The Great Mepho
Sonntagsfahrer
Gestern konnte ich das MLG-Pad mehrere Stunden antesten.
Beim auspacken macht das Pad schon einen sehr guten und wertigen Eindruck. Was sofort auffällt ist die sehr gute Verarbeitung. Es gibt keine Kanten, hervorstehende Ecken oder unterschiedlich große Spalten. Jedes Detail fügt sich nahtlos an das nächste.
Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch die anschraubbare Verkabelung und die mitgelieferten zusätzlichen Gewichte von jeweils 35gr. bei.
Das original Pad von MS ist/war bisher für mich das beste und langlebigste Pad. Wenn man jetzt aber das MLG-Pad dagegen in der Hand hält, hat man irgendwie das Gefühl seinen Golf gegen einen Mercedes getauscht zu haben.
Im Zubehör des MLG-Pads befinden sich einmal eine matte und eine glänzende Verschalung für die Oberseite zum wechseln. Die glänzende Verschalung sieht natürlich etwas eleganter aus, allerdings sieht man hier aber auch die Fingerabdrücke. Die Schalen selber lassen sich kinderleicht wechseln, da diese durch Magneten gehalten werden. Auch starkes Schütteln oder „dezente“ Schläge seitlich gegen das Pad brachten diese nicht zum abfallen.
Wirklich genial ist auch die Möglichkeit, die Sticks komplett zu wechseln oder auch die Möglichkeit Stick und Digi-Pad zu tauschen. Oder links einen konkaven (nach innen) und rechts einen konvexen (nach außen) Stick einzubauen. Oder andersherum oder, oder,…
Der Ein- und Ausbau der Sticks ist ebenfalls kinderleicht. Einfach die Schale entfernen, den äußeren Ring am Stick kurz nach links drehen und dann herausziehen. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Richtung. Das war es schon. Auch hier machen die Teile einen sehr guten Eindruck bezüglich der Verarbeitung.
Die Gewichte sind an der Unterseite angebracht, dort, wo normalerweise das Accu sich befindet. Allerdings benötigen die beiden Gewichte weniger Platz und so ist die Verkleidung an der Unterseite auch schmaler, als wie bei einem Pad mit Accu. Ich war schon erstaunt, was insgesamt zusätzliche 70gr. für einen Unterschied ausmachen. Allerdings gehöre ich zu den Leuten, die gerne spüren, was sie in der Hand halten (denkt nicht mal ´dran…), und so bleiben die Gewichte drin.
Für das Headset gibt es den üblichen 3,5mm Eingang für Klinkstecker. Dieser ist angenehm „straff“ und der Stecker meines Astro A40 sitzt bombenfest, bzw. rastet im letzten Moment noch kurz ein.
Allerdings passen keine Headsets, welche um den Klinkstecker herum eine Verkleidung haben, die sich nahtlos an das original MS-Pad anfügen.
Die beiden Trigger und Schultertasten arbeiten sehr exakt, wobei die Schultertasten jeden Druck mit einem leichten „klick“ quittieren. Die Tasten reagieren sehr gut, haben einen kurzen Weg und lassen sich auch nicht wie Teig rühren.
Trotz dieser ganzen Vorzüge benötigte ich aber einige Zeit, um mich an die Sticks, bzw. deren Handhabung zu gewöhnen. In den ersten Runden BF3 bin ich völlig untergegangen, da die Sticks zum einen etwas mehr Widerstand beim steuern bieten, zum anderen aber auch nicht so schnell verreißen beim hektischen steuern. Um es besser zu erklären: mit den MS-Pad musste ich aufpassen bei schnellen oder hektischen Bewegungen nicht zu verreißen, und das Ziel völlig zu verpassen.
Beim MLG-Pad ist es genau anders herum. Hier muß ich mehr Druck machen. Mir ist auch gerade als Sniper im Zoom-Modus aufgefallen, wie man mit etwas Gefühl weit entfernte Ziele viel leichter, bzw. exakter in die Fadenkreuzmitte bekommt. Jetzt benutze ich ja schon seit Wochen die FPS-Freeks (kurze Stickaufsätze um den Steuerweg zu verlängern), um genau diesen Effekt mit meinem MS-Pad zu bekommen. Als ich die FPS-Freeks jetzt auf die Sticks des MLG-Pads steckte, wurde dieser Effekt noch weiter verstärkt. Vorausgesetzt das Ziel hält still, lässt es sich Butterweich ins Fadenkreuz nehmen. Allerdings könnte dies für einige Spieler schon zu viel des Guten sein.
Eigentlich würde man die FPS-Freeks für das MLG-Pad nicht unbedingt mehr brauchen, aber ich habe mich jetzt einfach schon zu sehr an die etwas höheren Sticks gewöhnt.
Schön ist auch, dass das MLG-Pad im Gegensatz zur PS3-Version über eine dezente Rumble-Funktion verfügt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich persönlich finde es sehr angenehm.
Was jetzt aber für BF3-Spieler wichtig ist, dass die Back- und Starttaste nicht mehr in der Mitte des Pads sind, sondern etwas nach oben verlegt wurden. Einerseits kommt man so nicht mehr im Eifer des Gefechts aus versehen daran, allerdings ist ein schnelles „Spotten“ des Gegners schwieriger geworden. Am Anfang fischt man noch ins Leere, etwas später hat man sich daran gewöhnt und findet die Taste automatisch etwas weiter oben. Aber zugegeben, es ist schon etwas umständlicher als vorher.
Das waren jetzt die ersten Eindrücke nach ein paar Stunden mit dem MLG-Pad. Mal vorausgesetzt, Handhabung und Optik halten, was sie versprechen, ist das MLG-Pad genau das, was ich mir eigentlich von dem Onza-Tournament damals versprochen hatte. Dieses scheiterte komplett an seiner schlechten Verarbeitung, bzw. an den qualitativ schlechten Bauteilen.
Das MLG-Pad wird ja von Mad-Catz hergestellt. Und ich kannte Mad-Catz bisher nicht als Hersteller von hochwertiger Hardware. Ihr dürft mich aber gerne verbessern, falls mein Eindruck ein Falscher ist. Aber dieses Pad hat mich bis jetzt wirklich äußerst positiv überrascht. Wenn es jetzt noch die nächsten Monate ohne Macken übersteht, würde ich über den aktuellen Preis kein Wort mehr verlieren. Amazon hat es erst ab August im Sortiment. Gamestop (Filialen) und diverse Onlinehändler bieten es jetzt schon an.
Für mich als Erwachsener mit ungebändigtem Spieltrieb ist es ein schönes Spielzeug, mit dessen Aussehen und Handhabung ich sehr viel Spaß habe. Und es steht auch nicht der Wunsch besser zu sein als andere im Vordergrund. Der eigene Skill wird dadurch auch nicht besser (denke ich mal), aber einfach etwas Besonderes und dazu noch Funktionelles in Händen zu halten, ist schon was Feines.
Gruß,
Tom
Ps. zum Lieferumfang gehört noch eine kleine aber schicke Tasche für den Transport des Pads und diverse Teile zum Austausch. Für mich zwar überflüssig, aber wer mal bei Freunden angeben möchte…
Beim auspacken macht das Pad schon einen sehr guten und wertigen Eindruck. Was sofort auffällt ist die sehr gute Verarbeitung. Es gibt keine Kanten, hervorstehende Ecken oder unterschiedlich große Spalten. Jedes Detail fügt sich nahtlos an das nächste.
Zu diesem Eindruck trägt natürlich auch die anschraubbare Verkabelung und die mitgelieferten zusätzlichen Gewichte von jeweils 35gr. bei.
Das original Pad von MS ist/war bisher für mich das beste und langlebigste Pad. Wenn man jetzt aber das MLG-Pad dagegen in der Hand hält, hat man irgendwie das Gefühl seinen Golf gegen einen Mercedes getauscht zu haben.
Im Zubehör des MLG-Pads befinden sich einmal eine matte und eine glänzende Verschalung für die Oberseite zum wechseln. Die glänzende Verschalung sieht natürlich etwas eleganter aus, allerdings sieht man hier aber auch die Fingerabdrücke. Die Schalen selber lassen sich kinderleicht wechseln, da diese durch Magneten gehalten werden. Auch starkes Schütteln oder „dezente“ Schläge seitlich gegen das Pad brachten diese nicht zum abfallen.
Wirklich genial ist auch die Möglichkeit, die Sticks komplett zu wechseln oder auch die Möglichkeit Stick und Digi-Pad zu tauschen. Oder links einen konkaven (nach innen) und rechts einen konvexen (nach außen) Stick einzubauen. Oder andersherum oder, oder,…
Der Ein- und Ausbau der Sticks ist ebenfalls kinderleicht. Einfach die Schale entfernen, den äußeren Ring am Stick kurz nach links drehen und dann herausziehen. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Richtung. Das war es schon. Auch hier machen die Teile einen sehr guten Eindruck bezüglich der Verarbeitung.
Die Gewichte sind an der Unterseite angebracht, dort, wo normalerweise das Accu sich befindet. Allerdings benötigen die beiden Gewichte weniger Platz und so ist die Verkleidung an der Unterseite auch schmaler, als wie bei einem Pad mit Accu. Ich war schon erstaunt, was insgesamt zusätzliche 70gr. für einen Unterschied ausmachen. Allerdings gehöre ich zu den Leuten, die gerne spüren, was sie in der Hand halten (denkt nicht mal ´dran…), und so bleiben die Gewichte drin.
Für das Headset gibt es den üblichen 3,5mm Eingang für Klinkstecker. Dieser ist angenehm „straff“ und der Stecker meines Astro A40 sitzt bombenfest, bzw. rastet im letzten Moment noch kurz ein.
Allerdings passen keine Headsets, welche um den Klinkstecker herum eine Verkleidung haben, die sich nahtlos an das original MS-Pad anfügen.
Die beiden Trigger und Schultertasten arbeiten sehr exakt, wobei die Schultertasten jeden Druck mit einem leichten „klick“ quittieren. Die Tasten reagieren sehr gut, haben einen kurzen Weg und lassen sich auch nicht wie Teig rühren.
Trotz dieser ganzen Vorzüge benötigte ich aber einige Zeit, um mich an die Sticks, bzw. deren Handhabung zu gewöhnen. In den ersten Runden BF3 bin ich völlig untergegangen, da die Sticks zum einen etwas mehr Widerstand beim steuern bieten, zum anderen aber auch nicht so schnell verreißen beim hektischen steuern. Um es besser zu erklären: mit den MS-Pad musste ich aufpassen bei schnellen oder hektischen Bewegungen nicht zu verreißen, und das Ziel völlig zu verpassen.
Beim MLG-Pad ist es genau anders herum. Hier muß ich mehr Druck machen. Mir ist auch gerade als Sniper im Zoom-Modus aufgefallen, wie man mit etwas Gefühl weit entfernte Ziele viel leichter, bzw. exakter in die Fadenkreuzmitte bekommt. Jetzt benutze ich ja schon seit Wochen die FPS-Freeks (kurze Stickaufsätze um den Steuerweg zu verlängern), um genau diesen Effekt mit meinem MS-Pad zu bekommen. Als ich die FPS-Freeks jetzt auf die Sticks des MLG-Pads steckte, wurde dieser Effekt noch weiter verstärkt. Vorausgesetzt das Ziel hält still, lässt es sich Butterweich ins Fadenkreuz nehmen. Allerdings könnte dies für einige Spieler schon zu viel des Guten sein.
Eigentlich würde man die FPS-Freeks für das MLG-Pad nicht unbedingt mehr brauchen, aber ich habe mich jetzt einfach schon zu sehr an die etwas höheren Sticks gewöhnt.
Schön ist auch, dass das MLG-Pad im Gegensatz zur PS3-Version über eine dezente Rumble-Funktion verfügt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich persönlich finde es sehr angenehm.
Was jetzt aber für BF3-Spieler wichtig ist, dass die Back- und Starttaste nicht mehr in der Mitte des Pads sind, sondern etwas nach oben verlegt wurden. Einerseits kommt man so nicht mehr im Eifer des Gefechts aus versehen daran, allerdings ist ein schnelles „Spotten“ des Gegners schwieriger geworden. Am Anfang fischt man noch ins Leere, etwas später hat man sich daran gewöhnt und findet die Taste automatisch etwas weiter oben. Aber zugegeben, es ist schon etwas umständlicher als vorher.
Das waren jetzt die ersten Eindrücke nach ein paar Stunden mit dem MLG-Pad. Mal vorausgesetzt, Handhabung und Optik halten, was sie versprechen, ist das MLG-Pad genau das, was ich mir eigentlich von dem Onza-Tournament damals versprochen hatte. Dieses scheiterte komplett an seiner schlechten Verarbeitung, bzw. an den qualitativ schlechten Bauteilen.
Das MLG-Pad wird ja von Mad-Catz hergestellt. Und ich kannte Mad-Catz bisher nicht als Hersteller von hochwertiger Hardware. Ihr dürft mich aber gerne verbessern, falls mein Eindruck ein Falscher ist. Aber dieses Pad hat mich bis jetzt wirklich äußerst positiv überrascht. Wenn es jetzt noch die nächsten Monate ohne Macken übersteht, würde ich über den aktuellen Preis kein Wort mehr verlieren. Amazon hat es erst ab August im Sortiment. Gamestop (Filialen) und diverse Onlinehändler bieten es jetzt schon an.
Für mich als Erwachsener mit ungebändigtem Spieltrieb ist es ein schönes Spielzeug, mit dessen Aussehen und Handhabung ich sehr viel Spaß habe. Und es steht auch nicht der Wunsch besser zu sein als andere im Vordergrund. Der eigene Skill wird dadurch auch nicht besser (denke ich mal), aber einfach etwas Besonderes und dazu noch Funktionelles in Händen zu halten, ist schon was Feines.
Gruß,
Tom
Ps. zum Lieferumfang gehört noch eine kleine aber schicke Tasche für den Transport des Pads und diverse Teile zum Austausch. Für mich zwar überflüssig, aber wer mal bei Freunden angeben möchte…
