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Dragon Age: The Veilguard

Dragon Age: The Veilguard
Firmen
Electronic Arts, BioWare
Genres
Role-playing (RPG), Strategy, Adventure

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Mein größter Kritikpunkt ist aktuell, dass die Elemente, die westliche RPGs und BioWare-Spiele oft ausmachen, nämlich Entscheidungen, bisher kaum eine Rolle spielen. Möglicherweise wird erst am Ende hin alles abgerechnet, so dass die Kleinigkeiten, die bisher passiert sind, dann wirklich eine Rolle spielen.

Aber bisher wirkt ds Spiel eher wie ein JRPG oder ein Action-Adventure mit RPG-Elementen.

Erkundung und leichte Umgebungsrätsel spielen eine weit gewichtigere Rolle als Entscheidungen. Ich würde sogar sagen, dass die Erkundung bisher die mit Abstand größte Stärke des Spiels ist, weil die Umgebungen sehr komplex und auch unerwartet vertikal aufgebaut sind.

Ich bin jetzt in der glücklichen Position, dass ich recht viele unterschiedliche (Action-)RPGs mag. Wenn Kampf, Progression und Erkundung stimmen, kann ich über andere Dinge durchaus hinwegsehen.
Aber ich bin doch ebenfalls erstaunt, wie (sehr, sehr) wenig Raum Entscheidungen bisher einnehmen - grade in einem BioWare-Spiel.
In dem Punkt kann ich es auch voll verstehen, wenn Leute enttäuscht sind.

Als ich dann aber wieder zurück zur Hauptkampagne umgeschwenkt bin, wurde die Story für mich dort etwas zu flott voran getrieben wurde. Bin da zu einer Stadt und wurde dort direkt zum Ziel geführt

Veilguard funktioniert da in der Beziehung etwas merkwürdig.

Bisher ist das Schema bei neuen Gebieten so, dass man dort im Rahmen neuer Hauptquests hinkommt und dann erstmal strlkt die Hauptquest machen muss und auch in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird.

Nach der Hauptquest bekommt man dann die Meldung, dass man eine neue Erkundungsstufe freigeschaltet hat. Und dann erst kann man frei erkunden. Wobei das Spiel auch noch Metroidvania Light-Elemente hat, so dass man einige Bereiche erst erreicheb kann, wenn man dafür Quests hat oder die Begleiter, die mit ihren Spezialfertigkeiten den Zugang eröffnen können.

Diese Struktur verhindert zwar, dass man sich erstmal den wichtigen Fäden widmet und nicht erst die halbe Welt erkundet, bevor man Ciri oder sein Kind sucht (Witcher 3, Fallout 4), aber sie ist sehr ungewohnt.

Erinnert auch ein wenig daran, dass in Inquisition Gebiete erst verfügbar waren, nachdem man Kartentisch-Misssionen absolviert hat.

Wenn man die freie Erkundung aber erstmal freigeschaltet hat, kann man damit schon viel Zeit verbringen. In der ersten Stadt habe ich locker 1-2 damit verbracht.

Ich gehöre auch zu denen, die erstmal jeden Stein umdrehen, bevor sie der Hauptquest folgen, weil es auch oft genug passiert, dass man durch das Starten einer Hauptquest oft lange oder gar mehr nicht zurück kann. Da muss man sich hier enorm umstellen.
 

Khorny

Moderator
Team
Bisher ist das Schema bei neuen Gebieten so, dass man dort im Rahmen neuer Hauptquests hinkommt und dann erstmal strlkt die Hauptquest machen muss und auch in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird.
Klingt abermals bisschen nach WoW mit seinem Phasing. Man muss erst irgendeine Hauptquest in einem neuen Gebiet gemacht haben, damit irgendwelche Bewohner inkl. Quests in Städten auftauchen. Bei Warlords of Draenor war es damals ganz extrem. Allerdings kann man so auch nicht vorab schon in Gebiete oder deren Population rein zu stolpern, und ggf. andere Inhalte auslassen.

Kingdom Come Deliverance hatte sowas auch bei dem Lager, welches später auch für die Story relevant ist. Man kann dort schon früh hin, aber es ist dann meist nichts los. Erst ab einem gewissen Punkt tauchen dann die NPCs/Gegner auf.

Hat beides Vor- und Nachteile.
 

Joe

Rentenbezieher
Es wird wohl keine DLCs für DAV geben, weil sich Bioware voll auf Mass Effect Next konzentrieren möchte.

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Das finde ich ehrloich gesagt super, da BioWare das Schema "Wir erzählen die fertige Geschichte erst im zweiten oder dritten DLC" leider perfektioniert hat. Bei Origins war es das Awakening DLC, bei Mass Effect 3 das Leviathan DLC, und Andromeda war so aufgebaut dass DLC die unfertige Geschichte ebenfalls beenden sollten, aber nie kamen und man daher einige Storylines vakant gelassen hat.

Hat mich immer genervt. Klar, später kam dann die Complete Edition raus, aber ist halt dennoch doof erst auf Conclusion warten zu müssen.

Da lob ich mir seperate Geschichten als eigenständoges DLC doch mehr, siehe Skyrim, Fallout oder The Witcher.
 

Kosh Kenobi

Altenpfleger
Mein größter Kritikpunkt ist aktuell, dass die Elemente, die westliche RPGs und BioWare-Spiele oft ausmachen, nämlich Entscheidungen, bisher kaum eine Rolle spielen. Möglicherweise wird erst am Ende hin alles abgerechnet, so dass die Kleinigkeiten, die bisher passiert sind, dann wirklich eine Rolle spielen.
Das wäre allerdings sehr schade. Das war eines der Möglichkeiten in den BioWare Games die mir immer so gefallen hatten. Mal abwarten.


Mal was anderes.
Hat von Euch evtl. jemand "Motion Sickness" und hat sich das Spiel gekauft?
Oder, kann mir sagen welche Barriere-Einstellungen das Spiel anbietet?

Kamera-Wackeln, Orientierungspunkt in der Mitte, Bewegungsunschärfe, Einstellung des Blickfeldes oder sogar Wechsel in Ego-Ansicht(?) Verringerung der Zaubereffekte und solche Möglichkeiten wären für mich wichtig :)

Lieben Dank schon mal :)
 

ziegenbock

Altenpfleger
Ich kann seit heute keinen Spielstand mehr laden. Oder besser gesagt, einer geht noch, ganz am Anfang. Habe schon die Daten vom Spiel überprüfen lassen, die Einstellungen verändert, versucht zuerst den alten Spielstand zu laden und dann den neuen, nichts klappt.
Ich habe aber keinen Bock jetzt noch mal von vorn anzufangen. Dann warte ich halt erst mal ein paar Updates ab und zocke in der Zwischenzeit was anderes.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Nach ein bisschen mehr Spielzeit würde ich auf jeden Fall sagen, dass Leute, die sich nicht wirklich sicher sind, besser auf ein Angebot warten.

In bin mittlerweile in Teilen deutlich zweigespalten: Irgendwie ist es ein Dragon Age, aber irgendwie auch nicht. Das ist jetzt nichts Neues, da jeder Teil der Serie deutlich anders war als die Vorgänger, aber hier ist es doch an manchen Stellen ein deutlicherer Bruch als zuvor.

Das größte Problem, das sich für mich mittlerweile abzeichnet: Es ist nicht mehr wirklich ein RPG, sondern eher ein Action-Adventure.

Ich würde wahrscheinlich anders denken und sagen, dass es zumindest ein RPG Light ist, aber dafür hat das Spiel einfach zu viele Puzzles. Ich bin ja durchaus jemand, der es schätzt, wenn man ein bisschen erkunden muss und dafür dann auch belohnt wird. Aber gefühlt verbringt man mindestens ein Drittel der Spielzeit damit, Pfade zu suchen und Rätsel zu lösen, die auch alle nach einer oder zwei Handvoll Schemata verlaufen, um an Truhen zu kommen.. Und das Problem ist, dass der Großteil der Progression in Sachen Ausrüstung daraus besteht, dass man diese in eben jenen Truhen findet. Es gibt zwar ein paar Händler, die auch Ausrüstung haben, aber das steht in keinem Verhältnis zu der Menge, die man über Truhen/Erkundung findet. Und die Questbelohnungen sind auch eher mickrig.

Frustrierend ist auch, dass die Erkundung nach diesem "Metroidvania ultralight"-System funktioniert. Alle Geheimnisse einer Karte kann man erst nach mehreren Besuchen lüften, weil anfangs viele Bereiche vor allem dadurch versperrt sind, dass man noch nicht alle Partymitglieder und somit alle Erkundungsfähigkeiten zu Verfügung hat. Hat man diese dann aber irgendwann zusammen, sind immer noch Bereiche versperrt, weil man diese erst später in Quests betreten kann, die man noch gar nicht hat.
Wäre alles halb so schlimm, wenn die Levels nicht so verschachtelt wären und die Karte mehr taugen würde. An manchen Stellen gibt es Markierungen, wenn Bereiche noch nicht zugänglich (oder diese dann später freigeschaltet sind), an vielen Stellen aber auch nicht. Manchmal werden ungeöffnete Kisten schon früh auf der Karte angezeigt, manchmal nicht. Leider kann man auch keine eigenen Markierungen auf der Karte hinterlassen. Das ist alles irgendwie unbefriedigend.

Ich mag es ja durchaus, wenn man in einem Spiel erkunden kann und dafür kleine Geheimnisse, Geschichten oder einzigartige Belohnungen bekommt. Nicht umsonst gehören die klassischen Bethesda- und Piranha Bytes-Spiele zu meinen Favoriten. Aber hier ist es einfach nicht optional genug und es fühlt sich eher wie ein Tomb Raider an. Teilweise auch wie ein AC Valhalla, weil es einfach zu viele dieser Truhen und Puzzles gibt, hinter denen sich der Großteil der Ausrüstungsprogession und somit Build-Vielfalt versteckt.

Und da wären wir dann auch schon beim Kampfsystem, bei dem ich für mich auch mehr und mehr Risse erkennen kann. Auch wenn grundsätzlich Mass Effect mit Fantasy- statt SciFi-Waffen ist, kommt für mich hier einfach nicht der gleiche Flow auf. Das liegt vor allem daran, dass die Gegner (vor allem Bosse und Minibosse) praktisch keine Atempause machen, man selber aber gleichzeitig viel zu sehr Ressourcenmanagement betreiben muss, weil es a) zu wenige Skills gibt, die man im Kampf einsetzen kann, b) für die geringe Anzahl an Skills die Cooldowns bzw. die Ressourcenwiederherstellung zu lange dauert und c) diese Skills in Anbetracht dieser beiden Punkte auch noch zu wenig Schaden machen.
Klar, es gibt diverse Attacken, Kombos, Parieren und Blocken, aber irgendwie kommt mir hier kein guter Flow auf, was auch mit daran liegt, dass die Kämpfe allgemein zu effektgeladen und unübersichtlich sind. Gleichzeitig die Gegner im Auge zu behalten, aber dann auch noch auf den eigenen Charakter achten zu müssen, um die Anzeige über dem Kopf sehen, wann eine Parade möglich ist, ist teilweise echt mühselig. Vor allem, wenn man viele Gegner und Bosse hat, die die Attacken nur so auf einen einprasseln lassen.

Inquistion habe ich damals noch auf Albtraum durchgespielt, was bis auf zwei, drei bockharte Sellen eigentlich ganz gut zu managen war. Hier würde ich nicht mal auf die Idee kommen, das zu tun. Stattdessen bin ich von Normal runter auf einen angepassten Schwierigkeitsgrad, der u.a. die Aggressivität der Gegner reduziert, so dass ich das Gefühl habe, auch mal selber zum Zug zu kommen, anstatt zu sehr in Parieren/Ausweichen-Schleifen festzuhängen. Das ganze System würde weit besser funktionieren, wenn die Gegner sich nicht fast ausschließlich auf den eigenen Charakter fokussieren würde und teilweise ganz schöne Schadensschwämme wären.

An der Stelle ist auch eine ziemlich blöde Entscheidung, dass Quests keinen empfohlenen Level haben. Mir ist das jetzt schon dreimal passiert, dass ich selbst bei Nebenquests, die ich schon einige Stunden im Questlog hatte, Gegner vor mir hatte, die mir 5-10 Stufen überlegen waren. Das ist irgendwie ungünstig.
Mag sein, dass es Leute gibt, die daran Spaß haben, 10 Minuten oder länger auf einem Boss zurumzukloppen, der einem total überlegen ist. Aber ich gehöre nicht dazu.

Die veränderte Tonalität fällt auch auf, je länger man spielt. Ich störe mich da nicht zu sehr dran, weil ich einerseits die übertriebenen Blut auf den Klamotten in Origins auch ziemlich lächerlich fand und ich andererseits in den letzten Jahren kaum noch AAA-Blockbuster gespielt und noch viel länger Blockbuster-Filme (insbesondere Marvel) geschaut habe, die ja oft als Vergleich herangezogen werden. Aber auch wenn ich darüber hinwegsehen kann, ist der Vibe doch ein ganz anderer als in den anderen Spielen.

Ich habe immer noch Spaß an dem Spiel und werde es wahrscheinlich auch durchspielen, denn ingesamt würde ich es immer noch als gutes Spiel bezeichnen, aber ich schließe mich immer mehr der Meinung an, dass es kein gutes Dragon Age, ist auch wenn gewisse DA-Zutaten noch drin sind.
Und die Rückkehr von BioWare ist es auch nicht. Es keine Katastrophe wie Anthem. Und es ist ingesamt auch deutlich stimmiger als Mass Effect Andromeda, das ich ebenfalls nicht als wirklich schlechtes Spiel - aber auch kein gutes Mass Effect - bezeichnen würde.

Man merkt einfach schon, dass es aufgrund der gestiegenen Entwicklungzeiten und den daraus resultierenden irre langen Abständen zwischen den einzelnen Teilen einer Serie immer schwieriger wird, eine zusammenhänge Vision zu entwickeln, weil in vielen Studios einfach zu viel Fluktuation durch Abgänge und Entlassungen entsteht. Das wird künftig wohl und mehr Spielereihen so gehen, aber hier merkt man es schon deutlich, dass zwischen DAO und Inquisition 5 Jahre liegen und zwischen Inquisition und Veilguard 10.

Ich hoffe jetzt noch drauf, dass The Veilguard, wie mehrfach zu lesen war, den in 2 und Inquistition angefangenen Story-Strang noch zu Ende bringt. Und dann muss man sehen. An noch einem Dragon Age im Action-Adventure-Mantel mit einem kleinen RPG-Hütchen auf dem Kopf bin ich eher nicht interessiert. Das ist einfach nicht mein Genre, weshalb ich aus diesem Bereich auch fast nichts mehr kaufe.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Bestärkt mich jetzt erst einmal in meinem Beschluss tatsächlich erst auf einen ordentlichen Rabatt zu warten, bzw. andere Titel vorzuziehen. Danke dir für das Feedback.
 
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