Nach 95 Spielstunden hat meine Reise dann ein Ende gefunden

Wobei ich wirklich versucht habe, alles mitzunehmen und am Ende auch alle Personen und Fähigkeiten oben hatte und allgemein auch den Großteil erreicht haben dürfte.
Für mich war es Eike großartige Reise. Lob geht zunächst mal an Atlus, welche es erneut geschafft haben, ein bugfreies Spiel raus zubringen (Series X) Es mag ein paar Einbrüche der Framerate in der Hauptstadt gegeben haben, aber das war für meine Sichtweise absolut vertretbar. Ansonsten, kein Bug, kein Freeze, kein Absturz. Überhaupt kann ich mich da bei keinem Ihrer jüngeren Spiele an entsprechendes erinnern.
Metaphor ist quasi Persona, nur ohne Beziehungen und halt in einer Fantasywelt. Die Stärken der Spielereihe spielt auch Metaphor quasi unmittelbar vor. Ich fand es von der Schwierigkeit her etwas höher als Persona 5 (auf normal) und manch ein Bosskampf war zwar fordernd, aber nicht wirklich interessant.
Sei es drum. Die Hauptstärke des Spiels sehe ich eher darin, dass es eine Reise des Protagonisten samt Begleiter darstellen möchte..und in diesem Aspekt hat es mich absolut überzeugt. Meine Gruppe ist mir auf der Reise durch das Königreich richtig ans Herz gewachsen,die zu erkundenden Dungeons waren recht groß, haben mit vielen zu entdeckenen Truhen (die meist sinnvoll befüllt waren) genügend den Entdeckerdrang gefüttert.
Das Archetypen System war etwas ungewohnt und gerade anfangs hatte ich damit so meine Probleme mit der sinnvollsten Charakterentwicklung. Es ist zwar kleiner als bei Persona, bietet aber dennoch genügend Potenzial seine Truppe in verschiedene Bereiche aufeinander abzustimmen.
Die Idee schwächere Gegner einfach umzubauen statt in einen Kampf zu verwickeln ist jetzt noch wirklich neu, dass konnte Morgana in P5 ja im Untergrund bereits auch. Dennoch, auch hier ein sehr willkommenes Feature.
Wie in Persona ist hier auch eine gewisse taktische Planung vonnöten. Man bekommt die einzelnen Sympathien und eigenen Punkte wie Mut, etc bis zum Ende bei einigermaßen guter Tagesplanung definitv auf das Maximum. Allerdings muss man hier auch bei den Dungeons planen. Das Feature mit schlechtem Wetter und stärkeren Monstern ist nicht neu. Es kann hier aber schon herausfordernd werden, wenn Schwächeangriffe nicht mehr als solche gewertet werden. Und wie in der Serie üblich, sind gerade die MP Punkte knapp bemessen. Bei den Archetypen denke ich nicht, dass man da wirklich alle komplett in einem Durchgang voll bekommt, was auch nicht notwendig ist.
Ab und an hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht, beispielsweise über die Geschichte der alten Welt. Das wird schon angerissen, bleibt aber ein wenig vage. Oder auch mehr Monsterjagtaufträge.
Zum Ende hin wurde es dann auch ein wenig grindig, was man vor dem Endkampf aber ganz gut durchführen konnte. Obs wirklich notwendig ist, sei dahingestellt.
Wer das Spiel beendet, kann dann ein neues Game+ anfangen, in dem einige Objekte, Fähigkeiten und Gegenstände erhalten bleiben. Ich habe es noch nicht probiert, kann daher nicht sagen ob es weitere Neuheiten in dem Modus gibt.
Von mir klare 9/10, mit eher höherer Tendenz. Ich hoffe sehr das Atlus hier eine Erweiterung bringt und die Reihe allgemein fortsetzt. Es ist anders als Persona, aber in seiner Art nicht weniger faszinierend.