naja, es gibt auch heute schon anspruchsvolle Games wie L.A. Noire…
Ich fand das Game spitze, aber das Entwicklerstudio ist pleite. So viel dazu ;-)
Ich schätze, dass sich in Richtung Anspruch mit der kommenden Konsolengeneration einiges ergeben wird.
Das hoffe ich zwar auch, fürchte aber das es wieder nur um grafische Feinheiten oder Casualzeugs wie Kinect geht. Ich finde nicht unbedingt, dass die Spiele auf der aktuellen Konsolengeneration mehr Tiefe besitzen als zum Beispiel PS2 Games. Das Neue an der aktuellen Generation ist für mich vor allem die Onlinevernetzung und das Belohnungssystem mit GS und Trophies. Online spielen konnte man zwar auf der alten Generation auch, aber allgemein durchgesetzt in der jetzigen Form hat es sich erst mit den aktuellen Konsolen.
Ich hoffe darum sehr, dass die Nextgeneration Konsolen nicht blos bessere Grafik bieten. Ehrlich gesagt erwarte ich aber nicht viel. Mir geht es sogar zu schnell mit der neuen Technik. Da sind die Spieledesigner wieder mit dem Ausreizen technischer Möglichkeiten beschäftigt anstatt neue Inhalte zu entwickeln.
Find ich sehr überzeugend, deine These "Spieler sind erwachsen geworden, die Spiele aber nicht".
Ja, ich auch! Deswegen werden mir die Spiele auch immer schneller langweilig. Selbst als revolutionär neu gefeierte Spielideen setzen sich häufig nur aus Elementen vergangener Spiele zusammen, die neu zusammengewürfelt wurden.
…man kann auf ner Dinnerparty immer noch viel eher sagen "Ich bin Filmfan" als "Ich spiel gern Videospiele".
Ich mach mir inzwischen einen Sport daraus und ziehe das konsequent durch. Ich stoße auf Unverständnis. Fast keiner meiner Freunde spielt Spiele am Computer oder gar an der Konsole.
Ist es möglich, Gewalt in einem "Shooter"-Ähnlichen Spiel so einzudempfen dass es nicht mehr Tode gibt als in Die Hard I, um mal im Vergleich mit jedem COD-Titel sehr niedrig zu greifen. Ist "realistischer", aber auch Interessant. Bin gespannt auf eure Meinungen.
Ich glaub schon, das das ginge, aber es ist halt kostengünstiger und wirtschaftlich sicherer, den nächsten "Baller alles Um" Teil zu entwickeln und dann ein paar "kontroverse" Details einzubauen, damit man Aufmerksamkeit bekommt. Die Gewalt ist überigens nicht das Problem dabei, sondern ne schlechte Inszenierung sozusagen. Ein "Di Hard" Spiel mit Schlauchleveln und Gegnerhorden ist bestimmt einfacher umzusetzen als ein Spiel, was dem cineastischen Erlebnis näher kommt und vielleicht noch die Möglichkeit bietet die Geschichte mehrfach auf verschiedene Art neu zu erleben.
Ich bin ja eigentlich ein Freund von Gewalt in Spielen, vor allem wenn sie konsequent drastisch und übertrieben dargestellt werden ;-b UND im Spiel Sinn machen. Ich nenn mal ein PS2 Beispiel. In "Shadow of Rome", was meiner Meinung nach übrigens zu den besten PS2 Spielen gehört, spielte man einen Gladiator und einen schwachen Jüngling. Der Jüngling musste sehr spannende Schleichmissionen bestehen und starb bei Zusammentreffen mit Bewaffneten sofort, es sei denn man konnte noch flüchten. Der Gladiator hingegen musste durch besonders krasse Gewalteinlagen die Menge begeistern sonst gingen die Daumen beim Pöbel runter. Das wurde durch sarkastische Ingame-Archivements noch gesteigert. man konnte zum Beispiel einem Gegner den Arm abschlagen, ihn damit verprügeln und das Körperteil anschließend ins tobende Publikum werfen. Dafür gab es das Archievement "Sadistenutopie".
Bei diesem Beispiel wurde auf kreative Art Gewalt thematisiert - nicht jedermanns Sache aber ich fands toll.
Was ich zum Beispiel nicht toll fand war die bekannte Flughafenszene bei CoD. Mal Ganz davon abgesehen, dass es langweilig ist alle umzubringen, (da hätte ich persönlich lieber einen der Zivilisten gespielt und versucht vor den Terroristen zu fliehen), ist das so ne 08/15-Gewalt wie man sie inzwischen ständig vorgesetzt bekommt und die mir inzwischen auf den Sack geht. Was für eine Idee steckt da eigentlich dahinter? Frag ich mich übrigens auch beim TV-Gucken, wenn ich so durch die Kanäle zappe. Wieso weis ich als Kriegsdienstverweigere eigentlich wie das Nachladen einer Waffe klingt? Fast jeder Gamer mag virtuelle Gewalt, aber die wenigsten Spiele thematisieren das gekonnt. Auch das im Artikel genannte "Spec Ops - the Line" hat mich in dieser Beziehung nicht nachhaltig berührt, nachdenklich gemacht oder sonstwie stimuliert. Weil es nämlich letztlich doch einfach ein Shooter mit "Antikriegsmarketing" ist.
Dead Space fand ich übrigens eins der wenigen Spiele, wo ich mich wirklich gegruselt und dabei sehr gut unterhalten habe. Weniger ist mehr - die Momente, wo man ewig durch die Gänge schleicht und die Nekromorph nur hört, aber nicht sieht sind zumindest wirklich nix für Kinder - und vor allem ist es keine 08/15 Gewalt
