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Mass Effect 3

Mass Effect 3
Firmen
Electronic Arts, BioWare
Genres
Shooter, Role-playing (RPG), Strategy, Adventure
E

einauge

Guest
Schau mal auf Deine Spielzeit ... nix überlebt, du kannst jetzt noch mal ab der
Cerberus Basis spielen oder die letzten 10 Minuten wiederholen ... ;)


Das war auch eher sarkastisch oder ironisch oder beides gemeint.

@Thommysoft: Du hast irgendwo geschrieben du wärest von Teil 1 bis Teil 3 Tali erlegen, geht das denn schon in Teil 1, ich finde da nix im Netz und wenn ich es doch nochmal angehe mit Teil 1 will ich mich nicht umsonst rummühen.
 

Der Wolly

Pförtner des Altenheims
Das war auch eher sarkastisch oder ironisch oder beides gemeint.
lol2.gif

Ich bin ja für ein Sarkasmusschild ... ;)
 

Lorion

Altenpfleger
Ja, das Spiel dauert fast 40 Stunden und ist damit rund 15 Stunden kürzer als die beiden Vorgänger...
ME2 war ohne DLCs auch nicht länger und Teil 1 ebenfalls nicht, sofern man nicht mehr als notwendig Lebenszeit mit dem akribischen abfahren komplett leerer Planeten verschwendet hat.

Sämtliche anderen Spielelemente, die die Serie im positiven wie im negativen ausgemacht haben (Erkundung, Minispiele, Fahrzeugsequenzen...) wurden radikal zusammengekürzt oder auf einen *****ensicheren Level runtergedummt.
Für den Wegfall der Minispiele bin ich jedenfalls dankbar, denn die waren einfach nur einfalls- und anspruchslos und dadurch auf Dauer nur lästig. Und mit originellen Minispielen hatten sies ja noch nie, daher lieber weglassen, als wieder irgendwas uninspiriertes und letztendlich nur nerviges einzubauen.

95% des Gameplays (wohlgemerkt Gameplay, Cutscenes zählen hier nicht) bestehen aus 0815-Ballereien in 0815-Schlauchlevels, die praktisch auf jedem Planeten gleich aussehen.
Von genau welchem Mass Effect-Teil sprichst du jetzt? 1, 2 oder 3?

Dieses Ende ist für mich ein Verrat am Spieler. Was haben die Biowares nicht im Vorfelde noch rumgeblubbert, dass sie sooooo viele Entscheidungen aus den Vorgängern für das Ende berücksichtigen müssen. Fakt ist: Es wird für das Ende gar nichts berücksichtigt - weder aus Teil 1, 2 noch aus Teil 3. Es gibt 3 Varianten, die sich minimal voneinander unterscheiden und das war es.
Für die 30 Sekunden Abspann mögen die ganzen Entscheidungen zwar keine Auswirkungen haben, für die vorherigen 40 Stunden aber schon, denn zumindest für mich macht es schon einen deutlichen Unterschied ob ich im Spielverlauf quasi *permanent* auf Leute treffe die ich aus den vorherigen Teilen kenne oder ob es sich dabei um austauschbare NPCs handelt zu denen ich überhaupt keinen Bezug habe. Als Beispiel die komplette Turian/Krogan-Geschichte. Hätte man Wrex damals auf Virmire abgeknallt, wäre man die ganze Zeit mit irgendeinem völlig unbekannten Krogananführer rumgerannt, der einem eigentlich völlig egal ist. Oder Tali wäre während der Selbstmordmission in Teil 2 gestorben. Hätte mans wohl auch bloss mit irgendeinem Platzhalter zu tun gehabt, der einen gar nicht interessiert.

Somit ist der Zyklus, den der "Gott aus der Maschine" als die ultimative Lösung und unabdingbar notwendig propagiert ein absolut künstlicher und widernatürlicher Prozess.
Selbstverständlich ist er das, denn auch die Citadel ist nur eine Maschine, für die die 50.000 jährige Bereinigung der Galaxie von allen weitentwickelten Rassen die einzig sinnvolle Lösung darstellt, um das organische Leben als Ganzes bewahren zu können.

Und letztendlich geht es ihr nur darum, das organische Leben zu bewahren, bevor es sich selbst durch die Entwicklung immer fortschrittlicherer künstlicher Intelligenzen komplett selbst auslöscht und nur noch Maschinen übrig bleiben.

Aus der Sicht der Citadel gibt es letztendlich auch keinen Grund an dem Prozess etwas zu ändern, da die Methode zum erreichen ihres Ziels ja funktioniert. Sie sieht also überhaupt keine Notwendigkeit nach Alternativen zu suchen.

Unlogisch ist natürlich das sie mit Shepards Erscheinen ihre einzige Aufgabe und Daseinsberechtigung einfach so aufgibt und Shepard plötzlich über Gedeih und Verderb der ganzen Galaxie entscheiden lässt... aber bis zu dem Punkt finde ich die Begründung durchaus schlüssig und mag auch den Plottwist, das der ominöse Drahtzieher, den man über drei Teile hinweg gejagt hat, im Endeffekt schon immer direkt vor einem war, halt die Citadel selbst.

Die Serie hat einem über 3 Teile Begleiter vorgesetzt, die einem ans Herz wachsen sollten und am Ende spielen sie schlicht einfach keine Rolle mehr.
Fand ich auch irgendwie lieblos und hat mich auch gewundert, denn zumindest die "Nachbesprechung" was mit wem passiert ist, hätten sie noch bringen können, haben sie ja auch sonst quasi bei all ihren Spielen gemacht.

Wobei das natürlich auch dafür sprechen könnte das sie das Ende bewusst offen halten wollten, um dann doch noch nen vierten Teil nachschmeissen zu können.

Bin was das Ende betrifft jedenfalls hin- und hergerissen. Einerseits gefiehl mir der Weg bis zum Punkt der 3 Entscheidung, andererseits finde ichs blöd das die 3 Entscheidungen mehr oder minder aufs selbe hinauslaufen.

Interessanter wäre da gewesen wenn bei "blau" die Reaper abziehen, die Mass Relays bestehen blieben, die Vernichtung erstmal abgewendet ist und Shepard quasi als aufgestiegenes Wesen über die Galaxie wacht. "Grün" hätte so bleiben können, die ganze Galaxie besteht aus organisch-synthetischem Material, Mass Relays putt und alle fangen nochmal bei null an. Und "rot" hätte dann das "Hurra-patriotische" Ende sein sollen. Reaper platt, Mass Relays noch da, Shepard lebt, fette Abschlusszeremonie auf der Erde mit allen Beteiligten und nach den Credits sitzt Opi/Omi Shepard mit Opi/Omi Romanze und den Enkelkinderchen auf der Veranda und erzählt wie er damals die ganze Galaxie gerettet hat.

Da wäre dann wenigstens für jeden was dabei gewesen.

Ich habe bis dato jedes einzelne Bioware-RPG gespielt. Und bis zum Erscheinen von Dragon Age 2 waren die Biowares für mich fast sowas wie RPG-Götter
Das ist ja letztendlich das Problem. Als (ehemals) fanatischer Fan fällt die Kritik natürlich deutlich vernichtender aus, weil man sich persönlich beleidigt/verraten/was auch immer fühlt und sich dann auch dementsprechend drüber aufregt. Sieht man bei WoW bspw. ganz hervorragend, das dort die fanatischsten Hasser genau die Leute sind, die das Spiel jahrelang 24/7 gezockt haben.

Als gemässigter Spieler geht man da viel nüchterner ran und hat einfach seinen Spass mit, ohne sich über jede kleine Ungereimtheit gleich so furchtbar aufzuregen das einem irgendwann der Spielspass vergeht.

Mir sind auch diverse Dinge aufgefallen, wie bspw. das die beiden Asari im Krankenhaus ihr Gespräch immer nur fortsetzen wenn man mal wieder zu Besuch ist, sie im Umkehrschluss als wochenlang blöde rumsitzen und darauf warten das man mal wieder vorbeikommt... albern, sicherlich, aber ist halt bloss nen Spiel, da kann ich über sowas hinwegsehen.

Schlussendlich habe ich mit Mass Effect 3 jedenfalls meinen Spass gehabt, das Ende war eher "naja", aber bis dorthin hatte es mir wirklich sehr gut gefallen.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
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Also ich bezeichne mich mal selbst als Fanboy des Jahres und habe mich ja bei jeder Kritik gerne mal "schützend" vor das Ganze gestellt, ne Wertung von 5/10 finde ich (sorry Thommysoft) immer noch abstrus und erinnert mich an ein gnatziges Kind, dem sein Lieblingsspielzeug kaputt gemacht wurde

Ich kann dazu stehen. Ich hab lange genug darüber nachgedacht, welche Zahl ich da hin stellen will. Aber diese Zahl reflektiert für mich das gesamte Spielerlebnis von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Für mich ganz persönlich ist ME3 einfach nur untere Durchschnittsware und genau das reflektiert eine 5/10 nach ganz klassischen Wertungsansätzen. Eine bockige Wertung wäre eine 1, 2 oder 3/10. Dass heutzutage Durchschnitt eher eine 7/10 bedeutet und 5/10 schon ein einem Komplettverriss gleichkommt, ist ehrlich gesagt nicht mein Problem.

Zumal diese 5/10 eine persönliche Wertung ist und keinerlei Anspruch auf Objektivität erhebt.

ME2 war ohne DLCs auch nicht länger und Teil 1 ebenfalls nicht, sofern man nicht mehr als notwendig Lebenszeit mit dem akribischen abfahren komplett leerer Planeten verschwendet hat.

Meine Spielzeit für Teil 2 liegt inkl. aller DLCs (die insg. max. 6-7 Stunden lang sind) bei fast 60 Stunden, so zumindest der Zeitstempel meines Import-Spielstandes. Bei ME3 bin ich inkl. Day1-DLC, der inkl. aller zu führenden Gespräche ca. 1 bis 1/2 Stunden addiert, klar unter der 40 Stunden-Marke geblieben. Und das, obwohl ich teilweise für das Abliefern einer einzigen Quest zurück auf die Citadel bin.

Für den Wegfall der Minispiele bin ich jedenfalls dankbar, denn die waren einfach nur einfalls- und anspruchslos und dadurch auf Dauer nur lästig. Und mit originellen Minispielen hatten sies ja noch nie, daher lieber weglassen, als wieder irgendwas uninspiriertes und letztendlich nur nerviges einzubauen.

Klar, kann man so sehen. Die Minispiele waren sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber immerhin haben sie das Gameplay aufgelockert. Und sie waren auf jeden Fall anspruchsvoller als sämtliche jener Nebenaufgaben in ME3, die kein Landen auf irgendeinem Planeten erfordern.

Von genau welchem Mass Effect-Teil sprichst du jetzt? 1, 2 oder 3?

Sehr guter Konter. Im Grund genommen betrifft das alle Teile, schon richtig.

Nur ist die Formel bei der dritten Nutzung halt ausgelutschter als noch vorher. Außerdem sind meinem Empfinden nach (und Geprächen mit anderen Spielern nach geht es nicht nur mir so) sämtliche Levels noch linearer und generischer geworden und das Gegneraufkommen ist im Gegenzug ordentlich aufgepumpt worden.

Für die 30 Sekunden Abspann mögen die ganzen Entscheidungen zwar keine Auswirkungen haben, für die vorherigen 40 Stunden aber schon, denn zumindest für mich macht es schon einen deutlichen Unterschied ob ich im Spielverlauf quasi *permanent* auf Leute treffe die ich aus den vorherigen Teilen kenne oder ob es sich dabei um austauschbare NPCs handelt zu denen ich überhaupt keinen Bezug habe

Das ist vollkommen richtig. Ich hatte ja auch geschrieben, dass Spiel vor großen finalen Mission nochmal richtig anzieht und ich dort einige der denkwürdigsten Momente in Teil 3 erlebt habe.

Welche mich vermutlich auch weitaus versöhnlicher mit dem Spiel gestimmt hätten, wäre nicht all das in den finalen Spielstunden volllkommen ad absurdum geführt worden, weil Bioware praktisch alles, was vorher passiert ist, das Klo runterspült, weil bis auf das grundsätzliche Event
den Bau des Tiegels
alles andere vollkommen irrelevant wird.

Das ist ja letztendlich das Problem. Als (ehemals) fanatischer Fan fällt die Kritik natürlich deutlich vernichtender aus, weil man sich persönlich beleidigt/verraten/was auch immer fühlt und sich dann auch dementsprechend drüber aufregt. Sieht man bei WoW bspw. ganz hervorragend, das dort die fanatischsten Hasser genau die Leute sind, die das Spiel jahrelang 24/7 gezockt haben.

Ich kann man mich von diesem Vorwurf sicherlich nicht ganz freisprechen, dass ich bedingt durch meine Bioware-Vorgeschichte vielleicht besonders hart ins Gericht gehe. Dennoch sehe ich mich nicht als fanatischen Fan. Ich habe alle ME-Teile wie alle Bioware-Spiele im Grunde nur einmal richtig durchgespielt. Ich hab sie alle nochmal wieder angefangen, um zu sehen, was passiert, wenn dies oder jenes anders macht, aber richtig beendet habe ich sie eigentlich kein 2. Mal. Was auch an meiner generellen Haltung Rollenspielen gegenüber liegt, dass ich DEN einen Spieldurchgang mache, in dem ich alles so mache wie ich es will und dass dieser Spieldurchgang dann das sein soll, was sich für mich auf ewig als Erinnerung an dieses Spiel in mein Gehirn meißelt.

Insofern ist weder die ME-Serie noch Dragon Age noch die Baldur's Gate-Serie für mich etwas, für das ich einen Schrein aufgestellt habe, dem ich jeden Tag huldige. Trotzdem haben die Bioware-Spiele meine Spielehistorie durchaus maßgeblich geprägt, so dass meine Erwartungshaltung Bioware-Spielen bis vor einiger Zeit enorm hoch waren.

Meine Erwartungshaltung ME3 gegenüber war jedoch definitiv nicht allzu hoch, weil Bioware seit der Übernahme durch EA einen Weg eingeschlagen hat, der sie meiner Meinung nach immer weiter davon wegführt, was sie als Entwickler einmal stark gemacht hat. Ob die Gründe dafür nun in der Übernahme liegen ("Böse EA-Abzocker" - wie man ja in letzer Zeit häufiger lesen kann) oder ob der Trend schon vorher bei Bioware vorhanden war, kann ich nicht beurteilen. Das überlasse ich anderen.
Von diesem Trend war DA:Origins noch nicht so stark betroffen, weil das Ding schon 5 Jahre vorher begonnen wurde. Aber sowohl in ME2 als auch in DA2 waren die Züge schon recht klar zu erkennen. Die Story war immer noch gut bis klasse, aber spielerisch wurden die Games immer weniger komplex.

Dennoch: Selbst wenn ich versuche, die Mass Effect-Serie als isoliertes Produkt ohne all diese Umgebungsfaktoren zu betrachten, würde ich nicht anders urteilen. Selbst dann bleibt für mich der Punkt, dass Bioware mit den letzten Spielstunden so ziemlich alles zerstört, was sie in den weit über 100 Stunden vorher alles aufgebaut haben.

Das hat für mich mit enttäuschtem Fanboytum überhaupt nichts zu tun.
 
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