Oder man fühlt sich einfach schlecht behandelt nachdem man so viel für die Marke getan hat? Die haben Millionen Leuten in allen möglichen Games geholfen. Und wenn sonst immer Day 1 Codes da waren und nun nicht mehr, stellt man zurecht Fragen
Wie gesagt: Es ging mir jetzt auch nicht nur um Fextralife, sondern um die ganze Maschinerie.
Aber zu Fextralife:
Ich kann verstehen, dass sie frustriert sind, dass die keinen Review-Zugang bekommen haben. Ich habe auch absolut nichts dagegen, dass sie Fragen stellen. Wie Du sagtest: Sicherlich auch zurecht.
Aber mir fehlt da einfach ein Stück Selbstreflexion. Diese Leute haben sich vor Jahren auf dieses Spiel names "Access Journalism" eingelassen und beschweren sich jetzt darüber, dass es ihnen jetzt mal auf die Füße fällt. Die Erkenntnis, dass man die ganze Zeit an der Nadel der Industrie hängt und sich in eine ziemlich Abhängigkeit begeben hat, hätte man schon früher haben können. Aber man hackt halt nicht die Hand ab, die einen füttert.
Und "The TRUTH About Dragon Age Veilguard REVIEWS" ist schon verdammt dick aufgetragen, weil eine echte Wahrheit in dem Video kaum zu erkennen ist, weil null Beweise für irgendwas vorliegen.
Es wird spekuliert, dass die Reviewer, von denen erwartet wird, dass sie wohlmöglich positivere Reviews schreiben würden, Vorrang bekommen haben. Gleichzeitig kommt aber die Aussage, dass man wiederum nicht glaubt, dass diese Reviewer absichtlich positiv schreiben würden. Also was ist nun wie Wahrheit? Ist das alles von EA gesteuert oder können die Tester doch vollkommen frei schreiben, was sie wollen. Und wird wirklich erwartet, dass sie das auch tun, oder wird ihnen doch unterschwellig unterstellt, dass sie das nicht tun?
Ich finde es durchaus richtig, wenn man den ganzen "Access Journalism" mal hinterfragt, aber das geht auch, ohne dass man dabei Kollegen in Frage stellt oder ein zweifelhaftes Licht auf sie wirft, obwohl man eigentlich nichts in der Hand hat.
Ansonsten kann ich nämlich auch gleich die Frage aufmachen, ob Fexralife in den Fällen, in denen sie Codes bekommen haben, diese auch nur bekommen hat, weil von den Agenturen grundsätzlich von ihnen erwartet wurde, dass sie eher positiv berichten und durch ihre Wikis die Spiele im Internet sichtbarer werden.
Es ist letztlich der Mangel an Selbstreflexion und das mangelnde Hinterfragen der eigenen Rolle in diesem Spiel, dass hier den Schaden anrichtet, weil viel zu viele Antworten offen bleiben und der Interpretation durch den Konsumenten überlassen werden. Ob sie es nun wollen oder nicht: Mit dieser Art Video wecken sie Zweifel an jedem einzelnen Veilguard-Review, ohne zu wissen, unter welchen Bedingungen diese überhaupt enstanden sind. Und damit geraten eben auch Unschuldige ins Visier, die einfach nur gewissentlich ihre Arbeit machen.
Man kann durchaus ein Video darüber machen, dass man kein Review liefern kann. Aber die Art und Weise, wie man das macht, ist eine bewusste Entscheidung, bei der man sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein muss.