Aktuell haben wir das Problem dass Mail an GoogleMail nicht ankommen. Wenn du dich registrien möchtest gib bitte keine GoogleMail an.
Euer Forenteam
Herzlich Willkommen bei den Konsolen-Senioren!
Wir sind eine deutschsprachige Community, die Spielern über 30 Jahren seit 2007 ein Zuhause im Internet bietet, in dem sie sich mit gleichgesinnten und erwachsenen Spielern über ihr Hobby austauschen und zu gemeinsamen Aktivitäten verabreden können.
Entstanden aus den Xbox-Senioren (früher: XBL-Senioren) und den PSN-Senioren bieten wir mittlerweile eine konsolenübergreifende Diskussions- und Verabredungsplattform, bei der das respektvolle Miteinander und der Spaß am Hobby im Vordergrund stehen.
Neben konsolenspezifischen Unterforen und Multiplattform-Spielethreads bieten wir auch eine Retro-Ecke und einen Bereich, in dem sich für die immer größer werdende Anzahl Spielen, die Cross-Plattform-Play unterstützen, verabredet werden kann.
Egal, ob Du einfach nur über Spiele diskutieren möchtest, Dich mit anderen Spielern verabredet willst oder einfach nur Deine Spielerfahrungen mit anderen teilen möchtest, bist Du bei uns herzlich willkommen.
Natürlich kannst Du auch einfach weiter passiv bei uns mitlesen, aber warum schnappst Du Dir nicht einfach Deine Tastatur, registrierst Dich bei uns und gestaltest die Community durch Deine Teilnahme aktiv mit?
Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder ein alternativer Browser verwenden.
Ich habe es noch nicht selbst gespielt, das werde ich erst im Dezember/Januar tun aber ich habe jetzt schon etliche Dinge in Videos und Streams gesehen und muss zugeben, dass ich kein Freund vom Writing bin.
Ich mag schlicht nicht, wie teils komplette Lore, die in den letzten drei Spielen aufgebaut wurde, völlig umgeschrieben wurde, nur damit das Spiel sich nicht in moralischen Grauzonen bewegen muss.
Zwei Beispiele:
Die Krähen von Antiva werden hier viel zu positiv dargestellt, es wirkt so, als wolle Veilguard die Krähen als richtig coole Assassine verkaufen, obwohl man in der Vergangenheit, speziell in Origins, recht gut vermittelt bekommen hat, wie skrupellos die Krähen eigentlich sind, in Veilguard jedoch sind sie total coole, patriotische Soldaten, die ihre Stadt bis aufs Letzte Verteidigen, das passt für mich nicht zusammen, das sind Assassinen, sie töten Leute und verdienen damit ihr Geld.
Hinzu kommt der ganze Aspekt der Kindersklaverei, da die Krähen ihre Assassinen gerne bereits sehr früh ausbilden und sich dafür gelegentlich obdachlose Kinder suchen, die sowieso schon nicht viel Perspektive haben, das wird dann gnadenlos ausgenutzt und ein Abhängigkeitsverhältnis geschaffen, denn so lange sie töten, haben sie immer ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen auf dem Teller.
Selbiges gilt für die Qunari, man hat immer und immer wieder erfahren, speziell in Inquisition, wie grauenhaft es ist, unter dem Qun zu leben und wie grauenhaft die Qunari einem das Qun aufzwingen, wenn man sich weigert, nach diesem zu leben, die Qunari sind quasi religiöse Fanatiker, die Kreuzzughaft Ländereien erobern und alle in ihre Religion zwängen, ganz gleich, ob man das will oder nicht und wer sich weigert, wird getötet.
In Veilguard jedoch werden sie als völlig friedliche religiöse Personen beschrieben, bei welchen im Qun jeder so leben kann, wie er oder sie es für richtig hält, ohne Konsequenzen oder Zwänge, man kann das Qun sogar jederzeit verlassen, wenn man das möchte, was eigentlich absolut undenkbar ist.
Diese beiden Beispiele widersprechen sämtlicher Lore, die in den letzten Teilen aufgebaut wurde, es fühlt sich fast an, wie ein Reboot, das gefällt mir einfach nicht.
Vielleicht bin ich aber auch ein zu großer Dragon Age-Nerd, der viel zu viel Wert auf Lore legt, vielleicht ist das Spiel auch einfach nicht für mich gedacht, denn es wirkt so, als wolle man vor allem Neulinge erreichen, die mit Dragon Age bisher nichts anfangen konnten.
Ich weiß einfach nicht, was ich von dem Spiel bisher halten soll.
Ich habe es noch nicht selbst gespielt, das werde ich erst im Dezember/Januar tun aber ich habe jetzt schon etliche Dinge in Videos und Streams gesehen und muss zugeben, dass ich kein Freund vom Writing bin.
Ich mag schlicht nicht, wie teils komplette Lore, die in den letzten drei Spielen aufgebaut wurde, völlig umgeschrieben wurde, nur damit das Spiel sich nicht in moralischen Grauzonen bewegen muss.
Danke für die Info, das war mir bisher entgangen. Und ja, das riecht in der Tat danach, dass man das Ganze verweichlicht bzw. kinderfreundlicher gestaltet hat. Dragon Age war allerdings gerade deshalb interessant, weil es diverse rohe Kanten hatte. Gut, DAI kann ich im Grunde nicht beurteilen, das liegt hier zwar rum, habe ich aber noch nicht gespielt.
Gut, natürlich steht es dem Entwickler frei, seine Zielgruppe zu ändern. Bei einer Spielreihe bekommt man dann aber natürlich Probleme mit einer konsistenten Lore...
Dank dem Senioren-Forum habe ich mir DA gekauft und gestern mal ca 2h reingezockt - ich finde die englische Sprachausgabe sehr gelungen und mir machte es gestern viel Spaß. Habe mich direkt an alte BioWare Titel zurückerinnert gefühlt.
Freue mich aufs Weiterzocken und bin froh, dass ich mir mein eigenes Bild gemacht habe und mich von den ganzen Kontroversen nicht habe beeindrucken lassen
Aus meiner Sicht bisher ein kurzweiliges, schönes Spiel.
Hier noch ein paar Zweiteindrücke, die auch weiterhin ein bisschen darauf eingehen, was derzeit so überaus plakativ diskutiert wird.
In Bezug auf das Gameplay hatte ich schon Vergleich zu God Of War oder gar Uncharted gelesen. Aber der beste Vergleich ist für mich immer noch BioWare selbst. In Form von Mass Effect und... Überraschung... Dragon Age. Mass Effect war schon immer die Blockbuster-Kino-Variante eines Oldschool-BioWare-RPG. Durchaus gestreamlined und actionorientierter, aber immer noch mit genug taktischer Tiefe. Wer die Dinger mal auf Wahnsinn durchgespielt hat, weiß, dass man da nicht mit einfach nur durchballern weiterkommt, sondern auch viel taktisch pausieren muss.
Und Veilguard ist jetzt mit diesem Teil den letzten Schritt in diese Richtung gegangen, in dem es tatsächlich sehr actionorientiert ist und sich weniger auf die Party und mehr auf den Hauptcharakter konzentriert. Die Party agiert wie in ME fast komplett eigenständig und kann anscheinend auch nicht sterben. Jedoch kann man wie in ME jederzeit ihre Fähigkeiten auslösen, solange die nicht in der Cooldown-Phase sind. Und sie lösen ihre Fähigkeiten auch nicht mehr alleine aus.
Man kann jetzt drüber streiten, ob das so gut ist, dass die Partymitglieder wohl nicht sterben können und dass sie ihre Fähigkeiten nicht selber auslösen, aber wer in Mass Effect wirklich die Kontrolle über das Spiel haben wollte, hat sowieso abgeschaltet, dass das die Partymitglieder hier eigenständig agieren, weil man sonst sowieso andauernd das Problem hatte, dass die Fähigkeiten im Cooldown waren, wenn sie wirklich gebraucht hat. Und sterbende Partymitglieder, die sowieso meistens sterben, weil sie sich grade dumm anstellen bzw. KI hakt, sind auch so eine Sache, die mich eher nervt, als dass sie mir jetzt größere Immersion bringt. Diese Form des Mikromanagements funktioniert in rundenbasierten Spielen echt gut, aber in "Echtzeit mit Pause"- oder actionorientieren Spielen empfinde ich es zumindest als eher mühselig. Da es anders bei ME auch kein Deckungssystem gibt, ist es eben auch schwer, die Leute an sicheren Orten zu positionieren.
Und der Rest des Kampfsystems ist eine relativ konsequente Weiter- und Zusammenführung der ME- und DA-Kampfsystem.e Das Kombo-System der Fähigkeiten nutzt jetzt ganz explizit die Begriffe aus ME (Vorbereiter/Primer und Detonatoren), aber im Grunde genommen haben wir dieses System bereits seit Dragon Age 2: Der Gegner bekommt einen Statuseffekt und dieser kann von einem anderen Charakter ausgenutzt werden. In DA2 hießen diese Statuseffekte dann z.B. brüchig oder strauchelnd.
Dieses System findet sich in Ansätzen bereits in Mass Effect 2 und würde dann in ME3 und Andromeda noch weiterausgebaut, so dass die Kombos auch für noch mehr Effekt detonieren.
Ich kann so Vergleiche mit Triple-A-Action-Adventures grundsätzlich nachvollziehen, weil heuzutage so viele Entwickler meinen, ein RPG Lite mit Skill-Trees machen zu müssen. Und Veilguard ist ohne Frage Dragon Age auf Speed. Die Kämpfe sind schnell und actionreich. Ausweichen und Parieren spielt eine große Rolle. Aber der Dragon Age-Unterbau von zumindest Dragon Age 2 ist immer noch da und spielt auch eine Rolle.
Man kann das jetzt durchaus als Verwässerung ansehen. Aber ich glaube, da ist auch ein bisschen rosarote Brille dabei, weil auch schon Origins weit weniger komplex war als ein Baldur's Gate 1/2.
----
Die die Argumentation, dass das Kampfsystem total auf Mainstream getrimmt ist, halte ich sogar valide. Aber auch hier muss man mal den Kontext sehen. Bis Persona 5, Metaphor oder Baldur's Gate 3 bewiesen haben, dass man mit komplexen System und langsamen, rundenbasierten Kämpfen bewiesen haben, dass man auch mit diesen Spielen im Mainstream Erfolg haben kann, waren sowas wie rundenbasierte Kämpfe oder Echtzeit mit Pause ziemliches Kassengift. Es gibt einen Grund, warum Final Fantasy 15 und 16 so sind, wie sie sind.
Wasteland 2/3, Torment, Pillars Of Eternity, also die Spiele, die Origins noch am ähnlichsten sind, waren alle tolle Spiele und im Rahmen ihrer AA-Budgets auch sicherlich Erfolge, aber alles keine Mainstream-Kassenschlager und auch vom Präsentationsbudget überhaupt nicht mit Dragon Age vergleichbar. Die sind teilweise nicht mal voll vertont. Und wenn, dann nur auf Englisch. Was übrigens auch für viele japanische Rollenspiele gilt.
Die ganzen Eigenschaften, denen hier nachgetraut wird, weil sie Origins noch vorhanden waren, sind in den letzten Jahren das beste Rezept gewesen, um in der Nische zu landen. Eine Nische mit sehr enthusiastischen Fans, aber eben keiner Gruppe, die groß genug, um diese Bugdgets zu rechtfertigen, die ME und DA haben. Selbst ein CD Projekt Red hat ihre Spiele immer weiter simplifiziert und an den Mainstream angepasst. Und vieles von dem, was sie in Sachen Komplexität noch machen konnten, ist auch nur dadurch enstanden, dass Polen im Vergleich zu den USA oder Kanada immer noch ein Standort war, der niedrigere Kosten verursacht hat.
Ich habe auch so meine Zweifel daran, dass die Kritik am Spiel jetzt geringer wäre, wenn sich das Ding wie Pillars Of Eternity spielen, aber dann auch so aussehen würde.
Und wenn ich mich recht erinnere, hatte jemand von BioWare schon vor Jahre gesagt, dass "Echtzeit mit Pause" eigentlich nur eine Krücke war, weil ihnen rundenbasiertes Gameplay zu langsam war, aber die Richtung, in die man eigentlich wollte (also mehr das, was man in den späten 2000ern von BioWare gesehen hat) zu dem Zeitpunkt technisch noch nicht möglich war. Aber da ich dazu so schnell keine Quelle gefunden habe, schließe ich auch nicht aus, das ich mich hier falsch erinnere.
----
Die Kritik an dem Grafikstill und dass alles so aussehen würde wie in einem Disney-Märchen... Naja, ich weiß echt nicht. Ich bin gestern durch ein Gebiet, das schon verdammt düster war. Sowohl optisch aus thematisch. Alles ziemlich verdreht, deprimierend und sehr wenige, ziemlich dunkle Farben.
Klar, andere Gebiete sind wunderschöne Wälder und Ruinen, die aber auch teiweise schon dem Verfall unterliegen. Und da muss ich sagen, dass das zumindest für mich die richtige Mischung ist. Wenn man mir in einem Spiel eine große Bedrohung aufmacht, muss man mir auch zeigen, was auf dem Spiel steht, um dort richtig reininvestieren zu können.
Der Grund, warum mir die Spielwelt in einem Gears Of War vollkommen egal war und ich heute keinen einzigen Ort aus diesen Spielen nennen könnte, liegt auch daran, dass man dort praktisch nur durch Düsternis und Zerstörung schreitet, aber wirklich nur in Ansätzen erkennen kann, wie die Welt mal ausgesehen hat.
Hier in The Veilguard zeigt man mir in den ersten paar Stunden sowohl die hübschen Ortschaften, die noch existieren, als auch Orte, die längst dem Verfall anheim gefallen sind, was zumindest mir eine größere Motivation gibt, die schönen Orte erhalten zu wollen, während ich in einem Spiel, das primär düster und verfallen ist, eher solchen "Ist eh alles egal, weil sowieso schon alles kaputt ist"-Gedanken verfalle.
Vor allem denke ich dann auch so an Orte wie den Palast in Orlais, die Hinterlande oder die Schwertküste aus Inquistion, die man sich gut und gerne als Bilder an die Wand hängen könnte, und frage mich, warum diese Kritik nicht schon vor 10 Jahren aufgekommen ist.
----
Und die "Ponyhof"-Dialoge... Puh... Es lässt sich sicherlich feststellen, dass es bisher in der Party kaum Reibung und Konflikte gegeben hat. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass hier die ganze Zeit die Personalabteilung im Raum gestanden hätte oder es sich um eine Selbsthilfegruppe handelt. Oder was auch immer man da teilweise zu lesen bekommt.
Die Party, die ich bisher habe, besteht vorwiegend aus jünger wirkenden Leuten, die sich gegenseitig Unterstützung geben angesichts einer Situation, die eigentlich überfordern sollte. Dass man da nicht andauernd Konflikte aufmacht und düstere Aussichten auch mal mit übertriebener Helligkeit überspielt, halte ich jetzt nicht für wirklich unglaubwürdig.
Zumal wir auch das in Dragon Age immer schon hatten. Alistair aus Origins wirkte zwar wie ein ernster, extrem pflichtbewusster Mensch, hat aber auch teilweise ziemlich alberne und witzige Sachen von gegeben. Vor allem in dem Stichelei-Duell mit Morrigan. Leliana hat mehrfach von Schuhen und Shopping geschwärmt. Der Golem Shale hat sich über über Notdurft verrichtende Tauben aufgeregt. Und Ohgren konnte man praktisch überhaupt nicht ernst nehmen.
Und von Sara in Inquisition wollen wir jetzt mal gar nicht anfangen...
Dragon Age hatte schon immer diese Dialoge drin, die mal witzig waren, mal albern und mal zum Fremdschämen.
Selbstverständlich ist das aufgedrehte, übermotivierte junge Technikgenie ein Stereotyp. Aber das gilt letztlich auch für die alte, erfahrene aber sozial vollkommen inkompetente und absolut unempathische Erfinderlegende, die wir mindestens ebenso regelmäßig vorgesetzt bekommen. Wenn wir das Fass jetzt wirklich aufmachen, kommen da nicht nur ein paar Tropfen raus, sondern ganze Ozeane.
Storytelling lebt von Stereotypen. Und das nicht erst seit gestern. Ich verdrehe auch jedesmal die Augen, wenn in Serien eine Verfolgungsjagd entsteht, weil die Person schon durch laute Rufe aus noch 50 oder 100 Meter Entfernung vorgewarnt wird und ihr dadurch Zeit für die Flucht gegeben wird. Vor allem, weil das in den gleichen Serien immer und immer wieder vorkommt. Das ist im Grunde genommen auch schlechtes Writung, weil es die eigenen geschriebenen Charakter als dämlich, inkompetent und vor allem lernunfähig darstellt. Aber wenn es nicht funktionieren würde, würde es auch keiner produzieren.
Ich habe es noch nicht selbst gespielt, das werde ich erst im Dezember/Januar tun aber ich habe jetzt schon etliche Dinge in Videos und Streams gesehen und muss zugeben, dass ich kein Freund vom Writing bin.
Ich mag schlicht nicht, wie teils komplette Lore, die in den letzten drei Spielen aufgebaut wurde, völlig umgeschrieben wurde, nur damit das Spiel sich nicht in moralischen Grauzonen bewegen muss.
Zwei Beispiele:
Die Krähen von Antiva werden hier viel zu positiv dargestellt, es wirkt so, als wolle Veilguard die Krähen als richtig coole Assassine verkaufen, obwohl man in der Vergangenheit, speziell in Origins, recht gut vermittelt bekommen hat, wie skrupellos die Krähen eigentlich sind, in Veilguard jedoch sind sie total coole, patriotische Soldaten, die ihre Stadt bis aufs Letzte Verteidigen, das passt für mich nicht zusammen, das sind Assassinen, sie töten Leute und verdienen damit ihr Geld.
Hinzu kommt der ganze Aspekt der Kindersklaverei, da die Krähen ihre Assassinen gerne bereits sehr früh ausbilden und sich dafür gelegentlich obdachlose Kinder suchen, die sowieso schon nicht viel Perspektive haben, das wird dann gnadenlos ausgenutzt und ein Abhängigkeitsverhältnis geschaffen, denn so lange sie töten, haben sie immer ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen auf dem Teller.
Selbiges gilt für die Qunari, man hat immer und immer wieder erfahren, speziell in Inquisition, wie grauenhaft es ist, unter dem Qun zu leben und wie grauenhaft die Qunari einem das Qun aufzwingen, wenn man sich weigert, nach diesem zu leben, die Qunari sind quasi religiöse Fanatiker, die Kreuzzughaft Ländereien erobern und alle in ihre Religion zwängen, ganz gleich, ob man das will oder nicht und wer sich weigert, wird getötet.
In Veilguard jedoch werden sie als völlig friedliche religiöse Personen beschrieben, bei welchen im Qun jeder so leben kann, wie er oder sie es für richtig hält, ohne Konsequenzen oder Zwänge, man kann das Qun sogar jederzeit verlassen, wenn man das möchte, was eigentlich absolut undenkbar ist.
Diese beiden Beispiele widersprechen sämtlicher Lore, die in den letzten Teilen aufgebaut wurde, es fühlt sich fast an, wie ein Reboot, das gefällt mir einfach nicht.
Vielleicht bin ich aber auch ein zu großer Dragon Age-Nerd, der viel zu viel Wert auf Lore legt, vielleicht ist das Spiel auch einfach nicht für mich gedacht, denn es wirkt so, als wolle man vor allem Neulinge erreichen, die mit Dragon Age bisher nichts anfangen konnten.
Ich weiß einfach nicht, was ich von dem Spiel bisher halten soll.
Ich kann zu den erwähnten Punkten da bisher nichts sagen, da ich an den betreffenden Stellen noch nicht angekommen bin.
Wenn das wirklich stimmt, ist das sicherlich etwas, das man durchaus kritisch beäugen sollte. Aber da kommt für mich auf die Frage des Kontexts auf. Zwischen den ganzen Spielen liegen Jahre. Sowohl Ingame als auch in der echten Welt. Und grade die Quanri sind in allen 3 bisherigen Spielen hart geretconned worden, wenn man das so nennen will. Das Bild der Qunari ist in Teil 1 ein anderes als in Teil 2 als in Teil 3.
Wenn man da schlechte Schreiberei unterstellen will, muss man da schon bei Dragon Age 2 anfangen. Da aber die Gründe über die Veränderungen nie explizit dargelegt wurden, kann man das auch durchaus als eine Gesellschaft interpretieren, die sich in einer Transformation befindet, die durch innere Konflikte und Einflüsse von außen enstanden ist.
Ich weiß nicht, ob das jetzt wirklich die Intention der Autoren war bzw. ist, aber ich bin auch der Meinung, dass Autoren ihre Intentionen nicht immer plakativ heraustellen müssen, sondern auch Interpretation erlauben können und sollen.
Kann durchaus sein, dass ich am Ende zum gleichen Schluß komme, dass gewisse Fraktionen hier zu weichgespült wurden, aber angesichts diverser andere Äußerungen über das Spiel, die vom kleinen Schneeball zu einer Lawine wurden und sich auch schneeballsystemartig verbreiten, bin ich hier zumindest erstmal skeptisch.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Das, was Du geschrieben hast, habe ich in ählicher Formulierung jetzt schon an 3 anderen Stellen im Netz gelesen. Damit wir uns nicht missverstehen: Ich will damit nicht sagen, dass Du hier irgendwas abgeschrieben hast. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier irgendjemand mal eine einzelne Meinung geäußert hat und diese sich nun durch Social Media wie wild verbreitet.
Das muss nicht bedeuten, dass da nichts hinter steckt. Vielleicht ist das wirklich alles wahr. Aber grade bei diesem Spiel sind anscheinend so viele Leute unfassbar interessiert daran, dass es scheitert, dass ich mir da als jemand wie Du mit Interesse an der Lore des Spiels interessiert ist, wirklich lieber ein eigenes Bild machen würde.
Birgt halt das Risiko, dass man am Ende total enttäuscht ist, weil wirklich alles komplett umgedreht wurde. Aber immerhin hat man diesen Schluß dann wengstens selber gezogen.
Dieses Risiko muss man natürlich nicht jetzt und zum Vollpreis eingehen, wenn man sich nicht sicher ist. Aber wenn grundsätzlich Interesse an dem Spiel besteht, würde ich mir auch nicht zig Videos und Meinungen reinziehen, weil man dann irgendwann so vollgefressen mit anderen Meinungen ist, dass es immer schwieriger wird, da überhaupt noch unvoreingenommen reinzugehen.
Die Kritik an dem Grafikstill und dass alles so aussehen würde wie in einem Disney-Märchen... Naja, ich weiß echt nicht. Ich bin gestern durch ein Gebiet, das schon verdammt düster war. Sowohl optisch aus thematisch. Alles ziemlich verdreht, deprimierend und sehr wenige, ziemlich dunkle Farben.