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Grand Theft Auto VI - GTA 6 (Vorsicht: Spoileralarm!)

Grand Theft Auto VI
Firmen
Rockstar Games, Take-Two Interactive
Genres
Shooter, Racing, Adventure

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Da hat Nintendo schon viel mehr Kleinkram für ordentlich Geld in frühen DLCs nachgereicht.

Nintendo, das Apple der Gamingindustrie, sollte imo nicht unbedingt als gutes Beispiel für Preispolitik herangezogen werden. :) Aber da ich mit diesem "Ich würde gern mehr zahlen, wenn ich dürfte"-Argument eh nicht so viel anfangen kann, klink ich mich mal wieder aus.
 

Krule

Frührentner
Und danach berechnet sich für mich auch der Wert des Spiels. Ist ja nicht so kompliziert.
Diese Betrachtung halte ich - rein subjektiv - für eine Kunstform wie das Videospiel für völlig absurd, auch wenn ich sie natürlich schon häufiger gelesen habe. Wenn es bei einem Spiel einfach nur darum geht, möglichst viel Zeit totzuschlagen, fallen mir ehrlich gesagt noch genügend andere Tätigkeiten ein. Die Diskussion um Spielzeit ist für mich aber ohnehin müßig. Die Spielzeit ist für mich komplett irrelevant, wenn es darum geht, den "Wert" eines Titels zu bestimmen.

Ich kann aus einer 5-stündigen Kampagne eine einzigartige Spielerfahrung ziehen und mich in einem 80-Stunden-Open-World-Titel langweilen. Es muss einfach zum jeweiligen Spiel passen. Dein Beispiel Resident Evil Requiem hat ja einen enormen Widerspielwert und ist sehr clever designed - aber nehmen wir lieber Outer Wilds: Das bietet in ~12 Stunden eine bahnbrechende und einzigartige Erfahrung, an die ich vermutlich auch in 10 Jahren noch denken werde.

Ob die animierten Pferdehoden aus RDR2 den gleichen Effekt haben werden? Ich glaube nicht. Die ~60 Stunden mit RDR2 waren nett, keine Frage, aber mehr als eine 7/10 ist das für mich einfach nicht. Ein gutes Spiel, aber eben nicht mehr.

Eine große Map ist dann gut, wenn sie interessant und detailliert ist.

Auch das sehe ich komplett anders ^^ Auch interessante und detaillierte Aspekte in einer großen Map können sich irgendwann selbst überleben. Bei der hundertsten Freizeitpark-Aktivität oder dem hundertsten Minigame kann man vielleicht nur noch müde lächeln, selbst wenn man es am Anfang cool fand. Weniger ist manchmal mehr - und ich würde mir wünschen, dass sich Spiele konzeptionell wieder stärker auf ihre eigentliche Kernerfahrung konzentrieren. Es muss nicht immer alles auf 80 Stunden aufgeblasen werden, wenn das Konzept eigentlich auch in 30 Stunden ohne Wiederholungen funktioniert - auch wenn sich das auf einem Fact-Sheet fürs Marketing natürlich weniger beeindruckend liest.

Wie definierst du "bahnbrechend Neues"? Woran machst du fest, dass in Gamedesign, Spielsystem, und Spielmechanik an einem 20 Jahre alten Gerüst festhält? Ich bin anderer Auffassung, möchte aber vorher deine Ansichten dazu sehen, bevor man aneinander vorbei redet.
Ich kann mich durchaus irren, weil ich viele GTAs in der Vergangenheit abgebrochen habe, aber ich habe schon das Gefühl, dass sich die Spiele spielerisch über weite Strecken ziemlich ähnlich sind. Die Titel leben für mich vor allem von ihrem großartigen Setting, toll geschriebenen Charakteren, der detaillierten Welt und natürlich der Inszenierung - aber doch eher weniger von spielerischer Innovation.

Ein GTA 3 war für das Open-World-Genre sicherlich noch bahnbrechend und hat das Medium in dieser Hinsicht nachhaltig beeinflusst. Aber was kam danach, das spielerisch wirklich neue Maßstäbe gesetzt oder das Medium Videospiel weitergebracht hat?

Ich sehe bei GTA durchaus eine Weiterentwicklung bei Umfang, Präsentation, Weltensimulation und Detailgrad. Aber das ist für mich etwas anderes als spielerische Innovation. Am Ende heruntergebrochen ist das Ganze ein relativ seichter Deckungsshooter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wurzelknolle

Rentenbezieher
aber doch nicht von spielerischer Innovation? Oder irre ich mich da? Ein GTA 3 war wahrscheinlich für das Open-World-Genre tatsächlich noch bahnbrechend, aber ansonsten? Wo genau wird und wurde das Medium Videospiel da rein spielerisch weitergebracht?
Wenn man die Spiele alle abbricht, dann kann man schon mal das Gefühl bekommen, dass sich alle gleichen spielen, ja. Die folgenden Dinge waren seinerzeits bahnbrechend, natürlich sind sie Anno 2026 nicht mehr spannend oder neu - die Spiele sind zwischen 13 und 25 Jahre alt. Mal ein paar Beispiele:

GTA 3 hat die Basis geschaffen für die modernen Open-World-Sandbox-Spiele, mit einer lebendigen Stadt. Die grundlegende Basis für viele danach erschienene Spiele: Saints Row, Scarface, Sleeping Dogs, etc.
GTA Vice City und San Andreas hatten auch ihre Innovationen, wenn auch nicht alle implementiert wurden. Beispielsweise war für San Andreas geplant Interiors von Gebäuden ohne Ladevorgang zu betreten, was dann mit GTA 4 erst kam. Es hätte zu Zeiten von San Andreas zu viel Leistung gekostet, sodass viele andere Dinge im Spiel hätten entfernt werden müssen - oder man hätte es PC-Exklusiv rausgebracht, aber selbst dann wäre ein High-End PC nötig gewesen.
GTA 4 bekam die erste Version der Europhia-Physikengine, die die Möglichkeiten für NPCs und der Spielweit noch mal ausweiteten, da die NPCs viel detailierter auf die Aktionen von uns Spielern reagieren konnten. In früheren Teilen war das vereinfacht gesagt maximal wegrennen oder sich ducken wenn wir das Feuer eröffnet haben. Das wurde mit GTA 5 erweitert, sodass NPCs auch anhielten um einen Schnappschuss vom Auto des Spielers zu machen, wenn das dem NPC gefallen hat (weils getuned war oder weils teuer war etc).
GTA 5 kam dann mit 3 Protagonisten daher.

Mit jedem GTA wurden die Möglichkeiten der Open World Sandbox weiter ausgereizt, die qualitative Messlatte wurde höher gelegt, und wenn man sich jetzt GTA 6 anschaut, dann sind da: Wanted System bei dem sich die Polizei merkt ob du alleine oder zu zweit das Verbrechen begannen hast, welche Kleidung und Tattoos du getragen hast, etc. Es gibt einen Kriminalitätsskill (weiß grad die offizielle Bezeichnung dafür noch nicht), der beeinflusst wie gut du deine Spuren verwischt und deine Chancen zu entkommen. Bislang wurde nur der letzte Aufenthaltsort verfolgt, und solang du weit genug weg warst, konntest du damit entkommen. Dazu kommt das Moralsystem, das eine Strafakte vom Spieler anlegt und auch auf das Wanted System direkten Einfluss nimmt.

Es gibt noch sehr viel mehr Beispiele, ich wollte nur mal einen Aspekt pro Spiel aufzeigen.
 

zen

Sherlock Holmes
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Das Spiel sieht richtig gut aus. Nur die Bildrate von 30 FPS finde ich ganz schön schwach. Das ist überhaupt nicht Zeitgemäß. Ich hoffe sie schaffen es noch rechtzeitig die zu verdoppeln.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Ich hoffe sie schaffen es noch rechtzeitig die zu verdoppeln.

Ironie bitte als solche kennzeichnen.

Und damit ich hier nicht immer mit blöden Zwischenrufen auffalle, mal was halbwegs Themengerechtes:

Das Dingens wird selbstverständlich nicht zu Release erstanden, schon gar nicht in der angeblich "kompletten" 100-Euro-Version, weil wenn ich in mich reinhorche, höre ich dort, wo bei anderen Leuten im Drei-Minuten-Takt der Hypetrain mit viel Getöse und Hupe durchrauscht, nur absolute Stille. Kein Sterbenstönchen.

Aber wenn dann mal irgendwann eine PC-Version kommt, die erfahrungsgemäß sehr sahnig läuft, denn ... na ja ... die Optimierungsarbeit wurde gemacht - dann wird das Spiel auf 60 FPS gerockt.

Und ich hoffe mal, dass der PC-Release nicht ähnliche Kategorien wie RDR2 damals erreicht, das so einige gestandene Rechner ganz schön hat erröten lassen vor Scham.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Ohne Haare spalten zu wollen ... aber erstens: Quellen sprechen davon, dass ein 40-FPS-Mode in Frage kommen könnte, was aber wohl auch nur Spekulation ist. Und zweitens: Wenn die jetzt acht Jahre an dem Spiel geschraubt haben und das mit wahrscheinlich sehr viel Ressourcenaufwand so hingedängelt, dass es auf PS5 mit (stabilen?) 30 FPS läuft ... dann holen die nicht in den letzten acht Wochen vor Veröffentlichung plötzlich noch die doppelte Bildzahl raus - jedenfalls nicht ohne erhebliche, also erhebliche Einbußen bei optischer Qualität.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Aber das heben sie sich bestimmt für die PS6 Version auf.

History repeats itself. Ist zwar schon fast ein Menschenleben her - ja ja, fast -, aber beim Vorgänger war der Fall gleich gelagert, dass die etwas betagte Current-Gen aufm letzten Loch pfeift und dann eine aufgebohrte und quasi "vorgesehene" Next-Gen-Version nachgereicht wird.
 

Chibiterasu

Frührentner
Diese Betrachtung halte ich - rein subjektiv - für eine Kunstform wie das Videospiel für völlig absurd, auch wenn ich sie natürlich schon häufiger gelesen habe. Wenn es bei einem Spiel einfach nur darum geht, möglichst viel Zeit totzuschlagen, fallen mir ehrlich gesagt noch genügend andere Tätigkeiten ein. Die Diskussion um Spielzeit ist für mich aber ohnehin müßig. Die Spielzeit ist für mich komplett irrelevant, wenn es darum geht, den "Wert" eines Titels zu bestimmen.
Da du mir Sachen in den Mund legst, antworte ich jetzt etwas genervter.

Du willst halt quasi ein paar Parolen anbringen:
"Qualität statt Quantität!"
"Bitte auf die Kernerfahrung fokussieren!"


Ja, eh klar - aber wo habe ich geschrieben, dass es mir darum geht nur Zeit totzuschlagen? (Auch wenn das sowieso ein valides Argument für Viele sein kann).
Ich habe das in dem Kontext nie geäußert.

Eine detaillierte große Welt, in die man gerne eintaucht, kann einem sehr sehr viele Stunden Spaß bringen. Wie dieser Spaß zustande kommt, ist in einem GTA sehr divers.
Ich habe zum Beispiel große Lust alle Tiere in dem Spiel zu katalogisieren (ging in RDR Online und wird anhand einer Szene in GTA VI ebenfalls vermutet). Wenn es da einen seltenen Vogel in irgendeinem schönen Winkel der großen Map geht, dann freu ich mich den zu suchen. Das funktioniert weit nicht so gut in einer kleinen kompakten Welt, wo ich in kurzer Zeit möglichst effizient von A nach B komme. Das muss ein Ausflug sein. Und ich möchte eine Welt, wo es nicht nur drei Vögel gibt. Sondern vielleicht 50 Arten, die stimmig in der Landschaft verteilt sind.

Andere wollen eine große Map, damit sie mit einem Segelflugzeug lange drüber hinweg fliegen können.
Ich habe einen Freund, der immer alle Autos in den alten GTAs sammeln wollte. In GTA Online hat er bei so Straßenrenn-Clubs mitgemacht (mit eigener Liga) und hunderte Stunden damit verbracht. All das können valide Beschäftigungen in einem Videospiel sein, die über Zeit totschlagen hinausgehen.

Ich hoffe, du kommst erst gar nicht auf die Idee anderen zu sagen, wie Spielspaß in einem Videospiel generiert werden muss.

Und GTA VI hat eben schon lange nicht mehr nur diese "eine Kernerfahrung". Wenn man das glaubt, wundert es mich auch nicht, dass man in den Spielen seit 20+ Jahren keine Entwicklung sieht.


Ich kann aus einer 5-stündigen Kampagne eine einzigartige Spielerfahrung ziehen und mich in einem 80-Stunden-Open-World-Titel langweilen. Es muss einfach zum jeweiligen Spiel passen.

Klar. Aber es muss auch zum Spieler passen. Andere langweilen sich vielleicht bei der selben Tätigkeit nicht.
Ich habe mit Freude alle Schreine in BotW gemacht. Für andere hat sich das vielleicht nach 30 Stück schon abgenutzt.


aber nehmen wir lieber Outer Wilds: Das bietet in ~12 Stunden eine bahnbrechende und einzigartige Erfahrung, an die ich vermutlich auch in 10 Jahren noch denken werde.

Diese Spielerfahrung ist für mich auch fast nicht in Geld aufzuwiegen. Aber das weiß man halt vorher nicht wirklich, wenn man es kauft und daher kann ein Outer Wilds auch nicht 60€ oder 70€ verlangen. Vielleicht bei einem Nachfolger, aber auch da wird es schwierig.
Bei einem GTA VI wissen die Leute was sie erwartet und wenn ihnen das gefällt, was sie sich davon erwarten, wissen sie auch, dass sie da ein Umfangmonster bekommen, womit man sich vermutlich Monate beschäftigen kann. Und das spielt in die persönliche Wertbemessungsgrundlage natürlich rein.
Ich finde es seltsam, dass wir darüber überhaupt diskutieren.

All die Sales-Käufe sind ja auch nur ein "mehr war es mir bisher aus Grund x und y nicht wert".

Ob die animierten Pferdehoden aus RDR2 den gleichen Effekt haben werden? Ich glaube nicht. Die ~60 Stunden mit RDR2 waren nett, keine Frage, aber mehr als eine 7/10 ist das für mich einfach nicht. Ein gutes Spiel, aber eben nicht mehr.
Sehe ich anders (also nicht die Pferdehoden) und keiner von uns hat mehr recht als der andere. So ist das mit Meinungen. Zumindest die professionellen Kritiker*innen geben dir aber nicht recht.
Die Missionen waren mir auch teilweise zu beengt und das Spiel hat sicher da und dort Probleme im Gameplay, aber in die Welt und Geschichte bin ich ebenfalls extrem gerne eingetaucht. Allein ein Ritt bei Nacht durch St. Denis hat mich zum Beispiel total abgeholt.

Auch das sehe ich komplett anders ^^ Auch interessante und detaillierte Aspekte in einer großen Map können sich irgendwann selbst überleben. Bei der hundertsten Freizeitpark-Aktivität oder dem hundertsten Minigame kann man vielleicht nur noch müde lächeln, selbst wenn man es am Anfang cool fand.

Dann mach sie halt nicht. Die Spiele bieten ja genug andere Beschäftigungen. Das ist ja das, was die Leute dran toll finden.
Für eine große, geschäftige Großstadt ist es aber eben trotzdem wichtig, dass es hunderte, einzelne kleine detaillierte Geschäfte gibt. Heißt ja nicht, dass du die alle überfallen musst.
 
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